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Traditionen bewahren


Traditionell isst man Karfreitag Fisch, das muss so, das gehört so! Da mein Mann auf Fisch aber lieber verzichtet – es könnte ja sein, dass sich im Filet noch eine Gräte versteckt hat – kommt bei uns Fisch in Klotzform auf den Tisch, Klotzfisch eben. Und da ich keine Lust habe, Kartoffeln zu kochen und zu schälen, oder umgekehrt, und dann mit Muskelkraft zu Pürree zu verarbeiten, gibt es zum Klotzfisch eben Pü aus der Packung, was übrigens sehr schmackhaft ist und auch optisch was hermacht.

So sind wir eben: Pü aus der Packung, dafür machen wir unsere Pasta selbst.

Durchblick – noch


Obwohl das Laub der Pappeln, die um das Elbe-Penthouse herumstehen, noch nicht ganz ausgebildet ist, kann man schon leicht das typische Rauschen, fast so wie Meeresrauschen, hören, wenn der Wind durch die Bäume streicht.

Noch hat man den Durchblick durch die Baumkronen, entweder in den blauen Himmel, wenn die Sonne mal scheint, oder ins Bett (oben links vom Stamm der Pappel) unserer Freunde Claudia und Thomas im Haus gegenüber. Manchmal sehe ich sie dort ihren Morgenkaffee schlürfen, noch. Aber das wird bald vorbei sein – bis zum Herbst. Dann können wir uns wieder zuwinken – die beiden aus dem Bett und ich aus dem Fenster.

Glasbruch

Fast wie handaufgebrüht schmeckt Filterkaffee, der mit dieser Kaffeemaschine zubereitet wird. Das Wasser wird oben in einem Glaskessel erhitzt und läuft dann durch das System in den Filter mit dem Kaffeepulver und tropft dann in die Glaskanne. Direkt-Brüh-Prinzip heißt das System.

Diese Maschine hatten wir schon viele Jahre in Betrieb, für Besuch. Denn an einer Kaffeetafel mehrere Personen mit einem Volltautomat mit Kaffee zu versorgen, ist relativ mühsam.

Die Maschine ist insofern etwas unpraktisch weil sie einen hohen Stauraum benötigt. Sie kann natürlich auch auf der Arbeitsplatte stehen, aber was soll das wenn sie nicht benötigt wird. Also verschwindet sie in einem Schrank, in welchem auch die Polster für die Terrassensessel ihren Platz haben.

Ein Griff – und die Maschine fiel aus dem Schrank, herausgerissen mit dem Polster. Eine neue Maschine ist schon unterwegs. Sonntag nehmen wir eine Kanne frischgebrühten Kaffee mit zu meiner Mutter.

Fällt das eigentlich unter den Versicherungsbegriff „Glasbruch“?

Der Heimflug

Irgendwie müssen wir vom Big Apple ja wieder nach Hause kommen. Direktflüge von NY nach HH gibt es kaum, aber es gibt sie. Hamburg ist zwar das Tor zur Welt, das bezieht sich aber nur auf die Schifffahrt. Im internationalen Überseeflugverkehr ist Hamburg nahezu bedeutungslos.

Inzwischen steht fest, mit welcher Flugsesellschaft wir nach Hause fliegen werden, unsere Flugnummer ist UA864. Wie, UA sagt euch nichts? Die Fluggesellschaft war doch gerade in aller Munde und in allen Medien wurde darüber berichtet, dass ein Passagier mit Gewalt aus einer Maschine geholt worden ist weil die Flug überbucht war. Nun denn, wir werden sehen, wie das bei uns wird. Vielleicht klappt ja auch alles – obwohl TUICruises sicher einen Sonderpreis vereinbart hat.

Der Neue!


