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Spargelzeit


Spargel gibt es ja schon etwas länger zu kaufen, aber nein, wir essen keinen Spargel vor dem 1. Mai, das ist eine Tradition. Und der Spargelhof unseres Vertrauens hat auch kein beheizten Spargelfelder. Es gab schon Jahre, da war es noch so kalt, dass es zum 1. Mai gar keinen Spargel gab.

Aber in diesem Jahr gab es Spargel. Und wie wir so unseren Spargel genossen, im Herd gegart, dazu eine Scheibe Holsteiner Katenschinken, neue Kartoffeln und Sauce Hollandaise, da waren mein Schatz und ich uns wieder mal einig: Wir hatten uns nicht auf Spargel gefreut, aber jetzt schmeckte er wieder ganz besonders toll.

Es wird nun nicht so sein, dass wir jede Woche Spargel essen, das hält man ja nicht aus bis zum 24. Juni. Vermutlich ist es aber die einschränkte Spargelzeit, die den Genuss vollkommen macht.

Corona Couture


Natürlich im maritimen Look.

Ab heute gilt in Schleswig-Holstein Vermummungspflicht für den ÖPNV sowie für den Einzelhandel. Wir hatten schon mal geprobt, es ist gewöhnungsbedürftig. Und hinter der Maske wird es feucht von der Atemluft. Es war nicht sehr angenehm.

Und das kommt dann auch noch dazu.

Das gelbe Meer


Nein, ich Asien war ich nicht. Dort gibt es ein Meer, welches Gelbes Meer heißt. Es liegt westlich der Halbinsel Korea und ist ein Teil des Pacific.

Ich war heute in Lübeck. Ich fahre gern über die Bundesstraße B207. Es dauert zwar länger, ist aber viel kürzer als wenn ich über die A25 und A1 fahren würde. Wenn man in dieser Jahreszeit durch Schleswig-Holstein fährt, sieht man überall an der Strecke, und auch weiter weg, die gelben Rapsfelder. Auf der Heimfahrt musste ich einfach anhalten und Fotos machen.

Die Rapsfelder sind ein wahres Meer in gelb, welches bei diesem Wetter einen wunderbaren Kontrast zum blauen Himmel gibt. Wenn ich so darüber nachdenke, ist die Zeit der Rapsblüte die schönste Zeit, in der man durch die Lande fahren kann.

Wer nun meint, ich würde – wie die Kaffeetrinker – mit verminderter Geschwindigkeit fahren um den Anblick genießen zu können, der irrt sich gewaltig. Ich bin zwar Renter, aber kein Rentner mit Hut, ich bin immer flott unterwegs.

Halleluja!


Micheal row the boat ashore – ein Spiritual, welches von den Sklaven auf St. Helena während Amerikanischen Bürgerkrieges gesungen wurde. Als uns kürzlich damit auseinandersetzten, uns ein Rudergerät zu kaufen, fiel mir dieses Spirtitual ein, welches wir seinerzeit im Englischunterricht gesungen haben. Tja nun, ich habe wohl eher weniger gesungen, wohl eher irgendwas in meinen damals noch nicht vorhandenen Bart gebrummt. Am Ende jeder Textzeile ertönt das „Halleluja“.

Es gibt, wie ich jetzt feststelle, mehrere Textversionen. Der Anfang ist jeweils gleich. Von einer Version finde ich dann die folgenden zwei Zeilen für uns besonders passend: Sister help to trim the sail, hallelujah. Na ja, wir zwei Schwestern wollen hier ja nicht segeln in der Bude, wir wollen was für unsere Muskeln tun, nämlich rudern.

Wir haben uns für dieses Gerät entschieden. Es wird nicht mit Gewichten gearbeitet sondern mit Wasser, was eben ein akustischen Ruderfeeling verusacht. Durch den Zug am Rudergerät wird eine Art Mühle im Wassertank in Drehung versetzt, der Wasserwiderstand sorgt dafür, dass eine gewisse Kraft aufgewendet werden muss. Je mehr Wasser in den Tank eingefüllt wird, umso grösser der Widerstand, umso größer der notwendige Kraftaufwand. Wir haben mit Level 3 begonnen, der Tank ist weniger als halb voll.

