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Eisregen

Der Wagen stand heute morgen trocken und wohlbehütet im Carport. Vorsichtshalber stellte ich das Gebläse auf volle Kraft an die Windschutzscheibe und stellte die Heckscheibenheizung an. Doch als ich den Wagen aus dem Carport fuhr, gefror der Regen zu eisigen Tropfen auf der Windschutzscheibe. Es blieb mir nichts anderes übrig, als den Wagen wieder in den Carport zu fahren und zu warten, bis die Scheibe frei war.

Zum Glück waren die Strassen in der kleinen Stadt an der Elbe sowie die Bundesstrasse und die Autobahn gestreut. Trotzdem war Vorsicht und erhöhte Aufmerksamkeit angesagt und ich fuhr mit reduzierter Geschwindigkeit nach Hamburg.

Unterwegs häuften sich die Horrormeldungen im Verkehrsfung über Unfälle. Und mein Schatz hört zu Hause all das mit. Als ich mit etwas Verspätung im Büro war, rief ich ihn zuallererst an um ihm mitzuteilen, dass ich heil angekommen sei. Bernd war froh, meine Stimme zu hören und sagte: Ich hab mir schon Sorgen gemacht.

Es ist soooo schön dass jemand da ist, der sich um mich sorgt.

Strassenhandel


Freitagabend war es, wir waren früh dran, das Theaterzelt war noch nicht geöffnet und wir machten eine Runde um das Heiligengeistfeld. Wenn man dort die Strassen mit dem Wagen fährt, bekommt man von der Bebauung kaum was mit. Ganz anders wenn man zu Fuss unterwegs ist.

Wir gingen also an der Feldstrasse gegenüber dem Bunker an der Häuserzeile entlang. In einem Hauseingang standen auffällig unauffällig zwei junge Typen. Wir gingen weiter unseres Weges.

Plötzlich wurden wir von der Seite angesprochen, in etwa so: „Sie gingen doch da gerade vorbei. Wollen sie was kaufen? Gras?“ – Einer der beiden Typen war uns gefolgt.

Wir lehnten dankend ab. Wir wollten ins Theaterzelt, was sollen wir da mit Gras? Oder hatte er geahnt, dass wir zu Cats wollten? Vielleicht hatte er Katzengras anzubieten.

Lieblingslied

Mein derzeitiger Lieblingssong ist: „A night like this“ gesungen von der Holländerin Caro Emerald.

Den Namen dieser Dame hatte ich nie zuvor gehört aber der Titel ging mir gleich beim ersten Mal hören ins Ohr.

Die Aufnahme, die zurzeit über den Sender läuft, gibt es leider nicht bei You Tube bzw. sie ist in „meinem Land nicht verfügbar“.

Regen bringt segen?


Tja, ich weiss ja nicht, ob das ein Segen ist, wenn es den ganzen Tag saut.

Ich wollte ja eigentlich heute in der Mittagspause in die Feinkostabteilung eines Kaufhauses um zu schauen, ob es dort diese kleinen Chilis gibt. Die ganz kleinen ganz scharfen. Oft werden sie in kleinen Schalen angeboten, so viele, dass man sie gar nicht auf ein mal verbrauchen kann. Die, die wir nicht benötigen, schneiden wir immer in Ringe und frieren die dann im Schraubglas ein. Aber bei dem Wetter? Nein, da wollte ich nicht vor die Tür. Wenn wir die kleinen scharfen Dinger morgen nicht hier im Dorf bekommen, dann behelfen wir uns eben anders. Mann ist ja flexibel. Na, vielleicht war das auch die Strafe dafür, weil ich die Frauen und ihre Parkkünste auf’s Korn genommen habe.

Heute Nachmittag, als der Regen noch immer vom Sturm gepeitscht, an die Bürofenster prasselte, hatte ich kurzzeitig mal den Gedanken, dass es doch im Büro viel schöner ist als draussen und es eigentlich besser wäre, das Büro gar nicht verlassen zu müssen. Aber das war wirklich nur ein µ – oder so – eines Gedankens. Niemals würde ich auf die Idee kommen, auch nur eine Nacht im Büro zu verbringen, viel weniger ein ganzes Wochenende – wo wir doch so ein schönes Zuhause haben.

Wild


Unten vor unserem Bürohaus ein geordnetes Durcheinander, aber kein Wagen steht so, wie er eigentlich stehen sollte. Vielleicht waren es ja auch alles Frauen, die ihre Wagen da so abgestellt haben.

Die Neue

Ich war nicht direkt auf der Suche nach einer Neuen. Die Alte tat es und tut es noch immer. Was mich interessierte, und weswegen ich mich mit anderen Digicams beschäftigte, war die Tatsache, dass die alte keine Fotos mach, die stimmungsvolle Lichtverhältnisse ziemlich realitätsgenau wiedergeben. Ohne Blitz zu dunkel, mit Blitz eben nicht das, was ich einfangen wollte.

