
Ein Blick aus unserem Arbeitszimmer heute Abend.
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Flagge oder Fahne?

Der Seefahrt – bedingt durch das Hobby meiner Eltern – von kleinauf zugetan, habe ich immer nur von „Flagge“ geredet. Als ich einmal wagte, das Wort „Fahne“ in den Mund zu nehmen, meinte mein Vater zu mir: Eine Fahne hat man, wenn man Alkohol getrunken hat.
Das hat er vermutlich eher scherzhaft gemeint. Ich weiss aber nicht, ob er die tatsächliche Bedeutung einer Fahne kannte. Fragen kann ich in leider nicht mehr.
Natürlich hätte ich selbst schon lange mal das grosse Internet befragen können, was denn den Unterschied zwischen einer Fahne und einer Flagge ausmacht. Eine sehr gute Erklärung habe ich hier gefunden.
Merkwürdig ist, dass meistens die Quiddjes von einer Fahne sprechen wenn sie eine Flagge meinen, d.h. sie reden nicht nur so, sie schreiben auch „Fahne“ in ihren Blogs. Das ging mir immer schon ziemlich gegen die Strich. Aber da ich es bisher nicht besser wusste, konnte ich auch nicht klogschietern.
Babywein

Das Wocheende wurde heute mit „Babywein“ eingeläutet, welchen wir anlässllich der Geburt unser Enkelin Ida von unseren Nachbarn überreicht bekamen.
Es herbstelt

Die ersten gelben Blätter – leider.
Aber was soll’s – Ende nächster Woche ist meteorologischer Herbstanfang.
Sommerabend
Endlich mal ein Sommerabend, wie er im Buch steht. Warm und kaum Wind. Super.

Er begann auf der Terrasse unseres Lieblingsgriechen gleich um die Ecke, sodass man nicht das Auto benutzen muss und schon mal 1/2 Liter Wein – pro Person versteht sich – trinken kann und zum Nachtisch sogar noch einen Cocktail Pina Colada ordert, der von der Lieblingschefin Nicole höchstselbstpersönlich zubereitet wurde.
Der rote Teppich ist blau

Es hat Vorteile, wenn man in der City von Hamburg arbeitet. Und so dachte ich mir heute Mittag: Geh doch mal zum Rathaus und guck, was da so los ist. Dort sollten nämlich die Teilnehmer der Olympischen Spiele 2012, die mit der MS „Deutschland“ heute aus London angereist waren, empfangen werden.
Viele Menschen standen auf dem Rathausmarkt, Absperrgitter waren aufgestellt und der blaue rote Teppich war ausgerollt. Ich holte mir erstmal ein Eis und bummelte dann über den Platz. Ich schnappte ein Gespräch zwischen einem Sicherheitsmenschen und einer Passantin auf, in dem ihr erzählt wurde, dass die Atlethen so ca. um 13:30 Uhr an der Kleinen Alster eintreffen würden. Ein Blick auf meine Uhr – und ich dachte, dass ich das in der Mittagspause wohl schaffen würde.
Auf der Schleusenbrücke fand ich noch einen Platz in der 1. Reihe, von wo ich einen Blick auf den Fleet in Richtung Elbe hatte, von wo die Barkassen eintreffen würden.
Nach ein paar Minuten hörte ich lautes Schiffshorn tuten, welches in der Häuserschlucht rings um den Fleet sicher besonders laut war. Zu sehen war noch nichts. Doch dann bemerkte ich ein paar Brücken weiter, dass die Leute zu winken begannen. Aha, die Barkassen sind im Anmarsch! Das Hupen wurde lauter und lauter und dann schob sich die erste Barkasse unter der nächsten Brücke durch. Rings um mich herum brandeten Beifall und Jubelgeschrei auf – begleitet von den Schiffshörnern. Es war eine unglaublich emotionale Situation.
Die beiden Barkassen verschwanden unter der Brücke auf der ich stand und liefen in die Schleuse ein. Und für mich wurde es Zeit, wieder ins Büro zurückzukehren.
Und so kam in den Genuss, einen Hauch von Olympia zu spüren und den per Videoaufzeichnung einzufangen.
Lebensarbeitszeit
Heute vor 45 Jahren, morgens um 08:00 Uhr, trat ich mit dem Beginn meiner Ausbildung zum Schifffahrtskaufmann (offiziell hiess der Beruf seinerzeit Kaufmann im Reederei- und Schiffsmaklergewerbe) in damals Deutschlands grösster Privatreederei in Lübeck in das Arbeitsleben ein. Jetzt habe ich 2-1/2 Jahre noch bis zur Rente – und die muss ich auch durchhalten.
45 Jahre Arbeit – das ist eine lange Zeit und ich denke, das sollte eigentlich auch genug sein, um den vollen Rentenanspruch zu erhalten. Selbst 40 Jahre wären schon lange genug.
Ich gehöre ja schon zu den Jahrgängen, deren Lebensarbeitszeit schrittweise bis auf das Rentenalter von 67 Jahren erhöht wird, d.h. ich müsste schon 3 Monate länger arbeiten als bis 65. Aufgrund meiner bisher gearbeiteten Zeit „darf“ ich schon direkt mit 65 in Rente gehen. 3 Monate werden mir geschenkt. Wie grosszügig!
Netzwerk

