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Happy Birthday!

Mein Schatz hat heute Geburtstag. Ich wünsche ihm alles Gute, alles Liebe und dass alle seine Wünsche in Erfüllung gehen.

Der Tag begann für Bernd mit einer Überraschung: Ich hab mir für ihn einen Tag Urlaub genommen, ohne es ihm vorher zu sagen. „Hat der Wecker schon geklingelt?“ fragte er mich. „Nein, der klingelt heut auch nicht!“. Seine Freude war gross als Bernd hörte, dass ich heute zu Hause bleiben würde. Sein Geschenk bekam er von mir dann noch im Bett.

Einen Geburtstag kann man natürlich nicht wie einen normalen Tag verbringen. Deshalb hatte ich zum Frühstück Schnittchen bestellt. Nicht, dass hier jetzt Jemand auf eine falsche Idee kommt: Keine Schnittchen mit Armen und Beinen dran, sondern welche zum Vernaschen, besser gesagt: zum Verspeisen. Dazu gab’s ein Glas Sekt. Bis jetzt also ein netter Tag – wenn denn auch das Wetter mitspielen würde. Aber man kann nicht alles haben.

Das Diplom

Jetzt ist es offiziel und urkundlich bestätigt: Oliver ist Diplomwirtschaftsinformatiker. Im Rahmen einer Feierstunde im Audimax der Fachhochschule Flensburg wurden heute 109 junge Menschen verschiedener Fachrichtungen mit der Übergabe ihrer Diplome in das Berufsleben entlassen.

Als Gastredner war ein Vertreter des DGB eingeladen worden, der über das Thema Mitbestimmung sprach. Was heisst sprach? Er rappelte sein Manuskript fast ohne Punkt und Komma runter und holte zu dem Thema auch ziemlich weit aus. Es war ziemlich langweilig und grösstenteils thematisch unverständlich weil so schnell gesprochen. Wie Oliver uns später erzählte, waren die Jungdiplomanden kurz davor, Zwischenrufe zu machen weil ihnen, denen der Vortrag ja eigentlich galt, auch nicht gefiel.

Nach der Aushändigung der Diplome gab es im Foyer des Audimax, das übrigens bis auf den letzten Platz mit Familienangehörigen und Freunden besetzt war, ein Glas Sekt oder Saft. Ungezwungen stand man in kleinen Gruppen beisammen und unterhielt sich. Oiver zu Ehren hatte sich die gesamte Familie eingefunden: Melli, meine Eltern, die Schwester meines Vater (Olivers 93-jährige Grosstante), Olivers Patentante mit Mann und natürlich die stolzen Eltern.

Nach dieser Feierstunde hatten wir ein schöns Mittagessen, zu dem meine Eltern eingeladen hatten, in einem gemütlichen Restaurant in der Nähe der FH. In lockerer Atmosphäre sassen wir beisammen mit Oliver als Ehrenperson in unserer Mitte.

Flurschaden

Ja nicht bewegen, das war meine Devise heute morgen als ich aufwachte. Knochen, Muskeln und Gelenke schmerzten. Ganz langsam versuchte ich, meine Lage im Bett zu verändern. Dieses Ziehen überall! Heute Nachmittag werde ich ein Entspannungsbad nehmen, das wird bestimmt helfen.

Lustlos, einfallslos und müde

Die meisten interessanten Dinge, die es sich lohnt, zu veröffentlichen – jedenfalls aus meiner Sicht – geschehen am Wochenende. Nur am vergangenen Wochenende ist absolut gar nichts passiert. Wir hatten auch nicht geplant, etwas zu unternehmen, sind wir doch an den Wochenenden davor viel unterwegs gewesen. Also war Ruhe und relaxen angesagt.

Vielleicht war die Ruhe total ungewohnt. Warum? Weil ich in der vergangenen Nacht kaum geschlafen hab. Erst konnte ich nicht einschlafen und während der Nacht wurde ich dauernd wach. Dementsprechend müde war ich heute mit brennenden Augen. Dauernd musste ich gähnen. Jetzt schleppe ich mich so dahin um später so richtig müde ins Bett zu fallen.

Himmelsgucker

An lauen Sommerabenden auf dem Balkon sitzen, darauf warten, dass es dunkel wird, dass die ersten Sterne aufleuchten, dass ein Flugzeug mit blinkenden Lampen seine Bahn über den Himmel zieht – das ist es, was wir sehr gerne machen, so auch gestern Abend.

