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Gewöhnungssache

Heute musste ich mit unserem Geschäftswagen zu einem unserer Schiffe fahren, dass zwecks Beladung im Hamburger Hafen liegt. Ich setzte mich also in den Wagen und wollte aus der Tiefgarage fahren. Verzweifelt bemühte ich mich, den 1. Gang einzulegen. Irgendwie wollte das nicht klappen. Bis mir dann bewusst wurde, dass das ja kein Wagen mit Automatikgetriebe ist. Ach ja, man muss die Kupplung treten. Aber wo ist die nur? Da war doch noch was mit dem linken Fuss – richtig, da ist die Kupplung. Also Kupplung getreten und den Gang rein. Abgewürgt. Na, das kann ja heiter werden. Aber ich kam endlich gut aus der Garage und fädelte mich in den Stadtverkehr ein.

Nach ein paar Metern fiel mir das laute Motorengeräusch auf. Ach ja, schalten muss man ja auch. Ich hab dann irgendwann sogar in den 3. Gang geschaltet. Oh, der Wagen hat ja noch mehr Gänge, also dann auf in den 4. Gang. Geht doch noch. Heil und ohne weitere Probleme kam ich am Schiff an.

Bei der Rückfahrt passierte es wieder, dass ich den Gang nicht einlegen konnte. Ach ja, die Kupplung. Aber dann lief alles sofort wie am Schnürchen.

Seit drei Jahren fahre ich jetzt einen Wagen mit Automatikgetriebe. Da ist es ja kein Wunder, dass nicht alles gleich auf Anhieb richtig klappt. Aber gewundert habe ich mich dann doch, dass ich die Koordination von Händen und Füssen beim Schalten und Bremsen nicht verlernt habe.

Kindergeburtstag

Holger und Gunnar feierten gestern ihre gemeinsame Geburtstagsparty. Gunnars Geburtstag war vor zwei Wochen, Holger hat heute Geburtstag. Eine gemeinsame Feier ist deshalb naheliegend.

In der Einladung wurde erwähnt, dass es sich um ein Faschings-Kindergeburtstags-Party handeln wird. Nun sind aber Bernd und ich ganz und gar keine Faschingsfreaks, wir durften deshalb auch ohne Verkleidung erscheinen. Allerdings hatten sich die beiden Gastgeber, und fast ausnahmslos auch die anderen Familienmitglieder, viel Mühe gemacht mit ihrer Ausstattung.

Nach dem leckeren Essen begann die Kinderparty mit Topfschlagen, wobei durch kräftiges Zuschlagen der Kochlöffel zu Bruch ging. Mit einer Runde Montagsmaler sowie Karaoke und Luftballontanzen vertrieben wir uns die Zeit bis Mitternacht, um dann auf den Geburtstag von Holger anzustossen. Ein lautes Feuerwerk vor dem Haus verkündete auch den Nachbarn, dass Holger jetzt ein Ufü geworden ist.

Vielen Dank unseren Freunden für den netten Abend. Es ist immer wieder eine Freude, bei euch zu Gast sein zu dürfen.

Bilder gibt es von mir nicht zu dieser Veranstaltung. Es obliegt den Gastgebern, eine Auswahl zu veröffentlichen. Schaut doch in Kürze mal rein bei northerndelight

So schmecke ich

ch schwöre, dass ich alle Fragen nach bestem Wissen und Gewissen und spontan beantwortet habe. Hier ist das Ergebnis, das insofern ganz erstaunlich ist, weil ich dunkle Schokolade liebe:

Hm, dunkle Schokolade! Sie schmecken reichhaltig und so richtig nach Luxus, mit Ihnen lässt man es sich gut gehen (schon beim Gedanken an Sie merken wir, wie unsere Hüften in die Breite gehen…!) Mit Ihrer unglaublich weichen und geschmeidigen Konsistenz ist es fast unmöglich, Ihnen zu widerstehen. Und tatsächlich, wer Ihnen erlegen ist, der kommt ein Leben lang nicht mehr davon los. Das Fleisch ist eben manchmal schwach…Aber es ist nicht Ihre Schuld, dass Sie so unwiderstehlich sind! Sie genießen es, angebetet zu werden. Sollen Ihre Liebhaber Sie doch in Gold verpacken und auf einen Altar heben! Und das ist nicht übertrieben, so kostbar und berauschend, wie Sie schmecken!

Der Tag danach

Nein, es war keine exzessive Party gestern Abend. Es war auch noch nicht mal Mitternacht, als die Hasen aufgebrochen sind. Allerdings hat der Wein bei mir seine Wirkung nicht verfehlt, merkte ich doch gestern Abend selbst, dass ich gewisse Probleme hatte, mich ordentlich zu artikulieren.

