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Geldsorgen

„Was ist denn bei euch los?“ können Mitleser und Freunde jetzt fragen, wenn sie die Überschrift lesen. Keine Angst, uns geht es gut. Es geht darum, wo wir die meisten Zinsen für unser Geld bekommen, was im Moment nicht benötigt wird. Trotz unseres ausschweifenden Lebenswandels, sind wir nämlich auch sparsam.

Allen ist bekannt, dass die Banken in den letzten Jahren den Zinshahn mehr und mehr zugedreht haben. Das Sparen lohnte sich kaum bei weniger als 1 Prozent. Vor ein paar Monaten haben wir bei einer Bank ein Tagesgeldkonto entdeckt, auf dem man für einen begrenzten Zeitraum „gute“ Zinsen bekam. Wir beantragten ein Gemeinschaftskonto und warfen unser Erspartes zusammen.

Heute wurde bekannt, dass eine andere Bank für 6 Monate Tagesgeld 3 Prozent gibt, auch für Bestandskunden. Wow, das ist schon viel. Wir gehören schon seit ein paar Jahren zum Bestand. Also war es ein Leichtes, das Geld wieder umzuschaufeln. Ein paar andere Konton wurden gleich mitgeplündert. Kleinvieh macht auch Mist.

Alles geht ja heute online. Ständig dröhnte aus meinem Handy der Benachrichtungston für Banken-Apps, dass ich eine Überweisung freischalten konnte bzw. einen Dauerauftrag geändert habe, zumal ich auch noch „Fremdüberweisungen“ vornehmen musste. Und dann musste ich auch noch aufpassen, dass nicht eine der Katzen auf der Tastatur rumptrampelt und vielleicht die Kommastellen verschiebt. Hat aber alles problemlos funktioniert.

Jetzt haben wir unser „kleines Vermögen“ erstmal wieder woanders geparkt. Hauptsache, wir finden es wieder, wenn wir was davon benötigen.

Teure Tasse Tee

Heute Morgen erhielt ich einen Anruf vom Meister der Autowerkstatt. Er erklärte mir, was die Ursache für den beschädigten Reifen war: Eine gebrochene Feder, die den Reifen aufgeschlitzt hat. „Sowas passiert, bei Volvo eher selten, aber bei anderen Fabrikaten öfter (er nannte einen bekannten Deutschen Autohersteller).“ Wir gehören also jetzt zu Kategorie „selten“.

Auf der Rechnung, die ich schon per EMail erhalten habe, steht „Schraubenfeder“, die ausgewechselt werden musste. Die Reparatur inkl. Ersatzteile und neuem Winterreifen hat „nur“ 650 Euro gekostet. Am teuersten schlägt die jährliche Inspektion zu buche.

Der Wagen ist schon abholbereit. Wir warten aber noch eine Lieferung. Abhängig davon, wann die heute kommt, holen wir unser Auto heute noch ab, sonst morgen früh.

Zisch!


Unser Wagen war heute angemeldet zum Räderwechsel und Jahresinspektion. Wir machen das immer, so, dass wir den Wagen nachmittags zu Werkstatt brigen und ihn am nächsten Tag wieder abholen. Ich setzte mich ins Auto, legte den Rückwärtsgang ein, um aus dem Carport zu fahren. Irgendwas war merkwürdig, so als sei die Handbremse noch angezogen. Und dann kamm das Zisch – und der Reifen war platt.

Als erstes riefen wir in der Vertragswerkstatt an und schilderten das Dilemma. Der Termin heute 15 Uhr war ja nicht zu halten. Und dann bekam ich die freudige Auskunft, dass der Wagen, da wir ja regelmässig in der Vertragswerkstatt die Inspektionen haben durchführen lassen, bei Volvo Assist mit einer Pannenversicherung vesichert ist. Da der Wagen ja nun nicht mehr fahrbereit war, musste ein Abschleppdienst organisiert werden. Ich bekam eine Telefonnummer, die Dame nahm alles auf und ca. 45 Minuten später stand der Abschlepper vor der Tür.

Unseren Wagen Huckepack aufzuladen gestaltete sich etwas schwierig. Auf der Seite mit dem beschädigten Reifen war der Wagen nun wesentlich tiefer und setzte vorne auf. Ich machte den Vorschlag, rückwärts zu verladen da der Wagen hinten ja viel höher ist. Bis zu einem gewissen Punkt funktionierte das, aber dann kam das Auto an den Punkt wo es vorn wieder aufsetzte. Der Fahrer hatte dann die Idee, den Wagen mit der Seilwinde hochzuziehen, wobei das beschädigte Rad in einem „Fahrgestell“ gesetzt wurde. Dadurch kam der Wagen etwas höher. Diese Manöver funktionierte.

Das Auto wird jetzt zu unserer Vertragswerstatt gebracht und dann so behandelt, als hätten wir es dort persönlich abgegeben. Morgen kommen dann die Sommerreifen drauf und die jährliche Inspektion wird erledigt.

