Archiv des Autors: Hans-Georg Kloetzen

Hundertwasser


Stöckchen lasse ich meist links liegen und an irgendwelchen Blogaktionen habe ich ich mich auch noch nie beteiligt. Ich hatte sogar schon mal überlegt, über solche Aktionen zu schreiben, und zwar nichts sehr positives. Bisher haben mich alle Aktionen, denen ich begegnet bin, nämlich fürchterlich gelangweilt.

Bei April entdeckte ich heute allerdings etwas, das ich ziemlich interessant finde. Wahrscheinlich deshalb, weil mich die Werke dieses Künstlers Friedensreich Hundertwasser sehr faszinieren. Und so lag es denn nahe, dass wir bei unserem Musicalbesuch in Magdeburg im vorigen Jahr in der Grünen Zitadelle übernachtet haben.

Für die Aktion Hundertwasser hier ein paar Detailaufnahmen.

Fetisch

Erwischt in Nylonstrumpfhosen wäre für Bernd und mich ein Scheidungsgrund – gegenseitig. Grrrrr – mir sträuben sich die Nackenhaare, wenn ich nur daran denke. Schrecklich.

Wie ich darauf komme? Irgendwer ist mit dem Suchbegriff „erwischt in Nylonstrumpfhosen“ mein Weblog gefunden. Gelandet ist die Person auf diesem Artikel. Da steht zwar was über Strumpfhosen, aber sicher nicht das, was erhofft war.

Das passt

Das ist ja wohl der Gipfel der Geschmacklosigkeit:
Um einer Sammelklage wegen Kindesmissbrauchs vorzubeugen, hat der Jesuitenorden in den USA Insolvenz beantragt.

So einfach ist das also: Ich hab nichts also hab ich auch keine Schuld. Diese Geschichte passt zu diesem scheinheilgen Verein. Es ist unfassbar.

Einer Partei würden die Wähler weglaufen. Vermutlich werden die Gläubigen das nicht mit Kirchenaustritten quittieren – leider.

Rentnerfrühstück

Ein kleines Malheur mit grosser bzw. teurer Wirkung brachte es mit sich, dass unser Wagen heute in der Werkstatt unseres Vertrauens in Lüneburg angemeldet war, um dort ein paar Schönheitsreparaturen erledigen zu lassen. Um acht Uhr hatten wir Termin. Die Schönheitsop sollte etwa 4 Stunden dauern. Also machten wir uns auf den Weg in die kleine schöne Innenstadt, die wir in etwas 20 Minuten erreichten.

Nun, zu dieser Zeit ist wohl in keiner Stadt schon was los. Einzig die Bäckereien hatten schon geöffnet. Bei Café Senkrecht zu frühstücken ist dann aber etwas zu unbequem, zumal wir ja auch viel Zeit hatten, die es totzuschlagen galt. Wir wollten in der Cafeteria von Karstadt frühstücken, die wir früher schon mal aufgesucht hatten.

Gegen 9 Uhr ging es Richtung Karstadt. In der Cafeteria war schon richtig was los. Einen Fensterplatz, von wo aus man einen schönen Ausblick auf den Marktplatz hat, gab es nicht mehr, schade. Frühstück bei Karstadt war im Angebot: 5 Teile für 2,95. Wenn man es geschickt anstellt, bekommt man zu dem Preis 4 halbe belegte Brötchen (1 ganzes Brötchen = 1 Teil). Allerdings muss man dann mit dem Belag sehr sparsam umgehen. Da wir ordentlich frühstücken wollten, nahmen wir das, wonach uns der Sinn stand. Am Ende bezahlte ich 10 Euro für 2 x Frühstück inkl. je 1 Becher heisse Schokolade, die sehr wohlschmeckend war. Bei Vorlage des Kassenbon gibt es dann einen Nachschlag: 2 Becher heisse Schokolade für je 1 Euro.

Das Karstadtfrühstück scheint überwiegend bei den Lüneburger Rentnern sehr beliebt zu sein. Fast ausnahmslos bevölkerten sie die Cafeteria. Gehhilfen, wie Krücken und Gehwagen, waren kein Hinderungsgrund, sich dort zu verköstigen. Man kannte sich und grüsste hier und grüsste dort. Wir liessen uns Zeit, davon hatten wir ja reichlich, und beobachten das Treiben um uns herum. Nicht, dass frühstückende Renter besonders interessant sind, aber was sollten wir machen. Ich stellte mir vor, wie das bei uns in 10/15 Jahren sein wird. Hoffentlich können wir dann ohne Krücken und Gehwagen irgendwo zum Frühstück gehen wenn uns der Sinn danach steht.

Auf ewig unverbesserlich

Die katholische Kirche – oder Teile davon – lernt einfach nichts dazu:
Der Augsburger Bischoff Mixa – und als Bischoff ist er sicher ein Repräsentant der katholischen Kirche – ist davon überzeugt, dass die Fälle von Kindesmissbrauch in seiner Kirche erst durch die sexuelle Revolution ermöglicht wurden. Wenn dem so sein sollte, was ich stark bezweifle, ist in den vergangenen Jahren was falsch gelaufen bei denen. Die kirchliche Obrigkeit, allen voran der alte Mann in Rom, ist offensichtlich nicht in der Lage gewesen, ihren Mitarbeitern den rechten Glauben zu vermitteln, der den Gläubigen ständig vorgebetet wird.

