Archiv der Kategorie: Allgemein

Hundertwasser


Stöckchen lasse ich meist links liegen und an irgendwelchen Blogaktionen habe ich ich mich auch noch nie beteiligt. Ich hatte sogar schon mal überlegt, über solche Aktionen zu schreiben, und zwar nichts sehr positives. Bisher haben mich alle Aktionen, denen ich begegnet bin, nämlich fürchterlich gelangweilt.

Bei April entdeckte ich heute allerdings etwas, das ich ziemlich interessant finde. Wahrscheinlich deshalb, weil mich die Werke dieses Künstlers Friedensreich Hundertwasser sehr faszinieren. Und so lag es denn nahe, dass wir bei unserem Musicalbesuch in Magdeburg im vorigen Jahr in der Grünen Zitadelle übernachtet haben.

Für die Aktion Hundertwasser hier ein paar Detailaufnahmen.

Das passt

Das ist ja wohl der Gipfel der Geschmacklosigkeit:
Um einer Sammelklage wegen Kindesmissbrauchs vorzubeugen, hat der Jesuitenorden in den USA Insolvenz beantragt.

So einfach ist das also: Ich hab nichts also hab ich auch keine Schuld. Diese Geschichte passt zu diesem scheinheilgen Verein. Es ist unfassbar.

Einer Partei würden die Wähler weglaufen. Vermutlich werden die Gläubigen das nicht mit Kirchenaustritten quittieren – leider.

Rentnerfrühstück

Ein kleines Malheur mit grosser bzw. teurer Wirkung brachte es mit sich, dass unser Wagen heute in der Werkstatt unseres Vertrauens in Lüneburg angemeldet war, um dort ein paar Schönheitsreparaturen erledigen zu lassen. Um acht Uhr hatten wir Termin. Die Schönheitsop sollte etwa 4 Stunden dauern. Also machten wir uns auf den Weg in die kleine schöne Innenstadt, die wir in etwas 20 Minuten erreichten.

Nun, zu dieser Zeit ist wohl in keiner Stadt schon was los. Einzig die Bäckereien hatten schon geöffnet. Bei Café Senkrecht zu frühstücken ist dann aber etwas zu unbequem, zumal wir ja auch viel Zeit hatten, die es totzuschlagen galt. Wir wollten in der Cafeteria von Karstadt frühstücken, die wir früher schon mal aufgesucht hatten.

Gegen 9 Uhr ging es Richtung Karstadt. In der Cafeteria war schon richtig was los. Einen Fensterplatz, von wo aus man einen schönen Ausblick auf den Marktplatz hat, gab es nicht mehr, schade. Frühstück bei Karstadt war im Angebot: 5 Teile für 2,95. Wenn man es geschickt anstellt, bekommt man zu dem Preis 4 halbe belegte Brötchen (1 ganzes Brötchen = 1 Teil). Allerdings muss man dann mit dem Belag sehr sparsam umgehen. Da wir ordentlich frühstücken wollten, nahmen wir das, wonach uns der Sinn stand. Am Ende bezahlte ich 10 Euro für 2 x Frühstück inkl. je 1 Becher heisse Schokolade, die sehr wohlschmeckend war. Bei Vorlage des Kassenbon gibt es dann einen Nachschlag: 2 Becher heisse Schokolade für je 1 Euro.

Das Karstadtfrühstück scheint überwiegend bei den Lüneburger Rentnern sehr beliebt zu sein. Fast ausnahmslos bevölkerten sie die Cafeteria. Gehhilfen, wie Krücken und Gehwagen, waren kein Hinderungsgrund, sich dort zu verköstigen. Man kannte sich und grüsste hier und grüsste dort. Wir liessen uns Zeit, davon hatten wir ja reichlich, und beobachten das Treiben um uns herum. Nicht, dass frühstückende Renter besonders interessant sind, aber was sollten wir machen. Ich stellte mir vor, wie das bei uns in 10/15 Jahren sein wird. Hoffentlich können wir dann ohne Krücken und Gehwagen irgendwo zum Frühstück gehen wenn uns der Sinn danach steht.

Auf ewig unverbesserlich

Die katholische Kirche – oder Teile davon – lernt einfach nichts dazu:
Der Augsburger Bischoff Mixa – und als Bischoff ist er sicher ein Repräsentant der katholischen Kirche – ist davon überzeugt, dass die Fälle von Kindesmissbrauch in seiner Kirche erst durch die sexuelle Revolution ermöglicht wurden. Wenn dem so sein sollte, was ich stark bezweifle, ist in den vergangenen Jahren was falsch gelaufen bei denen. Die kirchliche Obrigkeit, allen voran der alte Mann in Rom, ist offensichtlich nicht in der Lage gewesen, ihren Mitarbeitern den rechten Glauben zu vermitteln, der den Gläubigen ständig vorgebetet wird.

