Regierung und Parlament

Unsere Regierung und unser Parlament haben sich in letzter Zeit wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert – wobei man sich natürlich fragen kann, ob das überhaupt schon mal geschehen ist:

1. Das Meldegesetz
Da wird von der Regierung ein Gesetz eingebracht welches es den lokalen Behörden ermöglichen soll, unsere Adressen leichter als bisher an interessierte Firmen zu verkaufen. Das Gesetz wird innerhalb weniger Minuten an einem Freitagabend von einer Handvoll Abgeordneten ohne Lesung von unseren Volskvertretern durchgewunken.
Plötzlich regt sich Widerstand gegen das Gesetz und nun hofft man in Berlin, dass das Gesetz im Bundesrat nicht durchgeht.

2. Das Beschneidungsgesetzt
Ein Deutsches Gericht entscheidet, dass die Beschneidung von kleinen Jungen aus religiösen Gründen Körperverletzung sei. Ein Aufschrei kommt aus den jüdischen und muslimischen Reihen. Und was macht unsere NichtRegierung?: Es wird entschieden, dass das unbedingt durch ein Gesetz geregelt werden müsse. Alle Parteien sind sich da offensichtlich mal einig.
Inzwischen regt sich erster Widerstand.

3. Das CO2-Einlagerungsgesetz
Nach langen Diskussionen mit den Ländern wurden unterirdische Lagerstätten für C02 festgelegt, eine Sache, die mir persönlich von Anfang an sehr suspekt vorkam. Unsere Erdkruste hat überall kleine Risse oder ist porös. Wer garantiert uns, dass das Gas nicht doch ungewollt irgendwo austritt und irgendwelche Schäden anrichtet.
Jetzt stellt Herr Altmaier fest, dass die Bevölkerung gar keine Lagerstätten will. Dieses Gesetz wird vermutlich auch kein Gesetz.

4. Das Wahlrecht
Bereits im Jahr 2008 hat das Bundesverfassungsgericht das Deutsche Wahlrecht für nichtvervassungskonform erklärt. Alle Parteien haben darüber diskutiert. Herausgekommen ist ein Gesetz, welches auf dem Mist der Koalitionsparteien CDU und FDP gewachsen ist. Und Mist ist es wahrlich gewesen, was da verzapft wurde, nämlich ein Wahlrecht, welches den Koalitionsparteien zum Vorteil gereicht.
Opposition und mehr als 3000 Bürger hatten gegen den Entwurf vor dem Bundesverfassungsgericht geklagt, welches nun entschieden hat, dass das alte neue Gesetz auch nicht verfassungskonform ist. Vor der Bundestagswahl im nächsten Jahr muss nun ein neues Wahlrecht her.

Da wird mit Sicherheit viel Geld für juristische und technische Beratung ausgegeben, vom Zeit- und Arbeitsaufwand mal ganz zu schweigen. Und dann war alles vergebens? Unsere Regierung hat das Regieren offensichtlich verlernt. Der einzige Pluspunkt von Punkt 3 ist der, dass hier auf die Belange der Bevölkerung, sprich Wähler, Rücksicht genommen wird. Aber es ist ja bald Bundestagswahl! Da macht sich sowas gut.

Es wird ja schon seit Jahren darüber diskutiert, die Legislaturperiode von 4 auf 5 Jahre zu verlängern. Aus wahlkampftaktischen Gründen wird ja spätestens im 3. Jahr nicht mehr ordentlich regiert. Man will ja die Wähler nicht unnötig verprellen. Wenn ich mir allerdings die Trümmertruppe in Berlin anschaue, weiss ich nicht, ob ich den Haufen über 5 Jahre etragen könnte.

Es entzieht sich meiner Kenntnis, ob die gewählten Volksvertreter auch dem Wahlrecht zustimmen mussten bzw. nunmehr wieder müssen. Allerdings hat es den Anschein, als würden unsere sogeannten Volksvertreter so ziemlich alles abnicken, was ihnen vorgelegt wird, was wohl am Fraktionszwang liegt. Ich frage mich allerdings, wozu die Abgeordneten einem Fraktionszwang unterliegen, wenn sie doch nur nach bestem Wissen und Gewissen und zum Wohle des Deutschen Volkes abstimmen sollen – eigentlich. Ein Parlament, in dem Fraktionszwang herrscht, ist nicht frei in seinen Entscheidungen und kommt der Volkskammer in der ehemaligen DDR doch ziemlich nahe.

Staatsvertrag mit Muslimen

Der Hamburger Senat hat mit den Muslimen in Hamburg einen Staatsvertrag ausgehandelt. Worum geht es da? Soweit ich es bisher im Rundfunk gehört habe u.a. um folgendes:
Muslimische Lehrerinnen dürfen im Unterricht ihr Kopftuch tragen
Es dürfen Moscheen gebaut werden
Für die Muslime wird an den Schulen Religionsunterricht eingeführt
Muslime dürfen ihre eigenen Feiertage feiern und dafür der Schule fernbleiben.

Wer also freiwillig nach Deutschland gekommen ist und freiwillig hier bleibt, bekommt in Zukunft Sonderrechte während in Saudi Arabien Ausländer, die sich nicht den Gepflogenheiten des Ramadan beugen, des Landes verwiesen werden.

Im Gegenzug verpflichten sich die Muslime zur Gleichberechtigung von Frauen und Mädchen in allen Lebensbereichen. Gewalt und Diskriminierung wegen religiöser und politischer Anschauungenen wird geächtet (Als Gewalt wegen religiöser Anschauung betrachte ich übrigens auch die Beschneidung von Jungen wenn keine medizinische Indikation vorliegt).

