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Man(n) muss ja mal was tun


Es wird wohl nicht helfen, nur flache Speisen zu verputen. Jeden Tag Pizza ist ja langweilig. Schokolade, na ja. Aber irgendwann wird mir die auch zum Hals raushängen.

Zweimal in der Woche gehe ich ja jetzt ins Gymnastikstudio ElbeGymnastik, Dienstag eine Stunde Pilates 55+ und Donnerstag Wirbelsäulengynastik. Aber das reicht nicht wirklich um fit zu bleiben bzw. zu werden. Ich sollte mehr tun, als nur die Dame bewundern, die weit über 80 Jahre alt ist und jeden Tag hier vorbeimmaschiert und ca. 1 Stunde unterwegs ist. Ich glaube, wenn ich mich ihr anschliessen würde, würde sie mir weglaufen.

Heute bin ich einfach mal los. Ich mag ja gern Rundwege gehen und nicht „bis dahin und dann umdrehen“. Ich vermute, die Dame macht das so. Ich habe mir also einen Rundweg ausgesucht. Der ist nicht immer hübsch, aber es ist eben eine Runde.

Frau Google sagt mir, dass es 3,9 km gewesen sind, die ich heute „abgerissen“ habe. Dafür sollte ich etwas mehr als 1 Stunde gebraucht haben. Die Idee mit der Zeitachse hatte ich erst als ich wieder zu Hause war. Ich hatte aber jeweils auf die Uhr geschaut als ich losgegangen bin und wieder angekommen war. Tja Frau Google, ihre Uhr geht nach, vielleicht sollte die mal jemand aufziehen. Ich habe nämlich nur 47 Minuten gebraucht. Und wer weiss, ob Frau Google auch richtig den Weg gemessen hat?

Mein Rücken, den ich mir exakt heute vor 4 Monaten im Urlaub verrenkt hatte, hat das schmerzfrei mitgemacht. Heute Morgen hatte ich in der Praxis angerufen, deren Doc 2011 meinen Bandscheibenvorfall erfolgreich operiert hat. Aber so ohne weiteres krieg ich da keinen Termin. Ich müsste erst zum Orthopäden. Wenn er dann meint, es sei notwendig, würde ein MRT gemacht und dann bekäme ich ggf. eine Überweisung zu „meinem“ Operateur. OK, einen Termin beim Orthopäden würde ich wohl relativ kurzfristig bekommen. Aber dann doktert er selbst erstmal dran rum bevor er vielleicht meint, ein MRT wäre doch ganz gut. Und dann dauert es, bis ich einen Termin dafür habe. Da ich ein Auto nur sehr eingeschränkt zur Verfügung habe, kann es also dauern, bis ich in einer mir genehmen Radiologie einen Termin bekomme, die ich mit dem ÖPNV erreichen kann.

Ich bin nach meinem kleinen schmerzfreien Spziergang recht guter Dinge, dass ich das mit Training und Konsequenz in den Griff bekomme.

Pizzatag


Was essen wir am Wochenende? Diese Frage haben wir uns alle schon gestellt, und das vermutlich jede Woche. Gestern musste der Liebste arbeiten und kam erst kurz vor 20 Uhr nach Hause. Es hat sich herausgestellt, dass sich dann eine Gyrospfanne gut eignet. Unser Dorfschlachter hat ja im vorigen Jahr sein Geschäft leider eingestellt. Seine Gyrospfanne war exzellent. Also heisst es jetzt, selbst mit den Gewürztöpfen hantieren. Inzwischen habe ich das gut im Griff.

Sonntags muss es nicht immer aufwändig sein, was auf den Tisch kommt. Gemüse schnippeln, Braten machen, Reis kochen – manche Gerichte sind wirklich einfach. Aber die Zubereitungszeit nach dem Rezept erreiche ich nie. Allein schon der Anfang: Heizen sie den Backofen auf 180 Grad vor. Die Temperatur ist schon lange erreicht während ich immer noch am schnippeln bin, rausgeschmissenes Geld, was nur dem Stromlieferanten hilft.

