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Weihnachten?


Unser Freitagabend ist gesichert, wir brauchen uns keine Gedanken mehr darum machen, womit wir morgen Abend das Wochenende einläuten. Heute schon kam nämlich unsere Bestellung aus La Vialla an.

Die Themenpakete, in diesem Fall „Der Pikante“ sind ja so liebevoll und nett verpackt, man könnte meinen, es sei Weihnachten. Natürlich weiss ich, was drin ist, ich hab’s ja ausgesucht. Trotzdem ist es spannend, das Paket zu öffnen.

Obenauf im blauen Papier lag das neueste Rezeptbuch. Darunter kam der kleine Pecorino und die Salami zum vorschein. Ganz unten im Karton lagen 2 Flaschen Rotwein, 1 Tüte Pasta und 1 Glas Pastasauce.

Den Käse kennen wir ja schon, ab und zu bestellen wir uns den grossen mit einem Gewicht von ca. 1.200 g. Die Salami wollte ich gern mal testen, wie den Wein auch. Der muss nun natürlich erst mal ein paar Tage ruhen. Aber wer uns kennt weiss, dass wir nicht auf dem Trockenen sitzen und diverse Weine immer im Haus haben.

Da wir auch immer gern was Süsses naschen, hatte ich auch eine Tüte Viallini bestellt über die wir dann auch gleich hergefallen sind.

Verklemmte Kerle

Seit ein paar Wochen bin ich ja nun 3 x in der Woche im Fitnessstudio um in erster Linie was für meine Rückenmuskulatur zu tun um zu versuchen zu verhindern, dass es zu einem erneuten Bandscheibenvorfall kommt. Zweitens hatte ich in der Reha schon festgestellt, dass es mir Spass macht, was für meinen Körper zu tun, nachdem ich ja jahrelang gar nichts gemacht hatte.

Zu einem ordentlichen Fitnessstudio gehört natürlich ein ein Duschraum um sich dort nach dem Training den Schweiss vom vorher gestählten Körper zu waschen. Und in der Tat, einige haben das besonders nötig.

Der Duschraum im Fitnessstudio meines Vertrauens ist nur ein paar Schritte vom Umkleideraum entfernt. Es sind wirklich nur ein paar wenige Schritte. Fast könnte man sagen, der Duschraum ist im Umkleideraum integriert. Es sind zwar – schon aus technischen und praktischen Gründen – zwei separate Bereiche, jedoch gibt es keine Tür zwischen beiden Räumen.

Nun gibt es also ein paar Kerle, die sich nach ihrem Tun duschen wollen, sich also im Umkleideraum ausziehen, schamhaft ein Handtuch um die breiten Hüften binden, 4 Schritte zum Duschraum machen, dort das Handtuch beiseite legen und sich dann splitterfasernackt unter die Dusche stellen. Sich ihres Schweisses entledigt trocknen sie sich ab, schlingen das Handtuch wieder schamhaft um die Hüften, gehen 4 Schritte in den Umkleidebereich, legen das Handtuch wieder beiseite und steigen schnellstens in ihren Schlübber. Ich konnte sogar beobachten, wie jemand sich abmühte, sich seinen Schlübber unter dem umgeschlungenen Handtuch anzuziehen!

Allein die Tatsache, mit einem die Scham bedeckenden Handtuch 4 – 6 Schritte zu machen um es sich dann zwecks duschen oder anziehen wieder zu entledigen, wirkt ziemlich lächerlich. Und noch lächerlicher ist es, schamhaft den Dödel zu bedecken und versuchen, sich dabei den Schlübber überzustreifen. Allein dadurch lenkt man die Blicke auf sich und ganz vermeiden lassen sich unerwünschte Einblicke eh nicht.

Vor Scham in den Boden versinken – aber an den Geräten den starken Max markieren.

Ich kann nur sagen: Männer, seit manns genug und lasst diese Albernheiten! Ihr macht euch dadurch nur lächerlich!

Shopping in der kleinen Stadt

Ab und zu braucht man(n) mal neue Kledage, auch wenn das den Geldbeutel strapaziert. Erstaunlich, was das kleine Kaufhaus alles zu bieten hat, nämlich nicht nur Alte-Herren-Mode, nein, richtig flotte Sachen. Schön und praktisch ist es, wenn in der Abteilung der eigene Mann arbeitet, sozusagen ein Personal Shoppingassistant, der sich auskennt und weiss, wo was zu finden ist.

Eigentlich wollte ich nur 2 Jeans kaufen. Eigentlich! Aber wenn mir dann so nette Sachen so charmant präsentiert werden – dann kommt der Kaufrausch. Und so kamen zu den 2 Jeans noch eine Sommerjacke (wollte ich sowieso auch mal neu haben), 1 Hemd, 1 Poloshirt und ein Sweatshirt (wollte ich auch mal ein neues haben) dazu.

Nun muss ich eigentlich schauen, was aus dem Kleiderschrank entfernt werden kann. Wir brauchen Platz!