Aber nein, die Alte war noch ok und es musste nicht sein, dass ich eine neue Kamera kaufe. Andere Dinge, wie z.B. Musicalbesuche, waren mir wichtiger. Umso überraschter war ich, als Bernd mir am 24. Dezember bei unser kleinen privaten Bescherung ein Päckchen überreichte, in dem sich eine neue Kamera befand, nämlich eine Canon Powershot S95. Ich hatte mal Interesse an dieser Cam bekundet als ich bei Hombertho, der sich sich gekauft hatte, darüber gelesen habe. Inzwischen hatte er sie allerdings wieder verkauft weil er mit der Qualität der Aufnahmen doch nicht zufrieden war. Und so kamen mir Zweifel, ob das nun die richtige Kamera sei – sosehr ich mich auch über das Geschenk freute.

In der Warmen Küche gab es inzwischen auch eine Neue, nämlich genau zu dem Zweck, weswegen ich mich mit einer neuen Kamera beschäftigte, stimmungsvolle Aufnahmen ohne Blitz zu machen. Dort kommt jetzt eine Canon Ixus 300HS zum zufriedenstellenden Einsatz.

Was nun? Am besten ist es ja, dass man selbst das Objekt der Begierde auspropiert. Noch besser ist es, wenn man vergleichen kann. Und so bestellte ich mir im Onlineversand die Ixus 300HS. Auf unserer Silvesterreise kamen beide Kameras zum Einsatz um zu vergleichen.

Meine Wahl fiel dann zugunsten der Powershot S95 aus. Die Bedienung ist ähnlich der bisher im Einsatz befindlichen Ixus 750, gibt die Auswahl mehrerer Formate und die Aufnahmen im Automatikmodus sowie in den Programmmodi waren nach unserer Meinung besser. Die Ixus 300HS habe ich zurückgeschickt.

Nun, inzwischen hatte ich reichlich Gelegenheiten, die S95 auszuprobieren. Mit ein wenig Geschick könnte ich sicher noch mehr aus den Fotos herausholen. Aber es muss ja nicht alles auf einmal sein.

Hier ein paar Eindrücke:




Und ausserdem macht die Kleine auch noch ganz nette Videos, wie auch hier schon zu sehen ist:

Elbehochwasser III


Natürlich mussten wir heute wieder runter an die Elbe um nachzusehen, ob aus dem „Roten Platz“ schon das „Rote Meer“ geworden ist.

Der grosse Strom fliesst ja fast an unserer Haustür vorbei. Wir brauchen nur die Jacken und Schuhe anzuhiehen – und wenige Minuten später stehen wir am Ufer des sehr breit gewordenen Flusses.

In unserem kleinen Hafen entdeckte ich heute, dass die Hochwassermarken doch zugänglich und sichtbar sind (Foto oben). Bei genauerer Betrachtung stellt man fest, dass es scheinbar ungereimtheiten bezüglich der Höher früherer Hochwasser gibt:
Die Marke von 1984 zeigt 6.48 m an. Nur wenige Zentimeter darüber zeigt die Marke von 1941 6.92 m. Ich vermute, dass es eine Pegelverschiebung gibt seit 1960 die Staustufe in Betrieb genommen worden ist.

Hier 3 Referenzfotos von der Entwicklung des Wasserstandes seit dem 18.1.:

18.1.


22.1.


23.1.

Der Hochwassertourismus boomt heute am Sonntag. Ich habe in den 3-1/2 Jahren, während der wir hier nun wohnen, noch nie so viele Wagen entlang der Elbuferstraße fahren sehen. Es sind hier so viele Menschen unterwegs, wie am Sonntagnachmittag bei Sonnenschein an der Aussenalster. Und dabei ist hier nichts spektakläres zu sehen, ausser ein paar im Wasser stehende Kästen für die Rettungsringe. Wer sonst auch nicht herkommt, kann sich wohl kaum vorstellen, wieviel höher als normal das Wasser tatsächlich ist.

Spaziergang nach Niedersachsen


Bernd wollte gern in den hiesigen Elektronikmarkt und nach einem Spiel schauen. Nebenan ist gleich Aldi, wo wir immer unser Schokogetränk kaufen, welches wir zum Frühstück trinken. Es ist eigentlich eine Strecke, die man schon gut mit dem Wagen machen kann. Aber wir wollten mal was für die Gesundheit tun und zu Fuss gehen. Der Weg führt zum Teil an der Elbe entlang, die ja bekanntlich zurzeit Hochwasser führt.

Ich erweiterte den Vorschlag von Bernd und sagte, dass ich gern mal auf die Brücke möchte, die an der Staustufe über die Elbe nach Niedersachsen führt. Diese Brücke beginnt nämlich auf unserer Seite fast genau dort, wo sich der Elektronikmarkt befindet. Ist ja gar nicht so weit! Von der Brücke hat man einen guten Blick über die Elbe und man kann sich ein Bild davon machen, wie stark der Strom tatsächlich fliesst.



Unser Weg führte über die gesamte Brücke bis nach Rönne/Marschacht in Niedersachsen. Dort schauten wir mal vom Deich auf die überfluteten Elbwiesen bevor wir uns wieder auf den Rückweg machten um unsere Besorgungen zu erledigen.

Unser kleiner Ausflug dauerte gute 2 Stunden. In dieser Zeit haben wir diverse „Schaustops“ gemacht, Besorgungen erledigt und ca. 10 km zurückgelegt.