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Bescherung vorab

Seit fast 30 Jahren gibt es diese Familientradition: Die Vorabfamilienweihnachtsfeier in Lübeck. Gestern war es wieder so weit, dass wir diesen Tag begangen haben, der traditionell mit Glögg, ein Glühwein nach schwedischem Rezept eröffnet wird. Und in jedem Jahr die gleiche Frage: Mehr Zucker oder nicht. Na ja, es kann ja nachgesüsst werden.

Leider fehlten in diesem Jahr zwei Personen: Oliver aus beruflichen Gründen und unsere 93-jährige Tante, die gerade eine sehr starke Erkältung hinter sich hat und noch nicht die Wohnung verlassen darf. Bernd und ich besuchten sie vor der Feier und überreichten ihr unser Geschenk. Es ist erstaunlich, wie geistig rüstig sie noch ist und was sie noch für Wünsche hat, die sie auf ärztliches Anraten leider nicht mehr verwirklichen kann: Sie würde ganz gern mal eine Fahrt in einem Heissluftballon machen. Unglaublich.

Nach dem Glögg wurden die Geschenke ausgetauscht, was immer sehr spannend ist, da alle Beteiligten sich grosse Mühe machen. Nach Wünschen wird vorab nicht gefragt. Es wird geschenkt, was einem in den Sinn kommt. Und da man halt weiss, was alle mögen und welchen Geschmack sie haben, fällt einem auch immer was passendes ein. Und so gab es freudiges Entzücken auf allen Seiten, als die Geschenke ausgepackt wurden.

Aus statischen Gründen muss ich hier erwähnen, was es nach der Bescherung zu essen gab: Andreas berühmten Grünkohlauflauf und zum Abschluss eine leckere Käseplatte.

Wie immer, wenn sich die Familie trifft, gibt es viel zu erzählen. Uns so wurde es wieder ein netter Abend und alle freuen sich schon auf das nächste Jahr. Einen Termin gibt es auch schon.

Zum Gähnen

Nach zwei Tagen auf Achse mit viel reden, essen, trinken, warten – aber mit zu wenig Schlaf und mit einer Nacht ohne kuscheln ist dieser Sonntag einfach nur grau, müde, und gelangweilt auch wenn wir das Kuscheln nachgeholt haben. Oder gerade deswegen?

Der Bericht über das vergangene Wochenende folgt, wenn ich wieder genug Geist habe.

Langsam kommt das Weihnachtsgefühl

Bis heute Nachmittag wusste ich zwar, dass in zwei Wochen Weihnachten ist, aber rein gefühlsmässig war mir noch gar nicht nach Weihnachten. Zwar sehe ich vom Schreibtisch aus immer das festlich erleuchtete Alsterhaus und den Weihnachtsbaum auf der Binnenalster. Aber es war bis jetzt alles so unwirklich. Selbst die Weihnachtsmärkte in der City sowie ein paar letzte Weihnachtseinkäufe brachten mich nicht in Stimmung.

Heute Nachmittag kam Herr F. in die Firma. Ich kenne ihn schon sehr lange, noch aus meiner Lübecker Zeit, als ich dort in einer kleinen Reederei arbeitete. Herr F. ist der Inhaber einer Bunkerfirma in Harburg. Ab und an bestellte ich dort Treibstoff für die Schiffe. Heute machen seine Söhne das Geschäft. Aber zur Weihnachtszeit schicken sie Papa los. Papa verteilt traditionsgemäss Kalender: 3-Monats-Kalender, Tidenkalender für die deutsche Nordsee und Skatspiele. Und ganz wichtig: Köhler’s Flottenkalender. Das ist ein Kalender in Buchform, in dem viele Beiträge aus der Schifffahrt zu finden sind.

Als Herr F. gegangen war, keimte ein kleiner weihnachtlicher Funken in mir auf. Mal sehen, ob sich daraus noch ein weihnachtliches Feuer entwickelt.

Hautpflege


Egal ob heterosexuell, metrosexuell oder homosexuell – der Mann von Welt will gut aussehen und tut was für seine Haut. Die Kosmetikwerbung verspricht uns durch das Abbild von gutaussehenden, jugendlichen Männern, dass wir was dafür tun können, ebenfalls gut auszusehen, unsere Haut jung zu erhalten, wenn nicht gar zu verjüngen. Ob die Produkte helfen? Ich weiss es nicht, es wird uns aber erzählt. Und schon stehen wir vor den Regalen, vergleichen Preise, angebliche Wirkung und Inhaltsstoffe.

Uns wird was erzählt von Hautstraffung, Hauterneuerung, Hautpeeling, Tag- und Nachtcremes. Ganze Pflegeserien suggerieren uns durch auwendige Verpackungen und blumige Beschreibungen, dass wir den Alterungsprozess der Haut stoppen, wenn nicht gar rückgängig machen können.