Heute gab es Pizza. Der Teig wird von der Küchenmaschine geknetet, gehen tut er allein. Den Pizzateig bereite ich schon immer am Vormittag zu. Und wenn wir denn meinen, wir würden demnächst gerne unsere Pizza essen, wird er hervorgeholt, geteilt, und jeder zieht und knetet sich seine Pizza in Form während der Ofen auf voller Pulle, bei uns 275 Grad, den Pizzastahl aufheizt. Ich weiss, dass ist in diesen Zeiten auch nicht besonders wirtschaftlich. Wir haben aber einen Zweijahresvertrag und profitieren noch von alten Strompreisen.

Ausserdem ist es ja so, dass ich mich anstrengen muss, bis zum Urlaub einen flachen Bauch zu bekommen, d.h. für mich, dass ich ab jetzt nur noch flache Sachen essen darf: Pizza, Schokolade …

Heute also Pizza, gebacken auf dem Pizzastahl. Der Gatte hat seine Pizza hübsch dekoriert. Ich hab ihm gesagt, dass er nächstes Mal ja eine Gesichtspizza basteln kann. Meine Pizza sieht nicht so elegant aus. Es liegen Muscheln und Thuna drauf. Aber ich sage ja immer: Es kommt nicht darauf an, wie es aussieht, die Hauptsache ist doch, dass es schmeckt. Und das hat es.

Und was essen wir nächstes Wochenende? Mal gucken. Vielleicht gehen wir Samstag mit Freunden vor der Musicalvorstellung essen. Und Sonntag, da wird uns schon was einfallen.

Alles in Butter?


Wer sich nicht die Butter vom Brot nehmen lässt, bei dem ist alles klar, bei dem ist alles in Butter. Wer stattdessen zur Margarine greift, oder zu irgendwelchen Streichfetten, weil die weniger Fett drin haben, weil die Werbung suggeriert, das sei alles gesund und überhaupt viel gesünder, wenn man solche Produkte kauft, dem ist nicht mehr zu helfen.

Der Wilhelm hatte kürzlich während eines Krankenhausaufenthalts keine Butter mehr auf sein Brot bekommen. Streichfett wurde ihm auf das Tablett gelegt. Seine liebe Frau hat ihn aber am Krankenbett mit guter Butter versorgt. Wie sich jetzt herausgestellt hat, war das eine gute Idee. Der Lebensmittelkritiker Sebastian Lege hat sich nämlich mit der Kunstbutterschmiere beschäftigt und mal genau nachgeschaut, was denn da alles drin ist. Da stehen einem die Haare zu Berge und kann sich diese gleich anschliessend mit der Margarine wieder in Form bringen. Denn zu mehr ist das Zeug nicht zugebrauchen (siehe obiges Video).

In unserem gemeinsamen Haushalt, der nun schon länger als 25 Jahre existiert, hat noch nie nie nie ein Topf Margarine auf dem Tisch gestanden. Wir haben noch nie nie nie Margarine zum Braten oder Backen verwendet. Irgendwie hatte ich immer ein schlechtes Gefühl, dieses Kunstprodukt zu verwenden. Mit meinem Gefühl stimmt alles, es hat mich nicht betrogen wie sich jetzt herausstellt.

Wie es in meiner ähnlich langen ersten Ehe war, kann ich nicht erinnern. Wohl aber an meine Kindheit. Da gab es Rama, die wohl bekannteste Margarine in Deutschland. Meine Mutter verwendete Rama jedenfalls zum Backen. Damals gab es Rama noch in Form eines Würfels. Sie war eingepackt in goldschimmerndem Papier. An dem Papier blieben ja immer Fettreste hängen. Es wurde verwendet, um damit die Kuchenform einzufetten. Wir hatten ja nichts. Später ging man dann dazu über, Margarine in Plastikbehältern zu verkaufen.

Heute gibt es sogar Fettspray, um die Kuchenform damit einzufetten. Wer’s braucht! Mit Haushaltspapier ein wenig von der Butter(!) abnehmen und damit dann die Form einfetten – klappt wunderbar.

Lieber Wilhlem, vielen Dank für die Veröffentlichung in deinem Blog. Für uns hier in der kleinen Stadt an der Elbe ändert sich dadurch ja nichts. Aber wir haben ja einen anderen Leserkreis als ihr. Vielleicht können wir den einen oder die andere ja aufwecken und dazu animieren, sich keine Haar-, Haut- oder Sonnenschutzcreme mehr aufs Brot zu schmieren.

