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Nochmal 50 Jahre?

Heute war ich beim Zahnarzt meines Vertrauens, der, der sich seit 25 Jahren über meine antiquare Brücke lustig gemacht hat. Die Konstruktion dieses Teils ist in der Tat etwas merkwürdig. Aber gut, das hat 50 Jahre gehalten. Die Brücke selbst ist auch nicht defekt, sie hat sich nur vom Pfeiler gelöst. Ich war sehr gespannt, wie mein Zahnarzt reagieren, was er mir vorschlagen würde.

Er beugtachtete das Teil und bog in seinem Labor etwas daran herum. Ich hatte, als mir das Ding lose im Esszimmer lag, wohl doch zu fest zugebissen bevor ich merkte, was ich da im Mund hatte.

Dr. Blume hätte mir ja am liebsten ein neues Bauwerk verpasst. Er sprang aber über seinen Schatten und hat mir die Brücke wieder einzementiert. Seine Erklärung dazu: So eine Konstruktion wäre heute nicht mehr krankenkassenkonform. Er müsste für eine neue Brücke einen zweiten Zahn abschleifen und überkronen, der Ersatzzahn, der die Lücke überbrücken soll, würde dann an zwei Kronen hängen. Jetzt hängt er nur an einer Krone, der andere Zahn neben der Prothese dient als Widerlager.

Also rührte seine Assistentin den Zement an, der Doc drückte mir die Krone mit dem anhängenden Zahn wieder auf den Pfeiler – und jetzt ist alles wieder gut und fest und ich kann wieder kraftvoll zubeissen.

Ob das Ding nochmal 50 Jahre hält, ist eine andere Sache, wobei ich das ja gar nicht erleben würde. Ich wäre dann über 120 Jahre alt.

Eines hoffentlich fernen Tages werden irgendwelche Menschen in der Erde einen hohlen Zahn aus Gold mit etwas Porzellan dran finden – sofern das Ding bis zu meinem Lebensende nicht erneuert werden muss.

50 Jahre


Während meines 18-monatigen Grundwehrdienstes Ende der 60er Jahre wurde mir ein Backenzahn gezogen. Damals machte man sich keine großen Gedanken um die Erhaltung des Esszimmers. Karies? Raus damit. Ein paar Jahre kaute ich mit einer Zahnlücke links oben. Bis mir ein ziviler Zahnarzt erklärte, dass man da was machen müsste. Sonst würden die Zähne vom Unterkiefer oben keinen Gegendruck haben und könnten herauswachsen. Ich bekam also eine Brücke mit einem Pfeiler. Ein nachfolgender Zahnarzt, und auch mein aktueller Zahnarzt, zu dem ich schon 25 Jahre gehe, machten sich über die ungewöhnliche Konstruktion lustig. Aber sie funktionierte und war nicht defekt. Am liebsten hätte er mir eine neue Brücke verpasst. Ich war stets dagegen: Never change a running system. Außerdem kostet sowas auch Geld. Die Krankenkasse übernimmt nur die Kosten für sowas, das man abends ins Wasserglas legt.

Gestern Abend spürte ich plötzlich etwas hartes in der Mundhöhle. Sollte da irgendwas im Color Rado gewesen sein, was da nicht hingehört? Ich kaute da nicht weiter drauf rum sondern fischte mir das Teil aus dem Mund. Und da hatte ich die Brücke in einem Stück zwischen den Fingerspitzen, fast nur Gold und etwas Porzellan

Das Ding sieht noch völlig intakt aus. Nächste Woche habe ich einen Termin bei meinem Zahnarzt. Mal sehen, was er dazu sagt. Vielleicht kann er sie wieder einzementieren. Ich vertraue da auf seinen Rat, er hat schon einiges in meinem Esszimmer gemacht und Zähne gerettet, von denen er selbst nicht sicher war, ob es funktionieren würde. Die Brücke ist ca. 50 Jahre alt. Wenn mein Zahndoc sagt, neu einkleben ist ok, dann ist es ok. Wenn er mir rät, was neues zu machen, dann vertrau ich ihm. Es ist wohl auch die Frage, wie der Zahnstumpf unter der Goldkrone aussieht.

Nochmal 50 Jahre braucht das dann aber nicht zu halten, egal welche Lösung er vorschlägt. Ob ich mal mit Sekundenkleber …. ??