Die Gleichberechtigung von Mädchen und Frauen wird sich allenfalls im öffentlichen Bereich zeigen. Ehrenmorde weil Mädchen aus muslimischen Familien sich eher dem westlichen Lebenswandel zuneigen, werden weiterhin an der Tagesordnung sein.

Schon früher habe ich meine Meinung kundgetan, nämlich die, dass wir uns UNSERE Kultur bewahren sollten und Menschen aus anderen Ländern, die zu uns kommen, sich UNS anpassen und unsere Kultur akzeptieren sollten. Kopftuchtragende Lehrerinnen finde ich z.B. höchst bedenklich.

Ein Rum auf Lilo

Lilo war die langjährige Legensgefährtin meines Onkels. Vor einer Woche starb sie im Alter von 90 Jahren. Die letzten Jahre lebte sie in einem Pflegeheim, blind und altersbedingt körperlich stark behindert.

Lilo rauchte bis ins hohe Alter. Im Pflegeheim liess sich sich in ihrem Rollstuhl in den Garten fahren um dort eine oder mehrere Zigaretten rauchen zu können. Lilo trank auch gern mal einen Rum. Solange sie es noch durfte, bekam sie von mir zu Weihnachten einen Flachmann Rum. Später „versteckte“ ich den Rum dann im Kuchen, z.B. Zuckerguss mit Rum auf einem kleinen selbstgebackenen Stollen. Oder gekauftes Gebäck, das mit Rum versehen war.

Heute vormittag war in Lübeck die Trauerfeier. Anwesend waren etwa 30 Personen, alles Familie. Beim anschliessenden Leichenschmaus war ich nicht dabei. Es gibt in meinem Leben Präferenzen. Aber ich habe eben ein Gläschen Rum auf Lilo getrunken. Gute Reise Lilo!

Sommer?

„Wann wird’s mal wieder richtig Sommer?“ war einst ein Schlager, der vor vielen vielen Jahren von Rudi Carrell gesungen wurden. Es muss damals ähnliches Wetter geherrscht haben wie in diesem Jahr. Übrigens: Im vorigen Jahr war es nicht anders. Ich habe darüber auch reichlich in meinen Blogs geschrieben:

3. Juli 2011
10. Juli 2011
15. Juli 2011
10. Juli 2011
27. Juli 2011
31. Juli 2011
14. August 2011
20. August 2011

Mehr ist dazu wohl nicht zu sagen.

Anders


Um 16:19 Uhr war unsere Küche wieder klar – eine Zeit, während der andere Leute an der Kaffeetafel sitzen, wenn sie Glück haben auf der Terrrasse oder auf dem Balkon.

Bei uns läuft das am Wochenende so ab: „Hast du schon Hunger?“ – „Hm, nee, aber Appetit. Noch einen Augenblick?“ – „Ja, gut.“
Wenig später: „Na, ich kann ja langsam mal anfangen.“

Anfangen bedeutete heute, das Gulasch warm machen, Nudeln kochen, den Tisch decken und eine Flasche Wein öffnen – zu einer Zeit, während der andere Leute die Kaffeetafel decken.

Unser heutiges Sonntagsessen war mediterran angehaucht:
Französisches Gulasch
Griechische Nudeln
Italienischer Wein

Lecker war’s. Das Rezept gibt’s hier.

Aufgrund unbeständiger Wetterlage (mal Wolken – mal Sonne) haben wir nicht auf der Terrasse gegessen. Aber man kann sich das auch drinnen nett machen.

Geschmackslos


Vor etwa 2 Wochen entdeckte ich in einem kleinen Gartencenter, wo auch frisches Obst und Gemüse verkauft wird, Kirschen, das Kilo für fast 10 Euro! Die Kirschen kamen aus Italien. Da ich lange keine Kirschen mehr gegessen hatte, gönnte ich mir den Spass und kaufte so ca. 500 g bis 1/2 Kilo. Man, die waren lecker! Die schmeckten nach mehr, die hatten ein Aroma, ganz toll.

Gestern, beim Supermarkt meines Vertrauens, stand auf dem Parkplatz so eine kleine Bude, in der Beeren und Kirschen aus der Region verkauft wurden, das Kilo Kirschen für 7 Euro. Meine Erinnerung an den letzten Kirschgenuss liess mein Herz höher schlagen, mir lief das Wasser im Mund zusammen. Also kaufte ich eine kleine Schale, wieder so 500 g bis 1/2 Kilo.

Die Enttäuschung war allerdings recht gross als ich die erste pralle, dunkelrote Kirsche verzehrte: Von Aroma war nicht viel zu merken. Da werde ich bestimmt keine Kirschen mehr kaufen wenn mich danach gelüstet.

Es heisst ja immer, dass man möglichst Produkte aus der Region kaufen soll, das klingt natürlich logisch. Aber nein, ich kaufe lieber teurere Kirschen aus Italien die mir schmecken als solche aus der Region, die fade und öde sind.

Stachelig


Seit ein paar Wochen haben wir einen stacheligen Gesellen im ElbePenthouse. Ich sah ihn im Vorbeigehen in einem Blumengeschäft und konnte nicht umhin, ihn mit nach Hause zu nehmen.

Inzwischen blüht der sogar, also scheint er sich hier wohlzufühlen. Na, immerhin steht er, wenn er nicht für Fotos modellstehen muss, auf unserem Arbeitstisch zwischen zwei ansehnlichen Männern. Da ist es ja kein Wunder, wenn er uns seine Zuneigung zeigen will.

Ich möchte den Kaktus gern umtopfen. Das wird wohl eine interessante Aufgabe bei den langen Stacheln.

Übrigens: Im ElbePenthouse gibt es auch neuen Pflanzencontent.