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Wer ist Herr Pohamba?

Während der Mittagspause sah ich auf dem Dach des Hotel Atlantic die Flaggen Deutschlands und Hamburgs wehen sowie eine mir unbekannte Staatsflagge. Flaggen auf dem Dach des Hotels sind an sich nicht ungewöhnlich, werden sie doch zu Ehren ausländischer Gäste gehisst, die gern in dem Hotel zu Gast sind.

Mein Heimweg vom Büro führt immer am Hotel Atlantic vorbei. Heute Abend war dort ein grosses Polizeiaugebot. Vor dem Hoteleingang stand eine schwarze Stretchlimousine. Ausserdem waren Polizeimotorräder für eine Eskorte aufgestellt. Demzufolge musste es sich um einen hohen Gast handeln, der sich im Hotel aufhält.

Ein paar Schritte weiter an der nächsten Ecke stand etwas abseits ein Polizist. Neugierig geworden, wer welcher Staatsmann in Hamburg zu Gast ist, fragte ich ihn: „Dürfen sie mir sagen, wer hier ist?“ – „Ja, das darf ich. Es ist Herr Pohamba,“, so als wenn ich wissen müsste, wer Herr Pohamba ist. Aber ich habe diesen Namen noch nie gehört, jedenfalls ist er mir nicht im Gedächntnis hängen geblieben. Der Polizist setzte dann nach „der Staatspräsident von Namibia.“ Von Namibia hatte ich natürlich schon gehört. Ich bedankte mich artig und machte mich auf den Heimweg.

Wohnen mit der Maus

Inzwischen wissen wir, wo die Maus hergekommen ist, die wir morgens um 02.00 Uhr nach der Halloweennacht bei den Hasen aus der Wohnung und aus dem Haus gejagt haben: Sie kommt höchstwahrscheinlich aus den Rohrkanälen, die im Haus verlaufen.

In einem seitlichen Spalt zwischen Unterschrank und Wand fand ich einige Male Mörtelbrocken. Ich hatte mir bislang keine Gedanken gemacht, wo die wohl herkommen könnten. Am vergangenen Sonntag hatte ich die Küche gefegt, was man ja ab und zu mal machen sollte. Und da waren wieder ein paar kleine Mörtelbrocken in dem Spalt. Dieses Mal liess es mich drei bis vier Mal stutzen. Ich fegte den Mörtel weg und der Fall war für’s Erste erledigt.

Montag musste ich wieder fegen weil ein paar Brotkrumen beim Brotschneiden auf den Boden gefallen waren. Mein Blick fiel auf den Spalt. Und dort lagen wieder Mörtelbröckchen und dazu ein Flusen Isoliermaterial. Abends legte ich ein paar Sonnenblumenkerne in die Küche, welche am nächsten Morgen auf wundersame Weise verschwunden waren. Bevor wir aus dem Haus gingen, legte ich wieder ein paar Kerne aus. Und die waren abends auch weg – ein ziemlich eindeutiges Zeichen, dass hinter den Schränken bzw. in den Rohrleitunskanälen vierbeinige Mitbewohner hausen.

Am Tag darauf rief ich sofort meinen Vermieter an. Der hat die Angelegenheit an die Hausverwaltung weitergeleitet. Und nun warte ich, dass sich mal jemand meldet. Spätestens am Wochenende werde ich mich schriftlich beschweren, wenn bis dahin nichts passiert ist.

Hautpflege


Egal ob heterosexuell, metrosexuell oder homosexuell – der Mann von Welt will gut aussehen und tut was für seine Haut. Die Kosmetikwerbung verspricht uns durch das Abbild von gutaussehenden, jugendlichen Männern, dass wir was dafür tun können, ebenfalls gut auszusehen, unsere Haut jung zu erhalten, wenn nicht gar zu verjüngen. Ob die Produkte helfen? Ich weiss es nicht, es wird uns aber erzählt. Und schon stehen wir vor den Regalen, vergleichen Preise, angebliche Wirkung und Inhaltsstoffe.

Uns wird was erzählt von Hautstraffung, Hauterneuerung, Hautpeeling, Tag- und Nachtcremes. Ganze Pflegeserien suggerieren uns durch auwendige Verpackungen und blumige Beschreibungen, dass wir den Alterungsprozess der Haut stoppen, wenn nicht gar rückgängig machen können.

