Archiv des Autors: Hans-Georg Kloetzen

Es gibt sie noch

Seit Tagen beherrscht ein Thema die Medien: Edward Snowden und die von ihm entdeckten und veröffentlichten Überwachungen ungeahnten Ausmaßes. Für mich ist Edward Snowden ein Held. Er wird von nun an ein sehr eingeschränktes Leben führen und muss sich ständig der Gefahr bewusst sein, entführt und nach Amerika verfrachtet zu werden.

Einer zum Wochenanfang

Treffen sich zwei Freundinnen nach vielen Jahren. Sagt die eine: „Na, was machst du so beruflich?“ – „Ich bin im Theater und verteile die Rollen.“ – „Wow, was für ein cooler Job.“ – „Eigentlich ziemlich langweilig, in jede Toilette kommt immer nur eine.“

Ganz sicher nicht

regenbogenflagge
In einem schwulen Forum erhielt ich von einem „Interessenten“ diese Nachricht:

„Ich bin von Ihrem Profil getroffen. Eben wollte Sie besser erkennen. Ich werde froh sein, wenn wir kennenlernen werden, und wir werden uns umgehen. Ich hoffe, Sie wollen es auch.“

Bin ich froh, dass ich vor fast 16 Jahren meinen herzallerliebsten Schatz gefunden habe!

Rücksichtslos

In Hamburg finden an diesem Wochenende die Harleydays statt, eine Veranstaltung die es seit einigen Jahren gibt und die viele Menschen anzieht, aktive Teilnehmer wie auch interessierte Besucher. Der überwiegende Teil der Harleyfahrer ist wohl eher den gemütlichen Menschen zuzurechnen. Dass es auch andere gibt, musste ich heute Nachmittag auf der Heimfahrt ins Wochenende erleben:

An einer roten Ampel drängelten sich 2 Fahrer mit ihren Maschinen von einer Tankstelle zwischen die wartenden Fahrzeuge, dass ich schon befürchtete, sie würden unseren Wagen zerkratzen. Als die Ampel auf grün sprang, rasten die natürlich los, wechselten die Spur ohne zu blinken und drängten sich dort in eine kleine Lücke zwischen 2 PKW.

Auf meinem weiteren Weg beobachtete ich 2 Motorradfahrer (ich konnte nicht erkennen, ob das Harleyfahrer waren), die mit grosser Geschwindigkeit auf eine Abbiegespur wechselten weil es ihnen auf der Geradeausspur nicht schnell genug vorran ging und dann plötzlich auf die linke von 3 Geradeausspuren wechselten.

In letzter Zeit ist leider immer wieder von Unfällen mit beteiligten Motorrädern zu lesen. Nach diesen Manövern heute werde ich wohl kaum noch Mitleid mit den verletzten Fahrern haben können wenn die so wild und rücksichtslos gefahren sein sollten.

Die Elbe

Der grosse Strom hat vielen Menschen in den letzten Tagen grosse Sorgen bereitet. Wir hier in der kleinen Stadt an der Elbe, in Geesthacht, sind zum Glück davon nicht so betroffen. Trotzdem ist es interessant, die Entwicklung des Hochwassers zu beobachten. Und da wir nur wenige hundert Meter vom Ufer der Elbe entfernt wohnen, stehen wir in wenigen Minuten an ihrem Ufer. Die folgenden Bilder geben einen kleinen Einblick über das, was wir bei unseren Erkundungsgängen entdeckt haben, und das ist nicht nur Wasser.

9. Juni 2013:

10. Juni 2013:

11. Juni 2013:

Leseratten

Seit wir beide Besitzer eines Kindles sind, haben wir uns zu Leseratten entwickelt. Spätestens um 21:00 Uhr werden unsere Rechner ausgeschaltet und wir gehen ins Bett und lesen. Gegen 22:00 Uhr werden wir müde, ca. 30 Minuten früher als sonst. Das aktuelle Kapitel wird noch zu Ende gelesen und dann wird geschlafen. Und ich kann nun sehr gut schlafen, besser als vorher. Lesen scheint also sehr gesund zu sein.

Vor ein paar Tagen rief abends eine Nachbarin an, es war noch vor 21:00 Uhr. „Na, was macht ihr?“ – „Wir liegen im Bett und lesen.“ – „Lesen? Ist das jetzt eine Umschreibung für was anderes?“ Nein, war es nicht. Wir haben wirklich gelesen, wie fast jeden Abend.

Flutsoli?

Ich weiss nicht, wer die Idee aufgebracht hat, für die Flutopfer einen sogenannten Flutsoli einzurichten, was heissen würde, dass dieser Solidaritätsbeitrag von allen zu leisten wäre, die Steuern auf ihr Einkommen bezahlen.

So sehr ich die betroffenen Menschen auch bedauere, jedenfalls in der Mehrheit (dazu komme ich gleich noch), sehe ich nicht ein, warum wir einen Soli bezahlen sollen. Die Flut ist natürlich einerseits eine Naturkatastrophe. Aber man darf nicht vergessen, dass sie auch „hausgemacht“ ist. Den Flüssen wurde nämlich ihr natürliches Überschwemmungsgebiet genommen um darauf Wohnsiedlungen oder landwirschaftliche Flächen zu errichten, d.h. die Entscheidungen, dies zu tun, haben die Kommunen/Landkreise/Länder zu verantworten. Desweiteren ist zu lesen, dass einige Kommunen/Kreise/Länder nichts aus den Überschwemmungen des Jahres 2002 gelernt und nicht die notwendigen Schritte unternommen haben, zukünftige Überschwemmungen zu vermeiden. Sollen die doch nun so viel Geld in die Flut pumpen, dass die, die durch diese einen Schaden erlitten haben, diesen ersetzt bekommen können.

Und nun zum Thema Mehrheit der Flutopfer: Es gibt einen elitären Kreis der kleinen Stadt Leidersbach, der sich mittels eines Bürgerentscheids erfolgreich gegen eine Verbesserung des Flutschutzes gewehrt hat. Tja, und nun steht diesen Menschen, und mit ihnen noch anderen, das Wasser bis zum Hals.

Und für Versäumnisse der Politik und für die Kurzsichtigkeit einger Bürger soll ich ein Opfer bringen? Nein, absolut nein! Und nochmals nein! Ich bin auch nicht bereit, auch nur einen fucken Cent dafür zu spenden!