In den Zeiten, in denen nicht gerudert wird, wird das Gerät hochgestellt und nimmt dann nur noch wenig Platz ein.

Wir haben gestern schon mal jeder 10 Minuten gerudert und waren danach ziemlich durchgeschwitzt. Es gibt mehrere Programme, die man auf dem kleinen Computer einstellen kann. Damit werden wir uns heute beschäftigen.

Ich habe ja während meiner Reha nach der Bandscheiben-OP an diversen Kraftgeräten gearbeitet. Das Rudergerät war eins meiner Lieblingsgeräte. Ich hoffe, dass wir ausgiebig trainieren werden. Mein Reha-Fitness ist ja wegen Corona noch geschlossen. Unser Freibad wird am 1. Mai wohl auch noch nicht öffnen. Jetzt können wir zu Hause richtig loslegen.

Kultur im Zeichen von Corona

Das Geburtstagsgeschenk meines Mannes, Karten für „Harry Potter und das verwunschene Kind“, war zum Zeitpunkt meines Geburtstages ja schon hinfällig. Inzwischen sind die Ersatzkarten für Ende November eingetroffen. Man kann ja noch hoffen.

Wicked – eins unser Lieblingsmusicals – sollte im Oktober in Hamburg zur Premiere gelangen. Wir haben schon länger Karten für eine Aufführung kurz nach der Premiere. Ja nun, die Premiere wurde auf Mai 2021 verschoben. Wir bekommen demnächst eine Benachrichtigung, wie mit den gekauften Karten verfahren werden kann. Stage Entertainment hat eine Komplette Umplanung aller Musicalproduktionen vorgenommen. In so einem Fall ist es von Vorteil, über diverse Standorte und Musicals verfügen zu können.

Seit vorgestern steht nun auch fest, dass es auf dem Domplatz in Magdeburg in diesem Jahr keine Aufführungen geben wird. Wir hätten uns dort das Musical Rebecca angeschaut. Die Karten können zurückgegeben werden bzw. wir können einen Gutschein bekommen, der in den nächsten 3 Jahren einglöst werden kann. Man will wohl versuchen, Rebecca im Jahr 2022 auf dem Domplatz aufzuführen. Vermutlich hat man für 2021 schon andere Pläne. Verhandlungen mit Lizenzgebern laufen vielleicht schon. Wir werden sehen, ob und was im nächsten Jahr auf dem Domplatz in Magdeburg angeboten wird.

Freitagabend haben wir uns eine Musicalaufzeichnung auf Youtube angeschaut. Die Technik macht es möglich, dass wir das auf unserem Fernseher machen können. Gezeigt wird für 48 Stunden, also bis heute Abend, „Das Phantom der Oper“, eine Aufführung in der Royal Albert Hall in London anlässlich des 25. Geburtstages des Musical im Jahr 2011. Die Royal Albert Hall ist ja kein Theater. Man hat es aber vollbracht, das Musical szenisch auf die Bühne zu bringen. Eine sehr beeindruckende Aufführung!

Der Youtube-Kanal heißt THE SHOW MUST GO ON. Dort soll an jedem Wochenende von Freitag bis Sonntag für 48 Stunden ein Musical gezeigt werden. Wir sind gespannt auf das nächste Wochenende.

Ich bin genervt

Ich habe es aufgegeben, jeden Kommentar, jede Meinung zum Thema Corona zu lesen. 100 Personen – 100 Meinungen. Jeder gibt seinen Senf dazu, wann und warum eine mehr oder weniger lockere Aufweichung der aktuellen Anordnungen machbar sind.