100 Jahre auf dem Meeresgrund

Heute vor 100 Jahren verschwand das seinerzeit grösste bewegliche Objekt der Welt von der Wasseroberfläche. Nach der Kollision mit einem Eisberg versank die „Titanic“ in den eiskalten Fluten des Nordatlantiks. Es gab seit dem diverse spektakuläre Schiffskatastrophen, jedoch hat sich keine so in der Erinnerung der Menschen festgebrannt, wie der Untergang der Titanic.

Im Dezember 2002 wurde das Musical Titanic in Hamburg auf die Bühne gebracht. Wir haben es von der Premiere bis zur Derniere begleitet sowie. Sieben Jahre später gab es ein Wiedersehen in Magdeburg. In diesem Jahr wird „Titanic“ auf einer Seebühne in der Schweiz aufgeführt, bei den Thunerseespielen. Leider können wir es uns nicht anschauen.

3 Queens


Das würde ich ja gern gesehen haben:
Anlässlich des 60-jährigen Thronjubiläums von Queen Elizabeth II werden die 3 Luxusliner „Queen Mary 2“, „Queen Elizabeth“ und „Queen Victoria“ in Formation am 5. Juni auf dem Solent River nach Southampton fahren.

Wenn die das auf der Elbe machen würden, wäre Hamburg verstopft mit Menschen.

Wir Viereinhalb


War das wieder schön, unser kleines Wochenende, welches in diesem Jahr Karfreitag und Ostersamstag stattfand und sozusagen direkt vor der Haustür. Wenn ich schreibe „unser“ sind damit gemeint Sabrina, Oliver, Bernd und ich. Das sind natürlich erst 4 Personen. Aber zu unser aller Freude gibt es Nachwuchs in der Familie. Wir werden Opa!


„Unser kleines Wochenende“ ist ja unser Weihnachtsgeschenk. Es beinhaltet einen Theater- bzw. Musicalbesuch und eine Hotelübernachtung. Das den Abend einläutende Essen wird immer von Oliver und Sabrina gesponsert.

In diesem Jahr hatten wir das Restaurant Sala Thai ausgesucht. Von dort ging es mit einem Taxi zum Hotel Empire Riverside am Hamburger Hafenrand und in der Nähe der Reeperbahn.

Vater ist ja manchmal etwas verrrückt und hatte für einen Aufschlag 2 Zimmer ab der 12. Etage gebucht. 20 Stockwerke hat das Hotel, wir wurden im 17. untergebracht. Da steht man dann staunend an den bodentiefen Fenstern und schaut auf Hamburg herunter. Gut, die Aussicht vom Hamburger Michel ist sicher genauso schön und wesentlich preiswerter. Aber was soll’s – ab und zu muss halt ein wenig Luxus sein.

Nachdem wir uns frischgemacht und umgezogen hatten, gingen wir durch das nasskalte Wetter zum Operettenhaus um uns die Vorstellung anzuschauen. Für Bernd und mich war es bereits das 6. Mal (die 5. Vorstellung hatten wir erst vor einer Woche). Und wir wussten natürlich, dass es unseren Beiden gut gefallen würde.

Wir hatten Plätze in exponierter Lage gebucht, nämlich in der Reihe direkt hinter dem Dirigenten mit freier Sicht auf die Bühne und fast mitten im Geschehen auf der Bühne.

Und so ergab es sich im 2. Akt, dass Sabrina von Tetje Mierendorf, der einen der Ganoven spielt, von der Bühne aus „angespielt“ wurde. Im wahren Leben würde man von einem heftigen Flirt sprechen. Wir hatten dieses Spiel schon bei früheren Vorstellungen beobachtet. Wenn man dann aber sozusagen selbst betroffen ist, ist der Spass nochmal so gross.

Den traditionellen Absacker wollten wir in der Skybar „20up“ des Hotels einnehmen. Doch dort empfing uns laute Musik, die es uns unmöglichen machen würde, uns noch ein wenig zu unterhalten. Der Lift beförderte uns in wenigen Sekunden wieder 20 Stockwerke nach unten wo wir in der Bar „David’s Place“ platznahmen und Cocktails bestellten, für 1-1/2 Sabrina selbstverständlich alkoholfrei.

Der Ostersamstag war bereits angebrochen als wir unsere Zimmer aufsuchten. Bernd und ich schliefen bei nichtzugezogenen Vorhängen. Einzig aus dem gegenüberliegenen Astratower hätte man zu uns hereinschauen können. Aber zu nachtschlafender Zeit hält sich in den Büros niemand auf, der hätte spannern können.

Als wir heute morgen erwachten, hingen Regentropfen am Fenster. Trotzdem faszinierte uns der Ausblick. Kurzeitig dachten wir darüber nach, dass man auch in der Hafencity wohnen könnte. Aber dann müsste man schon in exponierte Lage in der 1. Reihe eine Wohnung haben. Und irgendwann wäre der Blick auf die Elbe wohl auch langweilig. Das Neue ist halt immer interessant. Also hakten wir das Thema Hafencity schnell wieder ab.

Wir frühstückten noch gemütlich im Hotel – ja, das gehört dazu und bildet immer einen schönen Schlusspunkt unter „unserem Wochenende“ – bevor wir Viereinhalb in verschiedene Richtungen davonfuhren.

Schön war’s wieder! Mal schauen, was wir im nächsten Jahr machen wenn der Prinz oder die Prinzessin da ist.