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17. Juni


Der 17. Juni war bis 1990 der Deutsche Feier- bzw. Gedenktag schlechtin. Die Medien berichteten lang und breit und jedes Jahr mit den selben Fotos von der gewaltsamen Niederschlagung in der damals noch „sogenannten“ DDR.

In der Tageszeitung habe ich heute keine Notiz zu diesem Datum gefunden. Allerdings wunderte ich mich heute Morgen, dass einige öffentliche Gebäude geflaggt hatten. Erst im Laufe des Tages, als ich selbst das heutige Datum schreiben musste, war mir bewusst, dass wir früher heute immer frei hatten, weil eben Feiertag war. Heute gibt es nur noch Beflaggung an öffentlichen Gebäuden. Über die Geschehnisse damals wird wohl kaum noch ein Wort verloren.

AKW Krümmel

Das AKW Krümmel vor dem endgültigen Aus? Das scheint beschlossene Sache zu sein. Glauben mag ich das erst, wenn das Gesetz über den Rückzug von der Laufzeitverlängerung durch ist. Dann kann ich mich freuen – noch nicht. Das, was unsere Regierung verlautbaren lässt und das, was später dabei tatsächlich herauskommt, hat uns schon manches Mal enttäuscht.

EU und EHEC

Statt sich darüber zu freuen, dass die Verbraucher frühzeitig informiert – besser gesagt: gewarnt – wurden, wird Deutschland seitens der EU vorgeworfen, zu früh an die Öffentlichkeit gegangen zu sein anstatt zuerst die EU über die gewonnen Erkenntnisse zu informieren. Nun gibt es wohl eine Beschwerde gegen Deutschland.

Da handelt eine Nation verbraucherfreundlich und das wird nicht gewürdigt, im Gegenteil. Ich möchte nicht wissen, wie lange es gedauert hätte, bis eine offizielle Stellungnahme der EU vorgelegen hätte. Womöglich hätten sich noch viel mehr Menschen mit EHEC infiziert und wären schlimmstenfalls an den Folgen gestorben.

Deutschland hat verbraucherfreundlich reagiert – und das ist sehr zu begrüssen!

Super GAU

Fukushima und kein Ende! In den Medien ist es leider ruhig geworden um das Atomkraftwerk Fukushima. Andere Dinge bzw. Ereignisse sind in den Vordergrund getreten. Weiss man, ob die Berichterstattung durch die AKW-Konzerne, ja, vielleichtr sogar durch die Regierung, eventuell durch deren Einflüsse unterbunden werden bzw. auf ein Minimum eingeschränkt werden? Zuzutrauen ist allen alles!

Ich weiss ja nicht, ob mein bevorzugtes Nachrichtenportal n-tv.de weitgehend unabhängig ist oder nicht. Aber ich werde dort auf die Schnelle über Neuigkeiten auf der Welt infomiert. Wie sicher oder wie gefiltert diese Neuigkeiten sind – ich weiss es nicht.

Heute jedenfalls wurde dort mal wieder ein Beitrag zu Fukushima veröffentlicht.

Das, was man dort lesen kann, deckt sich mit den Eindrücken, die ich seinerzeit nach dem Erbeben und den anschliessenden schrecklichen Vorfällen in Fukushima bekommen hatte: Irgendwer spinnt bzw. hält sich mit den wahren Fakten und Informationen zurück. Die Japanische Regierung war entweder so blind, die Fakten nicht zu erkennen oder sie hat die Japaner bewusst getäuscht und sie bewusst gesundheitlichen Beeinträchtigungen ausgesetzt, deren Folgen noch unabsehbar sind. Und die Japaner haben hingebungsvoll ihr Schicksal ertragen – ohne aufzumucken. In dem Bewusstsein dessen, dass die Japaner so sind, ist die Informationspolitik des AKW-Betreibers und der Regierung wohl auch entsprechend spärlich und unwahr gewesen. Die Verantworlichen haben ihr Volk bewusst belogen.

Übertragen auf Deutsche Verhältnisse lege ich nicht meine Hand dafür ins Feuer, dass wir bei Störfällen in Deutschen Kernkraftwerken nicht auch schon belogen worden sind bzw. in Zukunft auch belogen werden. Die erste Reaktion bei Störfällen geht ja von den Betreibern der Atomkraftwerke aus, d.h. ein Störfall muss gemeldet werden. Da liegt doch schon der Hase im Pfeffer! Es könnte ja durchaus sein, dass Störfälle gar nicht gemeldet werden bzw. heruntergespielt werden. Und die Regierung? Würde sie uns die Wahrheit erzählen, wenn es ein sehr ernster Zwischenfall wäre? Dieser heutigen Regierung glaube ich kein Wort mehr. Ob das aber unter einer anderen Regierung besser wäre? Ich könnte mir vorstellen, dass eine Regierung mit Beteilung der Grünen vertrauenserweckender sein könnte. „Abers“ gäbe es aber auch solchenfalls viele.

