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Verspätung

Aufgrund widriger südöstlicher Winde lief das Wasser mit der Flut gestern Abend nicht so hoch auf wie erwartet. Deshalb konnte die QM2 nicht wie geplant eingedockt werden für die durchzuführenden Schönheitsreparturen. Heute morgen war dann genügend Wasser vorhanden und das Manöver des Eindockens konnte über die Bühne gehen. Eine interessante Fotostrecke mtit spektakulären Bilden gibt es bei Stern.de zu sehen.

Hamburg? – Gigantisch!


Superlative sollte man vorsichtig gebrauchen. Doch heute ist es wohl angebracht: In Hamburg ist Tag der Giganten!

Das grösste Flugzeug der Welt, der Airbus A380, ist heute das erste Mal auf Hamburger Stadtgebiet gelandet. Am frühen Nachmittag traf die Maschine auf dem Airbus-Werftgelände in Finkenwerder ein. Dort erhält der Flieger eine Lackierung und die Innenausstattung.

Heute Abend trifft das derzeit grösste Passagierschiff der Welt, die „Queen Mary 2“ in Hamburg ein. Gegenüber den Landungsbrücken wird das Schiff zwecks eines neuen Anstrichs und Überholung des Antriebs und der Stabilisatoren in Trockendock Elbe 17 der Werft Blohm & Voss trockengestellt. Aus Sicherheitsgründen sind die Pontons der Landungsbrücken für die Zeit des Eindockens gesperrt. Wenn das Schiff quer im Fahrwassser liegt, beträgt der Abstand zwischen dem Heck des Luxusschiffes und den Pontons nur 20 Meter.

Ist es Zufall, dass beide Giganten am gleichen Tag in Hamburg eintreffen? Sicher ist, dass der Werftaufenthalt der „Queen Mary 2“ mit dem Fahrplan des Schiffes abgestimmt ist. Vielleicht hat da aber jemand bei der Planung für den Airbus ein wenig nachgeholfen.

Wie dem auch sei, für Hamburg ist es ein Glücksfall, der sicher wieder Tausende Schaulustige angelockt hat.

Ein Drama?


Ein zerfetzter Rosenstrauss, der heute Morgen mitten auf der Strasse vor unserem Haus lag, gibt Anlass zu diversen Spekulationen. Was mag da geschehen sein? War es ein Beziehungsdrama und sie hat ihm die Blumen vor die Füsse geworfen? Ist eine geplante Versöhnung fehlgeschlagen? Oder war es einfach nur eine Unaufmerksamkeit und die Blumen sind vom Fahrrad gefallen? Hat sie ein Händler der Rosenmafia verloren (Du wolle Rose?) und jetzt bekommt er Ärger weil er keine Rosen mehr hat und das Geld dafür auch nicht?

Novemberwärme


Sonntag – der Tag macht seinem Namen alle Ehre: Es ist ein wunderbarer Sonnentag. Heute Mittag umd 11.30 Uhr habe ich die Temperatur von 23.9 Grad gemessen, zwar in der Sonne, aber das ist ja egal. Es war jedenfalls warm genug, für eine halbe Stunde in der Sonne sitzen zu können, bis sie hinter dem Haus verschwunden war – und das am 6. November!

Nein, ich hatte keinen Pullover an, ein T-Shirt und eine kurze Hose, so wie wir uns in der Wohnung aufhalten, wenn wir keinen Besuch haben, Schlampenlook sozusagen.

Maritime Gedenstätte


Die grossen Kirchen in der Lübecker Innenstadt prägen mit ihren hohen Türmen das Stadtbild. Lübeck – die Stadt der sieben Türme: Der Dom und St. Marien mit jeweils 2 Türmen, St. Petri, St. Ägidien und St. Jacobi mit je einem Turm. Jede dieser Kirchen ist einer Bevölkerungsschicht zugeordnet. St. Marien z.B. den Kaufleuten, St. Ägidien den Handwerkern und St. Jacobi den Seefahrern. St. Ägidien und St Jacobi sind die beiden einzigen Kirchen, die den 2. Weltkrieg unversehrt überstanden haben.

