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Gestern so – heute so


Gestern konnte ich meinen Cappuccino in der Sonne geniessen, aus edlem Geschirr, mit einem Löffelbiskuit zum tunken und einem versilberten Löffel aus dem Café Florian in Venedig (gekauft, nicht mitgehenlassen!) zum Umrühren und Restschaum schlabbern.


Und heute? Regen! Nichts mit draussen sitzen und geniessen. Shit! Es war wohl zu viel des Genusses.

Eiszeit

Während das Wetter hier bei uns derzeit eher an den Herbst erinnert, herrschen in Wien hochsommerliche Temperaturen von 31 Grad. Ich glaube mich zu erinnern, dass wir im vorigen Jahr eine ähnliche Situation hatten. Aber Eis geht immer, auch im Herbst.

Kürzlich benötigte ich für ein Rezept 1 (in Worten: eine) Limone. Unser Supermarkt bot aber nur ein Netz mit 5 oder 6 Stück an. Also nahm ich das erstmal mit. Und dann fiel mir unsere Eismaschine ein, die schon mehrere Monate unbenutzt im Schrank stand und ein Eis, welches ich schön öfter darin zubereitet hatte: Limonen-Mascarpone-Eis. Die Verwendung für die restlichen Limonen war geklärt. Vorsichtshalber packte ich noch einen Becher Sahne, 500 g Mascarpone und 250 ml Vollmilch in den Einkaufswagen. Das müssten die Zutaten für das Eis sein. Im Rezept fand ich dann zwar, dass zur Herstellung Creme Double statt Sahne gehört. Aber das spielt keine grosse Rolle.

Nun hatte ich allerdings 250 g Mascarpone übrig. Was macht man damit? Richtig, Eis! Die Eismaschine war ja eh vorbereitet. Zur Besseren Kälteübertragung gehört in den Aufnahmebehälter für das Eimerchen, in dem das Eis zubereitet wird, eine kleine Menge hochprozentiger Alkohol. Der war ja noch da drin. Also Rezepte gesucht. Und ich wurde fündig mit einem Tiramusieis.

Den Aufwand, das Eigelb mit der Sahne „zur Rose abziehen“ habe ich mir nicht gemacht. Stattdessen habe ich die Sahne leicht angeschlagen und dann mit dem Eigelb verquirlt. Statt des Kaffeelikörs habe ich Marsala genommen. Allein das Ausschlecken der Schüssel für die Zubereitung der Creme war ein Genuss. Das fertige Eis haben wir noch nicht probiert. Es ist sicher traumhaft.

Es war immer noch Alkohol in dem Behälter. Also musste die Maschine nochmal ran. Mein Mann isst gerne Schokoladeneis. Ein Rezept war schnell gefunden. Ich hatte bereits früher Schokoeis zubereitet, aber man ist ja experimentierfreudig und möchte gern was neues ausprobieren. Was mich an diesem Rezept reizte, ist der Invertzucker, der angeblich das Eis cremiger machen soll. Für viel Geld hatte ich mir den Zucker im Internet bestellt. Doch das Endergebnis ist so wie immer: Das eingefrorene Eis ist steinhart wie eine Druckprobe ergeben hat. Ich werde den Rest also aufbrauchen und dann, wie bisher, mit Puderzucker arbeiten.

Der Restalkohol in der Maschine und ein, bei meinen Streifzügen gefundenes Rezept, reizte zu einer weiteren Eiszubereitung: Erdbeer-Mascarpone-Eis. Zurzeit ist ja Erdbeersaison. Aber frische Erdbeeren zu Matsch pürrieren – das widerstrebt mir aufs Äusserste. Also habe ich TK-Erdbeeren genommen, und zwar 2 Packungen von je 300 g. Kann ja nicht verkehrt sein, wenn es 100 g mehr sind. Die Milch habe ich durch insgesamt 1-1/2 Becher Sahne ersetzt die leicht cremiggeschlagen wurde. Passt. Rezepte sind eben nur Anhaltspunkte und können nach eigenem Ermessen abgewandelt werden. Allerdings – wenn ich das Ergebnis betrachte – hätte ein Becher Sahne auch genügt.

Jetzt haben wir 4 Sorten Eis im Gefrierschrank, alles selbstgemacht. Wir machen uns jetzt unseren eigenen Sommer! Wie gesagt: Eis geht immer!

Winter an der Elbe


Während heute wieder Tausende auf das Eis der Alster gehen und sich dort tummeln, eventuell ausrutschen und sich die Knochen brechen (was ich natürlich niemanden wünsche), waren wir an der Elbe, ohne Auto, ohne ÖNV, ganz einfach anziehen und die wenigen Meter zu Fuss zurückgelegt.

Die Elbe „steit“, will sagen, das Eis ist nicht in Bewegung, es steht. Es hat sich bereits ein Rückstau gebildet und den Anleger etwas überflutet, die Bänke stehen bereits im Eis.

Alsterschwan als Eisbrecher


Es ist äusserst gefährlich, das Eis der Binnenalster zu betreten. Die Häuser drumherum strahlen zu viel Wärme ab und lassen das Eis dort nicht so dick werden wie auf der Aussenalster. Gestern wurden schon einige Leute durch die Polizei vom Eis gescheucht.


