Archiv der Kategorie: Wetter

Sommer?

„Wann wird’s mal wieder richtig Sommer?“ war einst ein Schlager, der vor vielen vielen Jahren von Rudi Carrell gesungen wurden. Es muss damals ähnliches Wetter geherrscht haben wie in diesem Jahr. Übrigens: Im vorigen Jahr war es nicht anders. Ich habe darüber auch reichlich in meinen Blogs geschrieben:

3. Juli 2011
10. Juli 2011
15. Juli 2011
10. Juli 2011
27. Juli 2011
31. Juli 2011
14. August 2011
20. August 2011

Mehr ist dazu wohl nicht zu sagen.

Vergänglich


Meist ist ein Regenbogen nur wenige Minuten zu bewundern. Schon von einer Sekunde auf die andere lässt die Intensität nach.

Diesen Regenbogen sahen wir heute Abend von unserem Arbeitszimmer aus.

Blitze


Heute morgen, als ich nach Hamburg musste ins Büro, war es bereits so warm, dass ich offen fahren konnte. Der Wetterbericht hatte ja aber für den Tag schon Regen und Gewitter vorhergesagt, so konnte ich die Fahrt heute morgen ausnutzen. Es war ja ungewiss, ob ich auf der Heimfahrt auch offen hätte fahren können.

Allerdings blitzte es bereits auf der Fahrt ins Büro. Und das an einer Stelle, wo jeder Einheimische weiss, dass da ein Blitzer steht, nämlich stadteinwärts vor den Elbbrücken.

Während der Zeiten, in denen keine Ferien sind, kann man da morgens gar nicht gebliztdingst werden. Aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens ist es unmöglich, die erlaubte Geschwindigkeit von 60 km/h auch nur annähernd zu erreichen. Aber nun sind keine Ferien und es gibt im morgendlichen Berufsverkehr freie Fahrt bis weit über die Elbbrücken. Dazu kommt, dass wir einen sehr spritzigen Wagen haben und ich heute morgen mit meinen Gedanken irgendwo war, nur nicht bei dem blöden Blitzkasten. Der Tacho zeigte in dem Moment so ca. irgendwas zwischen 70 und 75 km/h, so sah ich das jedenfalls. Mal sehen, wie das Blitzdingsbums das gesehen hat.

Am Himmel hat’s dann heute am späten Nachmittag, als ich bereits wieder zu Hause war, auch geblitzt. Schlimmer als das Gewitter, was relativ schnell über uns hinwegzog, war der Regen. Das Regenauffangbecken neben dem ElbePenthouse entwickelte sich zu einem kleinen See. Normalerweise ist da gar kein Wasser drin. Und wenn es mal einen Schauer gibt, stehen dort ein paar Pfützen. Aber heute war es schon heftig, was da runterkam.

Ich hatte mich schon darauf vorbereitet, Bernd von der Arbeit mit dem Wagen abzuholen. Aber oh Wunder – der Regen hörte rechtzeitig auf. Aber mein Mann musste einen Umweg machen weil ein Teil seines Weges so hoch unter Wasser stand, dass er dort nicht zu Fuss gehen konnte.

Ich liebe ja solche Naturgewalten und schaue ihnen gerne zu.

Gestern so – heute so


Gestern konnte ich meinen Cappuccino in der Sonne geniessen, aus edlem Geschirr, mit einem Löffelbiskuit zum tunken und einem versilberten Löffel aus dem Café Florian in Venedig (gekauft, nicht mitgehenlassen!) zum Umrühren und Restschaum schlabbern.


Und heute? Regen! Nichts mit draussen sitzen und geniessen. Shit! Es war wohl zu viel des Genusses.

Eiszeit

Während das Wetter hier bei uns derzeit eher an den Herbst erinnert, herrschen in Wien hochsommerliche Temperaturen von 31 Grad. Ich glaube mich zu erinnern, dass wir im vorigen Jahr eine ähnliche Situation hatten. Aber Eis geht immer, auch im Herbst.

Kürzlich benötigte ich für ein Rezept 1 (in Worten: eine) Limone. Unser Supermarkt bot aber nur ein Netz mit 5 oder 6 Stück an. Also nahm ich das erstmal mit. Und dann fiel mir unsere Eismaschine ein, die schon mehrere Monate unbenutzt im Schrank stand und ein Eis, welches ich schön öfter darin zubereitet hatte: Limonen-Mascarpone-Eis. Die Verwendung für die restlichen Limonen war geklärt. Vorsichtshalber packte ich noch einen Becher Sahne, 500 g Mascarpone und 250 ml Vollmilch in den Einkaufswagen. Das müssten die Zutaten für das Eis sein. Im Rezept fand ich dann zwar, dass zur Herstellung Creme Double statt Sahne gehört. Aber das spielt keine grosse Rolle.

