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Herbstimpressionen


Gestern Abend erwarteten wir liebe Gäste, die wir zum Start der Fonduesaison eingeladen hatten. Da ein Fondue nicht so viel Vorbereitungszeit benötigt, wie ein 4-Gänge-Menü, hatten wir noch zeit, am Nachmittag einen kleinen Spaziergang an der Elbe zu machen.

Dies war besonders angenehm, da ich tagsüber viel Zeit in meinen Job stecken musste. Feiertage, die nur in Deutschland stattfinden, sind mir ein Greuel da ich sie eh nicht geniessen kann. Unsere Schiffe sind europaweit unterwegs und in allen anderen Ländern war gestern ein normaler Arbeitstag. Die Schifffahrt lag also nicht danieder und ich musste mich um einige Dinge kümmern. Zum Glück konnte ich dies von zu Hause machen. Wir können uns in den Firmenrechner einloggen und darüber dann Schiffspositionen verfolgen und andere wichtige Nachrichten lesen und bearbeiten.

Als sich die Lage entspannte, machten wir uns also auf zu unserem kleinen Spaziergang, von dem wir wieder ein paar Aufnahmen mitbrachten.

Theater Theater

Der Oktober hat sich ja, jedenfalls hier im Norden, mit dem richigen Herbstwetter eingeführt: Sturm, viel Regen und ganz kurz auch ein paar Sonnenstrahlen. Na ja, wir können eh nichts dagegen tun, was auch gut ist, und müssen es nehmen wie es kommt.

Seit heute ist auch das erste Weihnachtsgeschenk im Sack, eine Theaterkarte für meine Mutter für die Oper Madam Butterfly. Natürlich gehen wir gemeinsam mit ihr in die Oper, allein würde es ihr sicher nicht gefallen.

Silvester gehen wir hier in Geesthacht ins Theater. Ja, sowas gibts hier auch in der kleinen Stadt an der Elbe. Es wird eine Musicalshow gegeben. Beginn der Vorstellung ist um 18.00 Uhr, was dem weiteren Verlauf des Abends sehr entgegenkommt. Anschliessend werden wir nämlich mit unseren Nachbarn ein Fondue zelebrieren.

Superyacht

Luxus pur kann sich der Sultan von Oman leisten. Er liess sich in Deutschland eine Yacht bauen. Sie heisst „Al Said“ und ist 155 m lang. Es ist die bislang grösste jemals in Deutschland gebaute Luxusyacht. Die Yacht soll mit einem Konzertsaal ausgestattet sein, der einem 50-köpfigen Orchester platz bietet.

Ein Schiff dieser Grösse kann man eigentlich kaum noch als Yacht bezeichnen, eher schon als kleines Passagierschiff, das ca. 50 m länger ist als unsere grössten Frachter, die immerhin 6.500 t Ladung wegschleppen können.

Spätsommerwetter


Heute war schönes Sommerwetter in Hamburg. Was lag näher, als in der Mittagspause eine Runde um die Binnenalster zu gehen. Windrichtung und Sonnenstand waren günstig, und so zeigte sich die Alster im schwulen Outfit, nämlich mit dem Regenbogen an der Alsterfontäne.

Hier noch ein paar weitere Impressionen aus der grossen Stadt an einem schönen Spätsommertag:

Kaffeetante?


Ich bin Der feurige Esspresso-Fan
Von halben Sachen halten Sie nichts, bei Ihnen muss der Kaffee stark, würzig und
von hoher Qualität sein.

Gleichzeitig sind sie experimentierfreudig und immer auf dem neuesten Stand der
Kaffee-Variationen.

Prädikat: ein heißblütiger Liebhaber!

Da ist was dran.

Ein netter kleiner Test anlässlich des Tages des Kaffees am 26. September.

Entdeckt bei Wortperlen.

Wischfest

Immer noch auf der Suche nach einem geeigneten, der Nase meines Mannes und meiner Nase genehmen Duftes, machte ich mich heute auf den Dufttempel schlechthin. Dort erkunkdigte ich mich nach Annayake, wovon, wie sollte es auch anders sein, drei verschiedene Duftsorten gibt. Eine Duftexpertin sprühte von jeder Sorte auf je einen Pappstreifen, damit es mir möglich war, eine Vorauswahl zu treffen. Eine Ausführung konnte ich gleich aussondern. Die beiden anderen waren interessant und ich fragte, ob ich ein Probe bekommen könnte. Da keine fertigen Probem vorrätig waren, wurde mir je eine Probe abgefüllt. Ein netter Service.

Zu Hause tupfte ich mir einen Duft auf das Handgelenk. Im ersten Moment, war ich sehr angetan. Nachdem sich aber die Kopfnote verflüchtigt hatte, blieb ein sehr intensiver Duft übrig, der absolut nicht meinem Geruchssinn entspricht. Mehrmals habe ich versucht, das Übel abzuwaschen, was leider nicht gelingt. Die Intensität spricht zwar für das Produkt, doch was nützt es mir, wenn ich es nicht riechen kann.

Es hat sich mal wieder bewahrheitet, dass man Düfte nicht nach der Pappstreifenbesprühmethode kaufen kann. Auf der Haut entwickelt sich ein Duftwasser ganz anders.