Bernd und ich sitzen dann, die Rückenlehnen der Stühle weit nach hinten gestellt, sodass wir fast liegen, und schauen in den Himmel. Zu dieser Jahreszeit ist ja noch ziemlich lange hell, aber die ersten Sterne zeigen sich bereits am noch blauen Himmel. Der erste Stern erscheint immer an der gleichen Stelle. Dann dauert es eine Weile, bis sich weitere Sterne zeigen.

Etwa folgender Dialog entwickelt sich dann: „Ich seh‘ einen.“ – „Wo?“ – „Na, da,“ wobei mein ausgestreckter Arm in die unendlichen Weiten des Himmels zeigt, „da, rechts neben dem Baum.“ – „Ich seh‘ nichts.“ Gerade will ich zu einer möglichst präzisen Ortsbeschreibung ansetzen als Bernd sagt: „Ich hab ihn!“

Und weiter geht’s: „Ich seh‘ auch einen“ – „Wo?“ – worauf sich der Dialog und die Abfolge des Geschehens weitgehenst wiederholen, nur dass Bernd dann versucht mir die Position des soeben entdeckten „neuen“ Sterns am Himmel zu erklären. Manchmal geschieht dies auch mit Hilfe von Antennen und Schornsteinen der im Blickfeld liegenden Häuser. Dann läuft es ungefähr so ab: „Du siehst da drüben die Antenne?“ – „Ja.“ – „Also links neben der ersten Querstrebe und dann auf der Hälfte zu dem hellen Stern da.“ – „Ich seh nichts.“ usw usw.

Ab und zu taucht wie aus dem Nichts ein Flugzeug auf. Wir schauen den blinkenden Positionslampen ein wenig sehnsüchtig hinterher, bis wir nichts mehr erkennen können. Gelegentlich entdecken wir auch Flugobjekte unbekannter Art. Wir vermuten, dass es sich um Satelliten, Raumstationen oder auch nur um Weltraummüll handelt. Warum? Weil es nicht blinkt. Es sieht aus wie ein sich schnell fortbewegender Stern: „Da fliegt was!“ – „Wo?“ – „Es kommt von rechts neben Dir.“ – „Oh ja, ich seh’s“. Wir verfolgen die Bahn bis das Objekt irgendwo im Nichts verschwindet. Egal was es ist, es ist jedenfalls spannend, abends in den Himmel zu schauen und zu beobachten, was da so los ist. Das gute Wetter sollte man ausnutzen und sich draussen aufhalten. Im TV läuft eh nichts gescheites im Moment. Wir freuen uns schon auf unsere Dachterrasse in Geesthacht weil wir hoffen, dort noch mehr Sterne sehen zu können. Das Umgebungslicht am Abend hier in Hamburg ist doch sehr intensiv. Da Geesthacht eher ein wenig provinzionell ist, wird es dort auch nicht so hell sein. Dort werden wir auch unser Teleskop stationär aufstellen.

Übrigens: Heute Abend soll ca. um 22.10 Uhr die Raumfähre zu sehen sein, die heute gestartet ist.

Efolgreich

Ab heute haben wir einen Diplomwirtschaftsinformatiker in der Familie. Nach 8 Semestern an der Fachhochschule in Flensburg hat Oliver heute sein Studium mit der abschliessenden Prüfung beendet. Für seine Diplomarbeit bekam er die Note 1.0! Mit Recht bin ich stolz auf Oliver, besonders auch deshalb, weil er sich Studienplatz, Praktikantenstelle und seinen Job ganz allein gesucht hat – ohne Protektion der Familie.

Herzlichen Glückwunsch und eine erfolgreiche Zukunft!

Das Diplom soll in einer Feierstunde Ende Juli überreicht werden. Und ich will dabeisein.

In Familie

Meine Mutter hatte Pfingsten ihren 81. Geburtstag. Da Pfingsten erfahrungsgemäss alle ihre Freunde keine Zeit haben, sind meine Eltern also selbst verreist. Mutters Geburtstag fiel aus, aber er sollte bei einem Essen im kleinen Kreis nachgeholt werden. Kleiner Kreis bedeutet: Oliver und Melli, Bernd und ich und natürlich meine Eltern.

Mutter hatte ein paar Ideen, in welchem Restaurant wir uns treffen sollten. „Friedrich’s Ruh“ in Niendorf/Ostee – eine gute Wahl. Aber praktisch wie Mütter sind meinte sie, dass es dort ein Parkplatzproblem geben würde. Sie hatte noch einige andere Vorschläge, doch ich konnte heraushören, dass ihr alles nicht so recht behagte. Schliesslich akzeptierte sie meinen Vorschlag, ein Restaurant in Kreuzkamp am Hemmelsdorfer See zwischen Lübeck und der Ostsee. Dort liess sie für uns 6 einen Tisch reservieren.

