Merkwürdig ist es schon, wenn man in der Statistik sieht, dass jemand nach mir mit meinem vollem Namen bei Google gesucht hat, wenn ein Klick von einer „whois“-Seite kommt, auf der bei der Eingabe der Queergedacht-Domain zu sehen ist, dass sie mir gehört und wenn ich dann eine Mail von meinem Host bekomme, dass man festgestellt hat, dass sich meine Anschrift geändert hat und ich soll doch bitte meine neue Anschrift mitteilen.
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Die blaue Stunde
Gewonnene Zeit
Den folgenden kleinen Bericht wollte ich gestern schon veröffentlicht haben. Doch dann kamen die Nachbarn. Und es dauerte 3 Flaschen Glögg und bis 22.00 Uhr bis sie gingen. Da war ich nicht mehr in der Lage, noch was zu schreiben, geschweige denn, Bilder vorzubereiten:
„Um 16.00 Uhr hatte ich heute einen Zahnarzttermin, nichts besonderes, nur eine Vorsorgeuntersuchung. Wie es meine Art ist, fand ich mich kurz vorher in der Praxis ein. Nach den Aufnahmeformalitäten nahm ich im Wartebereich Platz. Wenige Augenblicke später wurde ich unterrichtet, dass es leider eine Verzögerung von 30 Minuten gibt. Ob ich noch was zu besorgen hätte oder morgen wiederkommen wolle. Zu besorgen hatte ich nichts aber 30 Minuten warten wollte ich auch nicht und morgen wiederkommen schon gar nicht. Ich entschied mich trotzdem dafür, die Praxis vorrübegehend zu verlassen, es ist ja Weihnachtsmarkt.
Die Kamera ist ja immer dabei. So gelangen mir ein paar Aufnahmen in der blauen Stunde, der kurzen Zeit bevor die Dunkelheit eintritt.“
Da wir heute (ohne Nachbarn) das Wochenende mit einem spanischen Abend einläuten werden, müssen die Bilder noch warten. Dafür gibt es dann einen Extraeintrag ins Blog. Und wer meint, Bernd und ich würden auf unserem spanischen Abend steppen oder FlamingoFlamenco tanzen und mit den KastanienKastagnetten klappern, der irrt. Wir werden uns nämlich gleich Mamma Mia auf DVD ansehen. Dazu gibt’s spanische Wurst, spanischen Schinken und spanischen Käse. Nicht ganz stilecht kommt der Wein dazu aus Italien.
Baumkauf
Heute war der Tag, nämlich der Tag, an dem der Weihnachtsbaum gekauft wurde. Und das ging schnell, sehr schnell. Da alle Bäume einzeln aufgestellt sind, ist es ziemlich einfach, sich einen Überblick über Grösse und Aussehen zu verschaffen. Und das geht dann so:
„Der da??!“ – Einmal drehen. – „Jo, dass isser“. Die Preisfrage ist eher nebensächlich, die Hauptsache ist, dass der Baum unseren Vorstellungen entspricht, d.h. Höhe, Ausladung und Dichte. Natürlich wurde uns der Preis genannt: 30 Euro – mit einem fragenden Blick des Verkäufers. Wir stimmten zu. Unser Weihnachtsbaum wurde dann eingenetzt und beiseitegelegt. Unser Nachbar war nämlich noch auf der Suche nach seinem Traumbaum. Als er sich entschieden hatte, kam an beide Bäume ein Adresszettel. Sie werden morgen frei Haus geliefert.
Anschliessend gab es noch einen Glühwein auf Kosten des Hauses. Da man bekanntlich auf einem Bein nicht stehen kann, gab ich noch eine heisse Schokolade aus, sozusagen als Fahrerlohn. Für den Fahrer pur, für Bernd und mich als Tote Tante, nämlich mit einem Schuss Rum.
Alles wieder weg

Gestern Morgen war alles von einer leichten Schneedecke zugedeckt. Ich gebe zu, dass es nett aussah. Für den Berufsverkehr war das aber nicht gerade förderlich. Und in der grossen Stadt zwischen Alster und Elbe verwandelt sich die Schneedecke sowieso in kürzester Zeit in Matsch und dreckige Pfützen.
Heute ist fast nichts mehr von Schnee zu sehen. Nur vereinzelt gibt es noch schmutzige Schneereste am Wegesrand.
Meinetwegen kann der Winter jetzt mit Schnee aufhören. Frostige Kälte – ja gut, die kann ich gerade so noch akzeptieren. Aber Schnee? Das reicht für diesen Winter. Ich befürchte aber, dass wir in diesem Winter nicht so gut wegkommen wie im vorigen.
Grosse Flocken
Wenn ich morgens aufstehe, mache ich immer gleich das Radio an. Immer interessiert an Neuigkeiten muss ich wissen, ob über Nacht irgendwo auf der Welt was aufregendes passiert ist. Heute Morgen ging es nur um das Wetter rund um Hamburg. Hier gab Schnee, dort gab es Schnee. Die Hörer wurden aufgerufen per Telefon mitzuteilen, wo es wie stark schneite. Es hörte sich an, als seien wir mitten in einer Schneekatastrofe.