Nun kann man sicher darüber nachdenken, ob es nicht preiswerter wäre, die Inspektion bei einer freien Werkstatt um die Ecke machen zu lassen. Das hätte uns sicher Geld gespart, aber dann hätten wir nicht die Deckung von Volvo Assist. Man kann natürlich auch dagegen rechnen, wie oft man einen Pannenservice benötigt, das war jetzt das erste Mal in 6 Jahren. Aber da alles so unkompliziert geregelt wird, ist das auch ein Vorteil. Den Pannenservice werden wir jedenfalls nicht bezahlen müssen. Einen neuen Reifen werden wir wohl selbst bezahlen müssen.

Schleichende Schliessung?

Galeria Kaufhof macht einen Kahlschlag. Häuser werden geschlossen, Personal wird entlassen. Wir alle haben darüber in den letzten Tagen gelesen und gehört. Auch das Haus in Lübeck, einer Stadt, in der ich viele Jahre gelebt habe, ist davon betroffen, das Kaufhaus wird dichtgemacht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es Karstadt dort bald nicht mehr geben wird. Karstadt, mitten in der City von Lübeck, da ging man hin und kaufte ein.

Das Hamburger Stammhaus in der Mönckebergstrasse ist von der Schliessung nicht betroffen, noch nicht. Aber wie berichtet wird, soll 1/3 von 280 Mitarbeitern entlassen werden. Dann bleiben noch ca. 190 Mitarbeiter übrig, die in dem riesigen Haus arbeiten werden. Da diese Menschen nicht 6 Tage in der Woche arbeiten, die auch mal Urlaub haben, krank werden, werden nicht täglich 190 Personen anwesend sein. Das heisst aber, dass Kunden – ja, es gibt immer noch Menschen, die im Geschäft einkaufen – weniger Ansprechpartner zur Verfügung haben und frustriert das Haus verlassen. Das wiederum heisst, der Umsatz sinkt. Und was heisst das dann? Tut uns leid, der Umsatz gibt es nicht mehr her, wir müssen das Haus schliessen.

Wenn ich mir selbst eine Jeans aus dem Regal nehmen und damit in die Umkleide gehen muss, feststelle, dass die nicht passt oder sitzt, ich mich also komplett wieder neu anziehen muss, um eine andere Jeans zu nehmen und das Prozedere von vorn beginnen, ist von Service nichts mehr zu merken, dann ist Karstadt nur noch ein Selbstbedienungswarenhaus – vorausgesetzt, ich finde eine Jeans und ich trage sie zur Kasse.

Herr Karstadt, so machen sie ihr tradtionsreiches Geschäft ganz kaputt. Generationen von Bürgern gingen zu Karstadt. Mit dem letzten Kunden, der bei Karstadt gekauft hat, wird der Name Karstadt irgendwann aus dem Gedächtnis der Menschen verschwinden.

Okkupiert


Den Bistrotisch hatte ich dazu reaktiviert, um möglichst rückenschonend das Internet leerzulesen. Ich musste aber feststellen, dass längeres Stehen auch nicht das Gelbe vom Osterei ist. Aber die Katzen finden den Tisch toll. Er ist Sitz- und Liegefläche und Absprungrampe, um vom Tisch auf den Schrank zu springen. Der Tisch bleibt also wohl stehen.

HVV switch

HVV = Hamburger Verkehrsverbund. Schon seit Jahren benutzen wir die Möglichkeit, sich schon von zu Hause eine Fahrkarte für die gewünschte Strecke zu kaufen und sie auf das Handy zu laden. Vorbei die Zeit, am Fahrkartenautomaten mühsam zu suchen, welcher Tarif denn infrage käme, dann Kleingeld in den Schlitz zu werfen, welches mit Sicherheit durchfällt und während man noch versucht, eine Fahrkarte zu ziehen, geschweige denn, erstmal zu bezahlen, ist der Bus oder die Bahn weg.

Neuerdings ist es auch überflüssig, überhaupt noch eine Fahrkarte zu kaufen, vorausgesetzt, man hat auf dem Handy die App „hvv Any“ installiert und sich dort angemeldet. Das System heisst hvv switch, welches wir Samstagabend ausprobiert haben. Dafür musste ich mein Bewegunsprofil und den Blauzahn freischalten. Vor Antritt der Fahrt wird die Personenzahl eingegeben, die teilnehmen und „Fahrt beginnen“ aktiviert – und dann läuft alles von allein. Das System kalkuliert den günstigsten Tarif, egal, wieviele Einzelfahrten man unternimmt. Es ist auch möglich, unterwegs Freunde drauzubuchen, die man getroffen hat und mit denen man gemeinsam weiterfahren möchte.

Samstag hatten wir also zwei Einzelfahrten, nämlich von Geesthacht bis zum Theater, Haltestelle Holstenstrasse, und spät am Abend die Heimfahrt. Die Rechnung bekam ich gestern Morgen, und zwar für eine Gruppenkarte. Da wir die Strecke schon desöfteren absolviert haben, war uns bekannte, dass der Kauf einer Gruppenkarte für uns die günstigste Option ist. Das System HVV switch hat also funkioniert.