Für den Mann von Mitte 50 – so wie ich einer bin – ist wahrscheinlich eh alles zu spät. Trotzdem hatte ich mich vor ein paar Monaten entschieden, zu versuchen, den Status Quo wenigstens zu erhalten. Und so entschied ich mich für ein Tiegelchen Energy Creme Q10 von Nivea, preislich akzeptabel und der Beschreibung nach zu urteilen das richtige Produkt für mich.

Rein vom Gefühl her tat die Energy Creme meiner Haut gut und ich blieb dem Produkt treu. Bis vor Kurzem die Firma Boss mit der Pflegeserie Boss Skin auf den Markt kam. Die Werbung war vielversprechend – was auch sonst. Allein der Preis von 40 Euro für ein Töpfchen schreckte mich vorerst ab, Perfecting Skin Serum zu kaufen. Aber dann hatte ich Q10 von Nivea verbraucht und ich stand vor der Entscheidung, entweder bei Nivea zu bleiben oder was Neues auszuprobieren, eine schwere Entscheidung, die letztendlich zu Gunsten von Boss Skin ausfiel.

Tatsächlich ist es so, dass die Haut sich nach dem Auftragen und Einmassieren glatter anfühlt, sehen kann man es allerdings nicht. Und nach spätestens 2 Stunden ist der gefühlte Glätteeffekt verschwunden. Ein Nachteil dieser Creme ist, dass sie sehr geruchsintensiv ist. Wahrscheinlich will Boss damit erreichen, dass der Mann von Welt ein dazu passendes Duftwässerchen der Firma Boss auswählt, was ich natürlich nicht machen werde.

Natürlich werde ich das teure Produkt verbrauchen. Vielleicht stellt sich ja demnächst auch ein sichtbarer Erfolg ein, wenn ich es regelmässig anwende. Vielleicht ist auch eine Kombination aus beiden Produkten denkbar: Abends Nivea und morgens Boss.

Es wäre interessant zu erfahren, ob sich die Herren meiner Leserschaft auch was ins Gesicht schmieren massieren, und wenn ja, welches Produkt sie bevorzugen. Uschi-Glas-Creme kommt mir jedenfalls nicht ins Haus.

Deutschland sucht den Superstar

Es is wieder so weit, Deutschland sucht den Superstar, der, wenn er Glück hat, ein paar Wochen in die Charts kommt, in ein paar Fernsehshows auftreten darf und dann wieder in der Versenkung verschwindet, da wo er hergekommen ist.

Aber vorher gibt es jede Menge programmfüllende Stunden, von denen die eine oder andere recht amüsant sein kann.

Gestern Abend wurde das erste Casting gesendet. Ich bin jedes Mal immer wieder erstaunt, mit welchem Selbstbewusstsein sich junge Menschen hinstellen und behaupten, sie könnten singen und sich dann schimpfender Weise beschweren, die Jury hätte ja keine Ahnung von ihren Fähigkeiten, wenn sie abgelehnt werden. Manche Auftritte sind einfach nur peinlich und dienen allenfalls zur Erheiterung des Fernsehpublikums.

Anderseits kann ich auch manche Entscheidung der Jury nicht nachvollziehen, aus welchen Gründen sie den einen oder anderen Kandidaten die Zusage gegeben haben. Manchmal denke ich, die machen das nur, um die ganze Angelegenheit spannend zu halten.

Moderne Zeiten

In das Haus, in dem wir zurzeit noch wohnen, wurde vor wenigen Jahren eine neue Heizungs- und Warmwasseranlage eingebaut, ganz was modernes, seinerzeit auf dem neuesten Stand der Technik.

Tagsüber, sagen wir mal ab morgens 07.00 Uhr, funktioniert das mit dem warmen Wasser auch einwandfrei. Braucht man an einer der Zapfstellen warmes Wasser, ist es sofort verfügbar, ohne dass erst minutenlang Wasser vergeudet werden muss bis warmes Wasser kommt. Eine Pumpe im Leitungssystem sorgt dafür, dass immer warmes Wasser an der Zapfstelle ansteht. Wie gesagt ab morgens ca. 07.00 Uhr.