Für den Mann von Mitte 50 – so wie ich einer bin – ist wahrscheinlich eh alles zu spät. Trotzdem hatte ich mich vor ein paar Monaten entschieden, zu versuchen, den Status Quo wenigstens zu erhalten. Und so entschied ich mich für ein Tiegelchen Energy Creme Q10 von Nivea, preislich akzeptabel und der Beschreibung nach zu urteilen das richtige Produkt für mich.

Rein vom Gefühl her tat die Energy Creme meiner Haut gut und ich blieb dem Produkt treu. Bis vor Kurzem die Firma Boss mit der Pflegeserie Boss Skin auf den Markt kam. Die Werbung war vielversprechend – was auch sonst. Allein der Preis von 40 Euro für ein Töpfchen schreckte mich vorerst ab, Perfecting Skin Serum zu kaufen. Aber dann hatte ich Q10 von Nivea verbraucht und ich stand vor der Entscheidung, entweder bei Nivea zu bleiben oder was Neues auszuprobieren, eine schwere Entscheidung, die letztendlich zu Gunsten von Boss Skin ausfiel.

Tatsächlich ist es so, dass die Haut sich nach dem Auftragen und Einmassieren glatter anfühlt, sehen kann man es allerdings nicht. Und nach spätestens 2 Stunden ist der gefühlte Glätteeffekt verschwunden. Ein Nachteil dieser Creme ist, dass sie sehr geruchsintensiv ist. Wahrscheinlich will Boss damit erreichen, dass der Mann von Welt ein dazu passendes Duftwässerchen der Firma Boss auswählt, was ich natürlich nicht machen werde.

Natürlich werde ich das teure Produkt verbrauchen. Vielleicht stellt sich ja demnächst auch ein sichtbarer Erfolg ein, wenn ich es regelmässig anwende. Vielleicht ist auch eine Kombination aus beiden Produkten denkbar: Abends Nivea und morgens Boss.

Es wäre interessant zu erfahren, ob sich die Herren meiner Leserschaft auch was ins Gesicht schmieren massieren, und wenn ja, welches Produkt sie bevorzugen. Uschi-Glas-Creme kommt mir jedenfalls nicht ins Haus.

Schnelle Sitzung

Letzens, beim Suppeessen, war mir ja ein Stück vom Zahn abgebrochen. Empfindlich war die Stelle nicht, Schmerzen hatte ich auch nicht, also war ein schnelle Notbehandlung nicht erforderlich. Trotzdem bekam ich relativ schnell einen Termin beim Zahnarzt meines Vertrauens.

Mein Termin war heute Nachmittag um 15.30 Uhr. Ein paar Minuten vorher stand ich an der Anmeldung und überreichte meine Karte von der Krankenkasse. Das Wartezimmer war leer. Aus den Behandlungszimmern drangen keine unangenehmen Geräusche oder Gesprächsfetzen. Die Assistentinnen wuselten alle in den Räumen umher. Es schien, als sei ich tatsächlich der einzige Patient. Dann kam auch noch der Doc auf mich zu und fragte mich, ob denn was Besonderes sei. Ich erzählte ihm von dem abgebrochenen Zahn. Sofort erhellte sich seine Miene, war doch endlch mal was an meinem Zähnen zu verdienen.

Noch vor dem vereinbarten Termin sass ich auf dem Behandlungsstuhl und nach 20 Minuten konnte ich die Praxis wieder verlassen. Ich kann mich nicht erinnern, so schnell, trotz eines vereinbarten Termins, eine Arztpraxis wieder verlassen zu haben.

Vollmond


Gestern war Vollmond. Dafür hab ich erstaunlich gut geschlafen, die Nacht vorher und in der vergangenen Nacht ebenfalls. Vielleicht liegt es an meiner Erkältung, nicht der Vollmond – mein guter Schlaf.

Dieses Bild entstand gestern Abend. Es wurde von unserem Balkon aus aufgenommen.

Ausgeräumt


Das ist der Inhalt unseres Wohnzimmerschranks. Morgen kommt nämlich der Möbeltischler und beseitigt die Wasserschäden am Schrank.

Beim Ausräumen sind schon mal ein paar Dinge im Müll gelandet. Beim Einräumen wird noch mal sortiert. Das ganze Unternehmen ist schon mal eine kleine Übung für den Umzug im nächsten Jahr.

Nachwehen

Der Tag gestern im Heidepark hat mir wohl doch etwas zugesetzt. Fast 9 Stunden frische Luft inkl. An- und Abfahrt und etliche Stunden auf den Beinen, das ist man halt nicht gewohnt.

Heute tut es hier und da ein wenig weh. Die Extremfahrgeschäfte vom Heidepark haben wohl ihre Spuren hinterlassen. Nicht umsonst wird davor gewarnt, dass Leute mit Herzproblemen, Bluthochdruck, Wirbelsäulenproblemen usw. einige dieser Geräte nicht benutzen sollten. Ach ja, schwanger sollte man auch nicht sein. Aber kann ja nicht der Grund für meine kleinen Wehwechen heute sein. Ich werde mich nachher ganz entspannt in die Wanne legen.