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Technische Panne

Eine ausverkaufte Vorstellung und ich weiss nicht, wie viele Leute noch Karten an der Abendkasse haben wollten. Die Voraussetzungen für einen gelungenen Abend waren im Grunde perfekt. Bei der Tonprobe war auch noch alles in Ordnung. Ein Manko war allerdings die kleine Bühne, ein anderes, dass wir unser Hintergrundbild nicht mit den entsprechenden Effekten einsetzen konnten.

Den ersten Teil des Abends bestritt „Miss Klang“ – Gemischter Frauenchor Hamburg. Mein Geschmack war es nicht, was die Damen gebracht haben, zu politisch, nicht gerade unterhaltsam. Das soll nicht heissen, das ich diese Art von Musik bzw. Gesang nicht mag. Aber der Rahmen war nicht passend dafür.

Nach der Pause dann unser Auftritt. Ich merkte bereits beim ersten Lied, dass irgendwas ungewöhnlich war, es hatte den Anschein von einer kleinen Unsicherheit. Das Publikum merkt so etwas nicht unbedingt und der Chor ist geübt genug, kleine Unstimmigkeiten zu überspielen. Merkwürdig erschien mir aber, dass sich die Unsicherheiten wie ein roter Faden durch das gesamte Stück fortsetzten. Und der Hammer kam dann beim Abschlussstück, das mit Backgroundmusik von CD begleitet wird: Musik und Gesang stimmten nicht überein! Der Tontechniker schaute mich fragend an, ich achtete auf Matthias, den Chorleiter. Was sollen wir machen? Doch von ihm kam noch keine Reaktion in Richtung Technik. Nach der ersten Strophe fing sich alles wieder, dachte ich. Aber es driftete wieder auseinander. Matthias gab uns ein Zeichen, dass der Monitorlautsprecher auf der Bühne nicht funktionierte. Der Techniker gab mehr Lautstärke auf die Saallautsprecher, aber es nützte nichts, die Sache war verkorkst. Endlich, durch rhythmisches Klatschen des Publikums, fand der Chor den Takt wieder und das Stück konnte einigermassen zu Ende gebracht werden.

Was war passiert?: Als sich alle hinter der Bühne trafen, kam heraus, dass während der gesamten Aufführung nur ein Monitorlautsprecher auf der Bühne funktionierte, und der auch nur mit schwacher Leistung. Matthias, der als Dirigent vor der Bühne steht, hört das nicht. Wir hinten am Technikpult merken das auch nicht. Die armen Jungs auf der Bühne müssen da durch. Es ist wirklich eine phantastische Leistung, dass – von ein paar Unsicherheiten abgesehen – die Aufführung fast bis zum Ende problemlos über die Bühne gegangen ist. Bernd und ich sind froh, dass sich diese Aufführung keine Freunde von uns angesehen haben.

Der Abend klang bei guter Stimmung auf der Aftershow Party aus. Holger und Bernd legten die richtige Musik auf, um die Gäste in Scharen auf die Tanzfläche zu treiben. „Viva la Diva“ scheint sich als eine Art Markenzeichen von Schola Cantorosa entwickelt zu haben. Der ganze Saal tanzte mit zu unser Choreographie, die vor ein paar Jahren zum CSD entstanden ist.

Ausverkauft!

Unser Konzert morgen Abend ist ausverkauft! Es gibt keine Karten mehr an der Abendkasse. Wahrscheinlich kommen jetzt einige Interessenten vergebens. Zum Glück kann man das nicht dem Chor anlasten. Wir sind nicht Veranstalter, wir sind engagiert worden. Um Werbung und Kartenverkauf brauchten wir uns nicht zu kümmern.

Generalprobe

Am 12. Oktober hat der Chor den nächsten Auftritt hier in Hamburg. Obwohl der Ablauf des Programms allgemein bekannt ist, gibt es vor jedem Auftritt eine Generalprobe. Vieles gerät ja doch in Vergessenheit. Deshalb ist so eine Probe sehr vorteilhaft.

Ich kann nach dieser Probe nur sagen: Toi toi toi – und hoffen, dass die Aufführung besser klappt. Wenn ich mich richtig erinnere, war das vor der Uraufführung auch nicht anders. Also besteht noch Hoffnung.

Die Lederinvasion

Am kommenden Wochenende ist hier das grosse Ledertreffen. Und jetzt sind sie da, die Lederkerle. In der Stadt, in der Langen Reihe, überall sieht man sie. Aus dem Café Gnosa haben sie die „Blusen“ vertrieben, die sonst dort sitzen, ihren Kaffee schlürfen und gesehen werden wollen. Heute Abend auf meinem Heimweg sah ich nur männlich markante Kerle dort. Sicher, sie wollen auch gesehen werden. Sonst würden sie da nicht sitzen. Ich frage mich nur: Wo sind die ganzen „Blusen“ hin?