Das herrliche, wenn auch etwas frische Sommerwetter, verlockte zum offen fahren. Zuerst über die A1 in Richtung Lübeck und an Lübeck vorbei bis zum Ende, dann ein kurzes Stück über die B75 und dann ein paar Kilometer über eine nicht sehr gut ausgebaute Strasse durch Wald und Wiesen nach Kreuzkamp.

Nach dem Essen versorgten Bernd und ich uns ein paar Kilometer weiter in Richtung Ostsee in einem Hofladen für mit den Zutaten für das morgige Essen: Spargel, Schinken, Kartoffeln und Erdbeeren. Als kleien „Blumenstrauss“ für das noch stattzufindende Kaffeetrinken bei meinen Eltern erstanden wir ein Glas Weingelee.

Auf der Fahrt zu meinen Eltern passierten wir die Herrenbrücke, 1964 bei der Inbetriebnahme die grösste Klappbrücke Europas. Sie ersetzte eine 1902 erbaute Drehbrücke, die dem erhöhten Verkehrsaufkommen zu Lande und zu Wasser nicht mehr gewachsen war. Immerhin hat die alte Brücke 60 Jahre gehalten, was man von der neuen Brücke nicht behaupten kann. Inzwischen ist sie so morsch geworden, dass Fahrzeuge auf der Rampe nicht mehr halten dürfen, wenn die Brücke für den Schiffsverkehr geöffnet wird. Anfang August wird ein Tunnel eingeweiht, der die Brücke ersetzt. Wartezeiten für den Autoverkehr wird es dann nicht mehr geben.

Viele Jahre bin ich täglich über die „neue“ Brücke gefahren, um ins Büro und wieder nach Hause zu kommen. Es war jetzt wohl das letzte Mal, dass ich diese Brücke passiert habe. Sie war stets ein Ärgerniss, aber irgendwie gehörte sie zu Lübeck dazu. Statt einer Herrenbrücke wird es also demnächst einen Herrentunnel geben.

Mutter hatte den Kaffetisch auf dem Balkon gedeckt. Im Schatten von Markise und Sonnenschirm gab es leckere Erdbeertorte mit Sahne. Hmmmmm.

Bevor der Rückreiseverkehr von der Ostsee einsetzte, machten wir uns auf dem Heimweg. Die Sonne schien und der Fahrtwind wehte uns um die Nase – herrlich!

Ich wollte nur zum HNO

Die jähriche Ohrenspülung war mal wieder fällig. Ich hatte einen Termin für heute 10.00 Uhr. Ob des tollen Sommerwetters hatte ich keine Lust, zum Arzt zu gehen. Das Auto machte mir die Sache leichter: schön offen in die Stadt fahren und nach dem Arztbesuch noch Grillfleisch für heute Abend kaufen. Und schon war ich unterwegs.

20 Minuten vor dem vereinbarten Termin sass ich im Wartezimmer. Man will ja schliesslich – wenn möglich – pünktlich drankommen. Um 10.15 Uhr wurde ich langsam etwas nervös, wollte ich doch bei dem tollen Wetter nicht stundenlang beim Arzt warten. Es wurde 10.20 Uhr, eine Karrenzzeit, die ich jedem Arzt zugestehe. 10 Minuten später hätte ich mich beschwert. Soweit sollte es aber nicht kommen. Ich wurde aufgerufen. 5 Minuten später waren meine Ohren wieder sauber.

Schnell ging es zu Karstadt in die Lebensmittelabteilung. An der Fleischtheke holte ich Grillfleisch, in der Gemüsabteilung ein paar Zutaten für das Essen, dass für morgen geplant ist. Natürlich konnte ich an der Käsetheke nicht vorbeigehen, ohne was gekauft zu haben, nämlich einen Ziegenkäse in Rotwein gereift.

2 Euro hatte der Aufenthalt im Parkhaus gekostet – und weiter ging es zum Einkaufszentrum Hamburger Strasse. Dort musste ich die Patronen für den Wassersprudler tauschen.

Wenn ich im Einkaufszentrum bin, komme ich meistens reichlich bepackt wieder raus, so auch heute. Ein Topf Lavendel für den Balkon, ein paar sportliche Sommerschuhe und eine Vorratsdose von Tupper mussten zusätzlich im Wagen verstaut werden. Es ist übrigens das erste Tupperteil in diesem Haushalt.

Und ich wollte nur zum Arzt. Lass mich nie alleine los, dann wird es meistens teurer als gedacht.