Und heute? Heute bin ich ganz einfach müde. Das Wetter trägt ja auch nicht gerade dazu bei, Körper und Geist zu erfrischen. Der für heute vorhergesagte Sonnenschein findet nur über den Wolken statt. Unser Ausflug an die Elbe diente auch nicht der Aufmunterung weil es dort viel zu windig und zu kalt war. Zurück zu Hause gab es erst mal eine heisse Schokolade.

Und heute Abend gibt’s einen gemütlichen Kuschelabend auf dem Sofa. Was gibt’s denn heut im Fernsehen?

Ein Abend mit Freunden

Wir hatten uns erst Silvester gesehen und zusammen gefeiert. Heute, eine Woche später, waren die Hasen bei uns zum Grünkohlessen, d.h. es gab Grünkohlauflauf. Leider ist mir der Nachtisch nicht hundertprozentig gelungen. Das Champagnereis war geschmacklich zwar einwandfrei, aber es fiel beim Servieren auseinander, sodass ich es nicht perfekt servieren konnte. Aber geschmeckt hat es trotzdem.

Bereits nach einer Woche hatten wir uns wieder so viel zu erzählen, dass der Abend wie im Flug vorrüberging. Es ist schön Freunde zu haben, mit denen es nicht langweilig ist.

Erster Arbeitstag

Es war heute seit Jahren das erste Mal, dass ich am ersten Arbeitstag des Jahres auch tatsächlich gearbeitet habe. Viele Jahre habe ich in der ersten Arbeitswoche Urlaubstage abgebummelt, was in diesem Jahr bei noch 7 Urlaubstagen aus dem alten Jahr auch locker möglich gewesen wäre. Aber in diesem Jahr werde ich wohl doch noch den einen oder anderen Tag brauchen, um wichtige Dinge für unser Wohnungsvorhaben zu erledigen.

Der Tag ging recht schnell und problemlos vorrüber. Ich war zwar allein in der Abteilung, da aber das Neujahrswochenende arbeitstechnisch ein ganz normales Wochenende war, konnte alles schnell geregelt werden.

Es war ein guter Auftakt!

Silvester


Das war sie nun, die Nacht des Jahreswechsels. Dieses Mal haben wir bei den Hasen in Pinneberg gefeiert, die sich viel Mühe mit der Silvesterdekoration gemacht haben, sogar auf dem Gäste-WC.

Nach dem leckeren Raclette haben wir vergeblich versucht, den Wohnbereich mittels Tischfeuerwerk ins Chaos zu stürzen. Der Inhalt der kleinen Tischbomben reichte dazu leider nicht aus.

Es war natürlich nicht zu vermeiden, dass wir uns im weiteren Verlauf des Abends auch über unsere zukünftige Wohnung unterhielten. Die Hasenbude hält ja auch genügend Anregungen und Tipps für Bauherrn bereit. Ich überlegte derweil, ob wir die nächste Silvesterfeier schon im Elbe-Penthouse veranstalten können.

Zum Mitternachtschampagner erschienen Gitta, Jimmy und Wolfgang, die mit uns auf das neue Jahr anstiessen. Danach ging es dann raus, um Raketen und Bodenfeuerwerk zu zünden. Um uns herum zischte und knallte es. Feuerschweife stiegen zum Himmel empor wo die Raketen zerplatzten und ihren leuchtenden Inhalt versprühten.

Als alles verbrannt und verpufft war, ging es wieder rein ins wärmende Haus, wo reichtlich Platz war, um noch eine fesche Sohle auf’s Parkett bzw. auf die Fliesen zu legen. Stimmungsvolle Beleuchtung und flotte Musik sorgten für richtige Discoatmosphäre.

Vielen Dank an die Hasen für die schöne erste Nacht des neuen Jahres.

Jahreswechsel


Dieses wird mein letzter Eintrag im Jahr 2005. Ich möchte hier ein Wenig darüber schreiben, wie sich im Laufe der vergangenen Jahre Silvester für mich verändert hat.

