8 Jahre

Heute vor 8 Jahren habe ich meinen ersten Blogbeitrag veröffentlicht. Seitdem schreibe ich ohne Unterbrechung meine geistigen Ergüsse. Ich finde – auch wenn das jetzt eine Selbstbeweihräucherung ist – dass ich stolz darauf sein kann, es so lange durchgehalten zu haben und dass alle Blogbeiträge noch erhalten und nachzulesen sind.

Es gibt einige Weggefährten und -gefährtinnen, die auch damals schon dabei waren. Ich habe Blogs kommen und gehen sehen, aufgetaucht aus dem Nichts und wieder dorthin verschwunden. Schade um die Mühe und Gedanken, die sich die Leute gemacht haben. Ich hoffe, dass ich euch noch recht lange erhalten bleibe. Das 10-jährige ist ja nicht mehr weit und muss doch zu schaffen sein.

Ich danke allen Lesern und Leserinnen, die ab und zu mal bei Queergedacht.de hereinschauen.

Color Line twittert

Eine ungewöhnliche url in meiner Blogstatistik erregte meine Aufmerksamkeit. Mit der Buchstabenfolge konnte ich absolut nichts anfangen. Nie zuvor hatte ich sowas in der Statistik gesehen. Mit einem Klick folgte ich der url und landete auf auf meinem Reisebericht über unsere Oslofahrt vom vergangenen November. Im ersten Moment erschien ein grosses Fragezeichen vor meinem geistigen Auge. Verdutzt starrte ich auf meinen Text und auf meine Fotos. Dann entdeckte ich am oberen Rand eine Zeile, in der u.a. auf die Color Line verwiesen wurde. Huch! Und einen Klick weiter landete ich auf der Twitterseite der Color Line, wo mit netten Worten auf meinen Reisebericht hingewiesen wird.

Scheint so, als würde der Reisebericht der Color Line gefallen. Und das freut mich.

Zu


Die Alster ist zu. Und sie trägt, jedenfalls die Menschen, die sich heute Mittag dort tummelten, inklusive Kinderwagen. Ob sie Hunderttausende trägt, die zu einem Alstereisvergnügen kommen würden um dort Glühwein zu schlürfen, lassen wir mal dahingestellt sein. Beim letzten Mal wurde die Alster Hals über Kopf geräumt weil einige Glühweinstände begannen, im Eis zu versinken. Merkwürdig, dass das in den Medien derzeit keine Erwähnung findet.

Es ist erstaunlich, welch eine Anziehungskraft die zugefrorene Alster hat. Normalerweise sind auf den Zuwegungen rund um unser Büro, das direkt an der Alster liegt, kaum Menschen unterwegs. Heute Mittag zogen ganze Heerscharen zur Alster, um sich das Naturschauspiel anzusehen und um ein paar Schritte auf dem Eis zu wagen. Ich schaute mir das lieber aus sicherer Entfernung an. Bereits auf den Stufen zum Wanderweg kam ich ins Straucheln weil es glatt war. Ich mach mich doch nicht zum Affen und leg mich vor zahlreichen Zuschauern auf das Eis. Also machte ich ein paar Fotos vom sicheren Steg aus.



Anschliessend setzte ich meinen Weg fort zur Binnenalster, die ich umrundete und wo sich in der Wintersonne einige hübsche Motive boten.

Morgen soll entschieden werden, ob am kommenden Wochenende ein Alstereisvergnügen stattfindet. Donnerstag soll es laut Wettervorhersage einen Temperaturanstieg geben mit Temperaturen leicht über dem Gefierpunkt. Wir werden sehen, was passiert.

Backstage


Grosse Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Dazu war auch ein kleines privates Fotoshooting notwendig für das nur „obenrum“ wichtig war. Deshalb sitze ich da am Rechner, obenrum hui – untenrum pfui, und warte auf den 2. Shootingpartner.

Olli hat eine Idee

Eine Handvoll Gäste über sein Weblog einladen kann gewagt sein. Und wenn man dann noch verlauten lässt, dass nur die kommen dürfen, die sich selbst angemeldet haben, weiss man eigentlich nicht, ob die Gäste überhaupt zusammenpassen. Da es sich in den meisten Fällen allerdings um Stammleser handelt, ist das Risiko nicht allzu gross.

