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Hochzeit im Kuhstall


Nun, die Hochzeit selbst fand natürlich nicht im Kuhstall statt, die war natürlich auf dem Standesamt.

Aber die Hochzeitsfeier, zu der wir von unseren ehemaligen Nachbarn eingeladen waren, die war im ehemaligen Kuhstall der Horster Mühle.


Die Mühle ist ja nun keine Mühle mehr sondern ein sehr nettes Ausflugsrestaurant am Rande von Seevetal, aber das Mühlrad gibt es noch.

Da hatten sich die Brautleute aber ein nettes Lokal ausgesucht, besonders auch deshalb, weil man bei dem schönen Sommerwetter auch mal den Stall verlassen und sich das Anwesen auch mal von aussen anschauen konnte.


Während die Braut recht häufig auf der Tanzfläche zu sehen war und ihre Schuhe schon sehr frühzeitig gegen bequemere Schlappen getauscht hatte, zog es Bernd und mich erst weit nach Mitternacht auf die Tanzfläche. Es ist halt immer eine Frage des Musikstils, ob unser Tanzbein juckt.

Jedenfalls war es eine sehr schöne Feier, man muss ja nicht jeden Musikgeschmack treffen. Ausserdem gab es ja die Möglichkeit, Musikwünsche zu äussern, wovon ein Teil der Hochzeitsgäste, besonders die tanzfreudigen Damen, auch reichlich gebrauch machten. Morgens um 2 sanken wir in die Hotelkissen.

Und heute Abend geht es auf die nächste Party. Ist ja ESC. Und den dürfen wir natürlich nicht versäumen.

Davon geht die Welt nicht unter

Trauma – Trauer – Tränen – Pleite, nur eine kleine Auswahl der Schlagzeilen nach dem verlorenen Fussballballspiel der Bayern gestern Abend. Na und?! Müssen wir, und vor allem die Bayern, immer die Gewinner sein? Gibt es nicht weit wichtigere Dinge auf der Welt, in Deutschland und auch in Bayern? Einfach mal auf dem Teppich bleiben und die Träume nicht in den Himmel schrauben. Dann lässt sich vielleicht auch mal wieder ein Titel holen.

Frust mit DHL

Bei einem Weingut hatte ich 36 Flaschen Wein bestellt, das sind 3 Kisten a 12 Flaschen. DHL hatte versucht, die Sendung am 15. Mai zuzustellen. Da niemand zu Hause war, konnte das nicht geschehen. Der Zusteller hätte natürlich bei Nachbarn im Haus klingeln können, was früher auch regelmässig gemacht wurde, hat er aber nicht. Wir hatten also nur die übliche Benachrichtungskarte im Briefkasten.

3 Kisten Wein bekomme ich vielleicht mit hängen und würgen in unserem Wagen verstaut. Aber da wir beide „Rücken“ haben, wollte ich das gar nicht erst ausprobieren.

Auf der Benachrichtungskarte stehen 2 Optionen, eine Neuzustellung zu veranlassen. Eine Option ist, für 14 Cent/Minute eine Servicstelle anzurufen. Aber hallo, nicht mit mir. Aber es wird auch angeboten, online eine Neuzustellung zu beauftragen. Das ging auch recht einfach. Die Sendung sollte morgen, am Samstag geliefert werden. So hatte ich das veranlasst. Dachte ich!

Heute mittag rief mich Bernd aus seiner Mittagspause an: Die Zweitzustellung sei heute versucht worden! Toll.

Heute Nachmittag war ich dann mit meinen Benachrichtigungskarten und der Email mit der Bestätigung für die Zweitzustellung bei unser Poststelle, wo ich die Pakte morgen abholen könnte. Will und kann ich aber nicht. Da bin ich dann jetzt auch stur.

Ich beschwerte mich, wieso denn heute versucht wurde, mir die Kartons auszuhändigen. Und ob man denn nicht veranlassen könnte, dass der Zusteller die Kartons gleich im Wagen lässt und morgen ausliefert. Das geht natürlich nicht weil der Typ erst nach 18:00 Uhr die übriggebliebenen Pakete zurückbringt. Und da sind die Servicekräfte natürlich nicht mehr da. Meine Frage dem Zusteller eine Nachricht zu hinterlassen, dass er die Pakete für mich doch im Wagen lassen soll und morgen auszuliefern, wurde abschlägig beschieden. Ich könne aber im Vorraum das kostenfreie Servicetelefon benutzen um zu versuchen, die Sache zu regeln.

Oh, kostenfreies Telefon? Welch ein Service, den ich willkommen in Anspruch nahm. Nachdem ich mehrmals die Warteschleife durchlaufen hatte, meldete sich eine nette Dame, der ich mein Anliegen vortrug. Die Hoffnung auf Hilfe entpuppte sich aber als Trugschluss. Die Servicehotline landet nämlich beim Service für Briefzustellung, aber sie wollte versuchen, mich weiterzuverbinden. Leider gelang dies auch beim 3. Versuch nicht, die Leitungen seien belegt.