Die ersten Silvesterfeiern, an die ich mich erinnern kann, verbrachten meine Cousine Andrea und ich gemeinsam bei unserer Oma. Unsere Eltern gingen aus, wohin weiss ich heute nicht mehr, wahrscheinlich irgendwo hin, wo Remmidemmi war und man Tanzen konnte. Andrea und ich waren also bei Oma. Es gab ganz bestimmt Berliner und Saft. Die bösen Geister vertrieben wir um Mitternacht mit Knallerbsen, Wunderkerzen und, man staune, mit bengalischen Zündhölzern. Ja, sowas durften im zarten Alter von ca. 8 – 10 Jahren auch schon haben. Ob sich die Geister davon beeidrucken liessen, wage ich zu bezweifeln. Kurz nach dem Spektakel mussten wir schlafen gehen. Ich erinner mich noch ganz genau daran, dass ich im Bett lag und rund um uns herum noch Böller gezündet wurden, deren Explosionen durch die Strassenschluchten der Lübecker Innenstadt hallten. Aus dieser Zeit existieren in den Familienarchiven noch Bilder von Andrea und mir, auf denen wir zu sehen sind, wie wir alberne bunte Papphütchen tragen.

Nur sehr vage Erinnerungen habe ich an die Feiern, die danach kamen. Ich weiss nur noch, dass sie in der Messe des Bootsvereins Lachswehrwasserfahrer Lübeck, kurz LWL, stattfanden. Dort hatten meine Eltern ihre Yacht im Winter eingelagert. Die Messe war üppig mit Luftschlangen dekoriert und zum Tanz spielte die Kappelle Edelweiss auf.

Nachdem ich meine Frau kennen gelernt hatte, ging es mit der gesamten Famile (Grosseltern, Onkel, Tanten, Cousinen, Cousins) zum grossen Festball des Bürgerveins Lübeck. Traditionell wurde der Silvesterball in den Räumen der Gemeinnützigen Gesellschaft Lübeck gefeiert mit Tanz zu Livemusik in drei Sälen. Wir hatten immer Plätze im grossen Saal, der auch der festlichste Saal war, ausgestattet mit Stuck und grossen Bildern von lange verblichenen wichtigen Lübecker Persönlichkeiten in goldenen Rahmen. Die Bilder waren zwar so gut es ging mit Luftschlangen verhängt, trotzdem war es auch zu Silvester der schönste Saal. Über der Tanzfläche war ein grosses Netz gespannt, das mit hunderten Luftballons gefüllt war. Beim ersten Tanz nach Mitternacht, immer ein Wiener Walzer, wurde das Netz geschüttelt und die Luftballons fielen auf die Tanzenden Paare. Jeder versuchte, die Ballons zum Platzen zu bringen oder einfach weiterzustupsen. Natürlich war es eine Selbstverständlichkeit, dass die Damen zu diesem Ball im langen Kleid erschienen und die Herren mindestestens im dunklen Anzug oder, wer hatte, im Smoking. Mangels Nachwuchs wurde der Bürgerverein Lübeck in diesem Jahr aufgelöst.

Im Dezember 1980 wurde Oliver geboren und unsere Silvesterfeiern änderten sich ein weiteres Mal. 1980 feierten wir mit Thomas, Olivers Patenonkel und seiner Freundin – heute seine Frau – Barbara, im ganz kleinen Kreis.

In den Jahren darauf feierten wir zusammen mit Freunden, die in der Nachbarschaft wohnten, abwechselnd ein Jahr bei uns und ein Jahr bei denen. Als die Kinder alt genug waren, zogen wir gemeinsam mit ihnen vor dem Essen um die Häuser und zündeten Böller, Raketen und Bodenfeuerwerk. Wir wussten ja nicht, ob sie aufgrund ihres Alters den Jahreswechsel noch erleben oder schon seelig in den Kissen schlummern würden.

Es kam die Zeit, da waren die Jungs alt genug, allein um die Häuser zu ziehen. Ein Jahr, Oliver war schon auf dem Gymnasium, war es eisig kalt in der Silvesternacht. Oliver hatte seine Fahrradhandschuhe an, die er immer zum Rudern trug, also Handschuhe, wo nur Handfläche und -rücken geschützt sind und die Finger vorn herausragen. Plötzlich kamen die beiden Jungs herein, Oliver weinte, und sagte, dass seine Finger so weh täten. Tja, was war passiert? Die Handschuhe hatten die Blutzufuhr zu den Finger eingeschränkt, dazu die Eiseskälte. Er hatte leichte Erfrierungen an den Händen bzw. Fingern. Ich liess ihm kaltes Wasser über die Händer laufen und alsbald war er wieder OK. Ich kann mich zwar nicht mehr daran erinnern, aber vermutlich gingen die Beiden dann wieder raus, um weiter um die Häuser zu ziehen.

