Archiv des Autors: Hans-Georg Kloetzen

Der Prism-/NSA-Skandal

Der Chefredakteur der Britischen Zeitung Guardian, Rusbridger, wundert sich, dass die Menschen so ruhig sind im Angesicht des Spähskandals. U.a. sagt er:
„Die Menschen scheinen nicht zu verstehen, dass die Polizei die Tür gar nicht erst einschlagen muss. Sie ist schon in ihren Häusern.“

Diese Ausspähgeschichte ist vergleichbar mit Radioaktivität: Wir spüren es nicht, wir riechen es nicht – es ist einfach unsichtbar.

Die Gefahr durch Radioaktivität hat sich mittlerweile in das Bewusstsein der Menschheit gegraben, besonders auch durch diverse Störfälle und zuletzt durch den GAU in Fukushima. Viele Menschen denken sicher anlässlich der Enthüllungen des Prism-/NSA-Skandals: Ich mach ja nichts ungesetzliches. Was die über mich herausfinden, interessiert doch eh niemanden. Es wird aber vergessen, dass wir durch das Internet, Facebook, Twitter, diverse andere Foren – und nicht zuletzt durch das Bloggen – in gewisser Weise öffentlich geworden sind. Selbst Telefongespräche werden abgehört. Das heisst, dass die Spione sozusagen in unserem Wohnzimmer sind. Was würden die Menschen wohl zetern, wenn sich plötzlich ein realer Spion mit Schlapphut und Sonnenbrille in ihrer Wohnung aufhalten würde?! Der Ruf nach Schutz wäre laut, sehr laut!

Der Prism-/NSA-Skandal

Wer es nicht bereits geahnt hat, hat jetzt die Gewissheit: Die Bundesregierung belügt uns zwar nicht direkt, verschweigt uns aber so einiges zu diesem Thema. Die SPD hat nämlich der Regierung einen 115 Punkte umfassenden Fragenkatalog vorgestellt, der u.a. wie folgt beantwortet wurde:

„Die Bundesregierung ist nach sorgfältiger Abwägung zu der Auffassung gelangt, dass die Fragen 3, 10, 16, 26 bis 30, 31, 34 bis 36, 38, 42, 46, 47, 49, 55, 61, 63, 65, 76, 79, 85 und 96 aus Geheimhaltungsgründen ganz oder teilweise nicht in dem für die Öffentlichkeit einsehbaren Teil beantwortet werden können.“

Um welche Fragen es sich handelt, die man seitens unserer Regierung nicht gewillt ist, zu beantworten, kann man bei Stefan Niggemeier nachlesen.

Der Prism-/NSA-Skandal

Das wird ja immer toller und ist filmreif: Der Britische Geheimdienst verlangt von der Zeitung Guardian, Dokumente, die von Herrn Snowdon gekommen sind, herauszugeben oder die Festplatten, auf denen diese gespeichert sind, zu zerstören! Das ist ein unglaublicher Vorfall. Wäre dies von Herrn Putin in Russland angeordnet worden, wäre ein Aufschrei durch die „demokratische“ Welt gegangen. Aber es sind ja „demokratische“ Europäer, die das veranlasst haben. Also halten die Europäer schön den Mund, allen voran Frau Merkel und Herr Westerwelle, die sonst immer was dazu zu sagen haben, was ihnen in andern Ländern missfällt.

Wenn der Geheimdienst glaubt, mit der Zerstörung der Festplatten sind die Daten bzw. die Dokumente unwiederbringlich verloren, hat er er sich ganz bestimmt getäuscht. Niemand wird so dumm sein, solch brisantes Material nicht auch an anderen Orten sicher aufzubewahren.

Ein Mann hängt an der Nadel

Bloggerinnen und Blogger kennen das: Wir schauen uns die Links auf einem Blog an um mal zu gucken, ob wir nicht ein neues interessantes Blog entdecken, welches wir noch nicht kennen. Und ab und zu gelingt uns mal ein Treffer. Und anschliessend wissen wir gar nicht mehr, wie wir dort gelandet sind.

Für mich persönlich ist das Blog, welches ich entdeckt habe, zwar nicht unbedingt ein Treffer, vom Thema her, aber interessant ist es allemal. Da hat nämlich ein junger Mann einen Faible für’s Stricken entdeckt und war in der glücklichen Lage, sein Hobby zum Beruf zu machen.

Manche Dame, die in das Geschäft geht, in dem Ronny arbeitet, wird sich vielleicht verwundert die Augen reiben, wenn sie von einem jungen Mann beraten wird. Aber aufgrund seiner Arbeiten, die er in seinem Blog knit something zeigt, werden die Damen – und wohl auch einige Männer – sicher gut beraten werden.

Noch 3 Wochen!


Herr Nachbar hat gesehen, dass der Briefträger, heute sagt man wohl Postzusteller, in unseren Briefkasten einen dicken Umschlag von TUI reingesteckt hat. Na, was das bedeutet war mir klar: Die Reiseunterlagen und -informationen sind eingetroffen!

