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Kontrolle

Der halbjährliche Termin beim Zahnarzt war heute fällig. Der Doc ist ja ein ganz Netter, aber heute hat er mich genervt. Ich hatte das Gefühl, er wollte mit mir Geld verdienen. Nachdem er mit dem Haken überall rumgepult hatte meinte er, mein Zahnfleisch blutet. Ich dachte schon, er würde mir jetzt eine Paradontosebehandlung vorschlagen, hat er dann aber doch nicht. Ist doch klar, dass das Zahnfleisch blutet wenn er da mit dem Haken hantiert. Beim Zähneputzen blutet es jedenfalls nicht.

Dann meinte er, mein Esszimmer müsste mal fotografiert werden wegen der Brücken. Er könne ja nicht sehen, ob sich darunter eventuell was versteckt hätte. Und am liebsten wollte er eine von den beiden Brücken neu machen, weil die so merkwürdig konstruiert ist. Über das Teil hat sich mein Zahnarzt in Lübeck schon lustig gemacht. Aber sie sitzt, passt, wackelt nicht und ich kann damit essen und zubeissen. Warum soll das Teil dann neu? Nee nee, nicht mit mir, besonders weil ich das Geld doch für die Wohnung benötige.

Während die Panoramaaufnahme von meinem Esszimmer entwickelt wurde, entfernte der Doc mir den Zahnstein. Ich hatte das Gefühl, er hat es nicht sehr vorsichtig gemacht, wohl aus Ärger, dass mit mir kein Cent zu verdienen ist. Dann wurde das Foto hereingereicht. Entäuschung auf der ganzen Linie – auf Seiten des Zahnarztes. Es war nämlich alles OK. Und tschüss.

Eilig verliess ich den Behandlungsraum richtung Ausgang. Die Assistentig am Empfang rief mir noch hinterher, ob ich denn keine Jacke hätte. Nein, hatte ich nicht. Mutig war ich morgens ohne Jacke aus dem Haus gegangen.

Auf dem Heimweg fiel mir ein, dass ich die 10 Euro Praxisgeld gar nicht bezahlt hatte. Also da ich so gut wie nie zum Arzt gehe und der Zahnarzt beim letzten Mal auch nichts kassieren durfte weil er nicht an meinem Gebiss zu tun hatte, ist mir die Praxisgebühr überhaupt nicht geläufig. Da wird mir in den nächsten Tagen wohl eine Rechnung ins Haus flattern.

Völlerei

Es ist Sonntagnachmittag 14.00 Uhr – und ich bin noch immer satt von gestern. Was war los?:

Melli hatte zum nachträglichen Geburtstagskaffee nach Lübeck eingeladen. Dazu hatte sie selbst eine Torte gebacken und die 2. Torte der Kühlschrank. Muss ich noch mehr sagen? Wer mich kennt weiss, was passiert ist. Ich mag es kaum zugeben, aber ich habe 4 Stück Torte gegessen. Wir waren ja zum Kaffee eingeladen.

Wer konnte denn damit rechnen, dass wir noch zum Abendessen eingeladen werden würden, um die Ecke zum Griechen. Und da gab es Buffett! Klar doch, dass man da zuschlagen muss. Ich glaube allerdings, dass das eine Stückchen Ananas im Obstsalat zum Nachtisch zu viel gewesen ist. Eine schlaflose Nacht war die Folge mit dem Ergebnis, dass ich heute ziemlich müde bin und dazu noch immer satt.

Noch 2 Tage

Im Büro Stress pur seit fast 3 Wochen, noch bis Freitag. Keine Mittagspause und auch sonst kaum ein Moment, in dem ich mal ein wenig abschalten kann. Ein Schwätzchen mit anderen Kollegen, samll talk am Telefon mit Geschäftspartner? Nein, alles fällt flach. Das Radio läuft nebenbei, aber ich hör nicht hin. Die Welt könnte untergehen und ich würde es nicht mitbekommen. Ich würde am Schreibtisch sitzend mit ihr untergehen.

Ab Montag ist Steffi wieder da. Dann noch eine Woche arbeiten und dann habe ich den wohlverdienten Urlaub.

Und am 2. Urlaubstag ist der Termin beim Notar!

Kurze Woche mit furiosem Ende

Zum Glück war es durch den Feiertag am Montag nur eine kurze Woche, hat sie mir doch Arbeit ohne Pause eingebracht. Steffi heiratet nämlich heute und hat ab Dienstag 3 Wochen Urlaub.

Mittags hatte ich nur Zeit, in der Kantine mein Essen einzunehmen. Danach ging es gleich zurück an den Schreibtisch und es wurde wieder gearbeitet. Gestern Abend war ich so kaputt, dass ich auf dem Sofa eingeschlafen bin.

Heute fand die Woche einen netten Abschluss mit „Star Wars Episode III“. Der Film war interessant, hat mich aber nicht vom Hocker gerissen, was vielleicht auch daran lag, dass ich aufgrund der vielen Arbeit in den vergangen Tagen doch abgespannt war.