Lieber Leser, ich möchte betonen, dass ich mit dem Ausdruck „Blusen“ Niemanden diskriminieren will. Ich möchte damit den optischen Unterschied zu den Lederkerlen verdeutlichen.

Ein cooler Vater zur „Homoehe“

Peter kenne ich jetzt etwas länger als 2 Jahre. Er ist Schüler an einem Gymnasium in Lüneburg. Wir haben eine sehr intensive Beziehung. Peter erzählt mir fast alles aus seinem Leben und fragt mich oft um Rat, wenn er mal nicht weiter weiss. Peters Vater schickte mir heute eine Email, über die ich mich sehr gefreut habe. Ich möchte sie Euch nicht vorenthalten:

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Lieber Herr Kloetzen,

nachdem mir Peter stets Ihre werten Grüsse übermittelt hat, darf ich Sie heute auf diese Weise mal ansprechen, weil ich vor Peter und im speziellen zu Ihrer Beziehung zu ihm ja bekannter Weise keine Geheimnisse habe, was Ihnen bestimmt ebenso recht ist. Besonders angetan war Peter von meiner Reaktion zum Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zu den gleichgeschlechtlichen Ehen, was er Ihnen ja auch gleich übermittelt hat. Dazu möchte ich nur anmerken:
Deutschland und seine Einstellung zu dieser Problematik gehört in der Welt zu den rückständigsten Nationen der modernen Welt, was mich schon lange stört. Selbst wenn man keinen eigenen Bezug zu dieser Angelegenheit hätte, so müsste es jeden erzürnen, mit welcher Verlogenheit hier insbesondere die christlichen Kirchen die Vernunft der Volkes vernebeln und böse Saat säen. Nur aus diesem Grunde war es wie ein Aufschrei, als ich in Florida das Ergebnis zur Kenntnis nahm. Meine ganze Hoffnung setze ich darauf, dass sich diese Entwicklung fortsetzt und der Begriff “ Freiheit “ endlich in seiner Gesamtheit von den staatlichen Institutionen begriffen wird.
Alles erdenklich Gute wünscht G.G.

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Ein paar persönliche Anmerkungen von Peters Vater habe ich aus verständlichen Gründen weggelassen. Mir geht es nur darum, aufzuzeigen, welche positive Meinung man zur Homo-Ehe und Homosexualität haben kann. Leider gibt es immer noch Eltern, die nicht akzeptieren wollen, dass ihre Söhne schwul sind. Herr G. hat recht: Es muss noch viel geschehen in Deutschland!

Passend zum Thema eine dpa-Meldung, die ich heute gelesen habe:

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Homo-Ehe: Stoiber unter Druck

In der Union gibt es Differenzen über die Zukunft des Gesetzes zur „Homosexuellen-Ehe“ Während Unionskanzlerkandidat Edmund Stoiber (CSU) bekräftigte, das Gesetz werde im Fall seines Wahlsieges respektiert, forderten andere Unionspolitiker, die „Homo-Ehe“ dann zu überprüfen. Der rechtspolitische Sprecher der Union, Norbert Geis (CSU), die Bundestagsabgeordnete Erika Steinbach (CDU) und der CSU-Fraktionschef im bayrischen Landtag, Alois Glück, wollen die „Homosexuellen-Ehe“ kippen.

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Wir können wirklich nur hoffen, dass uns Herr Stoiber am 22. September erspart bleibt und nicht konservative Kräfte wieder die Oberhand gewinnen!!!

Das Premierenwochenende

Freitag, 5.5.02 – Montag 8.5.02

Freitag – Die Premiere
Für uns begann das Wochenende mit dem Aufräumen und Saubermachen der Wohnung. Wir erwarteten ja unseren Freund Frank aus München, der bei uns übernachten wollte. Ausserdem mussten die Betten hergerichtet werden, d.h. unser Bettzeug wurde im Schlafsofa verstaut. Unser Bett bekommen immer die Gäste, da es praktischer ist. Einkaufen mussten wir auch noch. Auf Grund unserer Aktivitäten hielt sich unsere Nervosität in anbetracht der heutigen Premiere noch in Grenzen. Das änderte sich schlagartig als wir zur Ruhe kamen und noch etwas Zeit zur Musse hatten, bevor wir um 15.00 Uhr in der Markthalle sein mussten. Ich bekam Herzklopfen und feuchte Hände!

Bernd und ich hatten uns für den Aufbautrupp gemeldet um den Saal mit Stühlen und Bänken auszustatten. Im Parkett wurden ca. 100 Stühle aufgestellt, auf den Stufen rund um das Parkett eine beträchtliche Anzahl von „Biergarten-Bänken“. Beides musste aus einem Raum hinter dem Saal geholt und über Stufen in den Saal getragen werden. Nach kurzer Zeit waren wir völlig durchgeschwitzt.

Um 16.00 Uhr begannen unsere Proben, Sound- und Lichtcheck. Der Tontechniker arbeitete weitgehend selbständig. Dem Lichttechniker übergab ich einen ausgearbeiteten Plan. Für die gesamte Vorstellung ist darin angegeben, welche Lichtstimmung für welchen Teil notwendig ist. Er machte sich ergänzende Notizen zu meinen Erklärungen.