Der Inhalt des kleinen Tuntentäschchens: Informationen über das Boarding, Kofferanhänger mit unserer Kabinennummer drauf und Adressanhänger.

Jetzt noch 3 Wochen arbeiten und dann geht es auf unsere erste gemeinsame grosse Reise. *freu*

So einfach ist das

Familie Buddenbohm wohnt mit ihren beiden Söhnen irgendwo mitten in Hamburg-St. Georg. Wer Hamburg kennt weiss, das St. Georg schwul ist. Die Strasse Lange Reihe gilt in Hamburg als „schwule Meile“. Da bleibt es natürlich nicht aus, dass die beiden Jungs u.a. auch damit konfrontiert werden, nein, damit aufwachsen, dass es nicht nur Männer und Frauen gibt, die sich lieben sondern dass auch Männer Männer und Frauen Frauen lieben.

Kürzlich fand in Hamburg der alljährliche CSD statt. Anlässlich der Parade sind viele Geschäfte, Restaurants, Bars und Wohnungen mit den Regenbogenflaggen geschmückt. Wobei anzumerken ist, dass auf St. Georg sowieso öfter die Regenbogenflagge zu sehen ist, und sei es nur als Aufkleber an Schaufenstern. Vater Buddenbohm musste seinen Sprösslingen erklären, was es mit der Regenbogenflagge auf sich hat. „Sohn I“ sinnierte dann darüber, dass Mann und Mann bzw. Frau und Frau ja gar keine Kinder bekommen könnten, er aber ein Mädchen mit 2 Vätern kennen würde. Seine Erkenntnis:

„Die würden also manchmal eben doch Kinder bekommen, sagte er, aber dann irgendwie anders. Vielleicht ja Kinder, die sonst keine Eltern mehr hätten und dann aber zum Beispiel gleich zwei Väter. Toll. Weil gar keine Eltern, wie doof wäre das denn für ein Kind“.

Tja, so einfach und so logisch! Es lohnt sich, den ganzen Artikel zu lesen, wie man überhaupt bei den Herzdamengeschichten öfter mal reinschauen sollte.

Vorbei und Vorfreude

Heute ist mein letzter Urlaubstag nach einem zweiwöchigen Urlaub. Überwiegend hatte ich wirklich sehr schönes Wetter, auch wenn es zeitweise doch recht heiss war. Ab morgen trage ich wieder lange Hosen. Erstens sind die Temperaturen merklich abgekühlt und zweitens würde man mir seitens der Geschäftsleitung antragen, im Büro lange Hosen zu tragen.

Es fällt mir nicht schwer, wieder ins Büro zu gehen, haben wir doch in 4 Wochen schon wieder Urlaub, dann wir beide zusammen und nicht nur ich allein. Dann auf eine ca. 2.400 Seemeilen lange Seereise, auf die wir uns schon sehr sehr freuen. Was sind da 4 Wochen?

In diesen 4 Wochen heisst es für uns, Disziplin beim Essen zu wahren um möglichst noch das eine oder andere Kilo abzunehmen. Denn wie man hört, gibt es an Bord reichlich zu essen.

Urlaub? Ja, aber

urlaub
Nun bin ich bereits in der 2. Woche meines Urlaubs. Das Wetter ist ja richtig schön, was für meinen Urlaub total ungewöhnlich ist. In den vergangenen Jahren hatte ich immer viel Regen sodass ich statt Bräune Rost ansetzte. Und jeden Tag kann kurze Hosen tragen, hach, summefeeling!

Aber es ist ja immer irgendwas, und wenn es der Rücken ist und anderes mehr. Am 1. August hatte ich gleich 2 Arzttermine. Gleich morgens um acht war ich beim Operateur meines Vertrauens mit den hübschen Fotos meiner Brust- und Lendenwirbelaufnahmen, die bereits in der Woche davor gemacht worden waren. Mittags war ich dann beim Zahnarzt.

Die vor 2 Jahren operierte Bandscheibe ist ok, aber darunter habe ich Bandscheibenvorwölbungen, die mich arg durch Schmerzen beuteln. Jedenfall haben die Schmerzen gegebenenfalls unter umständen dort ihre Ursache. Um die Ursache einzugrenzen, schlug mein Doc mir vor, unter CT eine Spritze zu setzen. Das geschah gestern vormittag. Ich hoffe, die Spritze hat eine positive Wirkung. Ich muss abwarten.

Freitagmorgen letzter Woche war ich im Labor um mir Blut abnehmen zu lassen zwecks Prüfung von Cholesterin und anderer Dinge. Die Besprechung über das Ergebnis findet am kommenden Donnerstag statt.

Zusammen mit der Blutabnahme werde ich dann in diesen beiden Wochen 5 Arzttermine haben. Meinen Arbeitgeber wird es freuen, dass ich das alles in den Urlaub gepackt habe.