Über den Regenbogen gesprungen

Die Synodalversammlung zur Reform der katholischen Kirche in Deutschland ist über den schwulen Schatten gesprungen: Es wurde offiziell beschlossen, dass katholische Gemeinden Segensfeiern für homosexuelle Paare praktizieren dürfen, ohne dass die Priester dadurch Sanktionen befürchten müssen. Was sagt man denn dazu?

Grundsätzlich ist mir das ja egal. Ich bin nicht katholisch und aus der evangelischen Kirche bin ich vor 26 Jahren ausgetreten. Trotzdem beobachte ich als an vielen Dingen interessierter Mensch, was um mich herum geschieht.

Das, was die Synodalversammlung zur Reform der beschlossen hat, ist ein Meilenstein. Dem Vatikan, allen vorran dem Papst, wird das nicht gefallen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Priester in erzkatholischen Gegenden Deutschlands verhalten werden.

Vielleicht residiert ja irgendwann mal im Vatikan ein Papst mit einer angetrauten Frau. Das werde ich auf keinen Fall mehr erleben. Aber wünschenswerte wäre das.

Im Juni heiratet ein schwules Paar, mit dem wir befreundet sind. Auf der Einladung steht u.a. ausdrücklich „Kirchliche Trauung“. Dass die beiden evangelisch sind, bedarf eigentlich keiner besonderen Erwähnung.

Getauscht

Ich wollte eigentlich nur mal gucken, gucken, wie die aktuelle Buchungsaulastung für unsere anstehende Kreuzfahrt ist. Und da entdeckte ich, dass eine andere Kabine unserer gebuchten Kategorie freigeworden ist. Kann ja immer mal passieren, dass jemand erkrankt oder doch liebe einer andere Reisen machen möchte. TUICruises bietet die Möglichkeit einer einmaligen kostenfreien Umbuchung an.

Die Lage der jetzt freigewordenen Kabine sagt uns viel mehr zu. Sie ist vorne im Schiff im Bereich eines Treppenhauses. Die ursprüngliche Kabine liegt nahe am Heck. Zum Treppenhaus muss man den langen Kabinengang entlang gehen, was zwar für den Kalorienverbrauch nicht verkehrt ist, aber irgendwie doch unpraktisch ist. Vermutlich kann man das eh kaum nachmessen.

Ich rief also bei der Reederei an. Nach einer relativ kurzen Zeit in der Warteschleife konnte ich mein Begehr anbringen. Innerhalb von zwei Minuten war das erledigt.

Jetzt haben wir eine Kabine mit direktem Blick zur Brücke und im Bereich eines Treppenhauses, oder wie das auf seemannsdeutsch heisst „Niedergang“. Die von uns aufgegeben Kabine ist jetzt im Buchungsportal dunkelgrün markiert, d.h. sie wird vorgeschlagen wenn man diese Kategorie buchen möchte. Die hellgrünen Kabinen kann man sich aber auch aussuchen.

Reisevorbereitungen

Landausflüge und Wellnessanwendungen sind gebucht. Bis auf Kirkwall/Orkneyinseln werden wir in jedem Hafen eine kleine gebuchte Tour machen. Zwei Wellnessanwendungen habe ich für die Nachmittagsstunden gebucht.

Zwei 5-Euro-Scheine für Trinkgelder liegen bereits in der Reiseclutch. Das reicht gerade für 1 x Trinkgeld für das Housekeeping. Die Bestätigung für den gebuchten Parkplatz am Columbus Cruise Center in Bremerhaven habe ich auch ausgedruckt und im besagten Täschchen verwahrt.

Jetzt müssen wir weiter Trinkgeldscheine sammeln und warten zum nächsten Schritt Anfang Juni. Dann können wir den Online Checkin machen. Und dann geht es ja bald los. Bis dahin ist Geduld und Vorfreude angesagt.

Zwei neue Koffer haben wir bestellt, richtig schicke Teile, champagnerfarben – natürlich! Die stehen aber, wieder im Karton verstaut, im Keller. An deren Anblick können wir uns also nicht erfreuen. Wer stellt sich schon Koffer in die Wohnung?!