Hab mal gepopelt

Ich habe zwar keine Symptome, ich kann alles schmecken und es geht mir gut. Wenn man aber mit jemandem lebt, und auch das 1,40 m breite Bett und eine Zudecke teilt, der positiv getestet wurde, ist es wohl besser ab und zu einen Selbsttest zu machen. Das war heute der Fall.

Habe mir also das Probenstäbchen tief in die Nase geschoben, bis ins Kleinhirn, dass mir die Tränen kamen, ordentlich durchgerührt und das Ende mit der Watte dann kräftig in der Testflüssigkeit durchgewalkt. Ein paar Tropfen mit Körperflüssigkeiten aus der Nase und mit Hirnmasse gab ich dann auf den Teststreifen. Während ich auf das Ergebnis wartete, trank ich einen Espresso, und noch einen mehr.

Auch ohne Symptome kann man ja positiv sein, es war also spannend. Aber was soll ich sagen?: Das Ergebnis war positiv, nämlich negativ! So kann es gerne bleiben.

Der Liebste hat immer noch leichte Erkältungssymptome. Er wird sich morgen telefonisch beim Hausarzt melden, immerhin benötigt er eine Krankmeldung für seinen Arbeitgeber, die ich dann dort abgeben werde.

Einer so – einer so


Der Gatte hat seit ein paar Tagen Erkältungserscheinungen: Husten und Schnupfen. Gestern machte er einen Selbsttest mit dem Ergebnis positiv. Ich machte auch einen Test mit dem Ergebnis negativ. Ich fuhr dann erstmal zum Einkaufen. Währenddessen rief mein Schatz beim Hausarzt an. Er bekam einen Termin für den PCR-Test.

Das Ergebnis wurde ihm vor kurzem auf der Coronawarnapp angezeigt: Positiv! Ich machte wieder einen Selbsttest, Ergebnis negativ.

Wir rätseln jetzt, wo er sich angesteckt haben könnte. Wir vermuten, dass es auf unserem Musicalabend in der letzten Woche geschehen ist. Da wir ja Open Bar gebucht hatten mit der Absicht, dem Wein und Sekt zuzusprechen, demzufolge wir nicht mehr mit dem eigenen Wagen hätten fahren dürfen, sind wir ja mit dem ÖPNV nach Hamburg gefahren und auch wieder nach Hause. Die Wahrscheinlichkeit ist also groß, dass die Ansteckung dort geschehen ist. Aber es ist müßig darüber weiter nachzudenken – es ist geschehen. Zum Glück hat mein Schatz nur relativ leichte Symptome.

Das Foto oben zeigt meinen Test von heute und den von meinen Schatz von gestern.

4. Impfung

Die Landesregierung Schleswig-Holstein hat entschieden, dass sich bestimmte Personengruppen ab sofort die 4. Impfung gegen Corona abholen können. Die Voraussetzung ist, dass die 3. Impfung vor 3 Monaten stattgefunden hat.

Da ich zu dem Personenkreis gehöre (70 Jahre +), habe ich mich sofort für die 4. Impfung angemeldet, auch wenn die erst in der ersten Hälfte März stattfinden darf/soll. Mein nächster Termin ist also am 11. März.

Wenn das so weiter geht, bin ich bald angefüllt mit KI. Ich bin sehr gespannt, welche technischen Neuerungen in mir drin sich mir nach dem Pieks erschließen.

Besuch aus MUC


Mehrmals wurde der Besuch verschoben, die Gründe sind bekannt. Aber nun sollte es sein. Ursprünglich war der Flug zum meinem 70. Geburtstag gebucht – und das war vor 2 Jahren! Jetzt endlich konnten wir Frank und Thomas in der kleinen Stadt an der Elbe begrüßen.

Freitag, am Tag der Ankunft, war das Wetter ja wirklich schön. Nur leider hatten wir da nicht so viel vom Tag. Abholen vom Helmut-Schmidt-Airport, einquartieren im Hotel, ’n Tass Kaff und ’n Stück Torte bei uns zu Hause, schnacken schnacken schnacken. Abends dann ein Essen beim Lieblingsgriechen und danach ein kleiner Verdauungsspaziergang – und das war’s dann.