Fast auf den Tag genau ging heute nach 14 Jahren eine Ära zu Ende, unsere Cabrio-Zeit. Am 28. März 2003 hatten wir unser erstes kleines Cabrio übernommen, den Peugeot 207cc. Leider war im keine lange Lebenszeit beschieden. Im Sommer des gleichen Jahres wurde der Wagen durch einen Auffahrunfall ein Totalschaden – unverschuldet. Wir bestellten das gleiche Modell nochmal. Im September 2011 gab es dann das größere Modell 308cc. Es war eine schöne Zeit und eine tolle Erfahrung, offen zu fahren, besonders abends oder nachts. Aber die Zeiten ändern sich. Wir sind nicht die Menschen, die am Wochenende mal eine Spritztour machen und um 2 Minuten zum Supermarkt zu fahren oder 1 x in der Woche nach Lübeck zu meiner Mutter – dafür braucht es kein Cabrio.

Es war schon ein merkwürdiges Gefühl als wir heute die letzte Fahrt mit dem alten Wagen antraten, der ja leider in den letzten Tagen noch beschädigt worden war. Egal – wir schauen nach vorn.

In den nächsten Tagen werde ich mich mit der umfangreichen Technik vertraut machen. Wir haben zwar eine kleine Einweisung bekommen, aber viel blieb davon nicht hängen, man kennt das. Aber erstmal können wir fahren und die wichtigsten Funktionen können wir bedienen.

Ein paar Einzelheiten des Wagens werde ich noch separat fotografisch festhalten. Hier ein erster kleiner Eindruck der Frontscheinwerfer mit dem LED-Lichtsystem Thors Hammer.

Sonntag!

Für viele Menschen, die noch in Lohn und Brot stehen, ist der Sonntag ein Tag, an welchem sie sich schon gedanklich damit beschäftigen, dass morgen das tägliche Einerlei mit dem Job wieder losgeht. So war es jedenfalls früher bei mir. Irgendwann, wenn der Sonntag schon fortgeschritten war, wurde mir bewusst: Morgen geht es wieder los. Der Rest des Tages war dann oft schon keine Erholung mehr. Nun bin ich ja seit 2 Jahren in der glücklichen Lage, dass mich das vollkommen kalt lässt.

Mein lieber Mann, der ja im Einzelhandel tätig ist, hat am Samstag einen vollen Arbeitstag. Sonntag hat er dann Wochenende und im Allgemeinen hat er Montag frei, mit Ausnahmen, so dass wir ein ganz normales Wochenende mit 2 aufeinanderfolgenden freien Tagen haben.

Der heutige Sonntag war fast wie ein Sommertag. Ab mittags konnten wir auf der Terrasse in der Sonne sitzen und lesen – oder einfach nur so sitzen, in den blauen Himmel schauen, dem Konzert der Vögel lauschen. Und natürlich haben wir diesen wunderbaren Tag dazu genutzt, auf unserer Terrasse das Essen einzunehmen, eine Flasche Wein durfte natürlich nicht fehlen.

Wiedermal wurde uns bewusst, wie gut es uns geht, dass wir glücklich sind und dass wir das Leben nach unseren Vorstellungen genießen können.

Die Landausflüge

Ungefähr dort, wo der kleine rote Pfeil ist, werden wir während unserer Reise zum Big Apple wohnen. Seit gestern kann man sich einen Großteil der Landausflüge anschauen. Insbesondere interessiert uns das, was in Kanada angeboten wird. Wobei von den beiden Europäischen Häfen Zeebrügge und Le Havre sowie dem Zielhafen New York abgesehen, eh nur Häfen in Kanada angelaufen werden.

Auf unseren bisherigen Reisen haben wir die Erfahrung gemacht, dass es schöner ist, allein und ohne geführte Touren unterwegs zu sein. Aber wenn es interessante Angebote gibt, die nicht fußläufig zu erreichen sind, muss man halt in Kauf nehmen, mit vielen anderen Menschen in einen Bus zu steigen und am Zielort in der Gruppe zu spazieren. Es ist noch Zeit, die Angebote eingehend zu studieren und zu prüfen, ob es sinnvoll ist, eine geführte Tour zu machen.

Rrrummms!


