Der Chefredakteur der Britischen Zeitung Guardian, Rusbridger, wundert sich, dass die Menschen so ruhig sind im Angesicht des Spähskandals. U.a. sagt er:
„Die Menschen scheinen nicht zu verstehen, dass die Polizei die Tür gar nicht erst einschlagen muss. Sie ist schon in ihren Häusern.“
Diese Ausspähgeschichte ist vergleichbar mit Radioaktivität: Wir spüren es nicht, wir riechen es nicht – es ist einfach unsichtbar.
Die Gefahr durch Radioaktivität hat sich mittlerweile in das Bewusstsein der Menschheit gegraben, besonders auch durch diverse Störfälle und zuletzt durch den GAU in Fukushima. Viele Menschen denken sicher anlässlich der Enthüllungen des Prism-/NSA-Skandals: Ich mach ja nichts ungesetzliches. Was die über mich herausfinden, interessiert doch eh niemanden. Es wird aber vergessen, dass wir durch das Internet, Facebook, Twitter, diverse andere Foren – und nicht zuletzt durch das Bloggen – in gewisser Weise öffentlich geworden sind. Selbst Telefongespräche werden abgehört. Das heisst, dass die Spione sozusagen in unserem Wohnzimmer sind. Was würden die Menschen wohl zetern, wenn sich plötzlich ein realer Spion mit Schlapphut und Sonnenbrille in ihrer Wohnung aufhalten würde?! Der Ruf nach Schutz wäre laut, sehr laut!


Familie Buddenbohm wohnt mit ihren beiden Söhnen irgendwo mitten in Hamburg-St. Georg. Wer Hamburg kennt weiss, das St. Georg schwul ist. Die Strasse Lange Reihe gilt in Hamburg als „schwule Meile“. Da bleibt es natürlich nicht aus, dass die beiden Jungs u.a. auch damit konfrontiert werden, nein, damit aufwachsen, dass es nicht nur Männer und Frauen gibt, die sich lieben sondern dass auch Männer Männer und Frauen Frauen lieben. 