Hin und wieder hat man ja – aus verschiedenen Gründen – das Bedürfnis, auch mal mitten in der Nacht zu ungewöhnlichen Zeiten zu duschen. Bis dann warmes Wasser aus der Brause kommt vergehen viele lange Minuten und zig Liter Wasser verschwinden ungenutzt in den Abwasserkanälen, so auch in der vergangenen Nacht.

Es mag ja energiesparend sein, die Warmwasserpumpe nur zu Zeiten laufen zu lassen, in denen normalerweise geduscht wird. Da aber das Wasser doppelt bezahlt wird, nämlich der Verbrauch selbst und die gleiche Menge für Abwassergebühren noch mal, bezweifel ich ob es sinnvoll ist, die Pumpe nachts abzustellen.

Wie kommt er darauf?

Über Nacht erreichte mich folgende Email aus Russland:

Hello,
I actually on a month leave from work, so i have decided to come over to your country to spend part of my leave as vacation and for tour,therefore i will like you to kindly give me the full cost of my stay in your hotel for this days [5th Dec – 10th Dec 2005].
And as soon as you send me the cost for my stay i will forward you my credit card payments information so that you can make the reservation for me for the specified day and date. Hope to hear from you soon.
Thanks,
Mr John …..

Soll ich ihm mal eine Offerte machen? Ich könnte damit ja etwas zuverdienen für unsere neue Wohnung.

Modetrend

Aus der Hauptstadt wird gemeldet, dass der Mann von Welt in diesem Herbst Schal trägt. Ich frage mich, warum man in diesem Herbst bei diesen Temperaturen einen Schal tragen sollte. Nur weil es in ist?

Ein Schal ist ein Kleidungsstück, dass dazu dient, bei eisigen Temperaturen den Hals zu schützen und vor Krankheiten zu bewahren. Zu diesem Zweck kann ein Schal ja gerne – je nach Geschmack des Trägers – mit modischen Farben aufgepeppt sein, dagegen habe ich ja nichts. Aber ich finde es albern, zu Zeiten, in denen ich noch immer mit meiner Sommerjacke gehe (heute Abend sogar offen), einen Schal in mehreren Windungen um den Hals zu schlingen, nur weil es in ist. Ich würde gar nicht zu Hause eintreffen sondern unterwegs durch einen Hitzschlag niedergestreckt werden. Wer zurzeit einen Schal trägt, ist wird krank.

Nein, man muss nicht jeden Modetrend mitmachen, der eh spätestens nach einem halben Jahr nicht mehr aktuell ist. Das beziehe ich nicht nur auf unnötige Schals sondern auf die Mode und ihren Accessoires im Allgemeinen. Wer genügend Selbstbewusstsein hat, gehört auch ohne den ganzen Firlefanz dazu! Dazu muss ich mich nicht aufplustern wie ein Pfau. Auch hier gilt: Auf den Inhalt kommt es an – nicht auf die Verpackung!

Raindance

Angeregt durch einen Beitrag von Holger habe ich die Raindancedusche von Hans Grohe ausgeliehen. Wir müssen uns ja rechtzeitig informieren, was es auf dem Markt gibt um später keine Enttäuschung zu erleben.

Die Hasen sind ja der Meinung, dass die Dusche nicht genügend Power auf die Haut bringt. Sicherlich sind die Duschgewohnheiten von Person zu Person verschieden. Einer liebt es eher prickelnd und scharf, ein Anderer eher mild und sanft. Wir sind der Meinung, dass Raindance nicht allzu schwach ist. Uns gefällt sie. Vielleicht ist der Wasserdruck bei uns höher als bei den Hasen.

Eins ist uns bisher aufgefallen: Der Wasserdurchlauf ist wesentlich grösser als bei dem Billigteil für Eur 4,99, das wir uns letztens notgedrungen gekauft haben. Beim Duschen mit der Raindancedusche staut sich das Wasser in der Wanne bevor es abläuft auf eine Höhe von ca. 5 cm. Bei unser neuen kleinen Dusche läuft das Wasser in der gleichen Geschwindigkeit ab, wie es aus dem Duschkopf kommt, also ist das ein sehr sparsames Teil. Die Frage ist, legt man Wert auf sparsamen Wasserverbrauch oder auf erhöhtes Duschvergnügen? Ich glaube, das Duschvergnügen wird das Rennen machen.