Archiv der Kategorie: Küche

Olli hat eine Idee

Eine Handvoll Gäste über sein Weblog einladen kann gewagt sein. Und wenn man dann noch verlauten lässt, dass nur die kommen dürfen, die sich selbst angemeldet haben, weiss man eigentlich nicht, ob die Gäste überhaupt zusammenpassen. Da es sich in den meisten Fällen allerdings um Stammleser handelt, ist das Risiko nicht allzu gross.

Das erste Event dieser Art, das Casa Bellpierre – Grand Opening war ein voller Erfolg und Olli denkt an eine Fortsetzung. Er hofft, dass sich nicht nur Menschen aus seinem Dunstkreis anmelden, sondern dass vielleicht auch ein Fremdling an seinem Tisch Platz nimmt, den er noch nicht kennt.

Also liebe Leser, schaut doch mal rein bei Ollitalk und informiert euch über die Teilnahmebedingungen.

Noch’n Blog

Rezepte sind im Internet wie Sand am Meer zu finden. Nur ein Rezept zu lesen ist oft ziemlich dröge. Blogs gibt es inzwischen auch wie Sand am Meer, darunter auch welche, die dröge sind.

Jetzt habe ich ein Rezeptblog entdeckt, dass eine recht kurzweilige Komibination aus Rezepten und Blog anbietet. Fast scheint es, als würde das Rezept in den Hintergrund treten. Der Autor erzählt zuerst mal, was er kocht und wie er die Speisen zubereitet. Dazu gibt es meist auch noch ein paar persönliche und/oder fachliche Hintergrundinformtionen. Das Rezept selbst, um das es geht, erscheint dann eher so nebenbei am Ende des kleinen Kochberichtes.

Nur das gute Zeugs liest sich wirklich nett, auch wenn man am Kochen selbst nicht das ganz grosse Interesse hat.

Das Vorweihnachtsmenü

Die traditionelle vorweihnachtliche Familienweihnachtsfeier wird in diesem Jahr im Elbe-Penthouse ausgerichtet. Die kleine Familie, die noch vorhanden ist, möchte ich mit einem kleinen Weihnachtsmenü verwöhnen. Darüber haben wir heute eine Entscheidung getroffen.

Da ein Teil der teilnehmenden Familienmitglieder hier mitliest, wird zurzeit nur eine „versteckte“ Menüfolge veröffentlicht:

Vorspeise:
Sehkraftverstärker mit Vitamineinlage
Zwischengericht:
Sprudelnde Erfrischung
Hauptgericht:
Zart, süsslich und fruchtig
Dessert:
Flüssige Torte aus Deutschem Mittelgebirge

Neues und altes in der Stadt


Gestern – ich wollte nur zur Post. Und mit einer Keksdose kam ich nach Hause. Was heisst Keksdose? Es handelt sich bei dem Inhalt um Arabische Patisserie. Entdeckt habe ich die Köstlichkeit in Schuhbecks Gewürzladen. Der ist seit neuestem im Levantehaus an der Mönckebergstrasse, nicht in der Passage sondern strassenseitig.

Wenn ich was von Gewürzen sehe, schlägt mein Herz schneller. Ich musste also erst mal rein in das Geschäft und mich umsehen.

Und was es dort nicht alles gibt: Gewürze, deren Namen man schon mal gehört oder gelesen hat und von denen man für Rezepte, die man gern mal ausprobieren würde, nur wenige Gramm benötigt, wenn man sie denn überhaupt irgendwo bekommt.

In diesem Geschäft kann man sie sich selbst abfüllen, allerdings muss man mindestens 20 Gramm kaufen. Natürlich bekommt man auch fertig abgefüllte Döschen.

Da ich gestern nicht die Ruhe hatte, mich intensiver umzusehen, nahm ich erstmal die Dose mit den „Keksen“ mit, die eher kleine Kunstwerke sind. Dazu erhielt ich noch ein Informationsblatt mit einem Auszug aus dem Gewürzangebot.