Das erste Event dieser Art, das Casa Bellpierre – Grand Opening war ein voller Erfolg und Olli denkt an eine Fortsetzung. Er hofft, dass sich nicht nur Menschen aus seinem Dunstkreis anmelden, sondern dass vielleicht auch ein Fremdling an seinem Tisch Platz nimmt, den er noch nicht kennt.

Also liebe Leser, schaut doch mal rein bei Ollitalk und informiert euch über die Teilnahmebedingungen.

Nach der Wahl

So langsam kommt ans Licht, was die schwarz-gelbe, bzw. neudeutsch christlich-liberale Regierung uns einbrockt. Und es soll keiner sagen, das hätte er vor der Wahl nicht gewusst, mindestens geahnt.

Da ist die Atompolitik. Bereits während des Wahlkampfes im vergangenen Jahr, sickerte ja durch, dass eine Regierungskoalition aus CDU/CSU und FDP für eine Laufzeitverlängerung eintritt. Jetzt hat man auch noch einen Atomlobbyisten ins Regierungsboot geholt. Eine Regierung sollte unabhängig sein und sich nicht von Leuten beraten lassen, die ihre eigenen Interessen vertreten.

Wie dem auch sei, am Donnerstag fand im Kanzleramt ein Treffen zwischen Regierungsvertretern und Vorständen der Kraftwerksbetreiber statt. Das Ergebnis dieses Treffens war vorhersehbar: Alle 17 Atommeiler sollen vorerst am Netz bleiben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dies der Wille des Wählers gewesen ist, bzw. eine grosse Anzahl Wähler sind auf einem Auge blind gewesen als sie ihre Kreuze auf dem Wahlzettel gemacht haben.

In der Gesundheitspolitk sieht es ähnlich aus:
Ausgerechnet ein Vertreter der privaten Krankenkassen soll eine erneute Gesundheitsreform erarbeiten (die wievielte der vergangen Jahre eigentlich?).

Die FDP setzt sich für eine Steuersenkung im Hotelgewerbe ein, die laut aktueller Ermittlungen Umfragen nicht an die Hotelgäste weitergebeben wird. Die FDP hat von einem Hotelunternehmen eine Spende von 1 Mio Euro erhalten. Wir merkwürdig!

Unsere neue Regierung wird zurzeit nur von Merkwürdigkeiten begleitet. Sie ist für 4 Jahre gewählt. Und wie es scheint, hat der Wähler keine Möglichkeit, diesem Schmierentheater ein Ende zu bereiten, ein Schmierentheater, in dem die Schauspieler der FDP in erster Reihe an der Rampe stehen.

Grosszügig


Mein neues Handy hab ich auch schon wieder 2 Jahre. Ich erinnere mich noch gut daran, wie lange ich gebraucht hatte, mir ein neues Modell auszusuchen. Dieses Mal hat mein Arbeitgeber mir die Wahl abgenommen (siehe oben).

Ganz uneigennützig ist das natürlich nicht. Ich werde mit dem neuen Teil nämlich in die Lage versetzt, mich immer und überall in den Firmenrechner einloggen zu können. Bisher konnte ich das nur von einem PC, was ich von zu Hause aus das eine oder andere Mal auch schon gemacht habe. Eine mobile derartige Funktion habe ich bisher nicht vermisst. Aber wer weiss, es könnte in meinem Job vielleicht doch mal nützlich sein.

Und ich habe jetzt die Möglichkeit, von überall zu bloggen.

Immer noch Aussenseiter

Nur eine kleine Meldung in der Tageszeitung, aber sie zeigt, dass wir Schwulen immer noch etwas besonderes sind und fernab jeglicher Normalität angesehen werden.

Da steht nämlich heute in der Zeitung, dass der Lebensgefährte von Guido Westerwelle mit auf die Antrittsreise nach Japan und China fliegt.

Wenn eine Ministergattin bzw. der Ehemann einer Ministerin mit auf eine Auslandsreise geht, wäre das sicher keine Zeile wert.

Nachtrag:
Auch hier ist das ein Thema.