Hier bei uns in der kleinen Stadt an der Elbe war von Schnee nichts zu sehen. Trotzdem machte ich mich 5 Minuten früher auf den Weg nach Hamburg als gewöhnlich. Man will ja schliesslich pünktlich im Büro sein – oder es wenigstens versuchen.
Unterwegs fing es dann tatsächlich an zu schneien. Zeitweise waren die Flocken so gross wie Kartoffelchips und hatten auch in etwa so eine Form.
Die Strassen blieben vom Schnee verschont, die im Wagen angezeigte Aussentemperatur lag bei 1 bis 2 Grad Celsius. Der Verkehr war nicht ungewöhnlich stark und lief flüssig. Es gab keine besonderen Vorkommnisse. Und letztendlich war ich 10 Minuten früher im Büro als an einem schneefreien Tag.
So, ich hoffe, dass war es dann in diesem Winter mit Schnee. Nun kann es langsam wieder wärmer werden. Ich befürchte allerdings, dass dieser Winter nicht so milde wird wie die letzten.
Welttoilettentag
Schon mal gehört? Ich hab davon heute das erste Mal erfahren, dass es einen Welttoilettentag gibt. Es geht wohl darum, den zivilisierten und mit einem WC lebenden Menschen zu aufzuzeigen, dass immer noch ganz viele Menschen auf der Welt über einen Balken oder in ein Loch kacken.
Bettler
Ein deutscher Milliardär aus der Pharmaziebranche meint, er hätte noch nicht genug Millarden. Er zockt mit VW-Aktien und fällt rein. Und was ist? Eine Milliarde ist futsch, einfach so wech. Peng! Und nun jammert er weil seine Firmengruppe Geld braucht. Was liegt da näher, als beim Staat mal nachzufragen, ob die eben mal ein paar Kröten übrig haben. Für die Banken ist ja schliesslich auch was da. Und was Autohersteller können, kann dieser Herr ja auch mal probieren. Da bleibt einem nichts übrig als zu sagen „Gute Besserung“ – oder vielleicht auch „Gute Preise“!
Die TV-Werbung für seine Unternehmen ist bekannt geworden durch Zwillinge, die in den Spots auftreten. Nun stell man sich mal vor, der Herr hätte einen Zwillingsbruder. Dann wären wohl 2 Milliarden in die Binsen gegangen.
Ausschüttung
Musterbrief
Sehr geehrter Herr Bundesfinanzminister,
sehr geehrte Damen und Herren,
da die privaten Banken in Deutschland sich im Gegensatz zu den staatlichen Landesbanken schämen, die von ihnen selbst mitgeschnürten Rettungspakete in Anspruch zu nehmen, möchte ich als gutes Beispiel vorangehen und beantrage aus patriotischen Gründen die Auszahlung meines Anteils in Höhe von *6097,– Euro *(500.000.000.000 € : 82.000.000 Bundesbürger).
Bitte senden Sie einen Scheck, besser noch eine Postanweisung in bar, da mein Vertrauen in die Integrität der Bankenvorstände doch arg gelitten hat.
Um einer Stigmatisierung vorzubeugen, beantrage ich gleichzeitig, die Anteile für Familienangehörige, Freunde und einige Arbeitskollegen bereitzustellen, auch um eine rasche Auszahlung zu gewährleisten.
Das ist zwar insgesamt nicht viel, könnte aber als Startsignal eine Welle weiterer Anforderungen auslösen.
Ganz im Sinne von Clint Eastwood, dem Hollywoodstar und Bürgermeister a.D.:
„ Eine Lawine wird durch einen Schneeball ausgelöst“.
Mit vorzüglicher Hochachtung
Unterschiede
In der vorigen Woche hatte ich ja darüber berichtet, dass wir anlässlich des neuen James Bond Films zum ersten Mal im Kino in unserer kleinen Stadt waren. Es hat uns da ja wirklich gut gefallen, was unter anderem wohl auch daran liegt, dass alles sauber und ordentlich war.
Das kann man vom grossen Kino in Hamburg am Dammtor nicht behaupten. Wir haben uns dort schon zweimal nach der Vorstellung an der Kasse über den klebrigen Bodenbelag beschwert. Es ist wirklich eine Zumutung, wenn man bei jedem Schritt feststellt, dass die Schuhsohlen am Boden haften, dass man fast befürchtet, die Schuhe bleiben stehen und man geht auf Socken weiter.
Desweiteren lässt ja wohl jeder Besucher seinen Müll auf dem Boden liegen. Man tritt auf oder gegen leere Getränkebecher und/oder Behältnisse von Popcorn und anderen Naschereien. Ich habe zwar noch nicht darauf geachtet, aber das könnte auch daran liegen, dass die Betreiber des Kinos am Ausgang keine Abfallbehälter aufgestellt haben. Der Saal wird zwar zwischenn den Vorstellungen vom Personal entmüllt, aber gegen ausgelaufenes Bier und andere Getränke ist es natürlich machtlos.
Wohlwollend habe ich in unserem Dorfkino beobachtet, dass die Gäste nach der Vorstellung ihren Müll mit zum Ausgang nehmen und in dort bereitgestellten Behältnissen entsorgen. Es klebte nichts, alles war sauber.
Es wäre schön, wenn es im Kino in der grossen Stadt auch so wäre. Das würde einen Kinobesuch dort viel angenehmer machen.








