Vielleicht ist jeder von uns schon mal über einen oder mehrere Stolpersteine gestolpert, und zwar nicht so, dass er ins stolpern kam sondern derart, dass wir daran erinnert wurden, dass in gerade dem Haus, vor dem wir den Stolperstein entdeckt haben – oder manchmal auch mehrere – der letzte freigewählte Wohnort einer oder mehrerer Personen war, bevor sie in ein Konzentrationslager deportiert wurden.
Stolpersteine ist eine Aktion des Künstlers Gunter Demnig. Er stellt die Stolpersteine aus Messing her. Eingraviert werden Angaben zu den Personen, denen die Stolpersteine gewidment sind.
Stolpersteine gibt es mittlerweile in vielen Städten Deutschlands und in anderen Ländern Europas. Nur in München nicht. Dort weigert sich der Stadtrat, Genehmigungen zur Verlegung von Stolpersteinen zu erteilen. Bereits verlegte Stolpersteine mussten wieder entfernt werden. München hat scheinbar ein recht merkwürdiges Verhältnis zur Erinnerung an deportierte unliebsame Personen in der NS-Zeit.
Anfangs sträubte sich auch Hamburg, die Verlegung von Stolpersteinen zuzulassen. Es war die Zeit, als Ronald Schill Innensenator in Hamburg war! Inzwischen sehe ich sehr viele dieser Erinnerungssteine auf den Gehwegen in Hamburg. Manchmal stolper ich auch und bleibe ich stehen und lese die Inschriften.