Seit 1997 feier ich den Jahreswechsel mit Bernd. Zuerst hier zu Hause mit seiner Mutter und Freunden. Freunde kommen und gehen, aus welchen Gründen auch immer. Berufliche Veränderungen erzwingen einen Ortswechsel, gemeinsame Interessen laufen auseinander. Man hat zwar noch Kontakt, aber nicht mehr so eng, dass man zusammen feiert. So hat sich auch der Kreis, mit dem wir den Jahreswechsel verbringen, in den letzten Jahren immer wieder verändert. Vor zwei Jahren haben Bernd und ich ganz allein gefeiert, was auch ganz gemütlich war.

Heute Nacht werden wir in der Hasenbude feiern. Von Eiseskälte sind wir weit entfernt, Erfrierungen sind nicht zu erwarten. Die einzige Unsicherheit ist Glatteis, dass eventuell auftreten könnte. Wie dem auch sei, wir freuen uns auf diese Silvesterfeier bei den Hasen. Zum Jahreswechsel gehört bei mir ein gewissen Ritual, nämlich alles, was im alten Jahr aus dem Körper gewachsen ist, muss weg, also bis auf notwendige Längen.

Früher, als wir noch zum Ball gingen und ich noch mehr Haar auf dem Kopf hatte, war mittags ein Friseurtermin angesagt, bei dem überflüssige Haare abgeschnitten wurden. Später dann, bevor wir das Haus verliessen, wurde ausgiebig geduscht, gefolgt von Manküre und Pediküre, will sagen, Finger und Fussnägel wurden geschnitten. Alles was überflüssig war, wurde im alten Jahr gekürzt bzw. vernichtet, so weit das möglich war.

Das hat sich bis heute nicht geändert. Ich gehe zwar heute nicht mehr zum Figaro, die Haare stutze ich selbst. Aber ich habe eben ein entspannendes Bad in der Wanne genommen, anschliessend alles, was vom Badewasser am Körper klebte, abgeduscht und danach die Jahresendmaniküre und Pediküre erledigt.

Das Jahr 2006 kann kommen! Ich wünsche allen Freunden und Lesern ein gutes, friedvolles und gesundes neues Jahr!

Nachfeier

Gestern ging das diesjährige Weihnachtsfest für uns nun endgülig zu Ende. Mit Oliver und Melli sowie meinen Eltern und Bernds Mutter gab es eine kleine Nachfeier mit Geschenken. Die Karten für die gestrige Vorstellung von Mamma Mia waren ja ein Gemeinschaftsgeschenk. Es wäre zu kompliziert hier jetzt aufzuführen, wer wem Karten, bzw. Anteile daran, geschenkt hat. Wir waren gespannt, wie das Musical meinen Eltern gefallen würde. Immerhin sind sie bereits über 80 Jahre alt. Wir baten sie um ihre ehrliche Meinung.

Bereits zu Hause hatte ich eine Bestellung für den Pausendrink aufgenommen. So brauchte ich vor der Vorstellung am Tresen nur den Zettel abzugeben und bezahlen. Die Drinks würden in der Pause dann für uns bereitstehen.

Die Vorstellung wurde von Sebastian De Domenico geleitet, den wir in sehr guter Erinnerung als unseren Chorpianisten haben. Welch ein Aufstieg: Vom Pianisten eines schwulen Männerchores zum musikalischen Leiter des Musicaltheaters Operettenhaus in Hamburg. Die Rolle der Donna wurde von meiner Lieblingsdarstellerin in diesem Stück, Carolin Fortenbacher gespielt. Zum Wiederholten Mal war ich gefangen von ihrer Ausdruckskraft, in der lachen und weinen einer alleinerziehenden Mutter eng beieinander liegen. Sie schafft es tatsächlich mich betroffen zu machen, lachen zu lassen und auch mal eine Träne hervorzuzaubern. Diese Frau ist einmalig. Auch mein Vater war sehr von ihr angetan.

Meinen Eltern hat es wirklich gut gefallen. Das haben sie nach der Vorstellung ausdrücklich betont. Wir hatten sie auch vorher um ihre ehrliche Meinung gebeten. Aukustisch haben sie zwar nicht alles verstanden, aber das ging uns auch nicht viel anders. Die Musik ist ziemlich laut und deckt die Stimmen, besonders wenn mehrere Darsteller gleichzeitig singen, ein wenig zu. Die Soli sind viel besser zu hören. Insgesamt war es aber wieder eine sehr schöne Aufführung, die Lust auf weitere Besuche bei Mamma Mia macht, wenn die Karten nur nicht so teuer wären.

Das Beste am gestrigen Tage aber war, dass ich Oliver nach langer Zeit mal wieder sehen und knuddeln konnte. Im nächsten Jahr steht auf jeden Fall ein Besuch unsererseits bei Oliver in Mönchengladbach an.