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Abhängig

An normalen Tagen kommen übernacht für meine Abteilung so ca. 30 Emails rein, heute morgen waren es nur 5. Und das konnte absolut nicht sein. Meine erste Idee: Unser Hauptrechner klemmt mal wieder. Also wurde der runtergefahren und dann neu gestartet. Danach kamen noch 2 Emails mehr, aber immer noch zu wenig. Ich machte nochmal einen Neustart, ich nahm das Modem vom Stromnetz – nichts! Ich schickte an meine private Adresse eine Email, die kam zurück. Ich schickte von meiner privaten Adresse an die Firma eine Email, die kam auch zurück.

Ein Anruf bei unserem Admin bestätigte, dass das Problem nicht bei unserer Technik liegen könnte sondern bei unserem Provider. Ein Kollege rief da an und wir bekamen die Bestätigung, dass es ein Problem mit einigen Emailservern gäbe.

Im Laufe des Vormittags beruhigte sich die Situation wieder. Nach und nach wurde der Emailverkehr normal.

Der Vorfall hat uns mal wieder vor Augen geführt, dass die Welt sehr sehr abhängig ist von diesem System.

Bei uns sieht das so aus: Wir bekommen morgens keine Schiffspositionen und können demzufolge die Hafenagenten nicht über die Schiffsankünfte unterrichten. Gerade an einem Freitag ist das sehr wichtig wegen des bevorstehenden Wochenendes.

Die Kapitäne senden zwar die Position auch direkt an die Hafenagenten, doch wenn wir selbst sozusagen im Dunkeln stehen, sind wir schon sehr verunsichert.

Die Energiewende

Es geht um die Errichtung von Windparks in Küstennähe und die notwendigen Stromautobahnen, die erzeugte Energie von A nach B zu tansportieren

Zitat aus der Meldung von n-tv.de:
„Auch Bundesumweltminister Peter Altmaier schließt nicht aus, dass die Strompreise insgesamt weiter steigen. „Aber alle wussten beim Ausstieg aus der Kernenergie, dass die Energiewende nicht zum Nulltarif zu haben ist“, sagte der CDU-Politiker im ZDF.“

Nun ja, wenn wir Strom aus erneuerbaren Energien haben wollen weil uns die AKWs zu unsicher sind, muss investiert werden. Ich frage mich nur, wer hat denn die AKWs und die verteilenden Leitungen finanziert?

Mir scheint, der Verbraucher soll hier mal wieder verschaukelt werden zugunsten von stromerzeugenden Konzernen, die jetzt Windparks bauen wollen oder müssen.

Schwiegermutter evakuiert

In der nächsten Woche hat Bernd Geburtstag. An dem Tag und an dem unmittelbar darauf folgenden Wochenende muss er arbeiten. Deshalb hatten wir uns entschlossen, den heutigen Tag mit unseren Müttern zu verbringen.

Meine Mutter ist in den letzten Wochen sehr gebrechlich geworden weshalb sie nicht mehr mit der Bahn fahren kann. Wir hatten vereinbart, dass ich sie mit dem Wagen aus Lübeck abhole und auf dem Rückweg Bernds Mutter in Hamburg-Wilhelmsburg einsammel.

Gerade kurz bevor ich aus Geesthacht losfahren wollte hörten wir im Radio, dass in Wilhelmsburg am S-Bahnhof bei Bauarbeiten ein Blindgänger aus dem 2. Weltkrieg gefunden wurde, in unmittelbarer Nähe dort, wo Bernds Mutter wohnt. Schnell disponierten wir um und ich wollte Schwiegermutter dann lieber zuerst holen und von dort nach Lübeck fahren.

Der direkte Weg zu Bernds Mutter war bereits gesperrt. Telefonisch lotste mich Bernd einen anderen Weg, der aber hoffnungslos überfüllt war. Eine andere Möglichkeit, zu dem Platz zu gelangen, den wir verabredeten hatten, gab es aber nicht. Ich weiss nicht, wie viel Zeit ich da verloren hab, aber es war reichlich.

Na, Bernds Mutter war nun erstmal in Sicherheit und brauchte nicht in irgendein Sammellager evakuiert werden, das hatten wir nun schon erledigt. Meine Mutter bekam Bescheid, dass es später werden würde bis ich in Lübeck bin. Sie hatte inzwischen Hunger bekommen und sich ein Spiegelei auf Toast gemacht.

