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Musterbeispiel

Heute hatte ich eine Kontrolluntersuchung bei der begleitenden Ärztin. Kommt darauf an, wie man das Ergebnis sieht. Es ist einerseits negativ, grundsätzlich aber sehr sehr positiv: Ich bin das Musterbeispiel einer geglückten Bandscheiben-OP. So ähnlich hatte sich die Ärztin ausgedrückt.

Warum negativ?: Weil ich keine Verlängerung der Reha bekomme. Die tut mir wirklich sehr sehr gut. Aber wenn es denn so ist, kann ich mich ja auch darüber freuen, dass alles so gut ist.

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Es ist eine gute Tradition in diesem Weblog, dass ich den Geburtstag des allerliebsten, was ich habe erwähne. Natürlich habe ich Olivers Geburtstag nicht vergessen. Telefonisch haben wir gratuliert. Leider bin ich wohl durch die Reha zusehr mit mir selbst beschäftigt, dass ich nicht daran gedacht hatte, wie es schon Tradition ist, diesen besonderen Tag hier rechtzeitig zu erwähnen.

Ich hatte gerade kürzlich bei einer Gelegenheit erzählt, dass heute der Geburstag meines Sohnes ist und es vor 31 Jahren am 6. Dezember in Lübeck den ersten Schnee gab. Erinnerungen – ganz besondere Erinnerungen, besonders an den 4. Dezember 1980. Und Papa kriegt mal wieder feuchte Augen.

In ein blaues Handtuch gekuschelt wurde mir das kleine Bündel überreicht. Ich sehe das vor mir als sei es gestern erst gewesen. „Hallo Oliver“ sagte ich zu ihm.

He Du, da unten in MG – schön dass es dich gibt!

Wochenende von der Reha

So, vier Tage habe ich geschafft. Und ich fühl mich gut, sehr gut. Heute habe ich bei einigen Übungen auch leichte Fortschritte festgestellt, worüber ich sehr froh bin.

Heute morgen war therapeutisches Walking angesagt – oh graus! Na ja, das Wetter war ok und ich war an der frischen Luft.

Erst gings mal einfach los. Und dann wurden Übungen angsagt: Während des walkens die Füsse abrollen, Beckenboden anspannen, Bauch einziehen und das Brustbein etwas vorstrecken. Und natürlich das Atmen nicht vergessen und Stöcker und Beine koordinieren. Egal, jetzt ist Wochenende und ich bin nicht kaputt, so dass ich das Gefühl hätte, ich müsste mich erholen.

Montag geht’s weiter. Und ja, ich freu mich drauf – nur nicht auf eins. Ist ja wohl klar, was es ist.

Ich war schwimmen!

Früher, also vor etwa 14 / 15 Jahren, war ich regelmässig schwimmen und saunieren. Ich bedaure es sehr, dass wir hier in der kleinen Stadt an der Elbe keine Schwimmhalle haben. Die Schwimmoper in Hamburg gefällt mir nicht so gut.

Teil der heutigen Reha war 2 Stunden „freies Schwimmen“ und/oder Sauna. Beides habe ich wahrgenommen. Begonnen habe ich mit schwimmen. Und ich glaube, ich kann stolz auf mich sein: Ich habe gleich 25 Minuten am Stück geschafft. Danach war ich in der Sauna. Ein Saunagang hat mir erstmal gereicht. Anschliessend habe ich geruht. Sehr schön, besonders das Schwimmen, wovon ich 10 Minuten während der Wellen unterwegs war.

Ich hab gestöckert!

So, nun hab ich gestöckert, will sagen: Ich habe nordic gewalked, d.h. wir haben heute in einer kleinen Gruppe von 3 Personen eine Einweisung bekommen.

Meine Abneigung gegen diese Art von Sport hat sich dadurch nicht gegeben. Die Koordination, wann welches Bein vorn und wann welcher Stock hinten zu sein hat, bekam ich nicht hin, jedenfalls nur sehr schwer. Meistens war bei mir der Stock auch vorn wenn das Bein vorn war. Es soll aber so sein: Bein vorn – Stock hinten.

Die Therapeutin gab mir den Tipp, dass es doch genauso sei wie wenn man beim Gehen die Arme schwenkt. Nur: Ich schwenke meine Arme nicht beim Gehen. Und wenn, dann nur ganz minimal. Meine Arme baumel beim Gehen mehr oder weniger lang am Körper runter.

