Archiv des Autors: Hans-Georg Kloetzen

Nur dummes Gerede

Die Prism-Affäre ist zum Glück immer noch ein Thema in den Medien. Ich hoffe, sie bleibt es noch recht lange und wird nicht von einem anderen Thema, wie z.B. die bevorstehende Geburt eines zukünftigen Thronfolgers in England abgelöst.

Bundesinnenminister Friedrich war ja in Amerika um sich dort über das Abhören zu informieren. Eigentlich hätte er dort mal kräftig auf den Tisch hauen sollen, dass das Scheisse ist, was die mit uns machen. Stattdessen redet Herr Friedrich nach seiner Rückkehr nur dumm rum, Kanzlerin Merkel eingeschlossen. Es sei ja alles gar nicht so schlimm und die Amerikaner sind ja unsere Freunde …. bla bla bla.

Und was muss man jetzt lesen?: Die NSA baut in Wiesbaden ihre Abhörzentrale aus! Das muss man sich mal vorstellen. Da wird denen gestattet, auf Deutschem Boden ihre Technik zu verfeinern. Ein Skandal ist das. Eine Bombe sollte man da reinwerfen (vielleicht liest NSA hier ja mit und jetzt wird dieser Text irgendwo ausgefiltert weil das Wort „Bombe“ auftaucht).

Gleichzeitig fordert Herr Friedrich nun eine Meldepflicht für Unternehmen, die Daten ins Ausland weitergeben. Na, die NSA wird vermutlich nicht unter die Sorte von Unternehmen fallen, die dazu verpflichtet werden könnten. Jedenfalls scheint es so, als führe Herr Friedrich zurzeit einen Einertanz auf. Klar, ist ja auch bald Wahl. Schade nur, dass die Oppositionsparteien das Thema Prism nicht entschprechend ausschlachten.

SPD und Grüne sind ja selbst mal Regierungsparteien gewesen und wissen sicherlich über die Schnüffelei bescheid, die ja wohl schon seit Jahrzehnten stattfindet. Man darf nur eins nicht vergessen: In den ersten Jahren seit es die Bundesrepublik Deutschland gibt, war die CDU die Regierungspartei. Da sind wohl schon die Grundsteine für deartige Dinge gelegt worden, wenn auch auf einer anderen technischen Basis. In den letzten Jahren hat sich die Technik rasant verändert. Dadurch sind erst die Möglichkeiten geschaffen worden, uns Deutsche und andere Nationalitäten derart umfangreich auszuspionieren.

Vietnam, Guantanamo, Irak-Krieg und jetzt noch Prism – die USA sind nicht die Gutmenschen, als die sie oftmals dargestellt werden.

Wer sich mit dem Thema Prism beschäftigt, und ich hoffe, dass es sehr viele Menschen sind, findet im Internet recht viele Kommentare und Meinungen zu diesem Thema. Aus all diesen Veröffentlichungen kann sich jeder eine eigene Meinung bilden. Typisch für die Bundeskanzlerin ist, dass sie mit vielen Worten nichts sagt. Als „Landesmutter“ sollte sie uns eigentlich mal die Wahrheit sagen. Das würde ihr, wie so vielen anderen Politikern auch, sehr gut zu Gesicht stehen – die schonungslose Wahrheit, egal, was sich da zum Abhörskandal hinter verbirgt und welche Politiker welcher Parteien auch immer darüber Bescheid wissen! Alle, schonungslos alle, sollten jetzt mal die Karten auf den Tisch legen.

Wie Frau Merkel als Kassiererin argumentieren würde, auf den Punkt getroffen!

Grillabend für 2

Haben wir nächstes Wochenende schon was vor? – Nein – Oh schön. Wir können ja grillen, nur wir 2.

Tja, und dann kam es doch anders. Zu den 2 vorherigen Wochenenden, an denen wir eigentlich nichts vorhatten, kamen kurzfristig Einladungen von Nachbarn, was sehr praktisch ist, da man keinen langen Weg hat. Entweder gehen wir gleich durch die Tür gegenüber oder in das Haus auf der anderen Strassenseite.

An diesem Wochenende hatten wir aber keine Termine, weder längerfristig noch kurzfristig. Nur wir beide allein, ein Samstagabend auf der Terrasse mit Grill und Wein. Etwas wärmer hätte es sein können. So ein schöner lauschiger Sommerabend, an dem man so lange draussen bleiben kann bis die ersten Sterne am Sommerhimmel zu sehen sind, ist bislang ausgeblieben. Aber das mag ja noch kommen. Es wird ja auch bereits früher wieder dunkel. Also stehen die Chancen dafür gut.

Überraschungsbesuch

Gestern Abend gegen 21:30 Uhr, wir waren bei Nachbarn zum Grillen, bekam ich einen Anruf auf meinem Handy. Im Display stand „Frank“. Wir haben zwei Freunde, die so heissen. Welcher würde das sein. Es war Frank aus München, der mit seinem Freund Richtung Grömitz unterwegs war. Wie Frank mir berichtete waren sie ca. 100 km vor ihrem Ziel mit Franks Mutter „im Gepäck“, die sie dort ablieferten wollten. Es war ein spontaner Entschluss, die Gründe tun hier nichts zur Sache.