Früher als erwartet traf unser Gastchor ein, der Heartland Men’s Chorus aus Kansas City. Wir gingen spontan zum Bus, begrüssten unsere Gäste mit Beifall und geleiteten sie in die Halle. Es folgten kleine Begrüssungsansprachen der jeweiligen Chorleiter. Danach setzten wir unsere Probe fort, die vom Beifall unser Gäste begleitet wurden.

Bei der anschliessenden Probe der Amerikaner bekamen wir einen ersten Eindruck von ihrem Programm.

Meine Nervosität stieg von Minute zu Minute, sicher auch die der anderen Chormitglieder. Auf den Toiletten herrsche Hochbetrieb. Ich wusste nicht, ob ich Hunger hatte oder nicht. Ich entschied mich für etwas Appetit und nahm etwas Fleisch vom Buffet. Im Foyer schaute ich nach, ob ich die von mir angeworbenen Gäste treffen konnte: Susanne und Nina aus Lübeck und meine Kollegin Jelena. Sie hatte 4 Karten gekauft. Jelena kam mit ihrem Mann Jürgen und einem befreundeten Paar. Susanne und Nina waren auch da. Wir unterhielten uns kurz. Ich war zu unruhig, ein längeres Gespräch zu führen und zog mich wieder zurück.

Der Saal wurde um 19.30 Uhr geöffnet. Die Zuschauer „tröpfelten“ herein. Der grosse Run auf die besten Plätze fand nicht statt. Wir fragten uns, ob wir vor einem halbvollen Saal auftreten mussten. Schliesslich wurde es doch noch ziemlich voll. Es wurde noch wärmer, als es ohnehin schon war. Ich schwitzte noch mehr, als ich es ohnehin schon tat.

Endlich ging es los. Unsere Gäste bestritten den ersten Teil des Abends. Ihr Programm war so gestaltet, wie man sich ein konventionelles Chorprogramm vorstellt: Ca. 50 Männer standen in 3 Reihen im Halbrund auf der Bühne. In der 2. Hälfte wurde es dann doch etwas aufgelockerter: Ein paar lustige Einlagen sorgten für Erheiterung im Publikum, das zum Abschluss gesungene Medley aus dem Musical „The Wizard of Oz“ wurde begleitet von kostümierten Solisten. Die einzelnen Stücke wurden vom Publikum mit höflichem bis starkem Beifall, teilweise mit Fusstrampeln belohnt. Es gab eine Zugabe.

Dann kam die Pause. Ich versuchte Werner ausfindig zu machen. Ich habe ihn im Chat kennen gelernt. Werner ist Ende Juni von Göttingen nach Hamburg gezogen. Ich entdeckte ihn mit seinem Begleiter. Da ich Werner gerne persönlich kennen lernen wollte, ging ich zu ihnen um eine paar Worte zu wechseln. Auf Grund meiner Nervosität kam ein richtiges Gespräch leider nicht zu Stande und ich ging zu meinem Platz am Mischpult.

Die Pause neigte sich dem Ende zu. Oh welche Spannung! Wir waren dran! Die „Piraten“ haben Uraufführung!

Einen ersten Erfolg verbuchten wir mit unserem Bühnenbild, einem Prospekt als Hintergrund mit blauem Himmel und weissen Wolken. Wird der Prospekt von hinten beleuchtet, erscheint die Silhouette eines Piratenkapitäns. Dieses Bild wird gleich in der ersten Szene eingesetzt. Ein Raunen ging durch das Publikum.

Es würde zuviel werden, unser Show hier detailliert zu beschreiben. Nur soviel so noch gesagt: Das Publikum geizte nicht mit Beifall, Standing Ovations am Ende! Ich bekam eine Gänsehaut, als ich sah, wie sich das Publikum fast geschlossen von den Sitzen erhob. Zwei Zugaben hatten wir eingeplant, eine dritte war notwendig! Dazu nahmen wir ein Lied aus unserem Stück: „Schrubben“. Glücklich nahmen der Chor, der Dirigent und der Pianist den Beifall entgegen. In solchen Momenten möchte ich auch dort auf der Bühne stehen, wohl wissend, dass ich nicht singen kann.

Zusammen mit dem Gastchor wurde zum Abschluss ein gemeinsames Lied gesungen. Dann hatten wir es endgültig geschafft.

Es gab Sekt für alle Beteiligten. Wir waren zufrieden, denn wir wussten jetzt: Die ganze Arbeit hat sich gelohnt. Unser neues Programm war nicht durchgefallen, es ist erfolgreich über die Bühne gegangen.

Frank war während der Aufführung direkt vom Flugplatz in die Markhalle gekommen. Zusammen mit ein paar Anderen trafen wir uns im kleinen Kreis im Café Gnosa zu einer kleinen Premierenfeier. Von dort gingen wir nach Hause, unterhielten uns noch eine Weile mit Frank und fielen dann erschöpft aber zufrieden ins Bett.

