
Die Tage zu Hause dienen der Entspannung und ich muss zugeben, dass wir eher faul sind, unser schönes Heim geniessen und nur das tun, was dazu dient, das Heim sauber und ordentlich zu halten.

Am folgenden Arbeitstag merke ich dann meinen Rücken, d.h. leichte Schmerzen stellen sich ein. Es dauert wohl alles seine Zeit, bis so eine Bandscheibengeschichte überstanden ist.

Um zu versuchen, ein wenig vorzubeugen, hab ich heute Abend einen kleinen Spaziergang gemacht. Dabei entstanden diese Fotos. Die Kamera ist ja immer dabei.
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Veränderte Abläufe
Wenn einer der Partner einen Job hat, der unsere gaymeinsamen Zeiten etwas durcheinanderwirbelt, ist das gewöhnungsbedürftig.
Jahrelang war ich es gewohnt, dass jemand zu Hause ist, wenn ich nach Hause komme. Die notwendigen Haushaltsarbeiten waren gemacht, Päckchen und Pakete wurden angenommen und auch sonst war viel gemacht.
Nun ist alles anders. Mein Mann muss auch samstags arbeiten, ja, sogar nachmittags am Marktsonntag. Bestellungen müssen neu zugestellt oder bei der Poststelle abgeholt werden. Wenn ich vom Büro nach Hause komme, ist keiner da, der mir freudig entgegenkommt.
Der Grund, warum das nun so ist, ist natürlich positiv. Aber es ist doch eine Umstellung, an die wir uns sicher gewöhnen werden und auch müssen. Und unsere gaymeinsame Freitzeit ist uns nun noch teurer geworden als sie ohnhin schon war.
Ausgefallen
Ich hatte mir vorgenommen, jeden 2. Tag ins Fitnessstudion zu gehen. Bis jetzt hatte es auch gut geklappt. Leider wurde die Serie heute unterbrochen weil ich bis nach 18:00 Uhr im Büro war. Zu der Zeit, als ich dort wegfuhr, sitze ich normalerweise schon auf dem Fahrrad und mach mich warm.
Gut, es ich hätte natürlich trotzdem noch hinfahren können. Aber der Abend ist eh schon nicht sehr lang, wenn ich meine Übungen gemacht habe. Aber Samstagvormittag – da bin ich wieder da!
Vertrag unterschrieben
Am Dienstag nächster Woche endet unsere VIP-Mitgliedschaft im Fitnesscenter. Die Probezeit dort hat uns überzeugt, dort in Zukunft was für unsere Gesundheit zu tun. Heute haben wir beide deshalb den Vertrag unterschrieben. Da die Gebühren wöchentlich abgerechnet werden, dürfen wir in der Woche nach Ostern noch kostenfrei trainieren. Aber danach geht’s dann an den Geldbeutel.
Wir haben uns erstmal für eine 1-jährige Mitgliedschaft entschieden. Der Beitrag ist dann zwar etwas höher. Aber besser so als wenn wir irgendwann feststellen, dass es uns da nicht mehr gefällt.
Der Blutdruck

Der Blutdruck war hoch, nicht übermässig, aber doch hoch. Meine eigenen Messungen über einen Zeitraum von 2 Wochen hatten das bestätigt. Nach meiner Meinung bestand zwar kein Anlass zur Sorge. Wie gesagt, es war nicht übermässig hoch und auch nicht durchgehend, aber die Ärztin meinte, dass da was getan werden muss. Und so verschrieb sie mir ein leichtes blutdrucksenkendes Mittel. Von diesen kleinen Pillen schluckte ich 4 Tage lang jeden Morgen eine. Ab sofort führte ich meinen persönlichen Blutdruckmessungen weiter.
Jeden Mittag spürte ich, wie ich eiskalte Hände bekam. Sollte das mit den Pillen zusammenhängen? Aufgrund der bevorstehenden Untersuchung setzte ich das Medikament nach 4 Tagen wieder ab – vorrübergehend wie ich dachte.
Die weiteren Messungen ergaben, dass mein Blutdruck immer noch abgesenkt war. Anfangs dachte ich, dass das Medikament ja erstmal aus dem Körper wieder raus muss. Aber jetzt nach 10 Tagen stellt sich heraus, dass mein Blutdruck auch ohne Medikament normal ist, und zwar im unteren Bereich.
Die Kontrollen mehrmals täglich werde ich in Kürze einstellen und nur noch in unregelmässigen Abständen mal nachschauen, ob ich noch Blutdruck habe.
Übrigens: Gestern war das Nachgespräch zur Koloskopie. Alles in Ordnung!
Was festes
Nach mehr als 24 Stunden hat mein Magen endlich wieder feste Nahrung bekommen, und zwar ein Franzbrötchen. Lecker!
In meinen Gedärmen grummelt es zwar noch immer. Es dauert halt, bis die Luft raus ist.
Der Arzt hat wieder was entfernt, was untersucht werden muss. Deshalb muss ich in der nächsten Woche am Montag zu einer Besprechung, wo er mir dann erzählen wird, ob es notwendig ist, ob die Untersuchung in einem Jahr wiederholt werden muss. Ich hoffe nicht. Das einblasen von Luft ist nämlich sehr sehr unangenehm.
Freie Bahn