Nun hatte ich allerdings 250 g Mascarpone übrig. Was macht man damit? Richtig, Eis! Die Eismaschine war ja eh vorbereitet. Zur Besseren Kälteübertragung gehört in den Aufnahmebehälter für das Eimerchen, in dem das Eis zubereitet wird, eine kleine Menge hochprozentiger Alkohol. Der war ja noch da drin. Also Rezepte gesucht. Und ich wurde fündig mit einem Tiramusieis.

Den Aufwand, das Eigelb mit der Sahne „zur Rose abziehen“ habe ich mir nicht gemacht. Stattdessen habe ich die Sahne leicht angeschlagen und dann mit dem Eigelb verquirlt. Statt des Kaffeelikörs habe ich Marsala genommen. Allein das Ausschlecken der Schüssel für die Zubereitung der Creme war ein Genuss. Das fertige Eis haben wir noch nicht probiert. Es ist sicher traumhaft.

Es war immer noch Alkohol in dem Behälter. Also musste die Maschine nochmal ran. Mein Mann isst gerne Schokoladeneis. Ein Rezept war schnell gefunden. Ich hatte bereits früher Schokoeis zubereitet, aber man ist ja experimentierfreudig und möchte gern was neues ausprobieren. Was mich an diesem Rezept reizte, ist der Invertzucker, der angeblich das Eis cremiger machen soll. Für viel Geld hatte ich mir den Zucker im Internet bestellt. Doch das Endergebnis ist so wie immer: Das eingefrorene Eis ist steinhart wie eine Druckprobe ergeben hat. Ich werde den Rest also aufbrauchen und dann, wie bisher, mit Puderzucker arbeiten.

Der Restalkohol in der Maschine und ein, bei meinen Streifzügen gefundenes Rezept, reizte zu einer weiteren Eiszubereitung: Erdbeer-Mascarpone-Eis. Zurzeit ist ja Erdbeersaison. Aber frische Erdbeeren zu Matsch pürrieren – das widerstrebt mir aufs Äusserste. Also habe ich TK-Erdbeeren genommen, und zwar 2 Packungen von je 300 g. Kann ja nicht verkehrt sein, wenn es 100 g mehr sind. Die Milch habe ich durch insgesamt 1-1/2 Becher Sahne ersetzt die leicht cremiggeschlagen wurde. Passt. Rezepte sind eben nur Anhaltspunkte und können nach eigenem Ermessen abgewandelt werden. Allerdings – wenn ich das Ergebnis betrachte – hätte ein Becher Sahne auch genügt.

Jetzt haben wir 4 Sorten Eis im Gefrierschrank, alles selbstgemacht. Wir machen uns jetzt unseren eigenen Sommer! Wie gesagt: Eis geht immer!

Winter an der Elbe


Während heute wieder Tausende auf das Eis der Alster gehen und sich dort tummeln, eventuell ausrutschen und sich die Knochen brechen (was ich natürlich niemanden wünsche), waren wir an der Elbe, ohne Auto, ohne ÖNV, ganz einfach anziehen und die wenigen Meter zu Fuss zurückgelegt.

Die Elbe „steit“, will sagen, das Eis ist nicht in Bewegung, es steht. Es hat sich bereits ein Rückstau gebildet und den Anleger etwas überflutet, die Bänke stehen bereits im Eis.

Alsterschwan als Eisbrecher


Es ist äusserst gefährlich, das Eis der Binnenalster zu betreten. Die Häuser drumherum strahlen zu viel Wärme ab und lassen das Eis dort nicht so dick werden wie auf der Aussenalster. Gestern wurden schon einige Leute durch die Polizei vom Eis gescheucht.


Heute war ein Eisbrecher auf der Binnenalster unterwegs. Damit ist es jetzt unmöglich geworden, dass Eis zu betreten. Als Eisbrecher fungierte das Ausflugsboot, bzw wie man auf Hamburgisch sagt – der Alsterdampfer -, „Alsterschwan“:

Sonne, Eis und Vögel


Seit Freitag Mittag ist die Elbe für die Binnenschifffahrt gesperrt. Die Eisbedeckung ist zu stark. Wer hätte gedacht, dass es in diesem Winter nochmal so richtig kalt werden würde. Aber es hilft ja nichts, da müssen wir nun durch. Die Kälte wird, wie immer, von den Medien dramatisiert. Es ist eben Winter, und da kann es schon mal kalt werden. Die Kälte wird aber in dieser Stärke nicht so lange anhalten. Die Sonne kommt höher und höher, die Tage werden länger. Die jahreszeitliche Erwärmung wird bald eintreten.


Natürlich wollten wir uns das Naturschauspiel „Eis auf der Elbe“ nicht entgehen lassen und statteten dem grossen Strom einen kurzen Besuch ab.