Neben dem Gewürzladen gibt es noch ein Tee- und Kaffeegeschäft, welches ich vorher noch nie wahrgenommen hatte. Wie magnetisch angezogen betrat ich auch diesen Laden. Neben Kaffee und Tee gibt es Gewürze sowie Kaffee- und Teeutensilien und vielerlei Schnickschnack. Ich entdeckte einen Syrup White Chokolate, abegefüllt in einem kleinen Fläschen, was ganz pratktisch ist wenn man feststellt, dass einem das im Kafffee oder Cappu eigentlich gar nicht schmeckt. Ich verliess das Geschäft wieder ohne was zu kaufen. Ich würde morgen wieder hingehen.

Heute war nun der grosse Tag der näheren Erkundung. In Schuhbecks Gewürzladen schaute ich hier und schnüffelte dort. Ich entschied mich für Arabischen Zucker und Chili-Schoko-Zucker, beides zum würzen von Kaffee, Espresso und Cappu. Desweiteren nahm ich noch zwei Gewürzmischungen, die sich zum marinieren von Fleisch eignen. Es ist ja Grillsaison!

Da sich die Erkundungstour doch etwas länger hinzog, kaufte ich im Kaffegeschäft nebenan nur den Sirup mit dem Geschmack von weisser Schokolade. Doch auch hier werde ich mich demnächst weiter umsehen. An der Kasse frage ich, wie lange das Geschäft denn schon an diesem Platz sei. Ich war sehr überrascht zu erfahren als ich hörte: Na, so etwa 11/12 Jahre. Da gehe ich nun schon jahrelang durch die Mönckebergstrasse und das Geschäft ist mir noch nie aufgefallen.

Beide Neuentdeckungen sind sehr interessante Geschäfte, die ich ganz bestimmt noch öfter aufsuchen werde. Es ist gut zu wissen, Gewürze in kleinen Mengen kaufen zu können. Meistens ist es doch so, dass man eine ganze Dose kaufen muss für einmal was kochen und dann steht es jahrelang im Schrank. Einen Internetshop, in dem man Gewürze bestellen kann, hat Herr Schuhbeck auch. Da muss man aber mit den angebotenen Döschen vorlieb nehmen. Selbst abfüllen geht natürlich nicht. Man kann sich dort aber darüber informieren, wie die Gewürzmischungen zusammengestzt sind und wozu man die diversen Gewürze und Mischungen verwenden kann.

Eisteller


Ein Teller mit einer Variation aus selbsthergestelltem Eis:
Mascarpone-LimonenEis
Pistazzieneis
Sahne-Weisseschokoladeneis

Zu Gast hatten wir Freunde, die schon etwas länger Erfahrungen auf dem Gebiet der Eisherstellung haben. Da sie auch schon ein Pistazieneis gemacht hatten, ging es hier in erster Linie um eine Vergleichsverkostung. Das Ergebnis war 2:2. Während Bernd und Frank das Pistazieneis ausnahmslos gutheissen, gefällt es Peter und mir nicht so sehr. Pistzazien mal so nebenbei knabbern – keine Frage, das ist ok, so auch die Meinung von Peter. Aber als Eis – nö, ist nicht so unser Ding.

Mein persönlicher Favorit ist das Mascarpone-Limoneneis.

Erbsensuppe?


Auf den ersten Blick könnte man denken, ich mach gerade Erbsensuppe. Die Farbe, der Pürrierstab – alles deutet darauf hin. Nur das Gerät im Hintergrund verheisst was anderes, nämlich Eis. Nein, es wird kein Erbseneis. Es wird Pistazieneis. Auf das Ergebnis sind wir sehr gespannt.

Das war’s?

Nein, morgen ist ja auch noch Weihnachten. Und sogar übermorgen ist für uns noch mal Weihnachten. Aber ab morgen lassen wir uns beweihnachten. Gestern und heute haben wir beweihnachet. Es war Mütterweihnachten. Und wir haben das gern gemacht. Unsere Mütter sind ja allein und haben nur noch ihre Söhne.

