Archiv der Kategorie: persönlich

24 Stunden


Während der Reha wurde festgestellt, dass mein Blutdruck angeblich zu hoch sein soll. Merkwürdig nur, dass während meines vorherigen Aufenthaltes in der Klinik keine besorgniserregenden Werte bemerkt wurden. Im Abschlussbericht an meinen Hausarzt wurde vorgeschlagen, eine 24-Stunden-Messung durchzuführen. Der jährliche Check beim Hausarzt stand eh an. Und natürlich wurde ein erhöhter Blutdruck registriert.

Das Messgerät wartet ja nicht nur auf mich. Ich konnte es erst heute Morgen anschnallen lassen: Die übliche Manschette am linken Oberarm, einen dünnen Schlauch hinten um den Hals nach rechts unten, wo dann das eigentliche Messgerät an einem Gürtel hängt. Soweit – so gut.

Bis 22:00 Uhr wird die Manschette alle 15 Minuten aufgepumpt. Dadrunter ist mein Arm wohl schon ganz blau. Das Ding pumpt nämlich ziemlich stramm auf, manchmal schmerzt es sogar.

Ab 22:00 Uhr schaltet das Ding in den Nachtmodus, d.h. dass „nur“ alle 30 Minuten gemessen wird. Wie ich damit liegen bzw. schlafen soll ist mir ein Rätsel. Vermutlich werde ich das Teil nach spätestens 3 x messen in die Ecke pfeffern und den Blutdruck Blutdruck sein lassen. Oder ich schnall das dann „woanders“ um – wie mein Kollege heute vorschlug.

Manchmal pumpt es auch nochmal nach oder kurz nacheinander 2 x, vermutlich weil ich dann gerade gar keinen Blutdruck habe 🙂

Im Büro trage ich heute Schlabberlook, nämlich das Hemd über der Hose weil ja das Messgerät ziemlich aufträgt und sich sonst eine Beule abzeichnen würde. Ausserdem wäre es unbequem.

Morgen weiter ich erzählen, wie lange ich das ausgehalten habe.

Weihnachten in MG


Am letzten Weihnachten hat es leider nicht geklappt, dass wir uns mit Oliver und Sabrina treffen konnten. Nun, wir sind alle vernünftige Leute und keine kleinen Kinder mehr. Wenn man etwa 450 km und ca. 4-1/2 Stunden entfernt voneinander wohnt, in Lohn und Brot steht und andere familiäre Dinge präferenz haben, dann ist das eben so. Eine Nachholfeier sollte aber zeitnah stattfinden. Und die war am vergangenen Wochenende.

Am Freitagvormittag machten wir uns auf den Weg nach Mönchengladbach. Zum Glück hatte wir die Strecke über die A7 gewählt. Wenn wir nämlich über die A1 gefahren wären, hätten wir eine grössere Verzögerung aufgrund eines Unfalls gehabt, der die Strecke längere Zeit lahmgelegt hatte. Stattdessen fuhren wir durch mehrere Wetterzonen mit Regen, Schnee-Regen, Schnee und Sonnenschein unserem Ziel entgegen.

Natürlich stand im Häuschen unserer Beiden kein Weihnachtsbaum mehr. Aber der Kaminofen, in dem ein loderndes Feuer brannte, sorgte für Gemütlichkeit und ein wenig Nachweihnachtsstimmung.

Am Samstag wollten wir natürlich gern gemeinsam was unternehmen. Das Wetter war ziemlich bescheiden mit Wind und Regen. Wir entschieden uns, nach Roermond in Holland zu fahren um dort im Outletcenter zu bummeln.


Die Stadtmitte von Roermond ist nur ein paar Schritte entfernt. Als der Regen aufhörte, wollten wir uns dort umschauen. Kaum dass wir das Tor des Centers verlassen hatten, setzte der Regen wieder ein. Wir flüchteten in eine Kirche in der Hoffnung, dass das Wetter nach der Besichtigung wieder besser sein würde. Wir haben wohl alle nicht den richtigen Draht nach oben. Es regneter munter weiter und wir gingen zurück ins Einkaufscenter.

Dort wurden wir dann tatsächlich noch fündig: Die Ausbeute waren eine Miniheckenschere für Oliver, der damit die Buchsbäume in Form bringen will und ein Wärmelochdetektor für mich – beides Teile von Black & Decker.


Der Abend begann mit einem leckeres Essen in einem Thailändischen Restaurant. Zum Dessert gab es Cocktails. Die 2 mit Alkohol wurden in einem Affenkopf serveviert, die 2 alkoholfreien Cocktails in üblichen Cocktailgläsern. Das Alkohol einem zum Affen machen kann, davon zeugt das Bild ganz oben.

Das umfangreiche Frühstück am Sonntag stärkte die beiden werdenden Opas für die Heimfahrt an die kleine Stadt an der Elbe. Auf der gesamten Rückfahrt war Regen unser Begleiter.

tachuntachentich

Heute wäre der Geburstag meines Vaters. Würde er noch leben, wäre dieser Geburtstag sicher der Anlass für eine grosse Feier gewesen, wie es in unserer Familie eben üblich ist. Es wäre nämlich sein 88. gewesen, oder nord- bzw. plattdeutsch: tachuntachentich.

He du, wo immer du auch bist, wir denken an dich und trinken Einen auf dich!

