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Vollmond


Gestern war Vollmond. Dafür hab ich erstaunlich gut geschlafen, die Nacht vorher und in der vergangenen Nacht ebenfalls. Vielleicht liegt es an meiner Erkältung, nicht der Vollmond – mein guter Schlaf.

Dieses Bild entstand gestern Abend. Es wurde von unserem Balkon aus aufgenommen.

Ausgeräumt


Das ist der Inhalt unseres Wohnzimmerschranks. Morgen kommt nämlich der Möbeltischler und beseitigt die Wasserschäden am Schrank.

Beim Ausräumen sind schon mal ein paar Dinge im Müll gelandet. Beim Einräumen wird noch mal sortiert. Das ganze Unternehmen ist schon mal eine kleine Übung für den Umzug im nächsten Jahr.

Nachwehen

Der Tag gestern im Heidepark hat mir wohl doch etwas zugesetzt. Fast 9 Stunden frische Luft inkl. An- und Abfahrt und etliche Stunden auf den Beinen, das ist man halt nicht gewohnt.

Heute tut es hier und da ein wenig weh. Die Extremfahrgeschäfte vom Heidepark haben wohl ihre Spuren hinterlassen. Nicht umsonst wird davor gewarnt, dass Leute mit Herzproblemen, Bluthochdruck, Wirbelsäulenproblemen usw. einige dieser Geräte nicht benutzen sollten. Ach ja, schwanger sollte man auch nicht sein. Aber kann ja nicht der Grund für meine kleinen Wehwechen heute sein. Ich werde mich nachher ganz entspannt in die Wanne legen.

Mutprobe

Heidepark fahren wollten. Da die beiden Hasen Zeit hatten, sagten sie zu, sind sie doch ebenso Fans von aufregenden Fahrgeschäften wie wir.

Das letzte Stück der Strecke wollten wir, wenn möglich, offen im Konvoi fahren. Wir verabredeten, uns auf einem Parkplatz an der A7 zu treffen. Wegen der frühen Morgenstunde, es war erst 08.30 Uhr, war es dann doch nicht möglich, offen über die Autobahn zu sausen. Aber wenige Kilometer vor dem Park hielten wir an, klappten die Dächer auf und weiter ging’s.

An der Kasse bekamen wir den Rat, zuerst die grossen Fahrgeschäfte, wie z.B. die grösste Holzachterbahn der Welt „Colossos“, aufzusuchen. Es waren nämlich Hunderte junge Menschen von freiwilligen Feuerwehren aus ganz Niedersachsen angreist, die den Park bevölkerten

So führte dann auch unser erster Weg zu der besagten Achterbahn und tatsächlich mussten wir nur wenige Minuten warten, bis uns der Zug auf 60 m Höhe transportierte, von wo es in einem Winkel von 61 Grand fast senkrecht wieder nach unten ging. Ein tolles Erlebnis aus dem allerersten Wagen.

Ein kleineres Fahrgeschäft gleich nebenan warf Bernd und mich für’s Erste aus der Bahn, so dass wir erstmal eine Pause einlegen mussten während sich die Hasen alleine in die Bobbahn wagten. Doch danach ging es frisch gestärkt weiter: Wildwasserbahn, Mountainrafting, nochmal Colossos und veschiedene andere Fahrgeschäfte wurden von uns mitgenommen. Zwischendurch stärkten wir uns am See auf der Terrassee vom Restaurant „Capitol“.

Während unseres Aufenthaltes im Heidepark kämpfte ich mit mir, ob ich wirklich den grössten Gyro-Drop-Tower der Welt, „Scream“ ausprobieren wollte oder nicht. Ich wusste, dass die Hasen früher schon mal drin waren und aus 71 m Höhe im freien Fall in die Tiefe gesaust sind und es wieder machen würden. Ich wusste, dass Bernd es auch ausprobieren würde. Ich wusste, dass ich keine Angst haben würde. Ich wusste aber auch, dass der Blick nach unten aus grosser Höhe, ohne etwas Festes unter mir, ein merkwürdiges Gefühl in mir verursachen würde, mit dem ich schlecht fertig werde. Die Beine hängen baumelnd in der Luft, rund um mich herum ist nichts sichtbar, das stabil ist, es ist, als würde ich einfach so in der Luft hängen und könnte jederzeit abstürzen – eine Erfahrung, die ich in einem ähnlichen Gerät auf dem Hamburger Dom mal gemacht hatte. Und seitdem mied ich diese Türme. Aber zu viert ist man stark, also stellte ich mich mit an. Und ausserdem: Was Andere können kann ich auch! Basta!