Gewerkschaften, Berufsverbände, Mediziner aller Fachbereiche, Politiker sowieso, Sportfunktionäre, allen voran die Fußballfunktionäre – jeder sagt was, jeder will was – es ist schlimm. Dann die Kitas und Schulen bzw. deren Vertreter – ja, nein, die zuerst, nein die anderen sagt jemand anderes.

Und es gibt noch die Leute, die sagen, dass eh alles unvorhersehbar ist. Vielleicht sind das die, die Corona und die Folgen noch am realistischten sehen.

Ich bin der Meinung, und ja, ich gebe jetzt auch meinen Senf dazu, egal ob es jemanden interessiert oder nicht, lasst doch alle so wie es ist bis Ende April. Der 1. Mai, ein Freitag, ist ein Feiertag, für viele wäre es eh ein langes Wochenende. Bis dahin kann man die Situation beobachten. Die Kanzlerin und die Länderchefs könnten am 30. April wieder konferieren und vielleicht ja entscheiden, wie gesagt, abhängig von der Gesamtsituation, den Betrieb ab dem 3. Mai langsam wieder hochzufahren.

Ich hoffe, dass ich mich nun auch zurückhalten und dieses Thema bis auf weiteres
ad acta legen kann.

Der Eisberg


Am 14. April 1912 stieß die RMS Titanic kurz vor Mitternacht mit einem Eisberg zusammen. Wenige Stunden später, also heute vor 108 Jahren, versank das seinerzeit größte bewegliche Objekt der Welt in den eiskalten Fluten des Atlantiks. 1514 Menschen kamen bei der Tragödie ums Leben.

Im September 2017 waren wir mit der MS Mein Schiff 6 in Halifax. Mehrere Ausflüge standen zur Auswahl. Wir hatten uns einen Auflug ausgesucht, auf dem auch der Fairview Lawn Cemetery besucht wurde, ein Friedhof, auf dem 150 geborgene Tote der Titanic ihre letzte Ruhe gefunden haben. Es war mir ein tiefes Bedürfnis, diese Ruhestätte zu besuchen – und ich war sehr überwältigt.

Die Bibel, der Stern und der Mond

Ich bin vor 23 Jahren aus der Kirche ausgetreten, aus finanziellen Gründen. Seinerzeit brauchte ich jede Mark. Unterhalt musste gezahlt werden und ich fing bei Null an, hatte nur die Kleidung und ein Auto. Einer Kirche nicht anzugehören heißt ja nicht, dass man nicht eine Art von Glauben haben kann. Ich habe einen Glauben, der sich im Lauf meines Lebens aber gewandelt hat.

Was mir erst sehr spät aufgefallen ist, ist die Sache mit den Feiertagen Karfreitag/Ostern und Weihnachten. Christi Geburt wird seit eher am 24. Dezember gefeiert. Jeder weiß, dass sein eigenes Geburtsdatum ein fester Tag im Kalender ist. Das versteht man, das ist so. Warum es in diesem Fall gerade der 24.12. sein soll, weiß man nicht so genau. Es gibt die Theorie mit dem Stern, der ja angeblich hell über dem Stall leuchtete. Um die Weihnachtszeit gibt es ja jedes Jahr einen Meteoritenregen, es könnte also passen, die Sache mit dem Stern.

Was ist aber mit der Kreuzigung, dem Karfreitag? Ostern ist immer am ersten Wochenende nach dem ersten Vollmond nach Frühlingsanfang. Wie jeder weiß ist Ostern mal Ende März, mal Mitte April. Jesus hat also mehrere Todestage, es gibt keinen festen Tag der Kreuzigung und der angeblichen Auferstehung!

Und das soll man glauben? Vielleicht hat es den Jesus ja wirklich gegeben. Aber Maria war ganz bestimmt nicht durch eine unbefleckte Empfängnis schwanger – auch so ein Ding, welches für aufgeklärte Menschen ein Rätsel ist, wie die Sache mit dem Mond und dem Stern.

