Schwule Männer kennen ihn, den Farbcode: Mittels Tücher in diversen Farben macht der Schwule man kenntlich, welche sexuellen Präferenzen er bevorzugt. Entweder trägt er so ein Tuch um den Hals oder er lässt es locker aus der Gesässtasche seiner Jeans hängen, wobei es dann auch noch Unterschiede gibt, ob er das Tuch in der der linken oder rechten Tasche stecken hat.
Bei Dirndln gibt es auch einen Code, wobei der nur im Entferntesten mit der sexuellen Präferenz zu tun hat, es sei denn, es wird signalisiert, dass das Madl noch Jungfrau ist.
Die Signale werden mittels der Schleife der zum Dirndl gehörenden Schürze gesendet. Wird die Schleife z.B. auf dem Rücken gebunden, soll das signalisieren: Ich bin Witwe.
Hoffentlich verfügen die Damen, die sich alljährlich anlässlich des Oktoberfestes in ein Dirndl werfen, über die Kenntnis des Dirndlcodes – es könnte sonst zu peinlichen Momenten kommen.
Eine meiner Kolleginnen war auf dem Oktoberfest. Wenn sie aus dem Urlaub zurück ist, werde ich sie mal fragen, wo sie ihre Schleife gebunden hat. Jungfrau wird sie nicht mehr sein, sie hat zwei Kinder. Witwe ist sie auch nicht. Ich bin auf ihre Antwort gespannt.