Na, die Schalterfachkraft hätte ja eigenlich wissen müssen, wo die kostenfreie Hotline aufläuft. Dementsprechend beschwerte ich mich wieder am Schalter, wo man nur mit den Schultern zuckte. Wutentbrannt verliess ich die Postfiliale.

Jetzt habe ich online eine Beschwerde losgelassen und eine Drittzustellung für nächsten Freitag verlangt.

Bisher habe ich immer nur bei anderen gelesen, dass die Problem mit DHL und Post haben. Tja, nun hat es uns auch mal erwischt. Ich bin gespannt, wie die Sache weitergeht.

Nachtrag vom 19.5.2012 13:10 h:
Soll ich jetzt begeistert sein?: Eben wurden mir die 3 Kartons geliefert. Und der Zusteller war sogar noch recht knuffig anzuschauen!

Travemünde


Travemünde – ein Ortsteil von Lübeck, den ich seit frühester Kindheit kenne. Bereits Mitte der 50er Jahre hatten meine Eltern, damals zusammen mit dem Bruder meiner Mutter und seiner Frau, eine kleine Motoryacht.

Ich weiss noch wie Travemünde damals aussah, welche Schiffe durch die Travemünder Enge gen Lübeck fuhren, welche Fährschiffe – damals noch als Dampfer – im Sommer einen Liniendienst nach Kopenhagen, Trelleborg und Helsinki betrieben. Ich erinnere noch die Autofähre von der Travemünder Stadtseite zum Priwall, die an einer schweren Kette die Überfahrt machte.

Das Gesicht von Travemünde hat sich im Lauf der Jahre verwandelt. Die Travemünder Enge wurde verbreitert, der ehemalige U-Boothafen wurde in einen Yachthafen, heute Passathafen, umgewandelt. Das Kurhaushotel bekam einen neuen Kursaal als Anbau, der inzwischen wieder abgerissen wurde. Der Fährverkehr läuft mit den modernen Schiffen ganzjährig, inzwischen vom Skandinavienkai. Ach, es gibt noch einige Dinge mehr, die ich aufzählen könnte, was kein Wunder ist, wenn man bis etwa zum 18. Lebensjahr dort die Sommerwochenenden und -ferien verbracht hat.

Anfang der 70er Jahre wurde das Hotel Maritim eröffnet, direkt am Strand, direkt neben der Einfahrt zur Trave – an exponierter Stelle. Der alte Leuchtturm hatte ausgedient. Das Leuchtfeuer wurde in 117 m Höhe in den Hotelbau integriert. Und ganz oben im Hotel gibt es ein Restaurant bzw. Café. Um dorthin zu gelangen musste man sozusagen Eintritt bezahlen, nämlich eine Gebühr für den Lift.

Seit nunmehr fast 40 Jahren steht das Gebäude dort – und weder ich noch meine Eltern, die erst wenige Jahre vor Vaters Tod vor 4 Jahren ihre letzte Yacht verkauft haben, sind je dort oben im Restaurant gewesen.

Mutters 88. Geburtstag hatte mich inspiriert, sie dort zum Geburtstagskaffee einzladen. Sie liebt Travemünde und ich auch. Allein wird sie wohl nicht mehr in der Lage sein, in den geliebten Ortsteil zu fahren.

Und so nahmen wir denn also den Lift, der nun nichts mehr kostet, nach oben.

Obwohl das Wetter nicht optimal war, war die Aussicht von dort unglaublich toll. In der Ferne waren sogar die Kirchtürme von Lübeck zu sehen. Die Landschaft war gespickt mit gelben Flecken, den blühenden Rapsfeldern. Und natürlich Travemünde aus einer ganz anderen Perspektive, so wie wir den Ortsteil noch nie gesehen haben.

Mutter war begeistert und ich ziemlich beeindruckt.

Der Service im Café liess allerdings zu Wünschen übrig: Die Kaffeesahne zum Kaffee wurde erst auf Anforderung serviert, ebenso die Schlagsahne zu meiner heissen Schokolade. Ich hab dem Kellner auch mitgeteilt, dass das nicht perfekt ist, was da ablief.

In Sachen Mordverdacht

Anfang November, ich war gerade aus dem Krankenhaus entlassen, wurde bei uns in unmittelbarer Nachbarschaft eine alte Dame umgebracht. Zweimal war die Kripo bei uns und hat gefragt, ob wir etwas ungewöhnliches bemerkt hätten. Der Balkon der Wohnung, in der die Dame umgebracht worden war, ist von unserer Terrasse direkt einsehbar und man kann auch ein wenig in die Wohnung schauen.