Na, ich vermute, dass der Mangel an Koordination von Armen, Beinen und Stöckern an meiner Abneigung gegen Nordic Walking begründet ist.

Morgen sollen wir dann das erste Mal so richtig unsere Runden im Stadtpark drehen. Vermutlich stosse ich mit der Spitze des Stocks in meinen Schuh. Das ist nämlich heute schon fast passiert.

Aufnahme

Heute war nun mein erster Tag in der Reha
Zuerst war bei einer netten Ärztin die Aufnahmeuntersuchung, bei der es haupsächlich um meine Beweglichkeit und Gelkenkigkeit ging. Danch bekam ich eine Einweisung zu diversen Geräten, die Ähnlichkeit haben mit denen in einer Muckibude haben und auf denen ich in den nächsten 3 Wochen 5 x die Woche 90 Minuten trainieren soll. Anschliessend war heute Feierabend für mich.

Ich erhielt einen Stundenplan für die nächsten 3 Wochen. Er beinhaltet unter anderem Nordic Walking. Stattdessen würde ich lieber einmal mehr ins Bewegungsbad gehen. Na, ich werde es überleben.

39 Schritte

Liegen – gehen – stehen – gehen – liegen usw., nur sitzen kaum. Wer kann das schon aushalten? Selbst liegen ist doof. Ein Buch über einen längeren Zeitraum auf dem Rückend liegend halten und lesen – das geht in die Arme. Also zur Entspannung mal wieder gehen, durch die Wohnung.

Heute Abend habe ich Schritte gezählt: Von der äussersten Ecke des Wintergartens, durch die Küche, den Essbereich, über den Flur in die äusserste Ecke des Arbeitszimmers ist es die grösste Distanz in unserer Wohnung bzw. 39 Schritte.

Schritte zählen – auf so eine Blödsinn kann man auch nur kommen, wenn man sich langweilt. Ich glaub, ich leg mich wieder hin.

Fäden ex

So steht es auf dem Terminkärtchen, dass ich von meinem Doc zur Erinnerung an den heutigen Termin bekommen hatte. Mit anderen Worten: Die Fäden sind raus. Und ich habe nichts davon gemerkt, nicht mal geziept hat es. Na ja, ich hab ja auch nicht gemerkt, wie er mich zugennäht hat.

Jetzt warte ich auf den Termin für die Reha. Am 7. Dezember will mein Doc eine Kontrolle machen. Und dann sehen wir, wann ich wieder arbeiten darf.

Nach dem Fädenex schaute ich noch kurz in der Firma rein. Der Weg dorthin führte an der herbstlich-nebeligen Alster vorbei.

es juckt

Wenn es juckt, hat man sich was eingefangen – wurde mir mal erzählt.
Bei mir juckt es hinten, da wo jetzt ein kleiner Reissverschluss ist. Man sagt, dass es heilt wenn es juckt. Zum Glück juckt es nur äusserlich. Es wird also die dünne Schicht Haut sein, die sich über der Wirbelsäule befindet.

Solange es dadrunter auch heilt, soll es mir egal sein, wenn es aussen juckt.

Blickwinkel


Mir geht’s ja so gut! Die Gefahr dabei ist, dass ich mich überschätze in dem, was ich tue und was ich machen möchte. Sitzen darf ich, aber nicht länger als ca. 20 Minuten am Stück und dann auch bewusst sitzen, d.h. den Rücken gerade halten.

Beim Bücken, z.B. zum Aufsammeln von Gegenständen und beim An- und Ausziehen, bin ich sehr sehr vorsichtig und nehme dazu auch eine vorgeschlagene Haltung ein.

Oft gehe ich in der Wohnung hin und her und trinke dabei ein Glas Saftschorle oder ich telefoniere.



Zwischendurch lege ich mich auch immer wieder für ca. 1 Stunde auf das Bett. Ich erfreue mich dann an der sonnigen Farbe im Schlafzimmer, die wir damals ausgwählt haben. Plötzlich ist es nicht nur ein Schlafzimmer sondern auch ein Zimmer, um mich eine Weile zurückzuziehen und auszuruhen.