Morgen wird bei mir eine Koloskopie (Darmspiegelung) vorgenommen. Es ist eine Wiederholungsuntersuchung, die eigentlich schon im November stattfinden sollte. Aufgrund meiner Bandscheibenerkrankung und damit verbundener OP, Reha, Nachsorge usw. habe ich die Untersuchung verschoben. Morgen ist es nun so weit.
Aufgrund der notwendigen Vorbereitung werden sich meine innewohnenden Reste heute freie Bahn verschaffen. Und freie Bahn werde ich auch benötigen damit kein Unglück passiert.
Drückt mir die Daumen damit das Ergebnis negativ ausfällt, also positiv für mich ist. Im November 2011 hattte ich ja Glück!
Ich schaff es nicht

Einhergehend mit meiner Reha und der nachfolgenden 24maligen Nachsorge hatte ich beschlossen, mein Gewicht zu reduzieren. Der Entschluss war auch eine Folge der Reha, die ja nicht nur darin bestand, Muskeltraining zu machen. In diversen kleinen Seminaren wurden wir über Ernährung, Bewegung und Körperbau aufgeklärt, im Grunde alles Dinge, die man weiss, aber doch immer vernachlässigt hat.
Am 22. November, dem Beginn der Reha, hatte ich mich morgens zu Hause auf die Waage gestellt, die mir 88 kg anzeigte bei einer Grösse von 178 cm. Bei der Eingangsuntersuchung am gleichen Tage wurde ich verwogen und vermessen mit dem Erfolg, dass in meinem Therapieplan als Ziel u.a. stand „Gewichtsreduzierung“.
Tatsächlich reduzierte ich mein Gewicht während der 3-wöchigen Reha unwesentlich um ca. 1.5 kg. Das war mir aber nicht genug. Deshalb entschied ich: Da muss noch mehr runter. Mein Ziel war es, dass vor dem Komma eine 3 steht, nämlich 83 kg.
Durch bewusstes essen während der Woche (tagsüber Obst und Joghurt und abends einen Salatteller) gelang es tatsächlich, die 3 zu sehen, aber eben nicht glatt 83. Es sind immer noch ein paar Gramm hinter dem Komma.
Heute Morgen sagte ich mir mein erreichtes Gewicht voraus bevor ich mich auf die Waage stellte: 83,2 kg (gestern waren es 83,6 kg). Ich aktivierte die Waage und stellte mich drauf. Und was zeigt das Ding?: 83,2 kg! Mist, wieder nicht das Ziel erreicht.
Ich muss dazu sagen, dass wir am Wochenende normal essen, d.h., dass es auch eine Flasche Wein gibt. Ich halte nichts davon, sich zu kasteien bzw. 7 Wochen lang irgendwas nichts zu essen/trinken oder auf was zu verzichten. Wenn man dauerhaft was bewirken möchte, muss man grundsätzlich über seine Ernährung nachdenken, unterstützt von Bewegung. Diesen Anstoss hab ich in der Reha bekommen.
Da ich demnächst 3 Mal in der Woche ein noch auszusuchendes Fitnessstudio aufsuchen möchte, bin ich frohen Mutes, dass ich die glatte 83 schaffen werde, womöglich noch darunter. Mein nächstes Ziel wäre dann, vor dem Komma eine 0 zu sehen. Aber dann ist Schluss. Ich möchte nur ein wenig Reserve nach oben haben.
Überstanden
Mehr schlecht als recht hab ich das bis heute früh 4:00 Uhr ausgehalten, ja, 1 oder 2 Messungen habe ich wohl sogar verschlafen. Aber ein Spass war das nicht, besonders weil ich dann auch leichte Rückenschmerzen bekam aufgrund von nur 2 möglichen Liegepositionen. Die Messung um 4:00 Uhr machte mich total wach. Da bin ich dann aufgestanden und hab das Messgerät abgenommen und abgeschaltet, so wie mir das gestern Morgen gezeigt worden war. Tja, und dann hab ich doch auch tatsächlich noch ein wenig richtig schlafen können. Vermutlich war mein Blutdruck da wesentlich niedriger.
Vielen Dank für eure zahlreichen Kommentare zu diesem Thema. So ganz doll hoch ist mein Blutdruck nicht. Laut den Tabellen liegt er im Bereich „Hochnormal“ bis „Hypertonie Grad 1“.
Das gesamte Geschleuder habe ich vorhin beim Doc in den Briefkasten gestopft. Das ist mir sicherer als ihm in die Zeitungsrolle zu legen. Mal sehen, was da nun ausgelesen wird und was dann weiter geschehen soll.
Jetzt, am Samstagmorgen um 09:55 Uhr sind die Werte 131:94.
Seit ein paar Jahren bin ich nämlich im Besitz eines Blutdruckmessgerätes. Das haben mir meine Eltern mal zum Geburtstag oder zu Weihnachten geschenkt. Da war ich noch weit von den 60 Lebensjahren entfernt. Meine Mutter überreichte mir das Geschenk mit den Worten: „Du bist jetzt in einem Alter, in dem man aufpassen muss!“ Was hab ich mich gefreut – damals. Nun, heute, wo das scheinbar wirklich ein Thema ist, bin ich damit in der Lage, selbst eine Kontrolle durchführen zu können. Ist vielleicht nicht so verkehrt.
24 Stunden