Wieder im Dienst

Nach acht Wochen krankheitsbedingter Abwesenheit war heute mein 1. Arbeitstag. Der Termin war – eher zufällig – gut gewählt. Erstens hat diese Woche nur 4 Arbeitstage und zweitens war recht wenig los – also ein guter Einstieg. Die von meinem Arzt und von der begleitenden Ärztin der Reha angebotene Möglichkeit, einer Wiedereingliederung, die ich dankend abglehent hatte, ist also auch nicht notwendig.

Musterbeispiel

Heute hatte ich eine Kontrolluntersuchung bei der begleitenden Ärztin. Kommt darauf an, wie man das Ergebnis sieht. Es ist einerseits negativ, grundsätzlich aber sehr sehr positiv: Ich bin das Musterbeispiel einer geglückten Bandscheiben-OP. So ähnlich hatte sich die Ärztin ausgedrückt.

Warum negativ?: Weil ich keine Verlängerung der Reha bekomme. Die tut mir wirklich sehr sehr gut. Aber wenn es denn so ist, kann ich mich ja auch darüber freuen, dass alles so gut ist.

31

Es ist eine gute Tradition in diesem Weblog, dass ich den Geburtstag des allerliebsten, was ich habe erwähne. Natürlich habe ich Olivers Geburtstag nicht vergessen. Telefonisch haben wir gratuliert. Leider bin ich wohl durch die Reha zusehr mit mir selbst beschäftigt, dass ich nicht daran gedacht hatte, wie es schon Tradition ist, diesen besonderen Tag hier rechtzeitig zu erwähnen.

Ich hatte gerade kürzlich bei einer Gelegenheit erzählt, dass heute der Geburstag meines Sohnes ist und es vor 31 Jahren am 6. Dezember in Lübeck den ersten Schnee gab. Erinnerungen – ganz besondere Erinnerungen, besonders an den 4. Dezember 1980. Und Papa kriegt mal wieder feuchte Augen.

In ein blaues Handtuch gekuschelt wurde mir das kleine Bündel überreicht. Ich sehe das vor mir als sei es gestern erst gewesen. „Hallo Oliver“ sagte ich zu ihm.

He Du, da unten in MG – schön dass es dich gibt!

Wochenende von der Reha

So, vier Tage habe ich geschafft. Und ich fühl mich gut, sehr gut. Heute habe ich bei einigen Übungen auch leichte Fortschritte festgestellt, worüber ich sehr froh bin.

Heute morgen war therapeutisches Walking angesagt – oh graus! Na ja, das Wetter war ok und ich war an der frischen Luft.

Erst gings mal einfach los. Und dann wurden Übungen angsagt: Während des walkens die Füsse abrollen, Beckenboden anspannen, Bauch einziehen und das Brustbein etwas vorstrecken. Und natürlich das Atmen nicht vergessen und Stöcker und Beine koordinieren. Egal, jetzt ist Wochenende und ich bin nicht kaputt, so dass ich das Gefühl hätte, ich müsste mich erholen.

Montag geht’s weiter. Und ja, ich freu mich drauf – nur nicht auf eins. Ist ja wohl klar, was es ist.

Ich war schwimmen!

Früher, also vor etwa 14 / 15 Jahren, war ich regelmässig schwimmen und saunieren. Ich bedaure es sehr, dass wir hier in der kleinen Stadt an der Elbe keine Schwimmhalle haben. Die Schwimmoper in Hamburg gefällt mir nicht so gut.

Teil der heutigen Reha war 2 Stunden „freies Schwimmen“ und/oder Sauna. Beides habe ich wahrgenommen. Begonnen habe ich mit schwimmen. Und ich glaube, ich kann stolz auf mich sein: Ich habe gleich 25 Minuten am Stück geschafft. Danach war ich in der Sauna. Ein Saunagang hat mir erstmal gereicht. Anschliessend habe ich geruht. Sehr schön, besonders das Schwimmen, wovon ich 10 Minuten während der Wellen unterwegs war.

Ich hab gestöckert!

So, nun hab ich gestöckert, will sagen: Ich habe nordic gewalked, d.h. wir haben heute in einer kleinen Gruppe von 3 Personen eine Einweisung bekommen.

Meine Abneigung gegen diese Art von Sport hat sich dadurch nicht gegeben. Die Koordination, wann welches Bein vorn und wann welcher Stock hinten zu sein hat, bekam ich nicht hin, jedenfalls nur sehr schwer. Meistens war bei mir der Stock auch vorn wenn das Bein vorn war. Es soll aber so sein: Bein vorn – Stock hinten.

Die Therapeutin gab mir den Tipp, dass es doch genauso sei wie wenn man beim Gehen die Arme schwenkt. Nur: Ich schwenke meine Arme nicht beim Gehen. Und wenn, dann nur ganz minimal. Meine Arme baumel beim Gehen mehr oder weniger lang am Körper runter.

Na, ich vermute, dass der Mangel an Koordination von Armen, Beinen und Stöckern an meiner Abneigung gegen Nordic Walking begründet ist.

Morgen sollen wir dann das erste Mal so richtig unsere Runden im Stadtpark drehen. Vermutlich stosse ich mit der Spitze des Stocks in meinen Schuh. Das ist nämlich heute schon fast passiert.