Als wir in Geesthacht ankamen, hatten wir eine Verspätung von über einer Stunde gegenüber unserer Planung.

Na, wir hatten dann jedenfalls einen schönen Tag im Elbe-Penthouse. Da sich die Bombenentschärfung am Abend doch reichlich hinzog, brachte ich dann erst meine Mutter wieder nach Lübeck und auf dem Rückweg Bernds Mutter nach Hause in Wilhelmsburg. Da waren natürlich die Strassen inzwischen alle frei. Nichts deutete mehr darauf hin, das da tagsüber das Chaos geherrscht hat.

Das Delta Bistro


Bistro – das hört sich in unseren Landen eher nach einfacher Ausstattung und einfacher Küche an. Das Gegenteil ist im Delta Bistro der Fall. Weisse Tischdecken, dunkle Holzstühle, Bilder an den Wänden sowie hier und da ein Dekostück vermitteln eine gemütliche und edle Atmosphäre.

Das Delta Bistro findet man auf dem Gelände des Hamburger Schlachthofes in unmittelbarer Nähe des Fernsehturmes und des Messegeländes. Es ist Teil des Gastronomiegrosshandels Delta in dem aber jeder einkaufen kann.

Das Hauptaugenmerk der Speisekarte liegt – wie sollte es auf einem Schlachthofgelände anders sein – auf Fleisch, vor allem Steaks. Die Karte bietet aber auch Edelfisch und Pasta. Die Weinkarte ist erstaunlich gross.

Das die Qualität hervorragend und die Speisen sehr schmackhaft sind, war uns von einem anderen Besuch im Delta Bistro vor etwa 2 Jahren bereits bekannt. Allerdings hat die Qualität auch seinen Preis. Für 1 x Delta Bistro können wir 2 x zum Griechen gehen. Aber immer nur Grieche ist ja langweilg und für gute Qualität gibt man auch gern mal mehr Geld aus. Man macht das ja schliesslich nicht jede Woche.

Als Vorspeise hatte ich eine Asiasuppe mit Riesengarnele. Die Suppe war köstlich, süss/scharf. Die Garnele war von festem Fleisch. Hach, beim Schreiben läuft mir das Wasser im Mund zusammen. Zum Hauptgericht hatte ich Rinderfilet „Freesisch Rind“ mit gebratenen Scampis gewählt, dazu Bratkartoffeln. Das Fleisch zerging fast auf der Zunge, so zart war es – und es war perfekt gebraten: So ein Mittelding zwischen noch roh und rosa. Wie bekommt man sowas nur hin?!

Ein Dessert musste natürlich auch sein. Ich entschied mich für Tiramisu, sehr fein! Ob des übwältigenden Anblicks des Filets habe ich es versäumt, ein Foto davon zu machen.

Von meinem Platz schaute ich hinunter in ein interessantes Geschäft, welches leidergottseidank am Samstagabend schon geschlossen hatte: Interiordesign. Von oben sah man zuallererst nur stylische Leuchten, von denen wir gern Oliver und Sabrina eine andrehen würden weil sowas ganz toll über ihren Esstisch passen würde (huhu nach MG!). Weiter unten standen dann auch Tische und Sessel und eben allerhand Interior. Man müsste mal in die Stadt fahren und dort ein wenig stöbern. Teilweise stammt das Interior des Bistros scheinbar aus dem Geschäft.

Der Service im Bistro war aufmerksam. Meinerseits gibt es aber einen kleinen Kritikpunkt, aber wirklich nur ein kleiner: Als Aperetif orderte ich ein Glas Sherry fino. „Das haben wir nicht, nur trocken, halbtrocken oder lieblich.“ Tja, als Restaurantfachkraft sollte man eigentlich wissen, dass fino = trocken ist. Nun ja – darüber hab ich die Dame dann aufgeklärt und im weiteren Verlauf des Abends grosszügig darüber hinweggesehen.

Samstag ist Badetag


Früher war das so bei uns, ganz früher, als ich noch bei meinen Eltern wohnte. Da war samstags Badetag.

