Gewöhnungssache

Heute musste ich mit unserem Geschäftswagen zu einem unserer Schiffe fahren, dass zwecks Beladung im Hamburger Hafen liegt. Ich setzte mich also in den Wagen und wollte aus der Tiefgarage fahren. Verzweifelt bemühte ich mich, den 1. Gang einzulegen. Irgendwie wollte das nicht klappen. Bis mir dann bewusst wurde, dass das ja kein Wagen mit Automatikgetriebe ist. Ach ja, man muss die Kupplung treten. Aber wo ist die nur? Da war doch noch was mit dem linken Fuss – richtig, da ist die Kupplung. Also Kupplung getreten und den Gang rein. Abgewürgt. Na, das kann ja heiter werden. Aber ich kam endlich gut aus der Garage und fädelte mich in den Stadtverkehr ein.

Nach ein paar Metern fiel mir das laute Motorengeräusch auf. Ach ja, schalten muss man ja auch. Ich hab dann irgendwann sogar in den 3. Gang geschaltet. Oh, der Wagen hat ja noch mehr Gänge, also dann auf in den 4. Gang. Geht doch noch. Heil und ohne weitere Probleme kam ich am Schiff an.

Bei der Rückfahrt passierte es wieder, dass ich den Gang nicht einlegen konnte. Ach ja, die Kupplung. Aber dann lief alles sofort wie am Schnürchen.

Seit drei Jahren fahre ich jetzt einen Wagen mit Automatikgetriebe. Da ist es ja kein Wunder, dass nicht alles gleich auf Anhieb richtig klappt. Aber gewundert habe ich mich dann doch, dass ich die Koordination von Händen und Füssen beim Schalten und Bremsen nicht verlernt habe.

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