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Gänsehaut und feuchte Augen


Beim Surfen durch das weltweite Netz entdeckte ich eine Notiz, dass am Theater Osnabrück das Musical „Titanic“ aufgeführt wird. Meine Stammleser seit vielen Jahren werden wissen, dass ich dieses Musical in Hamburg von der Premiere bis zur Derniere begleitet habe. Ich glaube, dass ich es 16 Mal gesehen habe, ein absoluter Rekord für ein Musical. Dazu kommt noch eine konzertante Aufführung zugunsten der DGzRS, eine Freilichtaufführung auf dem Domplatz in Magdeburg sowie eine Tourproduktion aus England in der Hamburgischen Staatsoper.

Es war kurz nach der Zeit, als der berühmte Film mit Leonardo di Caprio und Kate Winslet und der Titelmelodie „My Heart Will Go On“, gesungen von Celene Dion, den Leuten noch im Gedächtnis war, als das Musical in Hamburg aufgeführt wurde. Das Publikum war enttäuscht, dass das Musical nicht dem Film entsprach. Die Zuschauer blieben Weg und dem Musical, welches mit grossem Aufwand inszeniert wurde, war leider nur eine kurze Laufzeit von 10 Monaten beschieden.

Immer mal wieder taucht dieses grandiose Musical mit seiner bombastischen Musik, wunderbaren Duetten und tollen Chorszenen mit grossem Erfolg an verschiedenen Spielstätten auf. Das Theater Göttingen hat „Titanic – Das Musical“ in seinen Spielplan aufgenommen und dazu einen Trailer veröffentlicht (siehe oben). Die Inszenierung hat eine sehr gute Kritik bekommen.

Als ich mir den Trailer angschaut habe, kriegte ich eine Gänsehaut und feuchte Augen. Ich kann nichts dafür, dass es so ist.

So geht Service

Für heute war eine Lieferung mit DHL angekündigt. Heute Morgen stand im Status, dass das Paket in das Lieferfahrzeug geladen wurde und die Zustellung voraussichtlich heute erfolgt. Um 9 Uhr musste ich beim Pilatis sein, also verliess ich rechtzeitig die Wohnung.

Unser Standardzusteller kommt immer zwischen 14 und 15 Uhr, seine Vertretungen manchmal schon recht früh am Vormittag. Da sich die Herren hier gut auskennen, sah ich keine Veranlassung, eine Änderung der Zustellung bzw. eine Ablegenehmitung vorzunehmen. Als ich vom Pilatis zurückkam, war keine Benachrichtigung im Briefkasten, beim welchem Nachbar im Haus die Sendung abgegeben wurde. Allerdings stand in der Onlinenachverfolgung der Hinweis, dass eine Zustellung nicht möglich war und das Paket voraussichtlich morgen ausgeliefert wird.

Später am Vormittag ging ich nochmal „ins Dorf“. In der Einkaufsstrasse entdeckte ich das Zustellfahrzeug. Der Zusteller war gerade damit beschäftigt, Pakete auf eine Sackkarre zu legen. Der Zusteller war die Vertretung von der üblichen Vertretung, jemand, der eher selten in diesem Bezirk tätig ist. Ich fragte ihn, was denn mit meiner Lieferung sei. Er erzählte mir, dass er schon dagewesen sei, ich aber nicht geöffnet hätte. Er hatte angenommen ich würde noch schlafen und er würde dann morgen nochmal kommen. Ich bekam die Lieferung dann am Wagen ausgehändigt. Ich musste zwar noch ein paar Besorgungen machen, aber das Paket war nicht so schwer. Es passte sogar in meine Einkaufstasche. Allerdings musste ich für meine Einkäufe an der Kasse eine Tragetasche aus Papier kaufen. Nun ja, davon werde ich auch nicht ärmer.

Aber ist das nicht entzückend, wie der DHL-Mann reagiert hat? Ich bin hin und weg!

Wie jedes Jahr


Montag haben wir beschlossen, die Heizung auszuschalten. Damit der Wärmezähler nicht weiterläuft, sperren wir den Vorlauf zum Heizungsverteiler auch immer ab. Man weiss ja nicht, ob da nicht doch, trotz ausgestellter Heizung, noch warmes Wasser fliesst.

Heute ist es natürlich recht frisch in der Wohnung. Die Bodenfliesen in allen Räumen sind kalt, was recht unangenehm ist. Das passiert jedes Jahr nachdem wir die Heizung ausgestellt haben.

