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Kleines Promenadenkonzert


Geesthacht ist mit ca. 30.000 Einwohnern eine Kleinstadt im Kreis Herzogtum Lauenburg, es ist im Kreis die grösste Stadt. Seit ein paar Jahren hat die kleine Stadt auch eine Hafencity, wobei nur ein kleiner Teil der Häuser direkt am alten Hafen liegt. Nach und nach wurden weitere Häuser längs der Elbe gebaut. OK, über Schönheit lässt sich streiten, uns gefallen nur die allerersten Häuser, nämlich die am alten Hafen. Böse Zungen behaupten, alles andere sehe aus Hamburg-Steilshoop.

Wo ein Fluss ist und Häuser sind, gibt es eine Promenade. Die Bewohner können vom Balkon den Flanierenden auf der Promenade zuschauen und von unten könnte man die Bewohner sehen, wie sie ihren Sonntagnachmittagkaffee schlürfen und Kuchen essen.

Besagte Promenade ist ein wenig verwaist. Es gibt dort nämlich keine Gastronomie, was schade ist. Aber jemand hat sich bemüht, die Promenade heute mit etwas Leben zu füllen. An drei Standpunkten wurde musikalische Unterhaltung geboten, dazu ein wenig Tanz einer bewegungstüchtigen jungen Frau. Angekündigt waren klassische Weisen. Inzwischen kann man wohl auch „Raindrops keep falling on my head“ und „Somewhere over the rainbow“ auch zur Klassik zählen. Beide Stücke wurden auf einer Harfe dargeboten.

Violine, ein Instrument mit 22 Saiten, welches mit 4 Fingern gespielt wird, und die Harfe waren die Stationen. Jeweils ca. 20 Minuten wurde uns was vorgespielt, dann ging der Tross weiter zur nächsten Station. Ein kleiner Regenschauer ging im ersten Teil nieder, dort konnte man sich unter die Balkons flüchten. Danach wurde es richtig warm in der Sonne.

Wir lauschten nicht nur den Darbietungen, wir trafen auch Freunde und Bekannte. Ganz leise konnte man sich ein wenig unterhalten, man wollte ja nicht stören.

An der letzten Station, der Harfe, kammen alle drei Künstler und die Tänzerin zu einem Finale zusammen und ernteten anhaltenden Applaus, auch ein paar Bravorufe waren zu hören.

Die Promenade liegt fast vor unserer Haustür, ein paar Schritte, und wir stehen am Hafen. Wir müssen nicht durch die halbe Stadt fahren. Und wenn es nicht gefällt, gehen wir kein Risiko ein, und sind in ein paar Minuten wieder zu Hause.

Es waren interessante und abwechslungsreiche 90 Minuten und wir trafen mal wieder Leute, die man nur selten sieht. Schön war’s.

Die rote Nase

Gestern war endlich mal ein Tag, an dem wir uns zum Essen draussen niederliessen. Der Himmel war teils bewölkt, teils taten sich aber auch grosse Lücken mit blauem Himmel auf. Wir sassen da also auf unserer Terrasse, tranken den Wein aus und genossen noch Ouzo. Der passte nämlich zu dem Griechischen Gericht, welches ich zubereitet hatte, Gigantes.

Und dann hörten wir ein Flugzeug, was hier öfter der Fall ist. Der Hamburger Flughafen ist nicht weit. Abhängig von Windrichtung und Start- oder Zielort fliegen hier ankommende oder gerade gestartete Maschinen fast über uns hinweg. Desweiteren liegt das Elbe-Penthouse im Kreuz internationaler Fluglinien, sei es von Südeuropa nach Skandinavien oder von der östlichen Hemisphäre nach Frankreich oder Grossbrittanien und umgekehrt. Ein Handy mit der App flightradar24 liegt immer Griffbereit damit wir nachschauen können, woher und wohin der Jet gerade unterwegs ist. Manchmal sind wir in der Lage, einen Zielflughafen vorherzusagen.