Samstag – der 2. Abend mit Aftershowparty

Der Tag begann mit einem ausgiebigen, gemütlichem Frühstück mit Frank.

Frank verabschiedete sich mittags zu einem Date. Ich bereitete das Essen für Oliver und Melli vor, die sich heute unsere Show ansehen wollten. Sie mussten alleine essen weil wir wieder rechtzeitig in der Markthalle sein mussten. Bernd suchte seine CDs zusammen. Nach der Vorstellung heute Abend sollte es die grosse offizielle Premierenparty geben, zu der Bernd und Holli die DJs machten.

Am frühen Nachmittag trafen Oliver und Melli ein, einen Augenblick später Frank. Bernd und ich fuhren mit einem Taxi (wegen der grossen Kiste mit den vielen CDs) zur Markhalle.

Dort gab es zuerst eine Nachbetrachtung des gestrigen Abends. Erste positive Rückmeldungen wurden verkündet, z.B. möchte Friedhelm Mönter vom NDR eine ganze Sendung mit uns machen. Richard verkündete die Anzahl der gestrigen Besucher, es waren 390. Für heute waren im Vorverkauf 100 Karten mehr verkauft worden. Für die Abendkasse lagen ca. 200 Vorbestellungen vor. Heute würde es voll werden. Wir mussten zusätzliche Bänke aufstellen.

Danach waren wieder eine kleine Probe notwendig, ich besprach mit dem Lichttechniker ein paar Änderungen.

Die hektische Nervosität von gestern war nicht mehr vorhanden, heute war es eher normales Lampenfieber, dass sich vor jeder Vorstellung breitmacht.

Heute hatten Bernd und ich 5 persönliche Gäste: Bernds Mutter, Oliver und Melli und ein Freund von uns: Der Pirat (ein Synonym) mit seinem Freund Ulf. Wir trafen alle vor der Vorstellung im Foyer und machten sie miteinander bekannt.

Der Ablauf des Abends war der gleiche wie gestern: Saalöffnung um 19.30 Uhr. Die Amerikaner gestalten den ersten Teil des Abends, Schola Cantorosa den zweiten.

Bei Öffnung der Saaltür strömte das Publikum nur so herein. Kurz vor Vorstellungsbeginn standen noch Leute an der Kasse. Heute wird es voll – und noch wärmer! Hoffentlich klappt wieder alles!

Der Heartland Men’s Chorus beendete routiniert sein Programm. Das Publikum war zufrieden, so wie es sich anhörte, schwang etwas mehr Begeisterung mit als am Abend vorher.

Die Pause musste verlängert werden. Wegen der grossen Wärme im Saal waren wohl alle durstig und lange Schlangen bildeten sich am Tresen.

Margret – Bernds Mutter -, Oliver und Melli waren sitzen geblieben. Ich ging zu ihnen. Ich bemerkte, dass irgendwo in der Nähe geraucht wurde, obwohl vor Vorstellungsbeginn darum gebeten wurde, mit Rücksicht auf die Sänger im Saal nicht zu rauchen. Margret zeigte mir den Verursacher, über den ich mich hier nicht näher auslassen möchte. Höflich aber bestimmt bat ich ihn, seine Zigarre im Foyer zu Ende zu rauchen. Mürrisch kam er der Aufforderung nach.

Ich ging zurück in den Backstagebereich um zu sehen, wie dort die Stimmung heute ist. Dabei wäre ich fast an meinem Mann vorbeigelaufen. Er war schon für den Auftritt geschminkt und ich hätte ihn fast nicht erkannt.

Endlich war die Pause vorbei und wir waren wieder dran. Abgesehen von einer kleinen Lichtpanne verlief die Aufführung störungsfrei. Das Publikum war wieder begeistert, wenn auch nicht ganz so enthusiastisch wie am Abend vorher. Aber drei Zugaben waren wieder notwendig. Im Anschluss wieder das gemeinsame mit Lied mit den Gästen: „A Chorus of Lovers and Friends“.

Sekt hinter der Bühne, beseelt vom Erfolg Umarmungen und gegenseitige Glückwünsche! Etwas Arbeit war auch noch notwendig: Für die Premierenparty musste der Saal von Stühlen und Bänken geräumt werden. Die Piraten schminkten sich ab und zogen sich um.

Und dann begann die Party! Sicher über 200 Leute nahmen daran Teil. Es wurde wild getanzt zur Musik, die Bernd und Holli auflegten. Die „Schola-Songs“ wurden von den Chormitgliedern mit der dazugehörigen Choreographie begleitet. Der Funke sprang über auf die tanzende Menge und fast alle schlossen sich an. Es war einfach toll. Die Party war der krönende Abschluss beider Abende. Gegen 03.00 Uhr am Sonntag morgen waren nur noch eine Handvoll Leute da. Und wenig später war es dann auch vorbei.