Und was macht man an einem kalten, stürmischen und feuchten Tag mit Gästen? Ich hatte eine Idee: Ein Besuch des St. Pauli-Elbtunnels. Wir fuhren also mit dem Bus nach Hamburg. Von der Endhaltestelle spazierten wir zu den Landungsbrücken an der Elbe. Dort blies uns Nadia, ein kräftiger Sturm, ins Gesicht. Wir waren froh, das schützende Gebäude des Elbtunnels erreicht zu haben.

Mit dem Lift fuhren wir 24 Meter nach unten und machten uns dann auf den Weg durch die 426,5 Meter lange Tunnelröhrea auf die Südseite der Elbe. Diese Tunnelröhre ist bereits saniert während die 2. Röhre noch geschlossen ist. Ein für Kraftfahrzeuge vorgesehener Aufzug brachte uns auf Steinwerder wieder an die Oberfläche.

Vorbei am Werkstor der Traditionswerft Blohm & Voss gingen wir zum Musicalboulevard mit den beiden Musicaltheatern Stage Theater an der Elbe und Theater am Hafen. Die ersten Gäste der Nachmittagsvorstellungen trafen langsam ein. Von hier aus hat man einen tollen Blick auf die Skyline von Hamburg mit der Elbphilharmonie, den Museumsschiffen Cap San Diego und Rickmer Rickmers und den Landungsbrücken. Auf Elbe fuhren emsig die Hafenfähren, Ausflugsschiffe und Muscialshuttel hin und her. Mit einem der Musicalshuttle fuhren wir über die Elbe zurück zu den Landungsbrücken. Dort stärkten wir uns mit einem Fischbrötchen.


Mit dem Bus fuhren wir von der großen Stadt an der Elbe zurück in die kleine Stadt an der Elbe. Zu Hause wärmte ich mich mit einer heißen Dusche auf bevor ich mit den Vorbereitungen für das Fondue begann.

Heute Morgen brachte Bernd unsere Freunde wieder zum Flughafen während ich die Wohnung wieder herrichtete. Zum Glück haben wir ja eine neue Geschirrspülmaschine. Die Beladung ist noch etwas ungewohnt da die Einrichtung der Körbe sehr anders ist im Vergleich zur alten Maschine. Aber das wird schon noch.

Es ist immer schön wenn wir mit Frank und Thomas zusammen sind. Es gibt viel zu erzählen – man hat ja nicht täglich Kontakt – und es ist nie langweilig.

Ergebnis positiv


Weil es negativ ist.

Den Jahreswechsel 2021/2022 begehen wir in einem kleinen intimen Kreis von 8 Personen. Es gibt Fondue mit Beilagen, Wein, hochprozentiges, Sekt – das übliche halt. Wir sind zwar alle geimpft, zum Teil auch geboostert. Aber jeder weiß, dass man sich trotzdem mit dem Scheißvirus infizieren kann.

Die Gastgeber haben deshalb darum gebeten, dass jeder einen Selbsttest macht, wofür wie absolutes Verständnis haben. Und damit wir uns um Mitternacht auch alle umarmen können. Es ist das erste Mal, dass ich bei mir selbst mit einem Stäbchen im Gehirn rumgerührt habe. Bisher brauchte ich offizielle Testergebnisse und ließ andere Menschen bei mir rumbohren. Nun hab ich das also auch mal erlebt wie das ist, wenn man sich selbst ein Teststäbchen ins Gehirn schiebt.

Alles wech


Unsere Glinda hat die Angewohnheit, auf den Arbeitstisch zu springen und alles beiseite zu schieben, was ihr im Weg ist – oder sie landet gleich auf der Tastatur, so wie gestern. Sie hat da irgendeinen shortcut erwischt, der mir höchstselbstpersönlich völlig unbekannt ist, und alle empfangenen Emails meines persönlichen Accounts von mehr als einem Jahr gelöscht. Gelöscht heißt in diesem Fall gelöscht, nicht in den Papierkorb verschoben, gelöscht, weg, w-e-g, verschwunden im Nirwana. Ich sah im Programm noch, wie die einzelnen Emails in rasender Geschwindigkeit durch die Ansicht galoppierten. Doch ehe ich reagieren konnte, war der Ordner leer, nichts mehr drin, leer! Blank! Und ja, da waren schon noch ein paar wichtige Nachrichten dabei.