Das Raumklima im Allgemeinen ist nicht besonders gemütlich. Fehlender Sonnenschein gestern, dazu ein starker Wind – und man könnte dazu übergehen, die Heizung wieder einzuschalten, wenigstens in ein paar ausgesuchten Bereichen. Dank unseres intelligenten Heizungssystems von Controme ist das möglich. Aber nein, wir ziehen das jetzt durch! Basta!

Schon wieder

Gestern fand in Liverpool das grösste Musikspektakel der Welt statt, der Eurovision Song Contest. Es ist ja so, dass der Gewinner des Vorjahres im Folgejahr die Veranstaltung ausrichtet. 2022 hatte die Ukraine gewonnen. Aufgrund des Krieges, den Russland angezettelt hat, wurde davon abgesehen. Das Vereinigte Königreich war 2022 auf dem 2. Platz gelandet. Deshalb wurde dort der diesjährige Wettbewerb ausgetragen.

Ich möchte mich hier nicht zu einzelnen Beiträgen äussern, eine Bewertung lässt sich nämlich nicht vornehmen. Jeder hat seinen eigenen Geschmack. Dem einen gefällt die, der anderen gefällt jenes. Was einer toll findet, findet ein anderer ganz schrecklich. Das war schon immer so und wird auch immer so bleiben.

Dem Deutschen Song wurde ein Platz im Mittelfeld vorhergesagt. Und was wurde es dann am Ende des Abends? Die rote Schlusslaterne! Wieder mal. Ob man den Deutschen Betrag gut findet oder nicht, lassen wir mal beseite. Sowas lässt sich nicht objektiv bewerten.

Dass wir aber schon wieder auf dem letzten Platz gelandet sind, ist äusserst merkwürdig. Es drängt sich der Verdacht auf, dass man uns nicht mag und wir aus Prinzip keine Punkte bekommen. Als Finanzier der Veranstaltung ist Deutschland ja gesetzt und braucht sich nicht in den Semis bewähren. Ist doch egal, Deutschland bezahlt ja, egal ob 1. oder letzter Platz.

Für meinen Geschmack wurden uns einige Lieder präsentiert, wo ich mich gefragt habe, wie schlecht denn erst die anderen Mitbewerber sind, die in den Semis nicht weitergekommen sind und das Finale nicht erreicht haben. Es waren Beiträge dabei, die wesentlich schlechter waren als der von Deutschland, ob man nun Rock mag oder nicht – wie vorher gesagt, nach meinem Geschmack.

Ich persönlich freue mich über den Sieg von Schweden. Loreen, die Interpretin, hat das 2. Mal den ESC gewonnen, was vorher nur Johnny Logan aus Irland geglückt ist. Schweden und Irland sind jetzt gleichauf mit jeder 7 Siegen.

Während in Schweden jetzt die Planungen für das Festival 2024 beginnen, beginnen in Deutschland die Diskussionen darüber, woran es denn wieder gehapert hat, über das Prozedere, einen Titel für den ESC zu finden und vermutlich auch darüber, ob wir weiterhin bereit sind, das Spektakel zu finanzieren.

Ab heute U-Fü


Ab heute sind es nur noch 49 Tage, also unter fünfzig, bis wir unsere nächste Kreuzfahrt antreten werden. Ausflüge sind gebucht, ebenso wie zwei Wellnessanwendungen für mich. Der Gatte mag sowas ja nicht. Alles andere wird sich finden.

Die nächste Reise, nun ja, davon reden wir lieber noch nicht. Das ist ja noch soooooo weit weg.

Faszination Südostasien


Manche Leute mögen uns ja für verrückt halten, eine Reise 1 Jahr 9 Monate im Voraus zu buchen. Aber da wir eine spezielle Kabinenkategorie bevorzugen, muss man zeitig zugreifen. Die Reise beginnt Ende Ferbruar 2025(!) und dauert 14 Nächte. Start- und Endhafen ist jeweils Singapore. Die Reiseroute lässt sich auf der obigen Karte nachverfolgen.

Einige Häfen hätten wir auf der meiner Geburtstagsreise 2020 angelaufen, die aus bekannten Gründen wenige Tage vor dem Start storniert wurde. Diese Reise hatten wir auch 1 Jahr 5 Monate im Voraus gebucht und dazwischen noch eine andere Kreuzfahrt gemacht. Wir sind uns einig, dass wir die Reisepläne für 2024 fallenlassen.

Die Asienreise wird sicherlich klimabedingt kein Zuckerschlecken. Wenn sie denn stattfindet und wir dann gesund sind, bin ich fast 75 Jahre alt. Kreuzfahrten im skandinavischen und europäischen Bereich sind diesbezüglich ja entspannter.