In der Seefahrerkirche befindet sich seit Jahrzehnten eine kleine Gedenkkapelle für untergegangene Schiffe mit dem Heimathafen Lübeck. Anlass für die Einrichtung dieser Gedenkstätte war der Untergang der Viermastbark „Pamir“ am 21. September 1957. Das durchlöcherte Wrack eines geborgenen Rettungsbootes der „Pamir“ ist denn auch der Mittelpunkt dieser Kapelle. Auswärtige Gäste führe ich immer gern an diesen beeindruckenden Platz, was wohl an meiner mentalen Nähe zur Seefahrt liegt, die wohl auch meine Berufswahl geprägt hat. Jedes Mal, wenn ich in diesem Raum stehe und mir den Gedenktafeln mit den Namen der auf See gebliebenen Schiffe ansehe, werde ich sehr sentimental, eine Stimmung aus einer gewissen Traurigkeit und Ruhe.

Es ist jetzt entschieden worden, dass diese Gedenkkapelle einen internationalen Status erhalten soll, was ich sehr befürworte. Weiterhin soll in einem Gewölbe unter der Kapelle ein Columbarium geschaffen werden, eine Aufbewahrungstätte für Urnen verstorbener Seeleute und von Verstorbenen, die der Seefahrt nahestanden. Dieses Vorhaben ist eine sehr schöne Idee und wird die Gedenkstätte weiter aufwerten. Es wäre zu überlegen, ob ich dort …..

Sie kommt schon wieder


Wieder wird der Hamburger Hafen der Schauplatz eines maritimen Spektakels: Die „Queen Mary 2“ wird am 8. November gegen 20.00 Uhr gegenüber den Landungsbrücken eingedockt. Dazu wird das Schiff quer im Fahrwasser liegen. Da der Abstand zwischen Schiff und Ponton der Landunsbrücken sehr gering sein wird, wird der Pontonbereich aus Sichterheitsgründen für dasa Manöver des eindockens gesperrt.

Elf Tage soll das Schiff im Docke Elbe 17 der Werft Blohm und Voss bleiben. Voraussichtlich am 19. November gegen Mittag wird die „QM2“ das Dock wieder verlassen. Vermutlich werden einige zigtausend Menschen die Manöver des ein- und ausdockens verfolgen. Näher wird man an das Luxusschiff als Normalsterblicher auch kaum je herankommen.

Frühling?

18 Grad im Schatten, und das am 3. November. Ich trage immer noch die Sommerjacke wenn ich ins Büro. Leichtsinniger Weise hatte ich mir die Jacke auch angezogen, als ich zur Mittagspause nach draussen ging. Ohne Jacke wäre es viel angenehmer gewesen. Schade, vielleicht war es nämlich das letzte Mal in diesem Herbst, wo man ohne Jacke hätte gehen können.

Die für die Jahreszeit ungewöhnlichen Temperaturen machten auch die Marienkäfer wieder mobil. Sie bevölkern unsere Bürofenster, auf die bis zum Sonnenuntergang die Sonne scheint. Und diese kleinen Käferchen haben Frühlingsgefühle. Sie poppen ungeniert auf der Fensterscheibe. Oder sollte einer der beiden Käfer fusslahm gewesen sein und der andere hat ihn sozusagen abgeschleppt?

Licht an!

Jetzt ist es so weit: Ich verlasse das Büro wenn es dunkel ist. Ich mag das gar nicht. Nicht weil ich Angst hätte, nein ich mag die dunkle Jahreszeit nicht. Zurzeit ist es zwar morgens wieder heller, aber es wird nicht lange auf sich warten lassen, bis auch morgens wieder Dunkelheit herrscht wenn ich aus dem Haus gehe. Ich bin ein Sonnenmensch. Und ich freue mich jetzt schon auf den Januar, wenn man langsam wieder merkt, dass die Tage täglich ein kleines Stückchen länger werden.

Bevor es heute dunkel wurde, habe ich aus dem Bürofenster einen Sonnenuntergang fotografiert, mangels Digicam mit meinem Handy.

Die Nacht mit der Maus

Die Hasen hatten zur Halloween-Party geladen. Stilecht hatten sie die Hasenbude mit Spinnennetzen, kleinen Geistern und allerlei anderen üblichen Halloweenzutaten geschmückt.

