Noch soooo lange


300 Tage sind eine Marke, aber die Wartezeit ist mühsam. Aber was will man machen. Aus gesundheitlichen Gründen fällt die Kreuzfahrt in diesem Jahr ja aus. Ursprünglich wollte ich die OP ja nach der Reise durchführen lassen. Ich bin aber froh, dass ich die OP vorgezogen habe. Die gebuchte Kreuzfahrt drei Wochen nach der OP zu machen, davon riet der Arzt ab. Und ja, er hatte recht, leide ich zwei Monate nach der OP immer noch an den Nachwehen, mal mehr mal weniger.

Ich vermisse das Meer, da führt kein Weg dran vorbei. Stundenlang auf dem Balkon sitzen und bis zum Horizont zu schauen, das mag für manche Menschen langweilig sein. Für mich ist das Entspannung pur. Schon 1968, auf meiner ersten Reise auf einem Frachtschiff, stand ich den ganzen Tag auf der Brücke. Da passierte ja auch nichts. Das Schiff fährt, es gibt keine Manöver, man stand da so rum und ich unterhielt mich mit den jeweiligen wachhabenden Offizieren – und schaute auf das Meer.

Eine wichtige Sache wurden jeden Tag mittags um 12 Uhr durchgezogen: Es wurde die Sonne geschossen um die Position des Schiffes festzustellen. Mit einem Sextanten wurde das gemacht. Vereinfacht erklärt: Mit dem Sextanten wird der Höhenwinkel der Sonne über dem Horizont festgestellt. GPS und Satellitentelefon gab es noch nicht. Wollte man von See aus mit der Reederei sprechen, musste man über eine Küstenfunkstation ein Funktelefonat anmelden. Wenn man Glück hatte, hatte man eine störungsfreie Verbindung. Nun ja, lang lang ist’s her. Von dieser Reise brachte ich ein Rezept mit, Reis à la Hugo. Es ist ein Resteessen nach Seemannsart, was natürlich nicht so heisst. Ich habe es nach dem Schiff genannt, auf dem ich damals 4 Wochen unterwegs war. Dazu bei einer anderen Gelegenheit mal mehr.

2 Gedanken zu „Noch soooo lange

  1. Anne

    Anfang März Ist zwar schon ein bisschen spät im Jahr, aber vielleicht habt ihr Glück: In diesem Jahr waren sogar Anfang April noch Nordlichter in Tromsö zu sehen, obwohl es abends schon fast zu hell ist. 2025 hat der 11jährige Sonnenzyklus sein Maximum erreicht, Anfang 2027 sollten auch noch ganz gute Bedingungen sein. Toitoitoi!

    Wir waren an Silvester eine Woche in Tromsö und ich kann einen Abend bei https://de.tromsoarcticreindeer.com nur empfehlen. Das Winterquartier der Sami und ihrer Herde ist zwar touristisch ausgebaut, trotzdem wirkte es noch ‚echt‘ und man hat sich sehr gut um die Gruppe gekümmert. Es gibt Aufwärm-Hütten, wo auch ein typisches Essen serviert und anschließend am Feuer gesungen und erzählt wird. Netter Nebeneffekt: Das ist nicht weit von, aber außerhalb der Stadtlichter, was die Nordlicht-Chance deutlich erhöht. Es war sehr beeindruckend, die Tiere unter grün leuchtendem Himmel zu füttern 🙂

    Weitere Tromsö-Empfehlungen: Das Polar-Museum mit vielen Originalgegenständen von den anstrengenden Reisen in der Entdecker-Zeit z.B. auf der Fram (nicht verwechseln mit dem Polaris – das ist eine Art Seaworld und hat uns gar nicht gefallen). Außerdem eine Führung durch die nördlichste Brauerei Mack oder wenigstens ihr Shop mit besonderen Bieren (Eisbären-Logo) als Mitbringsel. Gegenüber ist eine kleine Glasbläserei für nette Souvenirs oder zumindest zum Aufwärmen.
    Anne

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    1. Hans-Georg

      Unser nördlichster Punkt wird Honningsvåg sein. Wir waren schon zweimal in diesem hübschen Hafen. Auf jeden Fall werden wir von dort wieder zum Nordkapp fahren.
      In Tromsö werden wir 2 Nächte haben, d.h. 1 voller Tag und einer bis zur Abfahrt um 17 Uhr.
      Ich bin ja über Insta mit einigen Kreuzfahrtaccounts verbandelt, von denen einige schon im zeitigen Frühjar in Norwegen gewesen sind und immer Nordlicher gesehen haben. Die Chance darauf scheint wirklich gross zu sein.

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