Irgendwann waren wir an der Reihe. Mein Herz klopfte, meine Hände waren Nass von Schweiss als der Sichherheitsbügel über Kopf und Schultern gezogen und der Sicherheitsgurt am Bügel befestigt wurde. Ich würde einfach die Augen zumachen, wenn ich es nicht mehr aushalten kann. Langsam wurden wir in die Höhe gezogen. Anfangs schaute ich auf eine Achterbahn, auf der ein Zug oben auf dem ersten Hügel steckengeblieben war. Aber dann konnte ich die Augen nicht mehr aufhalten und ich musste sie schliessen. Es ging höher und höher. Dann stoppte das Gerät und ich wartete auf den Fall. Ich hörte ein Klicken und dann rasten wir nach unten. Wow – geil. Mutprobe bestanden. Noch mal!

Inzwischen war es Nachmittag geworden und da die Wartezeit am „Scream“ recht lang war, gingen wir weiter durch den Park und nahmen noch ein paar gemütliche Fahrgeschäfte mit. Im Holländischen Stadtteil bestellten wir uns Pofferties, dazu trank ich einen Cappuccino aus dem Pappbecher, d.h. ich wollte ihn trinken, denn der Becher glitt mir nach dem ersten Schluck aus der Hand und der Cappuccino ergoss sich über den Tisch und auf das Tablett. Ich kann mit so billigem Geschirr einfach nicht umgehen.

Dann war es Zeit zur Heimfahrt. Ein Stück fuhren wir mit den Hasen gemeinsam, dann gab Gunnar Gas und entschwand unseren Blicken.

Der ausgeschütte Cappuccino war nicht mein einziges Missgeschick dieses Tages: Bernd suchte morgens, bevor wir losfuhren, seine Armbanduhr. Sie war in unser kleinen Wohnung nicht zu finden. Später, als wir beim 2. Mal am „Colossos“ in der Sonne in Warteschleife standen, fand ich dir Uhr als ich die Hemdärmel hochkrempelte. Ich hatte die Uhr, und zwar ich hatte gleich 2 Uhren angelegt, eine rechts eine links. Wir haben nämlich die gleichen Uhren. Und ich trage meine derzeit rechts wegen einer Hautreizung am linken Handgelenk. Warum ich die zweite Uhr dann doch links angelegt hatte, bleibt mir ein Rätsel.

Peinliches Curryessen

Vor zwei Jahren waren Steffi und ich eingeladen, am traditonellen Curryessen des Nautischen Verein Hamburg teilzunehmen. Mir ist dieses Gericht gut bekannt und ich sagte damals zu Steffi, dass ich sie und ihren damaligen Freund und heutigen Mann einlade, das mal bei uns zu essen.

Da Steffis Mann ein süsser netter Pilot ist, gestaltet sich eine Terminfindung äusserst schwierig. Er fliegt zwar nur innerhalb Europas, ist aber natürlich auch oft an Wochenenden unterwegs. Heute war aber endlich ein Tag, an dem es passte.

Vor dem Essen gab es erst mal einen Willkommenstrunk. Langsam wurde es draussen dunkler und wir mussten innerhalb des Wohnzimmers für ein wenig Licht sorgen. Zu diesem Zweck wurde der Strahler in der Ecke neben dem Sofa etwas gedimmt.

