Archiv der Kategorie: politisch

Wie lange noch?

Ich hoffe, die Zeit des obersten Soldaten, nämlich des KriegsVerteidigungsministers zu Guttenberg ist bald abgelaufen. Er sollte nämlich bei sich den gleichen Maßstab anlegen, wie er es als Dienstherr von den Studenten der Hochschulen der Bundeswehr verlangt. Entweder seine Chefin, die Bundeskanzelrin, kommt nicht umhin, ihn demnächst zu entlassen, was ich allerdings bezweifel. Da sie ihm ja erst den Rücken gestärkt hat, würde sie dann in einem ganz schlechten Licht dastehen. Wahrscheinlicher ist es, dass er seinen HelmHut nimmt und zurücktritt. Und ich hoffe, dass das bald der Fall sein wird. Dann ist er endlich nicht nur „zu“ Guttenberg sondern auch noch „auf und davon“. Dieser Mann ist in meinen Augen untragbar und unerträglich.

Bewusst oder unbewusst?

Der Plagiator hat ausgesagt, nicht bewusst bei seiner Doktorarbeit abgeschrieben zu haben. Kann mir das mal jemand erklären? Er spricht in Rätseln.

Na, der Doktortitel ist ihm ja nun abhanden gekommen. Ich bezweifel allerdings, dass ihm auch der Ministerposten abhanden kommt.

Das Verhalten des von Guttenberg ist ein reines Schmierentheater und passt zu seiner schmierigen Frisur. Und nun sieht er sich auch noch als Opfer und meint, dass er sich ggf. unter dem Aspekt der üblen Nachrede wehren könnte. Er wird also kämpfen.

Da lob ich mir doch das Verhalten der Frau Käßmann. Sie hat Rückgrat bewiesen und ist sofort zurückgetreten als bekannt wurde, dass sie alkoholisiert ein Fahrzeug geführt hat. Politiker dürfen anscheinend recht viel Mist bauen, bevor sie zurücktreten oder entlassen werden. Oder hat er noch nicht genügend Dienszeit hinter sich, um nach einem Rücktritt noch die guten Bezüge zu erhalten?

Befreiung


Anlässlich der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz heute vor 66 Jahren und zum Gedenken an die durch die Nationalsozialisten ermordeten Menschen ist in Hamburg an öffentlichen Plätzen und Gebäuden halbmast geflaggt, so wie hier an der Lombardsbrücke.

Abgesetzt

Der Kommandant der „Gorch Fock“, Norbert Schatz, wurde aufgrund der Vorfälle auf dem Segelschulschiff abgesetzt. Das Schiff, dass sich derzeit auf einer Auslandsreise befindet, wurde zurückbeordert in seinen Heimathafen Kiel. So weit – so gut. Es ist logisch, dass Gerüchte und Vorfälle aufgeklärt werden müssen, besonders auch deshalb, weil die „Gorch Fock“ seit 52 (!) Jahren über die Weltmeere segelt und die Bundesrepublik Deutschland im Ausland repräsentiert.

Was mir allerdings Sorgen bereitet ist die Tatsache, dass der Oberfehlshaber der Streitkräfte, der auch die Absetzung des Kommandanten angeordnet hat, Bundesverteidiungminister zu Guttenberg, angeblich die Zukunft des Schiffes als Ausbildungsschiff und „Botschafterin“ Deutschlands in Frage stellt.

1.
Es gibt keine bessere Ausbildung für Seepersonal als eine Ausbildung auf einem Segelschiff. Hier ist man den Naturgewalten am nähesten. Hier lernt man, schnell auf die Wetterverhältnisse zu reagieren. Wind und Meeresströmungen beeinflussen Geschwindigkeit und Verhalten eines Segelschiffes. Auch Motorschiffe sind diesen Beeinflussungen ausgesetzt, allerdings nicht in dem Maße wie Segelschiffe. Erfahrungen, die auf einem Segelschiff gemacht wurden, sind auch auf einem motorgetriebenen Schiff von Nutzen.

2.
Ein Schiff und seine Besatzung können nur so gut sein wie ihr Kapitän bzw. Kommandant. Wenn es also zu Vorfällen gekommen ist, die kritikwürdig sind und die der Aufklärung bedürfen, ist dies nicht nur den Auszubildenden anzulasten. Es bedarf einer guten und einfühlsamen Schiffsleitung, die Besatzung zu motivieren.

Viele Jahre segelte die „Gorch Fock“ über die Weltmeere, ohne dass sie in negative Schlagzeilen geriet. Das ist ein Verdienst ihrer Kommandanten, die offensichtlich mit grosser Sorgfalt und Menschenkenntnis seitens der Marineführung ausgesucht worden sind.