Der Grund des Anrufes war jedenfalls, ob sie auf der Rückfahrt in der gleichen Nacht bei uns reinschauen könnten. Ich bot spontan an, dass sie auch bei uns übernachten könnten. Eine Rückfahrt nach München noch in der Nacht würde doch eine Strapaze sein. Sie wollten sich das überlegen.

Irgendwann kamen die beiden dann bei uns an. Das Angebot der Übernachtung nahmen sie dankend an (vorsorglich hatten wir bereits alles vorbereitet) und wir quatschten noch bis etwa 3 Uhr früh.

Normalerweise bewirten wir unsere Übernachtungsgäste morgens mit einem schönen Frühstück. Heute morgen musste 1 Tasse Kaffee reichen, auf Frühstück waren wir nämlich nicht vorbereitet.

Obwohl der Besuch ganz überraschend war, war es doch nett, Frank mal wieder zu sehen und seinen Freund kennenzulernen.

Der Rücken

Seit ein paar Wochen plagt mich der Rücken. Das geht so weit, dass ich spätestens abends um acht ins Bett gehe und lese. Liegen geht nämlich ganz wunderbar. Aber sitzen ist manchmal schon arg schlimm. So ein Kindle-Reader ist da ganz praktisch. Schnell ist online ein neues Buch ausgesucht und Sekunden später ist es auf meinem Kindle und ich kann es lesen wenn ich im Bett liege. So ist immer genügend Nachschub vorhanden.

Ende nächster Woche geht es dann mal wieder ins MRT. Einen Termin bei meinem Doc habe ich dann leider erst Anfang August weil der nun erstmal Urlaub macht. Ich bin gespannt, was die Aufnahmen des MRT zutage fördern.

Ein Grillabend …

… hätte es werden sollen, auf der Nachbarterrasse. Stattdessen wurde es ein Käseabend mit Blick auf die selbe, weil das Wetter nicht grillgeeignet war.

Also der Abend war nicht Käse, es gab halt diverse Käsesorten, u.a. hatten die Nachbarn extra für uns Saint Agur gekauft. Sehr aufmerksam. Sie lesen hier nämlich mit. Und es wurde Rotwein kredenzt. Ein Glas weniger wäre auch genug gewesen *zum Wohl*.

Snowden, NSA – und kein Ende

„Ich hab mir ja nichts zu Schulden kommen lassen!“ – mit solchen Worten mag ja Mancheiner argumentieren, dem der durch Snowden aufgedeckte Abhörskandal egal ist. Inzwischen scheint ganz Europa ein einziger Überwachunsstaat zu sein. In der DDR gab es sowas ja schon, nur hatte man seinerzeit noch nicht die technischen Möglichkeiten und man setzte auf Denunzianten, die über ihre Mitbürger berichteten. Ja, ich vergleiche das, was die USA machen, bewusst mit den Machenschaften der Stasi. Denn nichts anderes, was seinerzeit „nebenan“ passiere, passiert jetzt weltweit durch „unseren Freund“ Amerika: Die totale Überwachung!

Und wie nun auch noch herausgekommen ist, gibt es angeblich ein Geheimabkommen zwischen den USA und einigen europäischen Regierungen, sich an dem Spitzelsystem zu beteiligen. Und natürlich ist Deutschland dabei! Amerika im Spitzelwahn, es ist einfach krank, was da veranstaltet wird.

Ich hoffe nur, dass die Drähte jetzt glühen und diese von mir ins Internet gestellten Worte herausgefiltert werden und da irgendwo ein rotes Lämpchen leuchtet, welches signalisiert: In der kleinen Stadt an der Elbe sitzt ein Terrorist, der, wenn er die Möglichkeiten dazu hätte, sehr gern eine Bombe in diese Scheissüberwachungstechnik werfen würde.

Alles Sale oder was?

Den offiziellen Sommer- bzw. Winterschlussverkauf gibt es ja nicht mehr. Nun heisst es Sale. Auf den Schaufenstern prangt dieser Schriftzug, meist diagonal aufgepappt. Nun, Sale ist zwar nicht das gelbe vom Ei wenn man das liest, aber na ja, geht so gerade. Wenn man das aber in der Radiowerbung hört „… und da ist auch gerade Sale!“ – das hört sich fürchterlich an.

Muss immer alles ins englische Übersetzt werden? Ich bin diesbezüglich eigentlich recht tolerant. Schliesslich spreche ich täglich englisch im Büro mit den Kapitänen und mit Hafenagenten rund um Europa. Aber es gibt Dinge, die gehen einfach gar nicht, Sale z.B., das klingt einfach nur gewöhnlich, unterste Ebene sozusagen, ein absolutes „no go“ *huch*.