Nun ist es ja nicht so, dass ich stundenlang auf der Terrase stehe und spanner, schon gar nicht, wenn es sich um alte Damen handelt. Ich hatte aber auf unserer Terrasse zu tun. Im Herbst fallen ja so ein paar Arbeiten an. Dabei gewahrte ich, dass es auf dem Balkon zu besagter Wohnung auch zu herbstlichen Aktiväten kam. Ein Herr assistierte der Dame beim Hantieren mit Blumenkübeln.

Dies hatte ich der Kripo bei der Befragung mitgeteilt. Vermutlich war es der Tag, an dem die Frau hingemeuchelt wurde. Ein paar Tage später wurde ein Verdächtiger festgenommen, wie es heisst aus dem weiteren familiären Umfeld.

Für heute hatte ich nun ein Ladung, beim Landgericht Lübeck als Zeuge auszusagen. Ich konnte mich eigentlich nur noch daran erinnern, dass ich seinerzeit sagte, der Mann, der der Frau geholfen hat, hatte einen blauen Pullover an.

Der Richter fragte mich dann heute, ob ich das Aussehen des Mannes beschreiben kann und wie gross er gewesen ist. Nun, daran konnte ich mich nicht erinnern. Allerdings wurde mir meine Aussage vom November vorgehalten, in der ich doch mehr Einzelheiten genannt hatte, wie z.B. Haarfarbe, ungefähres Alter und Grösse. Ich erwiderte, dass ich das heute nicht mehr sagen könne. Die Angaben müssten aus der zeitlichen Nähe der Beobachtung herrühren.

Desweiteren wurde mir ein Foto der Dame vorgelegt, ob ich sie erkennen würde. Das Foto war von 2009. Nein, nach dem Foto konnte ich die Dame nicht erkennen. Ausserdem musste ich auf einem Foto das Haus identifizieren, in dem der Mord geschah und erklären, wo die Wohnung liegt. Gefragt wurde ich auch, wie lange wir denn Nachbarn gewesen seien. Ich weiss zwar, wann wir in unsere Wohnung gezogen sind, aber nicht, wann die Frau ihre Wohnung bezogen hat. In den Mietwohnungen nebenan ist die Fluktuation doch relativ gross.

Nach der Befragung wurde ich sozusagen entlassen und konnte gehen. Ich bin mal gespannt, ob ich irgendwann davon höre, ob der Verdächtige der Straftat überführt werden konnte und wenn ja, zu welcher Strafe er verdonnert worden ist.

haarig

Im Allgemeinen sind Frauen wohl eher unglücklich, wenn sich ihre Haarpracht lichtet. Aber sowas soll ja vorkommen. Frauen mit behaarter Brust und Bart – gibt’s sowas? Früher sollen die ja wohl mal gegen Entgeld zu besichtigen gewesen sein. Vermutlich war das nur Geldschneiderei weil die Behaarung sicher nicht echt gewesen ist. Heute ist es dank der Technik möglich, Frauen mit Behaarung auszustatten, was auch nicht echt aber interessant anzuschauen ist und das totale Gegenteil von lichtem Haar.

Passenderweise nennt sich die Seite FreakingNews. Dort gibts übrigens auch noch andere freaky Sachen zu sehen.

Für den Rücken


Die Tage zu Hause dienen der Entspannung und ich muss zugeben, dass wir eher faul sind, unser schönes Heim geniessen und nur das tun, was dazu dient, das Heim sauber und ordentlich zu halten.

Am folgenden Arbeitstag merke ich dann meinen Rücken, d.h. leichte Schmerzen stellen sich ein. Es dauert wohl alles seine Zeit, bis so eine Bandscheibengeschichte überstanden ist.

Um zu versuchen, ein wenig vorzubeugen, hab ich heute Abend einen kleinen Spaziergang gemacht. Dabei entstanden diese Fotos. Die Kamera ist ja immer dabei.

Die Spargelbomben

Das sieht gefährlich aus, ist es technisch aber nicht, allenfalls für die Figur. Es ist Spargel, gegart im Bratschlauch im Ofen. Traditionell eröffnen wir die Spargelsaison am 1. Mai.

Heute morgen holten wir unsere Bestellung – 1.200 g frisch gestochenen und geschälten Spargel – beim Spargelbauern unseres Vertrauens ab. Neue Kartoffeln und 2 grosse Scheiben Holsteiner Katenschinken, ca. 0.5 cm dick, hatte ich am Samstag schon auf dem Markt gekauft.

Zum köstlichen Mahl auf unserer Terrasse begleitete uns eine Flasche Grauer Burgunder Spätlese – Jahrgang 2010 – vom Weingut Martinshof.

Genuss pur – besonders weil es der erste Spargel der Saison für uns war, und dazu noch unter freiem Himmel, an dem die Schwalben kreisten und nach Insekten jagden.