Es gab kein Badezimmer in der Wohnung. Waschen und Zähneputzen wurde in der Küche gemacht. Im Keller hatten wir eine Waschküche mit einer Badewanne, die wir uns mit 2 Familien teilen mussten. Heisses Wasser wurde in einem mit Holz beheiztem Kupferkessel zubereitet welcher Stunden vor dem Bad angfeuert werden musste. Am Kessel war ein Rohr mit einem sehr rustikalen Absperrventil, welches über der Badewanne endete, so dass man diese befüllen konnte. Sobald heisses Wasser in die Badewanne lief, war die Waschküche voll von beinahe undurchsichtigem Nebel. Nicht umsonst sprechen Segler von „Waschküche“ wenn plötzlich dichter Nebel auf See auftaucht.

In der Wohnung, in der Bernd und ich in Hamburg lebten, hatten wir ein Badezimmer mit Badewanne – so klein wie die Wohnung auch war. Die Badewanne diente gleichzeitig als Duschwanne. Als Spritzschutz diente ein Vorhang. Na ja, das kennt man ja: Wenn man beim Duschen nicht aufpasst, ist man plötzlich in dem Vorhang eingewickelt. Trotzdem war es möglich, auch zu zweit zu duschen. Irgendwie funktionierte das, ohne dass es im Bad eine Überschwemmung gab.

Viele Leute duschen ja lieber als das sie baden. Für die tägliche Körperpflege ist eine Dusche praktisch und spart Wasser. Allerdings ist es ein wenig mühsam, hinterher die Duschkabine trockenzuwischen. Aber es ist gemütlich und entspannend, mal ab und zu ein Vollbad zu nehmen. Badzusätze gibt es für alle Befindlich- und Unpässlichkeiten wie z.B. Glieder- und Muskelschmerzen, Abgespanntheit und Erkältungen. Oder für „einfach nur so“, weil es gut riecht und oder weil man sich mal entspannen möchte. Das hatten wir bereits in Hamburg zu schätzen gelernt. Und eine Badewanne ist schneller sauber- und trockengemacht als eine Duschkabine.

Als wir das Elbe-Penthouse kauften, hatten wir die Möglichkeit, auf die Gestaltung einfluss zu nehmen. Das Badezimmer ist nicht besonders gross. Trotzdem gelang es, darin eine Badewanne, eine separate Dusche (wir wollten uns nicht mehr im Vorhang einwickeln), ein WC und ein Waschbecken unterzubringen.

Wir geniessen es, ab und zu in die Wanne zu steigen und die Seele baumeln zu lassen, seinen Gedanken nachzuhängen. Früher sagte man ja oft, dass man in einer Wanne in seinem eigenen Dreck badet. In diesen Zeiten ist das sicher anders. Wenn ich täglich morgens nach dem Aufstehen dusche und dann am Samstagnachmittag in die Wanne steige, bin ich sicher nicht dreckig.

Ich liebe unsere Badewanne und möchte sie nicht mehr missen!

Und wenn mein Mann von der Arbeit kommt, geht’s frischgebadet ins Delta Bistro.

Einfach normal


Auf Songtexte achte ich eher weniger, meistens ist mir die Musik viel wichtiger. Doch manchmal dringen auch Texte in mein Ohr und ich nehme Bruchteile davon auf, wie heute morgen als ich Wagen vom Wochenendeinkauf nach Hause fuhr.

Die Ärzte haben ein neues Stück herausgebracht, welches nun täglich über den Sender meines Vertrauens zu hören ist: M&F (Männer und Frau’n). Mehrmals habe ich das Stück schon gehört, einige Textpassagen sind auch zu mir durchgedrungen. Heute entdeckte ich ein weiteres Stück Text:

„Manche Männer lieben Männer, manche Frauen lieben Frauen
Das ist genau so normal wie Kaugummi kauen
Doch die meisten werden sich das niemals trauen“

Wo sie recht haben haben sie recht!

7 Fässer Wein

Ich weiss jetzt nicht, wer den Schlager mal gesungen hat. 7 Fässer hatten wir auch nicht – aber 2 Flaschen. Das muss halt mal sein an einem Sommerfreitagabend, an dem das Wetter noch gut und die Luft warm ist. Morgen ist das eh alles schon wieder vorbei. Man muss die Gunst der Stunde nutzen, auf der Terrasse zu sitzen und Wein zu trinken.