Heute war ein Eisbrecher auf der Binnenalster unterwegs. Damit ist es jetzt unmöglich geworden, dass Eis zu betreten. Als Eisbrecher fungierte das Ausflugsboot, bzw wie man auf Hamburgisch sagt – der Alsterdampfer -, „Alsterschwan“:

Sonne, Eis und Vögel


Seit Freitag Mittag ist die Elbe für die Binnenschifffahrt gesperrt. Die Eisbedeckung ist zu stark. Wer hätte gedacht, dass es in diesem Winter nochmal so richtig kalt werden würde. Aber es hilft ja nichts, da müssen wir nun durch. Die Kälte wird, wie immer, von den Medien dramatisiert. Es ist eben Winter, und da kann es schon mal kalt werden. Die Kälte wird aber in dieser Stärke nicht so lange anhalten. Die Sonne kommt höher und höher, die Tage werden länger. Die jahreszeitliche Erwärmung wird bald eintreten.


Natürlich wollten wir uns das Naturschauspiel „Eis auf der Elbe“ nicht entgehen lassen und statteten dem grossen Strom einen kurzen Besuch ab.

Was ist echte Kälte?

Der Unterschied zwischen Lappen und Waschlappen (Autor unbekannt):

+10°C Die Bewohner von Mietwohnungen in Helsinki drehen die Heizung ab. Die Lappen (Bewohner Lapplands) pflanzen Blumen.

+5°C Die Lappen nehmen ein Sonnenbad, falls die Sonne noch über den Horizont steigt.

+2°C Italienische Autos springen nicht mehr an.

0°C Destilliertes Wasser gefriert.

-1°C Der Atem wird sichtbar. Zeit, einen Mittelmeerurlaub zu planen. Die Lappen essen Eis und trinken kaltes Bier.

-4°C Die Katze will mit ins Bett.

-10°C Zeit, einen Afrikaurlaub zu planen. Die Lappen gehen zum Schwimmen.

-12°C Zu kalt zum Schneien.

-15°C Amerikanische Autos springen nicht mehr an.

-18°C Die Helsinkier Hausbesitzer drehen die Heizung auf.

-20°C Der Atem wird hörbar.

-22°C Französische Autos springen nicht mehr an. Zu kalt zum Schlittschuhlaufen.

-23°C Politiker beginnen, die Obdachlosen zu bemitleiden.

-24°C Deutsche Autos springen nicht mehr an.

-26°C Aus dem Atem kann Baumaterial für Iglus geschnitten werden.

-29°C Die Katze will unter den Schlafanzug.

-30°C Kein richtiges Auto springt mehr an. Der Lappe flucht, tritt gegen den Reifen und startet seinen Lada.

-31°C Zu kalt zum Küssen, die Lippen frieren zusammen. Lapplands Fußballmannschaft beginnt mit dem Training für den Frühling.

-35°C Zeit, ein zweiwöchiges heißes Bad zu planen. Die Lappen schaufeln den Schnee vom Dach.

-39°C Quecksilber gefriert. Zu kalt zum Denken. Die Lappen schließen den obersten Hemdknopf.

-40°C Das Auto will mit ins Bett. Die Lappen ziehen einen Pullover an.

-44°C Mein finnischer Kollege überlegt, evtl. das Bürofenster zu schließen.

-45°C Die Lappen schließen das Klofenster.

-50°C Die Seelöwen verlassen Grönland. Die Lappen tauschen die Fingerhandschuhe gegen Fäustlinge.

-70°C Die Eisbären verlassen den Nordpol. An der Universität Rovaniemi (Lappland) wird ein Langlaufausflug organisiert.

-75°C Der Weihnachtsmann verlässt den Polarkreis. Die Lappen klappen die Ohrenklappen der Mütze runter.

-120°C Alkohol gefriert. Folge davon: Der Lappe ist sauer.

-268°C Helium wird flüssig.

-270°C Die Hölle friert.

-273,15°C Absoluter Nullpunkt. Keine Bewegung der Elementarteilchen. Die Lappen geben zu: ‚Ja, es ist etwas kühl, gib‘ mir noch einen Schnaps zum Lutschen‘

The early bird …


Mein Wurm war heute Morgen um ca. 08:30 Uhr der Sonnenaufgang. Endlich, endlich hatte ich mal das Glück, eine Morgenstimmung einzufangen. Entweder bin ich an solchen Tagen mit dem Wagen unterwegs nach Hamburg ins Büro oder wir sind gerade aufgestanden.



Heute morgen hatte ich erst Bernd zur Schulung gefahren, danach war ich gleich weitergefahren und habe eingekauft. Auf dem Rückweg an der Elbe entlang sah ich voraus diese Himmelserscheinung. Ein Parkplatz am Hafen war schnell gefunden (die Kamera ist ja immer dabei). Für einen kleinen Spaziergang war ich zwar nicht gekleidet. Aber für die paar Minuten war es ausreichend. Denn diesen Augenblick einzufangen wollte ich mir nicht entgehen lassen.

Sunset



Ein Sonnenuntergang am Meer ist schön, ganz ohne Frage. Aber wir brauchen nicht erst viele Kilometer ans Meer zu fahren, um einen schönen Sonnenuntergang zu sehen. Wir haben die Elbe sozusagen vor unserer Haustür und stehen in weniger als 5 Minuten am grossen Strom und schauen uns den Sonnenuntergang an.


Unseren alten Wagen haben wir auch vorbeifahren sehen.