Schneehimmel


Das Studio Elbe Gymnastik, in dem ich gestern Nachmittag meine Pilatesstunde hatte, liegt direkt in der Hafencity der kleinen Stadt an der Elbe, nur wenige Minuten von unserer Wohnung entfert. Ich hatte das Studio gerade verlassen als ich diese Wolkenformationen entdeckte, angeschienen von der untergehenden Sonne.

Ich war nach der Trainingseinheit zwar ziemlich platt, musste aber doch schnell mein Handy aus dem „Turnbeutel“ holen und diese Aufnahmen machen.

Heute habe ich wohl, wie es sich anfühlt, Bauch-Muskelkater. Na ja, die Bauchmuskulatur stützt auch auch den Rücken.

Mein Zwischendurcharbeitsplatz


Tja, so kann das gehen: Als mit Rückenproblemen behafteter solle man nicht immer nur sitzen sondern sich auch mal lang machen, also nicht ins Bett legen, sondern im Stehen „arbeiten“. Man sagt ja, sitzen sei das neue Rauchen. Ich habe deshalb unseren Bistrotisch wieder aktiviert, den ich anlässlich meiner Bandscheiben-OP 2011 angeschafft hatte. Ich sollte danach wenig sitzen, möglichst gar nicht. Liegen durfte ich und lesen oder in der Wohnung wie ein Tiger im Käfig hinundhergehen.

Diesen Tisch habe ich heute aus dem Keller geholt. Für die Datenübertragung zum Monitor habe ich ein HDMI-Verlängerungskabel besorgt. Ein Verlängerungskabel für die Energieversorgung hat man eh im Haus.

Da steht er nun, der Tisch – und so kann ich nicht arbeiten! Die Katzen haben ihn okkupiert. Elphie hat sich dort bereits ausgiebig von mir knuddeln lassen, was natürlich sehr praktisch ist. Ich muss mich nicht auf den Fussboden legen oder knien, wenn sie ihre Knuddeleinheiten einfordert.

Na ja, wird schon irgendwie klappen, dass ich da auch mal randarf, wir werden uns schon einigen.

Aus ungeklärten Gründen

Zurzeit wird der Norden von einer spektakulären Unfallserie heimgesucht. PKW überschlagen sich, rammen ein Haus, geraten in den Gegenverkehr, wie auch am Wochenende ein Motorradfahrer. Es gab Tote und Verletzte. Fast täglich kann man das in den Online-News lesen. Die Unfallursache? Sie oben!

Bei aller Tragik – ich habe dazu eine eigene Meinung. Darf ich die hier sagen? Ja, ich darf, das ist mein Blog und da darf ich meine Meinung äussern, auch wenn andere Leserinnen und Leser vielleicht meine Meinung nicht teilen, ich mich ggf. auch einem shitstorm stellen muss.

Also:
Unangepasste Geschwindigkeit
Handy am Ohr
Nachrichten auf dem Handy gecheckt

Von der anderen Seite


Die „Mein Schiff 3“, das Schiff, mit welchem wir im Sommer unsere Reise antreten wollen, liegt heute bei strahlendem Sonnenschein an der Columbuskaje in Bremerhaven, dort, wo auch wir einsteigen werden.

Ein Instagramfreund, Ralf, wohnt auf der anderen Seite der Weser und hat heute dieses Foto gemacht. Ralf ist früher als Schiffsingenieur zur See gefahren, u.a. auf dem einzigen Deutschen Atomfrachter „Otto Hahn“. Der Heimathafen des Schiffes war Geesthacht, dort wo mit dem Elbe-Penthouse unser Heimathafen ist. Das orginal Bugwappen der Otto Hahn kann man in einem kleinen Park bewundern.

Dort wo Ralf mit seiner Frau wohnt, in Sichtweite der Kreuzfahrtschiffe an der Columbuskaje, würde ich ständig Fern- und Meerweh bekommen. Wir wohnen ja ganz nah an der Elbe, aber da fahren nur Binnenschiffe. Das ist auszuhalten.

Ralf und seine Frau sind auch kreufahrtbegeistert. Fast wären wir uns im vorigen November begegnet, aber die beiden hatten umgeplant.