Plötzlich fiel mein Blick auf den Luftraum über dem Strahler, wo ich zuckerwatteähnliches Gebilde aus ganz feinen Spinnennetzen entdeckte. Ich hätte natürich den Mund halten können, aber ich konnte nicht an mich halten und musste die peinliche Entdeckung öffentlich machen. Steffi beruhigte mich und meinte, dass es bei ihnen in der Wohnung auch sowas geben könnte. Aus diversen kollegialen Gesprächen mit ihr weiss ich, dass ich ihr glauben kann. Trotzdem wird das morgen weggemacht.

Ein Punkt aus der Pilotenwelt konnte heute geklärt werden. Aus welchen Gründen auch immer fragte ich mich vor ein paar Wochen, ob Piloten eine eigene Toilette im Flieger haben. Ja, sie haben eine, im Heck der Maschine und ganz eng. Jetzt wissen wir auch, warum der Pilot manchmal nach hinten durchgeht und die Passagiere dabei freundlich anschaut. Also wenn ihr das nächste mal fliegt und der Pilot geht nach hinten wisst ihr: Der muss mal!

Bundestagswahl

Heute sind die online bestellten Briefwahlunterlagen angekommen. Das ging schnell, ich habe sie erst Ende der letzten Woche beantragt. Jetzt kann ich also wählen.

Aber was soll ich wählen? Ich weiss, welche Parteien ich nicht wählen werde. Die Partei, die mir der Wahlomat vorgeschlagen hat, kann ich auch nicht wählen – oder doch oder wie oder was? Ich gehöre wohl somit zu den Unentschlossenen. Aber vermutlich läuft es letztendlich darauf hinaus, dass ich das wähle, was ich immer gewählt habe.

Ich mache übrigens deshalb Briefwahl, weil ich den Wahlvorstand in meinem Wahllokal so fürchterlich unnett finde. Die sitzen da und kommen sich vor wie Graf Koks von der Gasanstalt und sind unfreundlich wie sonstwas.

So früh

Das erste Weihnachtsgeschenk ist gekauft. Aber was soll man auch machen. Kalender werden jetzt überall angeboten. Und bevor ich irgendwann suche und nichts mehr finde, greife ich lieber jetzt zu.

Für meinen Vater muss es immer was maritimes sein. Die Auswahl ist ziemlich gross. Nur was nützt ein Kalenderbild, wenn es nicht lebt. Leuchttürme z.B., sie stehen so tot in der Gegend rum. Meist rot-weiss gestreift, auf einer grünen Wiese, blauer Himmel und blaues Wasser – sieht tot aus. Obwohl ich liebe Leuchttürme. Aber nicht auf Kalenderbildern.

Kalender mit Windjammern – auch immer nett anzusehen, aber tot. Die schwabbeln da auf ruhigen Gewässern weil man sie sonst kaum fotografieren kann, keine Bewegung, tot.

Stundenlang kann man in den Kalenderabteilungen suchen. Der vielleicht? Ich nehme ihn vom Haken und schaue mir auf der Rückseite die Fotos an. Nein, wieder nichts.

Ich wäre ja auch bereit, mehr Geld auszugeben (Man glaubt übrigens nicht, wieviel Geld man für einen Kalender ausgeben kann). Doch was hilft es, wenn er mir micht gefällt. Und ich verschenke nun mal nichts, was mir nicht gefällt, es sei denn Jemand wünscht sich was spezielles.

Ungerecht


Das Sommerwetter ist immer ein Thema. Im Juni war es zu heiss mit einem Kuschelfaktor „Null“. Duschen war angesagt, um zu versuchen, sich den Schweiss zu entfernen, der eh nach wenigen Minuten wieder aus den Poren kam.

Jetzt im Hochsommer, im Monat Augst, regnet es fast tagelang und es ist kalt. Man ist versucht, die Heizung anzustellen, die auch sicher heizen würde weil eine moderne Heizung einen Aussentemperaturfühler hat. Und gleich gehe ich in die Wanne, ein heisses Bad nehmen! Und wie sind die aktuellen Temperaturen?: Mallorca 33 Grad! Hamburg 14 Grad! Wenn man 10 Grand von Mallorca nach Hamburg schieben könnte, würde es uns doch gleich besser gehen. Und für die Urlauber auf Mallorca wäre es immer noch genug.