30 Minuten später waren wir zu Hause. Als wir um 04.00 Uhr ins Bett gingen wurde es langsam hell und die Vögel fingen an zu singen.


Sonntag – Abschiedstränen

Am späten Vormittag gab es wieder ein ausgiebiges Frühstück mit Frank. Er konnte den Tag leider nicht mit uns verbringen, er musste schon zurück nach München. Bernd und ich brachten ihn zum Flugplatz.

Nachmittags war eine Ausfahrt auf der Elbe geplant mit Kaffee und Kuchen an Bord. Um 15.00 Uhr sollte es losgehen. Aber daraus wurde nichts, die Elbe war gesperrt. Ein über 300 m langer Frachter wurde bei der Werft Blohm und Voss ausgedockt. Es war ein interessantes Ereignis und für unsere Gäste eine ungeplante Erweiterung des Programms.

Unsere Abfahrt verzögerte sich um ca. eine halbe Stunde. Die Fahrt ging elbabwärts bis Blankenese. Bei Kaffee und Kuchen und später an Deck war Gelegenheit, sich mit unseren Gästen zu unterhalten. Auf der Aftershowparty kam man sich zwar auch näher – beim Tanzen. Um sich zu unterhalten war die Musik zu laut.

3 Stunden dauerte unsere Fahrt auf der Elbe und durch einige Hafenbecken. Als wir ein anderes Fahrgastschiff überholten, winkten uns einige der Passagiere zu. Wir erwiderten den Gruss und bedankten uns mit einem kollektiven, schrillen „Huhu“.

Der kleine Ausflug endete an den Landungsbrücken. Von dort gingen wir zu Fuss, entlang an der Speicherstadt, zum „Gröninger“. Dort war ein Buffet vorbereitet. Dazu gab es hausgebrautes Bier vom Fass. 4 Fässer waren aufgestellt. Jeder musste sich sein Bier selbst zapfen. Für unsere technikverwöhnten Gäste aus Amerika war das ein Erlebnis.

Die Mitglieder beider Chöre mischten sich und nahmen auf rustikalen Bänken platz. Es wurde gegessen, getrunken und man unterhielt sich.

Es kam die Zeit des Abschieds. Schola Cantorosa stellte sich hinter dem Buffet auf und sang ein Abschiedslied. Und tatsächlich rollten ein paar Abschiedstränen. Musste es denn unbedingt ein sentimentales Lied sein? Aber das ist halt Ansichtssache.


Montag – Rückblick

Früh morgens wurde ich wach, ich spürte zärtliche Berührungen. Ich öffnete die Augen, es war noch schummrig, die Vögel sangen. Ich konnte ein Blick auf den Wecker erhaschen: 04.15 Uhr. Wohlig lag ich da und genoss es, verwöhnt zu werden. Kurz bevor wir wieder einschliefen war mein letzter Gedanke: Das eben war der Abschluss eines wunderschönes Wochenendes.

Unsere Gäste waren fort. Früh morgens waren sie abgeflogen. Montag ist Probentag. Es hatte wohl keiner von uns Lust, heute Abend gleich mit den Proben weiterzumachen. Eine kleine Ruhepausen hatten wir uns redlich verdient. Trotzdem war das Bedürfnis da, heute Abend zusammenzukommen um das Wochenende, insbesondere die beiden Aufführungen, Revue passieren zu lassen.

Um 20.00 Uhr trafen wir uns um Saal des MHC. Alle waren guter Stimmung. Sebastian, unser Pianist, brachte einen der amerikanischen Gäste mit. Er nutzt die Reise für einen verlängerten Aufenthalt in Europa. Ein schnuckeliges Kerlchen! Und mit dieser Meinung stand ich nicht alleine da.

Es würde diesen Rahmen sprengen, auf die folgende Rückblende im Einzelnen einzugehen. Tatsache ist, dass es keine negativen Eindrücke gab. Ausnahmslos alle Chormitglieder waren der Meinung: Die Mühe der vergangenen Wochen hat sich gelohnt – es war ein tolles Wochenende – wir hatten Spass – es war eine runde Sache – der Chor hat einen positiven Impuls bekommen – für unsere Gäste war es das Highlight ihrer Europatournee.

Tief beeindruckt hat mich Matthias mit der Schilderung seiner Gedanken zu diesem Wochenende: Er schämte sich nicht, Tränen des Glücks freien Lauf zu lassen.

Zum Schluss möchte ich noch erwähnen, dass wir an beiden Abenden zusammen fast 1.000 Zuschauer mobilisiert haben! Und ich möchte wetten, sie waren fast alle begeistert von uns und unseren Gästen. Der Geschäftsführer des MHC, der eine der Shows gesehen hatte, bedankte sich sich bei uns mit einer Runde Sekt.

Auf der Bühne

Das Management der Markthalle, unser Auftrittsort, hatte sich bereit erklärt, die Generalprobe dort stattfinden zu lassen, leider ohne Verstärker und Lichttechnik. Trotzdem war es wichtig, diese Probe dort zu haben. Dadurch sparen wir uns am Freitag viel Zeit, das Stück an die Bühnengrösse anzupassen.

