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Winterfrage

Keine Frage, der Winter ist da, jedenfalls zurzeit. In der nächsten Woche soll es wieder um die 10 Grad werden, plus versteht sich. Wenn es kalt ist, so wie heute, ist der Himmel immer viel blauer als sonst.

Überall liest und hört man jetzt vom Wintereinbruch. Wieso eigentlich Einbruch? Bricht da jemand beim Winter ein oder bricht der Winter irgendwo ein? Ist der Winter vielleicht in durch eine dünne Eisdecke in einen See eingebrochen?

Wenn von einem Einbruch bezüglich des Wetters die Rede ist, geht es immer um den Winter. Ich habe noch nie von einem Sommereinbruch gehört oder gelesen. Auch andere Jahrszeiten brechen nie ein, immer nur der Winter. Ist der Winter besonders kriminell? Muss sich der Winter mit wärmenden Klamotten versorgen oder klaut er gar Glühwein? Diese Einbruchserie ist äusserst merkwürdig.

Einzug

Nee, wir kriegen keinen Mitbewohner – weder zweibeinig noch vierbeinig. Ich rede vom Winter. Der Maivember ist wohl Geschichte. Aber der Winter ist eingezogen: Heute schneit es das erste Mal in diesem Winter. Und wisst ihr was?: Es ist mir wurscht, brauch ich doch morgen früh keine verschneiten oder vereisten Straßen zu fürchten.

Draußen schneit’s und drinnen essen wir von dem selbstgebackenem Stollen. Es ist ja so entspannt und gemütlich.

Sturm oder nicht?

Schon oft habe ich zu Bernd gesagt, dass es Sturm geben wird. Und dann vergesse ich es und dann kommt der Sturm und ich weiss nicht mehr, wann ich das vorhergesagt haben. Diese Wolkenformationen deuten daraufhin, dass es in den nächsten Tagen stürmisch werden könnte. Ich will jetzt also einfach mal festhalten, dass ich heute, am 3.10.2015 gesagt habe, dass es stürmisch wird. Und dann will sehen, ob es Sturm gibt und wenn ja, wie lange es gedauert hat bis es soweit ist.

Regen von Ungarn bis zur Nordsee

Es ist dunkel draussen, man könnte Licht machen. Es regnet. Ein Blick auf das Regenradar von Wetteronline zeigt, dass es ein schmales aber sehr langes Regenband gibt, welches von Ungarn bis zur Nordsee reicht. Bei unseren Freunden in Wien werden die Paradeiser und anderes Gemüse im Palettengarten nass. Die haben dort also den gleichen Regen wie wir.

Ohne Frage, der Regen ist dringend erforderlich in vielen Gebieten Europas. Die Flüsse führen zum Teil nur noch wenig Wasser. Es gibt Ernteausfälle. So ist das Wetter, wie so oft, nicht nach jedermanns Geschmack. Was soll’s – wir müssen es nehmen wie es kommt.

Grün ist mir lieber!

Nun hat es uns auch erwischt: Es schneit! Tja, was soll man da machen? Man kann nur hoffen, dass es ein schnell vorübergehendes Wetterphänomen ist. Zum Glück ist Wochenende, da ist es mir so ziemlich egal, wegen der Straßen und so. Aber wer weiss schon, was uns noch bevorsteht. Nützt ja nicht – wir müssen es nehmen wie es kommt.

Können sich die Vögel irren?

18. Januar anno 2015 – morgens um 07:45 Uhr: Ich stehe am offenen Fenster und lausche den Vögeln. Piep piep hier, zirp zirp dort, und in der Ferne singt eine Drossel! Mitten im Winter! Oder steht der Frühling vor der Tür? Gut, der grosse und laute Singsang wird noch auf sich warten lassen. Ist vielleicht doch noch ein wenig früh, auf Partnersuche zu gehen. Aber der frühe Vogel frisst den Wurm!

Die Wettervorhersage für den Raum Hamburg sagt für die nächsten Tage nachts leichten Frost. Danach steigen die Temperaturen wieder bis zu 8 Grad, plus wohlgemerkt. Bis Ende Januar ist diese Tabelle einzusehen.

Meine Prognose: Strenge Kälte werden wir in diesem Winter nicht mehr bekommen. Aber mit Schnee müssen wir wohl noch rechnen.

Unglaublich!

Das muss man sich mal vorstellen: Am 1. November kann man in kurzen Hosen und T-Shirt auf der Terrasse sitzen. Wann hat’s sowas schon mal gegeben. 17 Grad war die Temperatur, im Schatten. In der Sonne waren es bestimmt 20 Grad, wenn nicht sogar knapp darüber.

Da die „guten“ Gartenstühle bereits seit 2 Wochen im Keller stehen, hab ich einen von den 17 Jahre alten Stühlen rausgekramt, Kissen drauf, ich drauf und dann Espresso getrunken. Ich sag ja immer: So kann es bleiben bis Weihnachten und darüber hinaus.

Hitzepause

Nach vielen sonnigen Tagen, die zu einer extremen Wärme geführt haben, gab es heute mal Regen. Seit Tagen konnte ich mal nicht offen nach Hause fahren. Heute Mittag standen mein Chef und ich am Fenster und schauten zu, wie es regnete, gerade so, als hätten wir noch nie Regen gesehen, Regen – ein Naturwunder!

Nach dem ersten Schauer ging ich raus zur Mittagspause, man hat ja auch mal was zu besorgen. Wohlweislich hatte ich den Schirm mitgenommen. Und in weiser Voraussicht hatte ich heute nicht die leichten Sommerschühchen an sondern die festeren, derberen. Und damit hatte ich alles richtig gemacht. Als ich nämlich wieder ins Büro wollte, schüttete es recht heftig. Ich stellte mich ein paar Minuten irgendwo unter, bis ich das Gefühl hatte, es würde langsamer regnen. Ein paar Schritte schaffte ich, aber dann wurde es wieder heftiger und ich musste wieder Schutz suchen. Der Schirm hielt mich zwar obenrum trocken, aber untenrum wurde meine Hose schon feucht, von den Schuhen ganz zu schweigen. Auf diese Weise bewegte ich mich also langsam vorwärts zum Büro: Ein paar Meter gehen – mehr Regen – Schutz suchen usw. Mein Sommerschühchen hätten das Wetter wohl nicht überlebt.

Heute Abend zu Hause hab ich dann erstmal durchzug gemacht. Alle wurden aufgerissen und die Türen zur Terrasse. Endlich können wir wieder kuscheln wenn wir schlafengehen und nicht jeder auf Distanz nebeneinander im Bett liegen nach dem Motto: Fass mich ja nicht an.