In dem Moment, als wir das Kino verliessen, begann an der nahegelegenen Aussenalster das Feuerwerk zum diesjährigen Japanischen Kirschblütenfest. Wohlweisslich hatten wir den Wagen zu Hause in der Garage gelassen und waren zu Fuss zum Kino gegangen. Auf den Strassen herrschte nämlich ein totales Verkehrschaos, wohl verursacht von zu spät aufgebrochenen Feuerwerksbesuchern, die keinen Parkplatz mehr ergattern konnten.

Unser Heimweg führte uns an eine Stelle, von der wir einen guten Ausblick auf das Feuerwerk hatten, und so blieben wir einen Moment stehen und schauten uns das Spektakel an, bin ich doch ein absoluter Feuerwerksfan, wie wohl Tausende anderer auch, die sich rund um die Alster das Feuerwerk angesehen hatten und sich nach dem Finale jetzt auf den Heimweg machten. Das Chaos auf den Strassen war noch grösser geworden, es war eine weise Entscheidung, heute Abend auf den Wagen zu verzichten. Ausserdem tat uns der Abendspaziergang gut, hatten wir doch auf dem Weg zum Kino einen fetten Eisbecher gegessen – und am Restaurant Zum Goldenen M kamen wir auch nicht vorbei.

Der Mai ist gekommen

Das bekannteste deutsche Mailied, „Der Mai ist gekommen“, stammt von Emanuel Geibel. Er wurde im Jahr 1815 in Lübeck geboren und starb dort 1884. In Lübeck versammeln sich um Mitternacht in der Nacht vom 30. April zum 1. Mai die Menschen auf dem Marktplatz, um gemeinsam dieses Lied zu singen.

Wie ich gestern schon vorhergesagt hatte, wurde bei uns nicht gesungen, obwohl Holger und ich reichlich von der selbstgemachten Maibowle getrunken hatten. Gunnar hatte sich, da er noch fahren musste, mit einem Glas zum Probieren begnügt. Bernd hatte auch schon recht früh die Segel bzw. die Bowle gestrichen. Auch getanzt haben wir nicht. Aber es war mal wieder ein netter Abend mit unseren Freunden.

Zuvor hatten wir am Nachmittag wir eine kleine Cabrio-Ausfahrt nach Geesthacht gemacht, um den Beiden das Areal zu zeigen, auf dem unsere zukünftige Wohnung entstehen soll. Auf dem Hinweg fuhren am und auf dem Elbdeich entlang, eine sehr schöne Strecke, aber sie ist eher für eine Spazierfahrt geeignet und nichts für eine schnelle Verbindung zwischen Hamburg und Geesthacht.

In Geesthacht war Hafenfest auf der Multifunktionsfläche an der Elbe, direkt unterhalb des Geländes, auf dem die Wohnungen gebaut werden sollen. Es gab ein Kettenkarussell, ein Karussell für die Kleinen und die üblichen Getränke- und Essbuden. Bernd wollte unbedingt ein Fischbrötchen essen. Da wir anderen uns für ein dänisches Softeis entschieden, hat er sich dann auch mit einem Eis zufrieden gegeben.

Im Cabrio-Konvoi ging es dann zurück nach Hamburg, dieses Mal über die Bundesstrasse. Und natürlich konnten wir es uns nicht nehmen lassen, einen kleinen Umweg durch die Lange Reihe zu nehmen. Leider war, wie so oft, die Ampel am Café Gnosa grün. Es wäre doch nett gewesen, dort mit 2 gleichen Wagen für ein paar Minuten im Blickfeld der vor dem Cafè sitzenden Gäste zu stehen.

Der Vollmond war schuld

Bernd sagte mir heute Morgen, dass ich sehr schnell eingeschlafen bin gestern Abend. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass die Nacht nicht sehr angenehm war. Mehrmals bin ich aufgewacht. In der Wohnung unter uns waren laute Stimmen zu hören, was sehr ungewöhnlich ist. Ich hatte verrückte Träume, deren Inhalt ich nicht mehr weiss. Wenn ich wach lag schossen Tausend Gedanken durch meinen Kopf, von denen sich ein grosser Teil mit dem beabsichtigen Kauf der Wohnung beschäftige.

Während einer Wachphase fiel mir ein, dass Vollmond ist. Laute Stimmen, wirre Träume – all dies hatte nichts mit dem schlechten Schlaf zu tun, nein, es war der Vollmond, der mir schlaflose Nacht bereitet hat. Es war nicht das erste Mal, dass so etwas passier ist. Anscheinend bin ich irgendwie vollmondempfindlich.

Es geht wieder

Dienstag Abend holte Bernd mich mit dem Wagen vom Büro ab. Ein Zwischenstopp am Briefkasten auf dem Heimweg wurde mir zum Verhängnis: Als ich aus dem Wagen steigen wolle bemerkte ich ein Ziehen in der Bauchmuskulatur. Ich hielt kurz inne und hoffte, dass es bei dem Ziehen bleiben würde. Es blieb aber nicht dabei. Ich hatte eine Zerrung bekommen. Schmerzgekrümmt legte ich die paar Schritte zum Briefkasten und wieder zum Wagen zurück. Eine kleine falsche Bewegung hatte mich zum Wrack gemacht.