Für die Einspielung von Geräuschen brachte Jörg einen Ghettoblaster mit, eine Notlösung, aber brauchbar. Um eine bessere Beschallung der grossen Bühne zu erreichen, musste er möglichst in der Mitte stehen. Da ein erreichbarer Stromanschluss fehlte, sollte er mit interner Batterieversorgung betrieben werden. Angeblich waren die Batterien noch ganz neu.

Holger studierte mit dem Chor die Aufstellungen ein. Dann ging es los – Oh welche Spannung!

Alles lief reibungslos. Meine Einsätze kamen perfekt. 3 Einspielungen liefen ohne Probleme ab. Für das Lied „Schrubben“ wird mitten im Lied eine Geräuscheinspielung benötigt. Ich drückte zum richtigen Zeitpunkt auf den Startknopf und lehnte mich in meinem Stuhl direkt vor der Bühne zurück. Plötzlich verstummte der Ghettoblaster. Kommentar von Jörg, der direkt vor mir seinen Platz im Chor hatte: „Was ist denn jetzt wieder?“ Ja, was war passiert?: Die Batterien waren leer! Etwas improvisiert wurde das Lied zu Ende gesungen. Danach mussten wir dem Gerät einen Platz in der Nähe einer Steckdose geben. Allerdings war jetzt eine Hälfte der Bühne ohne Ton, da die Leistung des Gerätes nicht gross genug ist. Aber professionellen Piraten macht das nichts aus. Die Generalprobe konnte ohne weitere Störungen erfolgreich über die Bühne gebracht werden. So können wir am Freitag zur Premiere vor das Publikum treten.

Ich muss dann allerdings noch dem Beleuchter unsere Wünsche erklären. Da er das Stück ja nicht kennt, bekommt er während der Aufführung meine Anweisungen. Gleichzeitig muss ich aufpassen, dass ich meine Einsätze für die Geräusche von der CD nicht verpasse. Lieber Leser, drück mir bitte die Daumen!

Das Stück lebt

Heute war die Hauptprobe für die „Piraten“, die letzte Probe vor der Generalprobe. Und es gibt immer noch Änderungen. „Das Stück lebt!“ – so kündigte Holger die neue Ergänzung an. Na, es wird ja auch Zeit. Mittwoch ist die letzte Chance, etwas einzubauen. Aber wie ich uns kenne, wird unmittelbar vor der Vorstellung noch wieder was geändert.

Die Probe war unbefriedigend. Lag das am Glas Sekt, das Jörg aus Anlass seiner endgültigen Aufnahme in den Chor ausgegeben hatte? Es herrscht eigentlich absolutes Alkoholverbot vor Proben und Auftritten. Ja, so streng sehen wir das!

Was war denn heute passiert?: Die Technik lief nicht so wie sie sollte. Jemand hatte die Einstellungen auf dem CD-Player verändert. Bis ich das herausgefunden, hatte begannen alle Einspielungen erst ab der 30. Sekunde. Ich bekam noch mehr graue Haare. Zum Schluss passierte mir noch ein grober Patzer: Für das letzte Stück hätte ich die CD wechseln müssen. Auf meinem Plan stand für dieses Stück Track 7, der war auch auf der 1. CD, nur war es dort ein falsches Stück. Mir war das bekannt, hatte aber nicht mehr daran gedacht. Lag es am Sekt?

Die Sänger hatten auch ein paar Probleme: Die Choreographie klappte teilweise nicht und es gab immer noch Textlücken!

Nach der Probe gab es innerhalb der Programmgruppe noch Diskussionen über eventuelle weitere Änderungen und Ergänzungen. Auch mit Marcus, der einen wichtigen Part spielt, wurde diskutiert. Es gab verschiedene Meinungen über die Art seines Auftritts. Man merkte allen Beteiligten die Nervosität an. Es endete – jedenfalls für uns – damit, dass Bernd aufgebracht den Raum verliess. So kannte ich meinen Mann überhaupt nicht. Da mich das alles nichts angeht, (dafür haben wir schliesslich die Programmgruppe) verabschiedete ich mich und fuhr mit Bernd nach Hause.

CSD in Lübeck


44 Jahre meines Lebens habe ich in Lübeck gewohnt. In dieser Stadt bin ich aufgewachsen und zur Schule gegangen. Hier habe ich meine Berufsausbildung gemacht, ein Haus gekauft. In Lübeck wurde mein Liebstes geboren: Hier kam Oliver auf die Welt. In Lübeck begann die Veränderung meines Lebens, ein neuer Lebensabschnitt begann.

Lübeck hatte heute den ersten CSD. Ich wollte gerne mal sehen, was hier auf die Beine gestellt wird. Kenne ich vielleicht sogar einen der Teilnehmer?

