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Selbst ins Knie geschossen

Endlich mal ein Politiker, der die Wahrheit sagt: Rainer Brüderle. Er hat ausgesprochen, was eh alle gewusst haben: Das verkündete Moratorium zur Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke war ein Wahlkampftrick.

Wie blöd kann man eigentlich sein, sowas in der Zeit der modernen Technik laut von sich zu geben?!

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Allein wegen so einer Dummheit ist der Mann unfähig, ein Ministeramt auszuüben. Von anderen Unzulänglichkeiten wollen wir lieber gar nicht erst reden.

Nachtrag
Inzwischen wird behauptet, das Protokoll in dem die Äusserung Brüderles steht, sei falsch.
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Äusserungen solcher Art wird sich ja wohl keiner aus den Rippen schneiden. Ein Fünkchen Wahrheit wird schon dran sein an dem, was er gesagt hat.

Alles Lug und Betrug

Die Atomkraftwerke sind sicher – so wurde uns noch im vorigen Jahr erzählt. Und um mehr Geld in die Kassen der Kraftwerksbetreiber zu spülen, wurde mal eben ein Gesetz verabschiedet, um die Laufzeiten der bei den Deutschen unbeliebten Atommeilern zu verlängern.

Wie sich nun herausstellt, bzw. wie nun öffentlich wird, war der Regierung damals bereits bekannt, dass es Sicherheitsrisiken gibt. Und trotzdem hat man uns längere Laufzeiten verordnet!!! Wohl der Atomlobby zum Gefallen, einen anderen Grund gibt es nämlich nicht.

Diese Regierung unter der Leitung der Kanzlerin Angelika Merkel und der Vizekanzlerin Guido Westerwelle gehört zum Teufel gejagt!!!

Anmaßend

Es ist schon ziemlich dreist, dass Wirtschaftsminister Brüderle über uns Deutsche sagt, wir seien angesichts des Fiaskos der Kernkraftwerke in Japan hysterisch. Der Mann hat sie wohl nicht alle auf dem Sender, nicht alle Tassen im Schrank.

Herr Brüderle, was fällt ihnen eigentlich ein? Sie wären doch im Fall einer ähnlichen Katastrophe in ihrem Umfeld einer der ersten, der evakuiert werden würde und von einem sicheren Platz weiter über das Wahlvolk wettern könnte. Solche Äusserungen gehören sich einfach nicht! Sie sind anmaßend und frech!

Und Herr Westerwelle? Was macht der? Der verkündet schon den Ausstieg vom Ausstieg aus dem Ausstieg. Entweder hat er schon Druck von der Atomlobby bekommen oder die Atomlobby winkt mit Euroscheinen für die Parteikasse.

Wir lassen uns doch nicht verarschen! Und ich hoffe, dass sich die Wähler bei den anstehenden Landtagswahlen auch nicht verarschen lassen und schwarz-gelb eine deutliche Absage erteilen. Ich glaube aber leider leider nicht daran.

Gefahr durch das Wasser

Dass die in Deutschland stehenden Atomkraftwerke von einem Tsunami heimgesucht werden ist ziemlich unwahrscheinlich. Aber vielleicht gibt es ja ein Restrisiko. Man weiss ja nie.

Zwei Atomkraftwerke stehen in unmittelbarer Nähe der Elbe, nämlich Brokdorf und Brunsbüttel. Sie sind durch Deiche vor Tsunamis und Sturmfluten geschützt. Aber da gibt es hundertprozentig ein Restrisiko, nämlich das einer Sturmflut.

Die Deiche entlang der Norsee und der Elbe werden zwar ständig gepflegt um eine Katastrophe, wie wir sie 1962 hatten, zu verhindern. Seitdem sind die Deiche verstärkt und erhöht worden. Aber was passiert, wenn ein Sturm das Wasser tagelang in die Elbe presst und an den Deichen nagt, sich eine kleine Schwachstelle bildet und das Wasser dann plötzlich den Deich aufbricht um sich dann über das dahinterliegende Land, auf dem die Atomkraftwerke stehen, zu ergiessen? An den Haaren herbeigezogen? Nein! Das kann durchaus passieren! Und dann könnte eine Situation entstehen, wie die armen Japaner sie zurzeit Fukushima haben!!!

Merkwürdig, dass ich über dieses Szenario noch nichts in den Medien gefunden habe.

Ich glaube nichts

Frau Merkel verteidigt die 180-Grad-Wende bezüglich der Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken. Warum sollte ich ihr das wohl glauben? Es ist immerhin Wahlkampf und da macht es sich natürlich gut, wenn man dem Wählervolk jetzt ein paar Brocken hinwirft, die einen positiven Anschein haben. Und bislang hat sie sich gar nicht gewendet, räumt sie doch ein, dass einige Meiler nach Ablauf von 3 Monaten wieder ans Netz gehen könnten.