Das Schiff jetzt einfach auf das Abstellgleis zu schieben wäre falsch. Ich hoffe, dass es nach der Untersuchung der Vorfälle zu einem positiven Neuanfang kommt.

Ausnahmezustand

In Tunesien ist der Ausnahmezustand ausgerufen worden. Der Präsident ist geflüchtet, der Luftraum von Tunesien wurde gesperrt, es gibt eine Ausganssperre. Und wir haben ein Schiff in der Hafenstadt Sousse. Wir hoffen, dass das Schiff dort ohne Probleme die Ladung löschen und dann möglichst schnell den Hafen verlassen kann.

Wikileaks II

Wie heute bekannt wurde, ist die Homepage von Wikileas nicht nicht mehr über die url wikileaks.org erreichbar sondern nur noch über die IP-Adresse, die jeder url zugeteilt wurde. Wer da mal reinschauen möchte: hier.

Ich muss zugeben, dass ich mich gewundert habe, dass die url mit der IP-Adresse von Wikileaks nicht in den Medien veröffentlicht wurde – warum auch immer. Heute Abend habe ich sie im lawblog entdeckt.

Wikileaks

In der Bloggerszene habe ich bisher noch nichts über Wikileaks und deren Veröffentlichungen entdeckt. Ich möchte mich hiermit als Sympathisant von Wikileas outen.

Warum? Weil dort Dinge veröffentlicht werden, von denen wir teilweise ahnten, dass es sie gibt und weil dort Dinge veröffentlicht werden, von denen wir bislang nichts wussten.

Was Deutschland betrifft: Sehr brisant finde ich, dass ein FDP-Mitglied während der Koalitionsverhandlungen in der Amerikanischen Botschaft berichterstattete. Nun gibt es Gerüchte, dass die Schwesterwelle selbst dafür gesorgt haben könnte, Informationen an die Amerikaner zu liefern. Wenn dem tatsächlich so wäre – ich traue ihm das zu.

Neue Spur

Ein Schock ging im Oktober 1987 durch Deutschland: Uwe Barschel wurde tot in einer Badewanne des Hotels Beau Rivage in Genf gefunden. Ich weiss noch genau die Umstände, unter denen ich vom Tod Barschels erfahren habe:

Ich befand mich mit meiner Familie auf einer Fähre zwischen Gedser und Travemünde. Wir hatten an dem Wochenende Freunde in Dänemark besucht. Um unseren Sohn zu beschäftigen, stromerte ich mit ihm auf dem Schiff umher und landeten dabei in einer Lounge, in der es einen Fernseher gab. Dort wurde gerade von der Sache berichtet. Meine Frau sass derweil in einem anderen Bereich der Fähre und hielt unsere Plätze frei. Ziemlich geschockt machen wir uns auf den Weg zurück zu ihr und berichteten, was wir soeben erfahren hatten.

Die Umstände, die zum Tod von Barschel führen, wurden wohl nie so richtig geklärt. Die offizielle Version spricht von Selbstmord. Allerdings ranken sich um seinen Tod die Legenden von Waffenhandel in den er verstrickt gewesen sein soll und von Mord. Vermutlich werden die wahren Umstände, die zum Tod führten, nie geklärt werden.

Wie ich eben gelesen habe, hat sich nun ein Zeuge gemeldet, der anbietet, seine Kenntnisse zur Verfügung zu stellen solange er dafür die USA nicht verlassen muss. Es ist die Rede von Waffenhandel zwischen Israel und dem Iran, der über Schleswig-Holstein abgewickelt worden sein soll. Da Uwe Barschel sein Schweigen brechen wollte, musste er durch die Hand des Mossad, dem Israelischen Geheimdienst, sterben.

Ist es nur ein Wichtigtuer, der sich jetzt gemeldet hat oder steckt tatsächlich was dahinter? Werden wir es je erfahren, was im Hotel in Genf passiert ist? Oder bleibt der Tod des Uwe Barschel eine Legende, die nie aufgeklärt werden wird?

Hoheitsrecht

Ich finde es schon ziemlich beängstigend, dass auf Deutschem Boden ausländische Polizisten bei Demonstrationen eingesetzt werden. Wir leben zwar in Europa, aber ausländischen Polizisten darf auf Deutschem Boden kein Befugnisrecht zugestanden werden! Die Frage ist, ob das mit dem Grundgesetz überhaupt vereinbar ist. Ich hoffe sehr, dass die Geschichte noch ein Nachspiel hat und jemand zur Rechenschaft gezogen werden kann.