Auf unserem Weg zum Startplatz trafen wir Melli – Olivers Freundin – mit ihrer Mutter. Die ist ja nett! Es war das erste Mal, dass wir ein Familienmitglied von Melli kennen lernten.

Kurz vor dem Beginn der Parade waren wir am Startplatz. 14 Gruppen waren angekündigt. Aber es sah alles etwas dürftig aus. 3 grosse Trucks waren zu sehen und 2 rein kommerzielle Fahrzeuge, die nur Werbung machten. Ein Wagen mit Anhänger war dabei, leider war nicht zu erkennen, welche Gruppe damit demonstrieren wollte. Vertreten war auch die PDS. Dazu kamen noch ein paar Fussgruppen. Also alles „sehr übersichtlich“. Etwas originelles war leider nicht dabei.

Erstaunt waren wir allerdings über die Anzahl derer, die sich dem Zug anschlossen. Das war doch schon beeindruckend. Und wir waren nicht die einzigen Hamburger, auch das war überraschend.

Die Parade zog ihren Weg durch die Lübecker City, die zur Mittagszeit mit Touristen und Einheimischen gut besucht war. Ich habe jedoch meine Zweifel, ob die Mehrheit der Zuschauer überhaupt wusste, um was es hier ging. Man musste nämlich schon sehr genau hinsehen um festzustellen, dass hier Schwule und Lesben eine Demonstration veranstalteten. Etwas mehr Mut wäre von Vorteil gewesen. Vermutlich kennen die Wenigsten die Bedeutung der Regenbogenflagge, die allerdings reichlich vorhanden war.

Das Strassenfest erwies sich als eine Art Dorffest. Die angekündigte Schlemmermeile bestand aus einem Wurstgrill, einem Stand mit Pommes und Champignon-Pfanne und einem Kuchenbuffet. Die 4 Getränkestände rechne ich nicht der Schlemmermeile zu. Ein Mädchen am Bierstand war mit dem Zapfen sichtlich überfordert. Wie sollte das erst werden, wenn die Teilnehmer der Parade eintreffen. Eine Hüpfburg gab es auch. Hat die was mit dem Klischee von albernen Tunten zu tun?

Bernd und ich standen etwas verloren herum, Arm in Arm, gelegentlich tauschten wir kleine Zärtlichkeiten aus. Plötzlich bedankte sich eine ältere Dame für ein Foto, das sie von uns gemacht hatte. Einen Moment unterhielten wir uns, d.h. eigentlich war es so, dass sie uns unterhielt. Sie erzählte uns, wo sie wohnt und dass da auch solche wohnen wir „Ihr“. Und das ist doch gar nicht schlimm und es ist so schön, dass alles offener geworden ist. Und ihr Arzt hat ihr erzählt, es liegt an den Genen und jeder hat diese Gene usw. usw. Puh, tief Luft holen als sie weg war, aber es war ja nett gemeint.

Endlich strömten die Leute zusammen, die Parade war beendet. Wir beobachteten noch eine Weile das Treiben, grüssten einige Bekannte, die wir aus Hamburg kannten. Mit dem kleinen Harald unterhielten wir uns kurz, belanglos: Ach, Ihr auch hier?! Von meiner Zeit aus Lübeck kannte ich niemand. Der Aha-Effekt blieb aus – von wegen: Ach der auch, hätte ich nicht gedacht.

Uns hielt hier nichts mehr. Wir machten uns auf den Weg zurück nach Hamburg und waren froh, wieder in unserer kleinen Bärenhöhle zu sein.

Chorwochenende

Freitag, 21.6.2002 – Sonntag, 23.6.2002

Die Chorwochenenden finden 2 Mal im Jahr statt. Sie dienen der musikalischen Weiterbildung und der Festigung der Gemeinschaft.

Dieses Chorwochenende stand unter dem Zeichen intensiver Proben für unsere Premiere in 2 Wochen.

Freitag

Anreise nach Lütjenweststedt, ein Dorf nördlich von Hamburg zwischen Rendsburg und Itzehoe, war am Freitag Nachmittag. Untergebracht waren wir im Seminarhaus Engelland, ein ehemaliges Dorfgasthaus. Dazu gehört ein grosser Saal, der in früheren Zeiten den Tanzveranstaltungen diente, und ein uriger Garten. Die Verpflegung wird immer eigener Regie arrangiert, d.h. sämtliche Lebensmittel und Getränke müssen mitgebracht werden. Und wir müssen selbst kochen, Tisch decken, usw. Bernd und ich schliefen in einem 2-Bett-Zimmer, dem einzigen mit eigener Dusche und WC. Leider hatten wir einzelstehende Betten.

Unsere erste Probe war am Freitag Abend um 20.00 Uhr. Matthias, unser Chorleiter arbeitete noch ein paar Feinheiten heraus. Ausserdem wurde an einigen Choreographien gefeilt. 2-1/2 Stunden dauerte die Probe.