Viel eher aber ist meine Überzeugung, dass die kirchlichen Mitarbeiter durch ihren Glauben und durch ihre Vorgesetzten stark sexuell unterdrückt werden, ja, sogar in Gewissenskonflikte gestürzt werden. Allein durch beten kann man seine Sexualität nicht unterdrücken. Es will mir doch keiner erzählen, dass die nicht auch mal selbst hand angelegt haben. Und ausschwitzen lässt sich der Kram ja auch nicht.

Die Kirche soll sich endlich mal öffnen und die gesellschaftlichen Veränderungen der letzten Jahre akzeptieren und demzufolge auch in ihren eigenen Reihen ein modernes Leben führen – nur dann wird es gelingen, zukünftig Kindesmissbrauch weitgehenst zu vermeiden.

Zum Schluss noch eins:
Wie können sich Menschen, die angeblich asexuell leben, erdreisten, über Sex zu reden und über das Sexleben von Millionen Gläubigen zu bestimmen. Sie selbst sollten eigentlich doch gar keine Ahnung davon haben! Also haltet endlich die Klappe mit eurem Gelaber!

Nachtrag

Valentinstag


Vor nicht allzu langer Zeit, bei einem unserer wenigen Fernsehabende:
Werbung für irgendwas zum Valentinstag. Meine spontane Redaktion: Wir schenken uns doch nichts?! Aus der Reaktion meines Mannes konnte ich erkennen, dass er schon was für mich hat. Da ich nicht wieder ohne was dastehen wollte, wie im vorigen Jahr, wo ich das Triptichon bekommen habe, musste ich mir also was überlegen. Da Bernd gerne Thailändisch isst, bastelte ich ihm einen Gutschein für ein Essem im Restaurant SalaThai.

Von Bernd bekam ich den Bad Taste Bear „Freddie“. Wer nicht weiss, um wen es sich handelt, der schau sich doch mal dieses Video an:

Schnauze voll

Wie jeden Morgen ist der erste Gang nach dem Aufstehen ins Arbeitszimmer um dort das Radio anzustellen. Dabei ein erster Blick nach draussen um die Wetterlage zu checken. Und was sahen meine entzündeten Augen?: Schneefall!

Ich weiss, es ist erst Mitte Februar und es ist noch Winter. Aber es reicht jetzt wirklich!

Notfallbehandlung

Gestern Abend, ganz plötzlich ohne Vorankündigung war es wieder so weit: Mein linkes Gehörorgan gab seinen Geist auf aufgrund einer Verstopfung. Ich kenn das ja schon: Hören nur noch aus einer Richtung, Körpergeräusche im Kopf- und Nackenbereich sind plötzlich laut hörbar, ich beginne zu flüstern weil ich meine Stimme durch den Kopf überlaut höre, Druck auf dem Ohr – alles sehr unangenehm.

Ich könnte bis Montag warten und dann zum HNO meines Vertrauens gehen. Aber das ganze Wochenende mit eingeschränkter Hörfähigkeit zumhängen? Nein, das kann es doch nicht sein. Also fragte ich heute morgen die Nachbarin meines Vertrauens nach den Möglichkeiten, die Verstopfung zu entfernen. Ihr Vorschlag war, nach Winsen/Luhe (dort wo die Chinesen so gern hinfahren) ins Krankenhaus zu fahren. Dort gäbe es eine HNO-Abteilung. Während eines kurzen Anrufes dortselbst wurde mir bestätigt, dass ich gern vorbeikommen könne. Wenige Minuten späten sassen wir im Wagen und fuhren nach Winsen.

Die Klinik machte schon von aussen einen sehr freundlichen Eindruck. Das Personal war auch sehr nett. Die Räumlichkeiten modern-freundlich mit netten Drucken an den Wänden (ein Bild hätte ich am liebsten mitgenommen). Ich hatte allerdings nicht erwartet, dass wir dort gefühlte 2 Stunden warten mussten. Da war nämlich ganz normaler Klinikbetrieb, d.h. Patienten wurden postoperativ versorgt. Endlich war ich an der Reihe. Ein netter Arzt fragte mich nach meinem Begehr. Er schaute in das Ohr, entdeckte die Verstopfung, die er sehr vorsichtig zu entfernen begann. Leider liess es sich nicht verhindern, dass es bei Berührungen des Saugers im Innenohr empfindlich wurde und unangenehm schmerzte. Deshalb entfernte er nicht alle Rückstände sondern gab mit noch 2 Lösungen mit auf den Weg, mit denen ich im Laufe des Tages spülen soll.

Nach etwa 10 Minuten konnte ich wieder einwandfrei hören. An der Kasse löhnte ich dann 10 Eur Praxisgebühr für eine Notfallbehandlung.