Nein, ich habe das Handy nicht nachts auf der Terrasse liegen gehabt, es ist nicht von einem Spinnennetz überzogen. Ja, es ist mir aus der Hand gerutscht und landete mit der Displayseite nach unten auf den Fliesen – wie ein Marmeladenbrot.
Da mir ähnliche Missgeschicke schon desöfteren passiert sind, gehe ich mal davon aus, dass das Glas schon einen Knacks hatte und es beim letzten Sturz den finalen Schlag bekommen hat.

Allerdings, so ganz final ist es noch nicht. Es funktioniert noch alles. Nun trage ich das Handy in einem aus einer Plastikeinkaufstüte handgeschnitzen Präser umher. Das Glas bröselt nämlich etwas. Und ich habe keine Lust, mir die Brösel aus der Hemd- oder Hosentasche zu klauben. Hauptsache, die Glassplitter bleiben mir beim Telefonieren nicht im Bart hängen. Ich trage doch kein Glitter im Gesicht!
Von der Firma habe ich grünes Licht bekommen, auf das iPhone 5 zu warten, welches im nächsten Monat auf den Markt kommen soll – wenn das Ding denn so lange durchhält.
Es ist übrigens das erste Handy, welches ich geschrottet habe. Alle anderen wurden ganz normal ausgemustert und erneuert.
Die 5 Ringe
Ich glaube mich zu erinnern, dass es nicht gestattet ist, die 5 olymischen Ringe ohne weiteres zu verwenden, also lass ich das lieber, obwohl sie für den nun folgenden Beitrag ein passendes Bild gewesen wären.
Es geht im folgendes:
Der Deutsche Sport wird erhält zur Förderung Mittel aus dem Bundeshaushalt. Das mag ok sein oder nicht. Was nicht in Ordnung ist, ist die Tatsache, dass es zwischen dem Deutschen Sportbund und dem Innenministerium eine Vereinbarung gibt, wieviele Medaillen, insbesondere Goldmedaillen, unsere Sportler bitteschön aus London nach Hause zu bringen haben.
Man muss sich das mal auf der Zunge zergehen lassen: Eine Vereinbarung über Medaillen! Über 200 Nationen nehmen an den Olympischen Spielen Teil, einige davon mit einem weitaus grösseren Aufgebot an Sportlern als Deutschland. Und wir wissen alle, dass andere Nationen ihre Sportler weitaus mehr fördern als Deutschland. Wir wissen alle, dass andere Nationen ihre Kinder unter starkem psychischen und physischem Druck trainieren lassen, um bei sportlichen Wettkämpfen zu glänzen.
Und in einem demokratischen Land, wie Deutschland es sein will, gibt es eine Vereinbarung, wieviel Medaillen zu gewinnen sind. Unglaublich! Ziel verfehlt Herr Friedrich!
Sauerei im Elbepenthouse
Nun, Sauerei ist nicht ganz ernst gemeint, aber lest selbst. Immerhin war eine Sau dabei.