Viel eher aber ist meine Überzeugung, dass die kirchlichen Mitarbeiter durch ihren Glauben und durch ihre Vorgesetzten stark sexuell unterdrückt werden, ja, sogar in Gewissenskonflikte gestürzt werden. Allein durch beten kann man seine Sexualität nicht unterdrücken. Es will mir doch keiner erzählen, dass die nicht auch mal selbst hand angelegt haben. Und ausschwitzen lässt sich der Kram ja auch nicht.

Die Kirche soll sich endlich mal öffnen und die gesellschaftlichen Veränderungen der letzten Jahre akzeptieren und demzufolge auch in ihren eigenen Reihen ein modernes Leben führen – nur dann wird es gelingen, zukünftig Kindesmissbrauch weitgehenst zu vermeiden.

Zum Schluss noch eins:
Wie können sich Menschen, die angeblich asexuell leben, erdreisten, über Sex zu reden und über das Sexleben von Millionen Gläubigen zu bestimmen. Sie selbst sollten eigentlich doch gar keine Ahnung davon haben! Also haltet endlich die Klappe mit eurem Gelaber!

Nachtrag

Valentinstag


Vor nicht allzu langer Zeit, bei einem unserer wenigen Fernsehabende:
Werbung für irgendwas zum Valentinstag. Meine spontane Redaktion: Wir schenken uns doch nichts?! Aus der Reaktion meines Mannes konnte ich erkennen, dass er schon was für mich hat. Da ich nicht wieder ohne was dastehen wollte, wie im vorigen Jahr, wo ich das Triptichon bekommen habe, musste ich mir also was überlegen. Da Bernd gerne Thailändisch isst, bastelte ich ihm einen Gutschein für ein Essem im Restaurant SalaThai.

Von Bernd bekam ich den Bad Taste Bear „Freddie“. Wer nicht weiss, um wen es sich handelt, der schau sich doch mal dieses Video an:

Schnauze voll

Wie jeden Morgen ist der erste Gang nach dem Aufstehen ins Arbeitszimmer um dort das Radio anzustellen. Dabei ein erster Blick nach draussen um die Wetterlage zu checken. Und was sahen meine entzündeten Augen?: Schneefall!

Ich weiss, es ist erst Mitte Februar und es ist noch Winter. Aber es reicht jetzt wirklich!

Von Würmern

Jeder hatte wohl schon mal einen Ohrwurm, einen – meist banalen – Musiktitel, den man einfach nicht wieder loswird. In der vergangenen, recht schlaflosen, Nacht hatte ich sowas wie einen Gehirn- oder Gedankenwurm. Immer wenn ich wach wurde, musste ich an an Richard Mörtel Lugner denken. Ausgerechnet an diesen schrecklichen, stinkreichen Österreicher.

Verursacht wurde dieser Wurm vermutlich durch einen Fernsehbeitrag, den ich vor wenigen Wochen gesehen hatte, vertieft durch einen Artikel über den anstehenden Opernball in Wien, den ich gestern irgendwo gelesen habe.

In dem Fernsehbeitrag sass er mit einem jungen Ding, das seine Enkelin sein könnte, in einer Badewanne und füsselte ihr zwischen den Beinen rum. Widerlich! Und er fühlt sich so toll dabei. Furchtbar!

Für den Opernball kauft er für seine Loge ja immer Damen ein, die durch Klatsch, Film und Fernsehen eine gewisse Berühmtheit erlangt haben. Im vorgen Jahr hatte er z.B. Nicollette Sheridan, bekannt aus der Serie Desperate Houswives, eingekauft. Wie man hört, soll sie sich ziemlich gelangweilt haben. Auch Paris Hilton war bei ihm schon „zu Gast“. Sie soll sich eher dafür interessiert haben, SMS zu schreiben als für das Geschehen auf dem Ball.

Na ja, diese Bilder gingen mir eben nicht aus dem Kopf. Ausgerchnet so ein Schmarrn musste es sein. Hätte nicht was Schöneres in meinem Hirn rumspuken können?

Tschiep tschiep

Es liegt noch viel Schnee, es taut, es ist grau und ungemütlich. Nachts friert es. Und es gibt noch den einen oder anderen Schneeschauer. Und doch: In nicht mal mehr 7 Wochen ist Frühlingsanfang. Die Tage werden bereits länger. Es gibt Tage, an denen wir im Büro schon bis kurz vor Feierabend ohne Licht auskommen.

Vor dem Fenster ist ein kleiner Park. Im Gebüsch und in den Bäumen halten sich viele Vögel auf. Tschiep tschiep und anderes Vogelgezwitscher ist zu hören. Ich konnte auch die Balz der Krähen beobachten und Revierkämpfe zwischen den Drosseln.

Trotz winterlicher Unbilden – es geht bergauf!