Anschliessend wurden dicke Kissen in die Saalmitte gelegt und Getränke bereitgestellt. Ein paar von uns legten sich auf die Kissen und unterhielten sich. Andere gingen schon schlafen. Der Abend endete also sehr gemütlich.

Samstag

Samstag Morgen gab es ein reichhaltiges Frühstück. Leider störten die vielen Fliegen. Frech liessen sie sich auf der Wurst und auf dem Käse nieder. Bernd und ich hielten uns dann doch lieber an Marmelade, die in geschlossenen Gläsern auf dem Tisch stand.

Für Heute waren 3 Proben angesetzt, eine Vormittags und 2 Nachmittags. In den ersten beiden Proben ging es wieder darum, ein paar Verbesserungen herauszuarbeiten und Choreograpie zu üben. Ich hörte mir alles an und machte mir dabei Gedanken über die Lichteffekte für unsere Aufführung.

In der 3. Probe wurde das neue Stück das erste Mal durchgehend im Kostüm geprobt. Dabei war ich mein Einsatz gefragt: Einige Übergänge zwischen den Stücken werden von CD eingespielt und ich muss dafür sorgen, dass sie zum richtigen Zeitpunkt abgespielt werden. Die Probe verlief zufriedenstellend, zeigte aber doch noch ein paar Schwachpunkte auf, die bis zur Premiere noch behoben werden müssen. Leider war mein Platz hinter dem Chor. Zu gerne hätte ich diese erste „Aufführung“ als Zuschauer beobachtet. Ich glaube, das neue Stück wird Erfolg haben.

Um 20.00 Uhr begann der „Festabend“ mit einen Menü, zubereitet von Armin: Gazpacho, Zürcher Geschnetzeltes und zum Nachtisch Mousse au Chocolat. Hajo hatte sich für diesen Abend besonders herausgeputzt: Mit Perücke, Minirock, Pumps, Strumpfhose und einem Body, der unter seiner Brust zu Ende war, machte er auf billige Nutte.

Kurz vorher kam Sebastian, unser Pianist, aus Hamburg mit einer positiven Neuigkeit zurück: Er wird 2. Musikalischer Leiter für das Abba-Musical „Mamma Mia“, das zum Ende des Jahres im Hamburger Operettenhaus Premiere haben wird.

Lieber Sebastian, herzlichen Glückwunsch!

Nach dem Essen begann der gemütliche Teil. Es bildeten sich kleinere Gruppen, die sich unterhielten. Aref kündigte für 22.00 Uhr eine Darbietung an.

Alle fanden sich rechtzeitig wieder ein und setzten sich auf die bereitgestellten Stühle. Aref erklärte uns, worum es ging: Improvisationstheater „Half Time“ mit 4 Personen, mit dabei Aref, Hajo, Harald und Holger. Jemand aus dem Publikum sollte einen Ort und ein Jahr für die Handlung bestimmen. Die Stichworte waren Puff und 1930. Die 4 Beteiligten beratschlagten sich kurz und begannen kurz darauf mit ihrer Vorführung. Worum es dabei ging überlass ich der Phantasie des Lesers. Der Sketch dauerte wenig mehr als eine Minute, wurde dann in der Hälfte der Zeit wiederholt und noch 2 Mal um jeweils die Hälfte reduziert. Der letzte Auftritt dauerte nur wenige Sekunden. Die 4 Darsteller stürzten zusammen auf die Spielfläche, einen Dialog gab es nicht mehr, es gab nur noch die auf ein Minimum reduzierte Handlung. Die Zuschauer konnten sich vor Lachen kaum auf den Sitzen halten. Hajo, immer noch in seinem Kostüm (deshalb wohl auch das Stichwort Puff), passte hervorragend in diese Improvisation.

Jemand fragte: Wo war denn der Dialog? Hajos schlagfertige Antwort: „Wir haben den Originaldialog genommen und weggelassen.“

Als sich alle wieder beruhigt hatten, wurden wieder die Kuschelkissen auf den Boden gelegt. Bernd und ich fanden uns dort mit einer kleinen Gruppe zusammen, kuschelten, erzählten dies und das und irgendwann auch Witze. Dazu tranken wir Wein.

Wir hörten, dass in der Küche ein Gruppe stand, die über politische Themen diskutierten, andere standen oder sassen an verschiedenen anderen Orten und unterhielten sich. Gegen 02.00 Uhr morgens gingen Bernd und ich schlafen.

Sonntag

Nach dem Frühstück, wieder mit vielen Fliegen als „Mitesser“, trafen sie die Sänger im Garten zu Entspannungsübungen und zum Einsingen für die angesetzte 3. Probe. Die Änderungen wurden vorher erklärt, damit sie in der Probe entsprechend berücksichtig werden konnten. Alles lief, dem Probenstand entsprechend, zufriedenstellend.

Danach begann das grosse Aufräumen. Ca. um 14.00 Uhr fuhren wir nach Hause und waren froh wieder unter uns zu sein und nur uns beide zu haben.

Abends schliefen wir glücklich zusammen in unserem grossen Bett.