Wenn alles gutgeht, kommen wir dann vielleicht doch noch in den Genuss, Business Class im A380 zu fliegen. Die Reiserücktrittversicherung muss ich eh schon für den Grundpreis der Reise aufstocken.

Natürlich haben wir wieder bei TUICruises gebucht. Die „Mein Schiff 6“ wird uns, hoffentlich, durch für uns unbekannte Gewässer und zu neuen Ländern fahren.

Es wirt lauter


Das Laub der um unser Haus stehenden Pappeln zeigt sich noch im zarten Anfangsstadium, noch kann man hindurchschauen, noch kann ich den grossen Strom sehen.

Das zarte Laub hat bereits die Geräusche des Windes verändert, der heute mal wieder besonders stark weht. Es dauert nicht mehr lange, dann werden die Blätter ausgewachsen sein. Dann rauscht der Blätterwald wie Meeresrauschen.

Es wird

Heute konnte ich das letzte Drittel unserer Terrasse für den Sommer herrichten. Kübel beiseitestellen, saugen, kärchern, nochmal abspülen, saugen. Die Kübel hatte Schatz gestern schon verschoben bzw. aus dem Weg geräumt, wegen Rücken, meinem Rücken. Obwohl der Rücken des Gatten ist auch nicht der beste.

Nun ja, heute also volles Programm. Und zwischendurch, wegen Rücken, mal in der Sonne ausruhen, shirtless! Das erste Mal in dieser Saison konnte ich ohne T-Hemd in der Sonne sitzen und Espresso verkosten.

Normaler Weise gehört zur Saisoneröffnung noch ein Glas Cardenal Mendoza dazu. Aber wegen Kübel hier und da, der Sauger, der irgendwo herumstand und andere Unaufgeräumheiten, war mit nicht nach Spanischem Brandy.

Nachdem ich die notwendigen Arbeiten erledigt hatte, sass ich noch eine Weile und las den Kindle leer (das wird nicht passieren), oben Ohne natürlich. Die Katzen erfreuten sich auch der frischen Luft und beobachteten mit Interesse die Meise, die den Nistkasten aufsuchte.

Rings umher explodiert die Natur. Die Pappeln, die unserer Wohnanschrift den Namen gegeben haben, zeigen erste zaghafte Blätter. Die Windgeräusche haben sich schon ein wenig verändert. Bald wird der Wind in den Pappeln das Meeresrauschen simulieren.

Frau am Steuer

Ich weiss, dass das jetzt machohaft klingt. Aber es erfüllte das Klischee von Frauen im Strassenverkehr.

Der Gatte hatte heute seinen freien Tag. Wir nutzen diese Tage, um umfangreiche Einkäufe zu erledigen, die zu Fuss nicht möglich sind. Das Wetter war sehr regnerisch und dementsprechend grau. Wir beobachteten zwei Fahrzeuge, die unbeleuchtet unterwegs fahren, d.h., dass deren Fahrlicht, früher Abblendlicht, nicht eingeschaltet war. Ich sagte zum Liebsten: Bestimmt eine Frau am Steuer. Als das Fahrzeug näher kam, und später auch das zweite einsichtbar war, konnte man ganz klar sehen, dass jeweils eine Frau das Auto lenkte.

Ich will nicht ausschliessen, dass es auch Männer gibt, die das Fahrlicht bei schlechten Wetterverhältnissen nicht einschalten. Dazu gehört z.B. auch die Fahrt durch einen Wald wenn die Sonne scheint. Aber heute Morgen waren das die beiden einzigen Autos, die das sogenannte Abblendlicht nicht eingeschaltet hatten.

Natürlich kann man bei Tageslicht und Regen selbst alles gut erkennen. Aber darum geht es nicht. Es geht darum, dass auch die anderen Verkehrsteilnehmer mich und meinen Wagen rechtzeitig sehen können um Gefahrensituation zu vermeiden.

Ich erinnere mich viele Jahre zurück, unser Sohn war vielleicht 3, maximal 4 Jahre alt, da war etwa 1984/1985 Wir machten Urlaub auf Bornholm. Auf der Anreise mit dem PKW passierten wir Schweden zwischen Helsingborg und Ystad. Als wir von der Fähre Helsingör/Helsingbor in Schweden an Land fuhren, wurden wir damals schon darauf aufmerksam gemacht, dass man in Schweden das Fahrlicht einzuschalten hatte – auch bei blauem Himmel und Sonnenschein!