Es begann gestern Nachmittag mit einem Kaffeetrinken. Dazu gab es kleines Gebäck, überwiegend selbstgekauft und selbst nach Hause gebracht, zu einem kleinen Teil selbstgebacken. Sozusagen zur Einstimmung. Im Hintergrund dudelte aus den Boxen Weihnachtmusik unseres Haussenders, unter dem Weihnachtsbaum lagen die Geschenke bereit. Der Abend endete mit einem Spaziergang zum Hotel, in dem unsere Mütter untergebracht waren. Dazwischen lagen einige gemütliche Stunden mit überraschenden Geschenken, netten Gesprächen und einem ausgedehnten Fondue. Und im Hintergrund dudelte immer die Weihnachtsmusik.

Am heutigen 1. Weihnachtstag trafen wir uns zum Frühstück um Hotel. Der weitere Verlauf des Tages gestaltete sich durch die Vorbereitungen für das traditionelle Putenbrustessen. Statt einer ganzen Pute gibt es nämlich eine Putenbrust mit Haut, die im Ofen gegart wird, was Schwiegermutters höchstselbstpersönliches Ritual ist und sich über mehrere Stunden hinzieht: Brust vorbereiten, im Bräter in den Ofen schieben, garen lassen. Deckel ab, öfter begiessen, Temperatur reduzieren, begiessen und noch mal begiessen und noch mal und nochmal. Dann kommt kaltes Wasser über den Putenbusen damit die Haut schön kross wird. Pute aus dem Bräter und auf dem Bratenrost im Ofen warmstellen. Aus dem Fleischsaft eine Sauce bereiten – fertig. Und dann die spannende Frage, ob das Fleisch denn gar ist und nicht zu trocken. Wie hier zu sehen ist, hat es geschmeckt:


Dazu gab es Kartoffeln und Rotkohl und natürlich Wein. Als Nachtisch wurde Mousse au Chocolat serviert. Und im Hintergrund dudelte immer noch Weihnachtsmusik.

Bei Weihnachtsmusik sassen wir noch eine Weile besammen bis es Zeit für unsere Mütter war, nach Hause bzw. zum Bahnhof gebracht zu werden, eine Aufgabe, die Bernd übernahm. Als sich die Tür hinter ihnen schloss, suchte ich erst mal eine CD meines Geschmacks – ich konnte nämlich keine Weihnachtsmusik mehr hören! Tina Turner erleichterte mir die Aufräumungsarbeiten.

Zwei Tage hintereinander mit Müttern kann schon etwas anstrengend sein. Doch war schön – und unsere Mütter haben es sichtlich genossen.

Ein paar wenige Fotos gibt es im Elbe-Penthouse zu sehen. Dort ist auch der Weihnachtsbaum zu bewundern.

Kleine Helferlein


Es gibt wohl kaum einen Haushalt, in dem sie nicht monatelang ein unnützes Dasein fristen: Kleine Gegenstände, die man sich mal gekauft hat weil man meint, sie seien praktisch und irgendwann könnte man sie sicher mal gebrauchen. Oft liegen sie wirklich monatelang im Küchenschrank. Jedes mal, wenn man sie sieht, fragt man sich: Warum hast du dir das bloss angeschafft. Aber irgendwann kommt ihre grosse Stunde. Und dann ist die Hausfrau bzw. der Hausmann froh, dass er vor monaten, ja, vielleicht sogar vor Jahren, zugegriffen hat.

Kürzlich wurde bei Tchibo ein kleines Set angeboten, dass einen Pinsel und eine Bürste enthält. So einen Pilzpinsel habe ich schon bei verschiedenen Gelegenheiten vermisst. Meistens dann, wenn wir Fondue machen. Und deshalb wanderte dieses Set in den Einkaufskorb. Die Fonduesaison hat ja nun gerade begonnen. Der Pinsel wird sicher noch diverse Male in diesem Winter in Aktion treten.

Die Bürste ist bestens geeignet, damit junges Gemüse zu bürsten, z.B. junge Kartoffeln oder junge Möhren. Der Einsatz der Bürste wird also noch ein paar Monate auf sich warten lassen.