Endlich ist es Vergangenheit, sich Start- und Zielhaltestelle herauszusuchen, in das System einzugeben, Fahrkarte kaufen usw. usw. HVV switch ist grandios.

Mamma Mia mit Freunden


Donna, eine starke, alleinerziehende Mutter auf einer kleinen Griechischen Insel. Zwei starke Freundinen, die zur Hochzeit von Donnas Tochter anreisen. Sophie, die Tochter mit drei Vätern, die sie heimlich zu ihrer Hochzeit auf die Insel eingeladen hat. Mamma Mia, ein Musical, welches von starken Frauen dominiert wird. Vermutlich deshalb hatte sich Stage-Entertainment anlässlich des Weltfrauentages dazu entschlossen, Karten mit einem satten Rabatt von 40 % zu bezuschussen.

Um die oben geannnten Personen herum wurde eine Handlung gesponnen, die nicht immer nur lustig ist. Gerade im 2. Akt wird es sehr emotional und bei mir flossen die Tränen, wie bei allen anderen 8 vorherigen Vorstellungen auch. Dabei muss ich immer ganz fest die Hand meines Schatzes halten.

Trotzdem ist das Musical Mamma Mia, mit den allseits bekannten Songs von Abba, ein grosser Spass. Besonders die Szenen mit den Freundinnen Tanja und Rosie, die ehemaligen Backgroundsängerinnen von Donna, mit denen sie als „Donna und die Diamonds“ früher mal die Bühne gerockt hatte, sind immer einen Lacher wert, auch wenn ich das schon 8 Mal gesehen und gehört habe. Wenn ich weiss, was in den nächsten Minuten auf der Bühne zwischen den 3 Frauen passiert, muss ich immer schon vorher kichern.

Unsere Begleiter gestern Abend waren Jean-Pierre und Ricardo, die wir auf unserer letzten Kreuzfahrt kennengelernt hatten. Vor vier Monaten haben wir uns an Bord voneinander verabschiedet. Gestern war es, als sei es erst am Tag vorher gewesen. Ricardo schrieb als Begleittext zu dem Foto: „Man konnte super da anknüpfen, wo wir kurz vor Teneriffa aufgehört haben.“ Dem ist nichts hinzuzufügen, ausser vielleicht, dass wir uns früher treffen als vor dem Ablauf von vier Monaten.

Wer aufmerksam gelesen hat, wird jetzt wissen, dass wir gestern Abend zum 9. Mal Mamma Mia geshen haben. Damit ist Mamma Mia nach dem Musical Titanic (15 Vorstellungen), unser zweitoft besuchtes Musical. Am Ende der Vorstellung sagte ich zu Bernd: Warum haben wir eigentlich nicht gleich noch mehr ermässigte Karten bestellt? Mit anderen Worten: Wir haben Mamma Mia gestern nicht zum letzten Mal gesehen.

Eine schöne Geste

Nadja Tiller und Walter Giller waren einst das Traumpaar des deutschen Films in der Nachkriegszeit Ihr Leben verlief ohne Skandale. Nadja Tiller habe ich vor vielen Jahren live auf der Bühne des Theater Lübeck im Musical Applaus Applaus sehen dürfen.

11 Jahre nach ihrem Mann ist Nadja Tiller kürzlich verstorben. Ihre Familie hat sich entschlossen, den persönlichen Hausstand des Paares für einen öffentlichen Benefiz-Verkauf an Hamburg Leuchtfeuer zu übergeben. Der öffentliche Verkauf findet in den Hamburger Kammerspielen statt, am 25. März von 10 bis 17 Uhr.

Ich finde die Idee grossartig, dass sich die Hinterbliebenen zu dieser Aktion entschlossen haben.

Mamma Mia, here I go again


Natürlich gehe ich nicht allein, ich nehme meinen Liebsten mit, oder er mich, mein Schatz hat die Karten bestellt. Doch wir gehen auch nicht allein zu zweit gemeinsam, mir treffen uns mit zwei netten Männern, die wir auf unserer letzten Kreuzfahrt kennenglernt haben. Also heisst es: Mamma Mia, here we go again – wobei der Text des Songs eine ganz andere Bedeutung hat.

Wie das so ist, wenn man beim Wein oder beim Cocktail zusammensitzt, man spricht über dies und das. Und so kamen wir zum Thema Musicals. Mamma Mia finden wir vier toll und die Idee war geboren, gaymeinsam ins Musical zu gehen.

Das kam jetzt aber doch ziemlich plötzlich. Stage-Entertainment hatte anlässlich des kürzlich stattgefundenen Weltfrauentages ein Angebot mit einem kräftigen Rabatt. Ein paar Nachrichten wurden ausgetauscht, ein Termin ausgemacht, die Karten bestellt – und jetzt treffen wir uns am Samstag zum Musicalbesuch, fast auf den Tag genau 4 Monate nach dem Ende der Reise. Wir müssen nur noch auslosen, wer als Frau geht (Weltfrauentag). OK, ich könnte meine neue Bluse anziehen.

Wir freuen uns sehr auf das Wiedersehen mit J.-P. und R.