Ich kann nur jedem Leser empfehlen, den oben von mir verlinkten Artikel zu lesen. Euch stehen dann die Haare zu Berge!

Nachtrag::
Hier noch ein Interview zum gleichen Thema.
Ein Kernsatz: „Niemand auf der Welt hat bisher Erfahrungen damit.“
und der Schlusssatz:
„Sie setzen die Menschen, die dort leben, erheblichen Gefahren aus, um die Atomindustrie zu retten. Das ist unverantwortlich.“

So wird das nichts

„Mehr netto vom Brutto!“ – das war doch mal ein Wahlkampfthema vom ehemaligen FDP-Vorsitzenden und leiderimmernoch Aussenminister Guido Westerwelle. Und nun meldet sich der alternde und unverbesserliche neue Fraktionsvorsitzende Rainer Brüderle mit der Idee zu Wort, wir sollten uns alle, nach dem Vorbild der Riesterente, zusätzlich selbst pflegeversichern.

Inzwischen ist ja bekannt, dass die Riesterrente nicht das Gelbe vom Ei ist. Einzig profitieren die Versicherungsunternehmen davon. Das stinkt doch schon wieder nach Kungelei und Lobbyismus!

Ich verstehe immer noch nicht, warum diesen Menschen der alten Garde der FDP wieder in einen verantwortungsvollen Posten gehievt hat. Ein Neuanfang ist das jedenfalls nicht unbedingt, was uns der Parteitag da vorgaukeln soll. Und mit so einer abstrusen Idee kommt die FDP auch nicht aus ihrem Tief.

Die Umfallerpartei

Was schert mich mein Geschwätz von gestern?!
Dieser Spruch wird Konrad Adenauer zugeschrieben, der erste Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland.

Diesen Spruch hat sich wohl inzwischen die FDP zu eigen gemacht. War nämlich kürzlich der Generalsekretär Lindner noch der Meinung, die acht abgeschalteten Atommeiler dürften nie wieder ans Netz, so sagt er jetzt, dass die überwiegende Zahl der zurzeit abgeschalteten Meiler nicht wieder ans Netz sollten. Auch hält er es für unrealistisch, 2022 das letzte Atomkraftwerk vom Netz zu nehmen. Hat da die Atomlobby mit einer dicken Parteispende gewunken?

Wenn die FDP so weitermacht, heute hü – morgen hott, dann wird das nichts mit dem Neuanfang. Eine klare Linie in eine Richtung sollte man schon erkennen können. Na, mir ist es egal, ob sie sich selbst zerfleischen. Ist ja eh nicht meine Partei.

Übrigens Umfallerpartei: Aus meiner Erinnerung heraus muss das bereits seit den 60er oder 70er Jahren sein, dass die FDP den zweifelhaften Verdienst dieses Beinamens hat. Und das Umfallen hat sie in den letzten 50 Jahren nicht abgelegt. Wer FDP wählt, wählt keine Beständigkeit. Diese Partei ist total unseriös und wird es wohl immer bleiben. Also zerfleischt euch doch, ihr Liberalen, damit das endlich ein Ende hat und ihr für immer und ewig umfallt.

Glaubwürdig?

Der designierte neue Vorsitzende der FDP, Philipp Rösler, möchte die FDP glaubwürdig machen. Wenn dem so ist, hätte er doch lieber das Ressort des Wirtschaftsministers von Herrn Brüderle übernehmen sollen. Herr Brüderle gehört ja zu denen, die die FDP in letzter Zeit unglaubwürdig gemacht haben, bzw. noch unglaubwürdiger gemacht haben.

Desweiteren sollte Herr Westerwelle auf den Posten des Aussenministers verzichten. Meiner Meinung nach steht er damit mehr in der Öffentlichkeit als mit dem Posten des Vorsitzenden.

Das, was jetzt nach den letzten Verlautbarungen geplant ist, ist doch nur wieder mit der heissen Nadel gestrickt. Man will also so weitermauscheln wie bisher.

Glaubwürdigkeit sieht anders aus.

Alles nicht so schlimm?

Anlässlich der Katastrophe in Japan und der dadurch verursachten Strahlenbelastung von Lebensmitteln hat die EU in einer Eilverordnung die zulässige Belastung von Nahrungsmittelimporten aus Japan erhöht! Ich finde das sehr bedenklich und würde Nahrungsmittel aus Japan, so ich denn erkenne, dass sie aus Japan kommen, lieber nicht anrühren.

Entdeckt und nachzulesen im lawblog.

Gewählt

Ich hätte mir ein eindeutigeres Ergebnis bei den Landtagswahlen gewünscht. Aber leider ist es ja bei vielen Wählern immer noch so: So haben wir schon immer gewählt und dabei bleiben wir auch. Der Souverän ist nicht unbedingt immer leicht derart zu beeinflussen, dass er mal seine Meinung ändert. Die Kirche und die konservativen Medien, allen voran Medienbeherrscher Springer, haben sich einen grossen Anteil daran.