Bereits im Vorwege hatte ich von Holger erfahren, dass es eine Art Kürbismenue geben würde. Vorsichtig hatte ich durchblicken lassen, dass der Kürbis an sich nicht so mein Fall ist. Aber heute Abend musste ich da durch, und – welche Überraschung – es hat mir geschmeckt, auch wenn mir bereits bei der Suppe ein Zahn abgebrochen ist. Der geneigte Leser wird sich jetzt fragen, was das für eine harte Suppe war. Nun, die Konsistenz der Suppe war so, wie sich das für eine ordentliche Suppe gehört. Aber sie wurde mit Kürbiskernen bestreut. Einer davon ist meinem Zahn nicht bekommen, obwohl Kürbiskerne, besonders für Männer, doch sehr gesund sein sollen. Die weiteren Speisen waren eher breiig und konnten kein weiteres Unheil anrichten. Selbst die schleimigen Fäden im Nachtisch gelangten problemlos in den Verdauungsbereich.

Nach dem Essen wurde eine herzhafte Bowle kredenzt. Nein, keine Kürbisbowle mit ganzen Früchten, sondern eine Ananas-Mandarinen-Bowle. Die alkoholische Grundlage dieses Getränks war Wodka! Dementsprechend lockerte sich die Stimmung zusehends je weiter der Abend fortschritt. Das Zeitgefühl war dahin und plötzlich war bereits die zweite Stunde des nächsten Tages angebrochen, Zeit nach Hause zu fahren. Unser Dank gilt den Hasen, die sich wieder viel Mühe gemacht und ein schleimiges leckeres Mahl zubereitet haben.

Zu Hause angekommen verschwand Bernd gleich im Badezimmer um sich für die Nacht vorzubereiten. Auf meinem Weg durch das Wohnzimmer ins Schlafzimmer sah ich etwas durch die Stube wuseln, eine Maus! Sie verkroch sich unter dem bis auf den Boden reichenden Fenstervorhang. Trotz meines alkoholisierten Zustands war ich geistesgegenwärtig genug, die Türen zum Schlafzimmer und zur Küche zu schliessen um die Fluchtmöglichkeiten unseres ungebetenen Gastes einzuschränken. Dann wartete ich auf Bernd. Gemeinsam scheuchten wir das kleine Tier auf, mit dem Erfolg, dass es unter dem Sofa verschwand. Uns blieb nichts anderes übrig, als das Sofa von der Wand zu tragen. Aber da war keine Maus. Sie konnte nur im Bettkasten sein. Also zogen wir das Sofa auch noch aus um an den Bettkasten zu gelangen. Die Maus sass tatsächlich dort drin, sprang heraus und lief wieder durch die Stube. Irgendwie gelang es uns, sie in den Flur zu scheuchen und von dort ins Treppenhaus. Uff, erstmal war sie aus der Wohnung raus. Doch im Treppenhaus konnten wir sie auch nicht lassen. Ich fuhr mit dem Lift nach unten, öffnete die Haustür und blockierte den Weg in den Keller während Bernd den Nager von der 3. Etage über die Treppen nach unten scheuchte. Sportlich nahm sie 2 Stufen auf ein mal und lief schnurstracks aus der offen stehenden Tür ins Freie. Die Mäusejagd war beendet. Nur fragen wir uns, wie kommt die Maus in eine Wohnung in der dritten Etage? Die Wohnungstür steht nie unbeobachtet offen. Sie kann also nur durch die Balkontür in die Wohnung gelangt sein. Aber wie ist sie auf den Balkon gekommen? Diese Frage wird sich wohl nicht klären lassen.

Statt auf Mäusejagd zu gehen wollte ich mir eigentich den Mars angeschaut haben, der in dieser Nacht zu sehen gewesen sein soll. Dem Mars wird nachgesagt, dass er auf den Mann einen gewissen Einfluss haben soll. Gesehen habe ich den Mars in dieser Nacht nicht, aber …..

Musste das jetzt sein?

Der Duschkopf war schon sein ein paar Wochen nicht mehr so hundertprozentig in Ordnung. Wasser sprühte an Stellen heraus, wo es eigentlich nicht sprühen sollte. Ich hatte gehofft, dass das Ding bis zum Umzug Ende nächsten Jahres durchhalten würde. Tat es aber nicht. Heute gab es seinen Geist auf. Das Wasser kam überalll heraus, aber gar nicht mehr da, wo es sollte. Duschen war unmöglich geworden. Also musste heute noch ein neuer Duschkopf her, und zwar möglichst preiswert. Bei OBI wurden für fündig, für Eur 4,99. Das muss jetzt ausreichen.