Es ist jetzt das zweite Mal in meinem Autofahrerleben, dass ein Wagen, der vertraglich bereits in Zahlung für einen Neuwagen genommen war, durch einen Auffahrunfall beschädigt wurde. Der erste Unfall ist vor ca. 30 Jahren passiert. Ich hielt an einem Stopschild an, eine Einmündung, von welcher beide Seiten weit und geht einsehbar sind. Und dann kam die Kollision. Der junge Mann, der aus seinem Fahrzeug ausstieg sagte zu mir, dass er dachte ich würde nicht halten da ja beide Seiten frei waren.

Gestern musste ich bremsen weil vor mir ein Fahrzeug nach rechts in eine Nebenstraße abbiegen wollte. Ich hatte gar nicht darauf geachtet, dass hinter mir ein Fahrzeug war. Jedenfalls gab es plötzlich einen heftigen Aufprall. Der junge Mann entschuldigte den Unfall damit, dass er durch die Sonne geblendet war und nicht gesehen hätte, dass ich gebremst habe. Nun ja, ich habe auch gesehen, dass das vor mir fahrende Fahrzeug gebremst hat …

Nachdem ich ein paar Fotos gemacht und wir die üblichen Einzelheiten ausgetauscht hatten, schaute ich erstmal, ob die sich Kofferraumabdeckung noch öffnen ließ. Da ich offen gefahren war, wäre es fatal gewesen, wenn sich das Dach nicht mehr hätte schließen lassen. Äußerlich sind nur ein paar Schrammen und eine kaputte Nebelschlussleuchte zu sehen. Aber wegen des heftigen Aufpralls vermutete ich, dass tragende Teile des Wagens verzogen sind.

Nun ja, der Golf hat auch schon mal bessere Tage gesehen. Ob sich da noch eine Reparatur lohnt? Auf dem Foto nicht zu erkennen, rechts steht die Motorraumabdeckung etwas hoch, da wird sicher auch was verzogen sein.

Der junge Mann rief dann erstmal seinen Papa an und fragte, wie er sich denn nun verhalten soll. Der hatte dann den Vorschlag gemacht, die Polizei zu holen. Die 2 Beamten schauten sich die Sache an, notierten die Zulassungsnummern und fragten dann, wohl eher der Ordnunghalber, nach unseren Führerscheinen. Sie werden einen Bericht schreiben. Eine Wertung des Unfalls geben sie nicht ab.

Noch von der Unfallstell aus rief ich den Verkäufer des neuen Autos an. Ich erhielt die gute Nachricht, dass ich am Montag den neuen Wagen übernehmen soll. Super, passt wie Arsch auf Eimer! Von zu Hause aus rief ich bei der Versicherung des Unfallgegners an und gab meine Einzelheiten auf. Der Neuwagenhändler soll einen Kostenvoranschlag und Fotos einreichen.

Heute Morgen war ich beim Neuwagenhändler. Er schaute sich den Wagen an und er stellte dann fest, dass tatsächlich was verzogen sein muss. Montag, wenn wir den neuen Wagen übernehmen, klären wir weitere Einzelheiten. Es wird vermutlich so sein, dass ich eine Abtretungserklärung mache und der Händler dann den Schaden mit der Versicherung regeln wird.

Dinner im Sonnenuntergang


Nach der Völlerei der letzten Tage gab es gestern Abend ein recht einfaches Essen. Von einem Dinner kann wirklich keine Rede sein. Weder Vor- noch Nachspeisen wurden serviert. Es war nur eine ganz simple Couscous-Gemüse-Pfanne. Die obligatorische Flasche Wein durfte natürlich nicht fehlen.

Die wunderbare Sommerzeit bescherte uns gestern wieder einen tollen langen und hellen Abend. Die Abendsonne schien mir, durch das meinem Platz am Tisch gegenüberliegende Fenster, wärmend ins Gesicht und zauberte mit Reflexionen der Weinflasche.

Unser Wintergarten war erfüllt mit dem Sonnenlicht, welches Schattenspiele hervorrief, ebenso in unserer kleinen Diele in der Kunstinstallation Art in Boxes mit dem Titel „Meeresrauschen“.

Oft sind es die kleinen Dinge im Leben, die es zu erkennen gilt und die glücklich machen.