Positiv wäre, wenn sie verkündet hätte, die 7 AKWs und den Pannenmeiler Krümmel dauerhaft abzuschalten und nicht nur vorrübergehend für 3 Monate und die Laufzeitverlängerung rückgängig zu machen.

Ich kann nur allen Wählern, die in den nächsten Wochen anlässlich von Landtagswahlen zur Wahlurne gerufen werden, raten, NICHT die CDU zu wählen!!!

Mehr zum Thema:
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Wahlmanöver

Vollmundig tönte die Kanzlerin heute, dass die erst im Herbst vergangenen Jahres beschlossene Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke für 3 Monate ausgesetzt werden soll. Was heisst das eigentlich? Das hört sich doch schon wieder nach „viel reden und nichts sagen“ an. Entweder es gibt einen Ausstieg vom Ausstieg, dann kann sofort damit begonnen werden, die ältesten AKWs endlich abzuschalten. Oder es bleibt alles so wie im Herbst beschlossen. Eine Aussetzung verlängert doch nur wieder die Laufzeit weil die Betreiber von Atomkraftwerken die 3 Monate sicherlich hinten wieder anhängen wollen. Denn es wird sich garantiert heraustellen, dass unsere AKWs doch soooo sicher sind.

In Kürze stehen 3 Landtagswahlen an. Es ist doch offensichtlich, dass mit diesen 3 Monaten die Landtagswahlen erstmal abgewartet werden sollen. Und für den Moment klingt das natürlich gut wenn die Regierung angesichts der Katastrophe in Japan etwas verkündet, das auf den ersten Blick positiv scheint. Damit will man hundertprozentig versuchen, Wählerstimmen zu retten.

Warum hab ich nur immer solche hinterhältigen Gedanken? Und ein wenig später muss ich dann woanders lesen, dass ich nicht allein so denke.

Restrisiko

Es ist traurig, dass die Diskussion um die Abschaltung bzw. Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken jetzt auf dem Rücken der armen Japaner ausgetragen wird. Vielleicht ist das aber auch ein Segen für uns. Solchenfalls könnten wir Japan dankbar sein. Welch perverse Situation.

Die Betreiber von AKWs melden sich nun natürlich zu Wort und behaupten, es gäbe keine Veranlassung, diese Monster früher abzuschalten. Allerdings räumt RWE ein, dass es ein Restrisiko gibt.

Das kleinste Risiko beim Betreiben eines Atomkraftwerkes sollte Anlass genug sein, diese Dinger schnellstmöglich endlich abzuschalten!

Ein interessanter Link zum Thema bei Lutz & Thommy

Schon mal verweigert

Verbraucher haben Macht, grosse Macht wenn es auf was ankommt. Das haben sie im Jahr 1995 bewiesen. Seinerzeit wollte die Shell die ausgdiente Ölplattform „Brent Spar“, mit ca. 130 Tonnen ölhaltiger Rückstände in den Tanks, im Meer versenken. Aufgrund einer grossen Kampagne war es gelungen, die Verbraucher dazu zu bewegen, Shelltankstellen zu boykottieren, was so dramatische Auswirkungen hatte, dass sich die Shell gezwungen sah, das Vorhaben nicht zu verwirklichen. Die „Brent Spar“ wurde daraufhin in einen Norwegischen Fjord geschleppt und wurde dort sach- und umweltgerecht abgewrackt.

Seitdem tanke ich bei der Shell eh nur noch, wenn es gar nicht anders geht.

Warum schreibe ich das jetzt? Weil ich darauf aufmerksam machen will, dass es durch das Verhalten der Autofahrer möglich sein sollte, das E10 wieder in der Versenkung verschwinden zu lassen. Davon mal abgesehen, dass es nicht hundertprozentig sicher ist, dass das Zeug keine Schäden an den Motoren verursacht, ist es geradezu pervers, dass Agraranbauflächen für die Herstellung von Benzin missbraucht werden.

Wenn jeder bereit wäre, ein paar Cent mehr zu bezahlen und das Zeugs in den Tanks der Tankstellen versauern zu lassen, müsste es doch möglich sein, E10 vom Markt verschwinden zu lassen.

Allerdings bezweifel ich die Solidarität der Autofahrer, gerade jetzt im Hochpreismarkt.

Aber ich habe mich definitiv gegen E10 entschieden. Ich hoffe, dass sich viele anschliessen und die EU, Herr Brüderle und die Mineralölindustrie klein beigeben müssen.