Die Botschafterin


Heute vor 50 Jahren lief bei der Werft Blohm und Voss in Hamburg das Segelschulschiff „Gorch Fock“ vom Stapel. Benannt wurde das stolze Schiff nach dem Dichter Rudolf Kinau, der sich den Namen Gorck Fock als Pseudonym zugelegt hatte. Ulli Kinau, eine Nichte des Schriftstellers, die 1958 gerade mal 14 Jahre alt war, wurde die Ehre zuteil, das Schiff mit der obligatorischen Sektflasche zu taufen, die auch gleich beim ersten Wurf zersplitterte. Über 10.000 Menschen sollen damals das Ereignis beobachtet haben. Die etwa 40 Meter hohen Masten waren beim Stapellauf bereits aufgetakelt.

Seit der Indienststellung hat das Schiff ca. 700.000 Seemeilen zurückgelegt, was bedeutet, dass die „Gorch Fock“ auf ihren Reisen 32 Mal die Erde umrundet hat. Die bisher erreichte Höchstgeschwindigkeit unter Segeln beträgt 17 Knoten. Bei diversen Wettfahrten ist sie acht mal schnellstes Schiff im Zielhafen gewesen.

Auf zahlreichen Auslandsreisen auf allen Weltmeeren ist die „Gorch Fock“ als Botschafterin Deutschland unterwegs gewesen und wird sie auch in Zukunft weiterhin sein.

(Bildquelle: www.pixelio.de / Fotograf Jenny Horn)

Nachtrag und Berichtigung:
Frau Kinau, die Taufpatin, die seinerzeit die Gorch Fock getauft hat, hat darauf aufmerksam gemacht, dass der obige Beitrag nicht ganz richtig ist. In der Tat war der Dichter, nach dem das Schiff seinen Namen erhalten hat, nicht Rudolf Kinau sondern ihr Onkel Johan Kinau. Ich bitte, das Versehen zu entschuldigen.

Schreibtischfood


Unser Koch hat Urlaub, es sei ihm gegönnt, er ist nämilch ein sehr guter Koch. Deshalb ist die Kantine geschlossen und wir müssen uns auf irgendeine Art und Weise selbst verpflegen. Zum Glück arbeiten wir fast mitten in der City von Hamburg, so gibt es um uns herum eine grosse Auswahl von Imbissgeschäften, Bäckereien usw. Eine Selbstverpflegung ist daher recht einfach und kann abwechslungsreich gestaltet werden.

Heute haben wir uns bei Jim Block versorgt. So eine Minimahlzeit kostet ca. 6 Euro. Das ist zwar etwas mehr als das, was wir in der Kantine bezahlen, aber man wird satt.

Am Schreibtisch zu essen ist zwar nicht so gemütlich wie in der Kantine, aber es ist auszuhalten.

Ach ja: Wer jetzt lästert, dass man einen Burger nicht mit Messer und Gabel isst, dem sei gesagt, dass man diese Teile nicht aus der Hand essen kann. Es quellen dann nämlich Salat, Sauce, Tomate und Fleisch hinten und seitlich heraus wenn man vorne reinbeisst.

Klare Worte

Heute Morgen, S-Bahnhof Nettelnburg. Auf der elektronischen Anzeige stand zu lesen: „Der 1. Wagen ist verschlossen“. Die Bahn lief in den Bahnhof ein, der Zugführer machte noch mal eine Ansage, dass man bitte nicht in den 1. Wagen einsteigen soll, der sei verschlossen. Wahrscheinlich hören viele Leute einfach gar nicht hin, was da gesagt wird, lesen können die wohl auch nicht, jedenfalls wiederholte der Zugführer die Ansage noch mal mit dem Zusatz „Da hat jemand reingekotzt!“

Nächste Haltestelle, die gleiche Prozedur. Erst die normale Ansage, dann die drastische Wiederholung. Es ist ja wohl so, und davon nehme ich mich nicht aus, dass die Fahrgäste jeden Morgen in den gleichen Waggon einsteigen und stellen sich blind an den gewohnten Platz wo „ihr“ Waggon hält. Deshalb kann man aber doch mal auf die Anzeigentafel schauen bzw. auch mal zuhören, was da so über die Lautsprecher verkündet wird.

Noch drastischer machte es der Zugführer am nächsten Stop: „Sie wollen da gar nicht einsteigen, das stinkt tierisch!“.

Auf humorvolle Weise wurde das Leid des Zugführers am nächsten Bahnhof verkündet, nachdem er auch dort zweimal erklären musste, das man und warum man in den ersten Wagen nicht einsteigen kann. Sinngemäss sagte er: Die Leute haben ja auch alle Stöpsel in den Ohren und hören laut Musik, deshalb verstehen die mich nicht.

Bei dieser Gelegenheit bekam die DB auch ihr Fett weg: „Wir haben ein paar Minuten Verspätung weil die Türschlösser schlecht gewartet worden sind.“ – Mir war unterwegs aufgefallen, dass die Bahn länger als gewöhnlich brauchte, um die Bahnhöfe wieder zu verlassen. Vielleicht lag das daran, dass die Türen nicht schnell genug geschlossen werden konnten.

Egal, es war jedenfalls eine amüsante Fahrt, die dem einen oder anderen Fahrgast ein Lächeln auf das morgenmuffelige Gesicht zauberte.