Während der Reha wurde festgestellt, dass mein Blutdruck angeblich zu hoch sein soll. Merkwürdig nur, dass während meines vorherigen Aufenthaltes in der Klinik keine besorgniserregenden Werte bemerkt wurden. Im Abschlussbericht an meinen Hausarzt wurde vorgeschlagen, eine 24-Stunden-Messung durchzuführen. Der jährliche Check beim Hausarzt stand eh an. Und natürlich wurde ein erhöhter Blutdruck registriert.
Das Messgerät wartet ja nicht nur auf mich. Ich konnte es erst heute Morgen anschnallen lassen: Die übliche Manschette am linken Oberarm, einen dünnen Schlauch hinten um den Hals nach rechts unten, wo dann das eigentliche Messgerät an einem Gürtel hängt. Soweit – so gut.
Bis 22:00 Uhr wird die Manschette alle 15 Minuten aufgepumpt. Dadrunter ist mein Arm wohl schon ganz blau. Das Ding pumpt nämlich ziemlich stramm auf, manchmal schmerzt es sogar.
Ab 22:00 Uhr schaltet das Ding in den Nachtmodus, d.h. dass „nur“ alle 30 Minuten gemessen wird. Wie ich damit liegen bzw. schlafen soll ist mir ein Rätsel. Vermutlich werde ich das Teil nach spätestens 3 x messen in die Ecke pfeffern und den Blutdruck Blutdruck sein lassen. Oder ich schnall das dann „woanders“ um – wie mein Kollege heute vorschlug.
Manchmal pumpt es auch nochmal nach oder kurz nacheinander 2 x, vermutlich weil ich dann gerade gar keinen Blutdruck habe 🙂
Im Büro trage ich heute Schlabberlook, nämlich das Hemd über der Hose weil ja das Messgerät ziemlich aufträgt und sich sonst eine Beule abzeichnen würde. Ausserdem wäre es unbequem.
Morgen weiter ich erzählen, wie lange ich das ausgehalten habe.