Da ich so eine Zerrung bereits früher hatte, wusste ich, dass es am Besten für mich ist, wenn ich mich in liegender Position aufhalte. Also stellte ich nur kurz den Rechner an um Emails abzufordern. Danach ging es denn gleich auf das Sofa. Jede Bewegung war eine Qual.

Nach einer verhältnismässig angenehmen Nacht wachte ich gestern Morgen auch mit einer Verbesserung meines Zustandes auf. Glück gehabt – dachte ich. Leider verschlimmerten sich die Schmerzen im Laufe des Tages wieder. Das Sitzen am Schreibtsich war ganz und gar nicht förderlich. Ich entschloss mich deshalb, meinen Bummeltag zu nehmen. Da mir das Gehen schwwer fiel, bat ich Bernd, mich mit dem Wagen abzuholen – ohne Halt am Briefkasten!

Zu Hause nahm ich erst Mal ein heisses Wannenbad, das Wasser angereichert mit Japanischem Heilpflanzenöl. Danach ging es gleich wieder in die Waagerechte auf dem Sofa und von dort später ins Bett.

Heute Morgen merkte ich fast gar nichts mehr von der Zerrung. Auch tagsüber blieb es erträglich. Ab und zu spüre ich noch ein leichtes Ziehen in der Muskulatur. Aber ich kann mich wieder richtig bewegen.

Und ich hatte schon Angst, ich könnte morgen keine eingehende Inspektion der Baustelle vornehmen.

Faulenzen

Eigentlich wollte ich an diesem Wochenende das Disney-Special fertigmachen. Doch ich konnte mich dazu nicht aufraffen. Ich brauchte einfach mal das „Nichtstun“, bzw. so viel wie möglich nichts tun, anders ausgedrückt: So wenig wie möglich machen.

Es ist ja nun nicht so, dass ich das ganze Wochenende auf der faulen Haut gelegen habe. Es gibt ja immer etwas, das erledigt werden muss. Ich habe z.B. Muffins gebacken, leichtsinnigerweise aus einer Fertigmischung von Mondamin. Ich wollte sie morgen mit in die Firma nehmen. Ich kann’s vergessen weil sie nach Chemie schmecken. Jetzt gebe ich morgen Erdbeerkörbchen aus, nachträglich zu meinem Geburtstag. Die gibt es im Bahnhof beim Bäcker und sie schmecken besser als diese Muffins.

Ich werde mir das Reisespecial für das nächste Wochenende vornehmen. Ich hoffe, dass ich dann genügend Energie dazu habe.

Wohnungsstress

Der April scheint sich für mein Weblog zu einem ganz schwachen Monat zu entwickeln. Mein Kopf ist voll von Gedanken um den Kauf der Wohnung. Deshalb kann ich mich kaum auf andere Dinge konzentrieren.

Immer noch nicht ist alles in „trockenen Tüchern“. Ich hoffe aber, dass wir in der kommenden Woche einen entscheidenden Schritt weiterkommen und die Finanzierung regeln können.

Am Mittwoch hatten wir ein Finanzierungsgespräch hier zu Hause. Ich dachte, der Berater würde sein Laptop aufklappen und uns gleich was ausrechnen. Stattdessen holte er ein Bündel Papier aus der Tasche und machte irgendwelche Skizzen und Notizen. Dann erzählte er was von einer Kombination aus Bausparvertrag und Darlehen. Alle roten Lampen gingen bei mir an, als ich das Wort Bausparvertrag hörte. Erstens bekommt er bei einem Abschluss darauf eine Provision und zweitens beginnt man bei einem Bausparvertrag mit einem Minus da die Abschlussgebühr sofort belastet wird und erst mal angespart werden muss. Zahlen konnte er uns nicht nennen. Wir haben Montag einen Termin in der Bank, wo uns dann seine Idee in Zahlen präsentiert werden soll. Wir hören uns das mal an – vielleicht ist es ja doch interessant.

Donnertag Abend war der Verkäufer bei uns, um mit uns Fragen aus dem Kaufvertrag durchzugehen und Fragen zur Wohnung selbst zu beantworten. Am Schluss haben wir den Preis noch mal um etwas runterhandeln können.

Es ist ja auch ein Risiko, in die Nähe eines Atomkraftwerks zu ziehen. In der Zeitung stand ja nun gerade, dass sich die Bundesländer Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen darauf verständigt haben, an Bewohner, die im Umkreis von 10 km von einem Atomkraftwerk wohnen, Jodtabletten zu verteilen. Die Dinger soll man bei Austritt von radioaktivem Material schlucken, damit sich das nicht in der Schilddrüse einnistet. Na ja, wenns denn hilft – und wenn man uns dann auch immer die Wahrheit sagt, ob sowas Schlimmes in die Umwelt gelangt ist.