Nicht hilfreich

In diesen Zeiten melden sich viele Menschen zu Wort, die meinen, etwas zur Coronakrise zu sagen zu haben. Da ist z.B. die Frage, ob Nasen-Mund-Masken hilfreich wären. Die einen sagen ja, unbedingt. Und wenn dann vielleichteventuellgegebenenfallsunerumständen demnächst die derzeit geltenden Vorschriften gelockert werden würden, müsste man in der Öffentlichkeit, aber beim Einkaufen auf jeden Fall, diese Masken tragen. Dann gibt es die „Fachleute“, die behaupten, so ein Nasen-Mund-Dingens ist nur hilfreich, um nicht selbst zur Virenschleuder zu werden.

Ähnlich verhält es sich mit den Einweghandschuhen. OK, man schützt sich möglicherweise vor einer Schmierinfektion wenn man einen Einkaufswagen schiebt. Es wird aber auch gesagt, dass man mit den Dingern die auf dem Griff vorhandenen Viren auch mit den Handschuhen weiterverbreitet. Und schlimmer noch: Auf dem Gummizeugs leben die Viren viel länger als auf der Haut.

Derzeit geht es schon darum, wann und ob die Kontaktvorschriften gelockert werden könnten. Natürlich ist das eine Frage, die die Gastronomie und den Einzelhandel sehr interessiert. Und da kommen auch unterschiedliche Meinungen zutage. Also man sollte nach Ostern alles langsam wieder hochfahren, ungeachtet der aktuellen Zahlen von Neuerkrankungen. Die andere Seite sagt indessen, lieber nicht zu früh wieder auf den Normalzustand zuzusteuern, lieber erstmal abwarten, wie sich die Sache entwickelt.

Wenn sich alle, Politiker wie Mediziner und andere Fachleute, bzw. solche Menschen, die sich dafür halten, mit ihrer Meinung zurückhalten würden, wäre das viel hilfreicher als mit irgendwelchen Ideen und Prognosen umsichzuwerfen. Niemandem ist damit geholfen, sich jetzt eventuell darauf freuen zu können, am Wochenende nach Ostern den Grill anzuwerfen um Freunden im Garten ein Grillfest veranstalten zu können. Niemandem ist damit geholfen, nach wie vor von Zweifeln geplagt zu sein, wann es denn nun endlich wieder losgeht, ob die lange erworbenen Theaterkarten auch wirklich am Termin X eingelöst werden können, ob die schon vor langer Zeit gebuchte Urlaubsreise angetreten werden kann.

Nicht hilfreich sind auch jene Menschen, die in den sozialen Medien erzählen, in Word und/oder Bild, was sie am Tag 20 in Quarantäne machen oder nicht machen. Diese Leute benutzen das Wort Quarantäne, sogar vom lockdown ist manchmal die Rede, um so zu tun, als sei alles ganz schlimm. In Quarantäne befindet sich nur, wer wirklich an Corona erkrankt ist bzw. wer mit einer erkrankten Person Kontakt hatte.

Alle anderen Menschen dürfen sich in Deutschland immer noch frei bewegen, ihre Einkäufe erledigen um Klopapier, Nudeln, Mehl und Hefe zu hamstern. Sie dürfen joggen oder spazierengehen. Allein auf den Sicherheitsabstand ist zu achten.

Mein Mann und ich gehen in diesen Zeiten nicht mehr und nicht weniger raus, wir haben diesbezüglich unser Verhalten nicht geändert. Wenn wir Einkäufe haben, die man bequem in einer Tasche nach Hause tragen kann, lassen wir das Auto stehen und erledigen den Einkauf im nahegelegenen Supermarkt

Wir bleiben zu Hause – wie man es in den sozialen Medien oftmals lesen kann – nein. Wir weichen den Menschen aus, von denen wir meinen, sie würden uns zu nahe kommen. Wir waschen uns die Hände wenn wir nach Hause kommen, egal ob wir einkaufen waren oder mal einen Spaziergang gemacht haben. Das tut man doch sowieso – oder?