Nachgefragt

Steffi bat um Auskunft über meine Erfahrungen mit dem Schüttelmörser von Jaimie Oliver. Ich weiss zwar nicht, was das Ding mit damit zu tun haben könnte, wiedergefundene Schafe oder Mädchen zu poppen. Allerdings, wenn man sich die Form des Teils anschaut …. Nun ja, so werden wohl Aszoziationen geweckt.

Egal, ich will dann mal gern Auskunft geben:
Bis jetzt habe ich das Ding nur 2 Mal benutzt, zum Mörsern natürlich. Nun kann man natürlich sagen, dass es sich dann ja gar nicht lohnen würde, das Teil im Haus zu haben. Aber meine Erfahrungen zeigen, dass es viele kleine Helferlein gibt, die die meiste Zeit unbenutzt im Schrank liegen. Aber wenn man sie dann mal braucht, ist man froh, sie zu benutzen weil sie manche Arbeiten sehr erleichtern können.

Aufgrund der bisher sehr geringen Inanspruchnahme bin ich wohl kaum geeignet, ein aussagekräftiges Urteil über den Gebrauch abzugeben. Allerdings hatte ich bei der bisherigen Verwendung keinerlei Probleme technischer Art. Das Ding schliesst richtig und zerkleinert sogar Zimtstangen – vorausgesetzt, diese wurden vorher gemäss Anweisung grob zerbrochen. Aus der Spülmaschine kamen alle Teile sauber und geruchfrei wieder heraus. Den Dichtring habe ich aber lieber nicht mit in die Maschine getan sondern manuell gesäubert.

Es mag ja sein, dass man die Mischungen, die man mit dem Schüttelmörser anfertigen kann, auch mit bereits vorher zerkleinerten Gewürzen oder Kräutern anfertigen kann, z.B. zerstossener oder gemahlener Pfeffer, Zimtpulver, normales Haushaltssalz anstatt grobkörnigem Salz usw. Aber ich finde, es ist reizvoller, die Zutaten zu einem Gericht so viel wie möglich selbst zuzubereiten.

Weichmacher

Sommerzeit ist Eiszeit – so war das jedenfalls früher. Da gab es nach meiner Erinnerung Eis wirklich nur im Sommer. Heute gibt es das ganze Jahr über Eis zu kaufen. Und Sorten gibt es, davon hätte ich mir als kleiner Junge niemals zu träumen gewagt. Erdbeer, Schokolade, Vanille, oder auch eine Kombination aus den drei Sorten, das war’s dann auch schon. Was es heute alles für Eissorten gibt – ich kann es wohl gar nicht aufzählen und will es auch gar nicht erst versuchen.

Softeis gab es früher nur aus der Maschine, heute wird softiges Eis in 1000-ml-Verpackungen angeboten. Es lässt sich immer leicht mit einem Portionierer (in welchem Haushalt gab es den vor 40 Jahren?) oder einem Löffel der Schale entnehmen.

Es gibt aber auch Eis, das besonders Fest ist und sich kaum mit einem Messer zerteilen lässt. Häagen Dazs z.B. ist so eine Sorte. Auf der Verpackung steht sogar drauf, dass man es vor der Portionierung einige Minuten antauen lassen soll.

Vor ein paar Wochen las ich davon, Eis in der Mikrowelle antauen zu lassen. Inzwischen haben wir es mehrere Male ausprobiert. Es ist wirklich toll.

Die genannten 10 Sekunden Antauzeit reichen bei unserer Mikrowelle nicht aus. Während der Auftaustufe wird die Mikrowellenbeschallung ja andauernd unterbrochen, d.h. ungünstigstenfalls wird die Mirkowelle nur ein Mal in Gang gesetzt. Eine Minute sollte es schon sein – jedenfalls bei unserem Gerät. Wer diesen Tipp ausprobieren will, sollte es vorsichtig angehen lassen und den Vorgang lieber mal unterbrechen um zu testen, wie weich das Eis geworden ist. Andernfalls könnte es passieren, dass das Eis in einen anderen Aggregatzustand übergeht und sich mühelos trinken lässt.