Ich hatte die Hoffnung, dass der Emailprovider unserer Familie die Möglichkeit anbietet, dort eine Wiederherstellung durchzuführen. Ja, er bietet sowas an, haben wir aber nicht aktiviert. Da die Mails zwischen dem Provider und Thunderbird ständig synchronisiert werden, ist jetzt alles verschwunden.

Natürlich habe ich mich informiert, ob eine Rettung der Nachrichten möglich ist. Ja, ist wohl möglich, entweder mit einem Programm, welches ich kaufen müsste, oder manuell mit diversen Schritten, was ich wohl machen werde. Dafür muss ich aber ungestört und katzensicher sein, sonst nützt das auch alles nichts. Denn die Gefahr, dass Glinda hier wieder auf den Tasten steht oder sich zur Ruhe bettet (siehe oben), ist ständig gegeben.

Für diverse Zwecke habe ich 3 Emailaccounts. Ich habe mir schon angewöhnt, einen der eher unwichtigen Accounts aktiviert zu lassen. Aber aus irgendeinem Grund hatte ich gestern nicht gewechselt. Ich arbeite mit einem geteilten Bildschirm, d.h. ca. 2/3 Browser und ca. 1/3 Emailprogramm. So kann ich immer sehen, wenn eine neue Mail ankommt. Entweder gewöhne ich mich dahingehend um, dass ich mit einem Vollbild arbeite und den Browser im Vordergrund habe. Oder ich schiebe wichtige Mails in einen separaten Order. Ich tendiere eher zur zweiten Lösung.

Während der kommenden Feiertage werde ich mich damit beschäftigen, die Emails aus den Tiefen meiner Festplatte herauszufischen. Dann ist mein Schatz im Haus, der mich auf die eine oder andere Weise dabei unterstützen kann, und sei es, dass er mit die Katzen vom Leib hält.

Pieks?

Von wegen! Fru Dokter hat nur so getan als ob sie impfen würde. Alles fake. Nichts hab ich gemerkt. Und dann tat sie auch noch so, als ob sie die Kanüle nicht richtig in dem Eimerchen entsorgen könnte.

Jetzt hab ich zwar so ein Aufkleberdings in meinem Impfass und ein geni, äh digitales Impfzertifikat hab ich auch bekommen. Aber wozu wenn ich doch gar nicht geimpft worden bin?

Na, jedenfalls schwebte ich nach dem Verlassen des Impfzentrums heimwärts, so, als würden meine Füße den Boden gar nicht berühren, quasi wie eine Magnetbahn. Was hat die Frau mit mir gemacht? Was es alles gibt, da muss man sich wundern. Und das ohne Impfung. Ich muss aber zugeben, dass die Impfstelle jetzt am Abend etwas schmerzt.

Wenn ich tatsächlich den Booster bekommen haben sollte, sind meine Spermien jetzt in Aufruhr. Es heißt ja, dass der Booster die kleinen Scheißerchen anregen soll. Vermutlich könnte ich jetzt Helden zeugen. Na ja, das mit dem Zeugen hab ich auch ohne Booster hinbekommen.

Atemwegsinfektion

Ein kräftiger Schnupfen gehört wohl auch dazu, auch leichtes Hüsteln, allgemeines Unwohlsein. Daran leidet der Gatte seit ein paar Tagen. Unternormalenumständen würden wir dem keine weitere Bedeutung beimessen, zumal mein Schatz in 3 – 5 Tagen damit durch ist, während ich in solchen Fällen wochenlang an einer nervigen Bronchitis leide.

Inderaktuellensituation ist jedoch Vorsicht geboten. Auch wenn die Möglichkeit einer Ansteckung mit Corona bei uns sehr gering ist, könnte es ja sein, dass man sich den Virus irgendwie doch einfängt. Wir versorgten uns also mit dem Selbsttest.

Im Drogeriemarkt gab es keine, ausverkauft. In der gegenüberliegenden Apotheke wurde ich fündig und kaufte 4 Stück. Bernd schob sich also ein Stäbchen in die Nase und rührte in seinem Gehirn rum. Dann kam das Stäbchen mit den Fetzen seiner Gehirnmasse in das Röhrchen mit Lösungsflüssigkeit und wurde darin gut durchgewalkt. Anschließend 2 Tropfen davon in das kleine Gerät – und ca. 15 Minuten warten.

Das Ergebnis dann – zum Glück – negativ.

So, nun haben wir das also auch mal gemacht, man muss ja alles mal ausprobieren.