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Es herbstelt schon?

Von meinem häuslichen Arbeitsplatz entdeckte ich heute durch das gegenüberliegende Fenster gelbe Blätter. Und dabei haben wir vom Sommer doch kaum was gehabt, jedenfalls hier im Norden.

Die Vegetation war in diesem Frühling ja, vergleichbar mit anderen Jahren, ihrer Zeit weit vorraus. Damals hatte ich schon die Befürchtung, dass der Herbst in diesem Jahr dementsprechend auch früher eintritt. Dass das mit den gelben Blättern aber schon Mitte Juli losgeht – wer hätte das gedacht.

Wüstensand?

In der vorigen Woche war es fast täglich in den Medien zu lesen: Wüstensand aus der Sahara wurde in extrem grosser Höhe in den Norden Deutschlands geweht und sorgte hier für einen recht dunstigen Himmel. Es hiess, der Dunst wäre von dem feinen Wüstensand verursacht worden. Ich hielt es anfangs für einen Aprilscherz. Dem war aber wohl nicht so.

In den letzten Tagen hat es geregnet. Unsere Terrasse ist jetzt langsam wieder abgetrocknet. Und was sehe ich?: An eingetrockneten Rändern gelblich-rötliche Ablagerungen. Ich kenne das sonst nur von heftigem Pollenflug, aber dann sind die Ränder nach dem Regen grünlich-gelblich.

Es hiess ja, dass der Wüstenstaub durch Regen ausgewaschen wird. Es könnte also durchaus sein, dass es sich bei den heute entdeckten Rändern um Wüstenstaub handelt.

Kommt er doch noch?

Wir haben die zweite Januarhälfte erreicht und bislang hat uns der Winter in Ruhe gelassen, was ich total in Ordnung finde. Schnee und Eis – ich brauche das nicht. Man darf aber eben nicht vergessen, dass wir Winter haben. Und da muss man eben damit rechnen, dass es auch anders gehen kann als bisher.

Die Vorhersage der letzten Tage bei Wetteronline war nie so konstant, dass davon auszugehen war, dass der Winter in kürze kommen würde. In den letzten Tagen war es ein ständiges Auf und Ab der Temperaturen und der Aussicht auf Schnee oder doch kein Schnee.

Heute mittag zeigt die Temperaturkurve für die nächsten Tage beständig nach unten. Der derzeitige starke Ostwind deutet darauf hin, dass mit Kälte zu rechnen ist. Die Kälte kam schon immer aus dem Osten, auch politisch.

Gut, es bleibt abzuwarten, ob die Vorhersage, so wie sie auf der Grafik dargestellt wird, eintrifft. Ich hoffe, dass sich eine Westströmung durchsetzt und die Kälte, und damit den Winter, wieder zurückdrängt. Die Grafik (aus der Homepage von Wetteronline) bietet Anlass zur Hoffnung. Ich werde aber trotzdem endlich die Wasserleitung nach aussen absperren.

War’s das?

Xaver, der Sturm wurde angesagt. Und was ist?: Nicht mehr als ein ganz normaler kräftiger Wintersturm. Hab den Reissverschluss meiner Jacke etwas höher gezogen und gut war’s. Nun ja, man weiss ja nicht, was da noch kommen könnte.

Und besser, da wird im Vorwege ordentlich Wind um den Wind gemacht, als dass man nichts sagt und es kommt ganz schlimm und es passieren unangenehme Dinge.

Schnee am Mittelmeer

Montpellier, Marseille, Aix-en-Provence – blumige Namen, die man mit Sommer, Sonne, Wein und Lavendel verbindet. Gleich nebenan von Marseille liegt der Hafen Fos sur Mer, in welchem seit gestern ein Schiff von uns liegt, um dort eine Ladung Stahlprodukte zu löschen. Leider konnte heute nicht gearbeitet werden, Stahl rostet nämlich wenn er nass wird, Schnee ist nämlich, wie wir alle wissen, auch nass.

Als ich heute morgen mit dem Kapitän telefonierte, berichtete er mir von ca. 2 cm Schnee, die an Deck liegen sowie einer Temperatur von 0 Grad! Und das in Südfrankreich, direkt am Mittelmeer. Das Foto hat uns der Hafenagent geschickt.

Rekordverdächtig


Seit Tagen schon war die Rede davon, dass heute die Temperatur bis auf 20 Grad ansteigen würde. Und das an einem 22. Oktober, eine Zeit, während der es üblicherweise recht kühl ist. Während meines Mittagspausenrundgangs um die Binnenalster, welchen ich nochmal nackt (ohne Jacke) absolvieren konnte, entdeckte ich an der S-Bahnstation Jungfernstieg ein Thermometer, welches frühlingshafte 22 Grad anzeigte. Viele Menschen hatten sich die Jacken ausgezogen und locker über die Schulter geworfen. Mit Jacke war es wirklich zu warm. Aber es gibt ja immer ein paar, die vom Wetter keine Ahnung haben und über ihrem Sakko oder Pullover auch noch eine Jacke tragen.

Die Eisbude an der Alster Ecke Jungfernstieg/Neuer Jungfernstieg verzeichnete heute sicher gute Umsätze. Auch ich gönnte mir heute Mittag ein Eis to go, auch wenn ich mein Gewicht von vor unserer Kreuzfahrt immer noch nicht wieder erreicht habe. Aber wat mutt dat mutt! Ich habe da aber meine ganz persönliche Eisbude, an der Sorten angeboten werden, die es nicht überall gibt.

Die Bäume an der Alster präsentierten sich im Herbstsonnenschein in bunter Vielfalt. Gerade die jetzt tiefstehende Sonne wirft ein spezielles Licht auf das Laub. Und – man höre und staune – heute Abend konnte ich nochmal offen fahren auf der Heimfahrt vom Büro in die etwa 30 km entfernte kleine Stadt an der Elbe.

Wie im Sommer

fruehlingswald

Der Start in den Mai zeigte sich heute von einer phantastischen Seite: Es war wie Sommer, und das wurde auch endlich mal Zeit. Stundenlang konnten wir auf der Terrasse sein, um uns herum ein frühlingshafter Rest des kleinen Waldes, in dem unsere Wohnanlage steht. Es war einfach toll und bescherte uns leichtgerötete Haut.