Besagtes Flugzeug war in Süd-Nord-Richtung unterwegs. Und ich sagte zu meinem Schatz: Der hat eine rote Nase. Bernd öffnete die App. Da kann man nämlich auch sehen, für welche Fluggesellschaft die Maschine unterwegs ist. Das Bild zeigte ein Flugzeug der Fluggesellschaft Norwegian auf dem Weg von Zürich nach Göteborg in 11.500 Meter Höhe. Auf dem Beispielfoto war ganz klar die rote Nase zu sehen.

Zum Lesen auf dem E-Reader oder zum „Arbeiten“ am Computer brauche ich eine Brille. Aber meine Augen sind sehr gut, um in der Ferne etwas zu erkennen, wie z.B. die rote Nase eines Flugzeugs, die vielleicht ein Viertel des Rumpfes beträgt. Vielleicht ist die gute Weitsicht auch ein Ergebnis der kürzlich erfolgten Kreuzfahrt. Angeblich sollen sich die Augen ja erholen wenn die Blickweite nahezu unbegrenzt ist und nicht durch Bebauung oder Vegetation eingeengt wird.

Flightradar24 läuft auch auf dem Computer als Webseite. Vor wenigen Minuten hörte ich bei offenem Fenster ein Flugzeug, offensichtlich in grosser Höhe fliegend. Auf diesem Screenshot ist ganz eindeutig zu erkennen, dass der Airbus A380 auf seinem Weg von Dubai nach New York über die kleine Stadt an der Elbe hinweggeflogen ist. Wir lieben diese Flugbeobachtungen.

Die Nackte an der Uni

Seit vielen Jahren stand im Foyer der Europa-Universität in Flensburg die Skulptur einer nackten Frau. Jahrzehnte hat sich niemand daran gestört, jedenfalls nicht offiziell. Ich vermute, wenn man das dritte Mal daran vorbeigegangen ist, nimmt man die Skulptur überhaupt nicht mehr wahr.

Die „Primavera“, so der Name der Nackten, wurde jetzt entfert. Studentinnen und Wissenschaftlerinnen haben sich an ihrem Anblick gestört. Die Gleichstellungsbeauftragte der Uni ist der Meinung „Sie symbolisiere ein „überkommenes Frauenbild, das nicht geeignet ist, an so zentraler Stelle einer Universität als Empfangsdame“ zu stehen.“ Natürlich wurde „Primavera“ entfernt.

Wie wäre es denn, wenn sich die Gleichstellungsbeauftrage dafür stark machen würde, neben die nackte Dame eine Skulpur eines nackten Herrn aufzustellen? Dann macht Gleichstellung Sinn!

Im Übrigen hat Deutschland derzeit wohl ärgere Probleme als nackte Skulpturen, wenn ich da an Herrn Merz denke.

Langsam wieder einfinden

Zehn Tage habe ich am Reisebericht geschrieben, Bilder ausgesucht, ein wenig bearbeitet wenn es notwendig war, und dann hochgeladen. Es gab Momente, in denen ich die Segel gestrichen habe, ich konnte mich nicht mehr konzentrieren, also habe ich eine Pause gemacht, bezwingen lässt sich sowas nicht, dann kommt nur Mist dabei raus.

Ich wollte aber den Bericht möglichst zeinah nach dem Ende der Reise schreiben, dann sind die Eindrücke und das Gesehene noch präsent. Das Wetter war ja nun auch nicht so toll, dass ich mich hätte lieber auf die Terrasse gesetzt. Passte also alles.

Und jetzt sitze ich hier und weiss nicht, was ich machen soll. Das Wetter ist heute noch schlechter als auch schon, also müssen wir diesen Tag drinnen verbringen. Nach 10 Tagen am Rechner arbeiten, ist mein Bedarf, irgendwas sinnvolles damit anzustellen, erstmal gedeckt. Wobei die Frage ist, ob ein Rentner überhaupt was sinnvolles mit einem Computer anstellen kann.

Ich drömel also heute so vor mich in, begösche die Katzen, schau aus dem Fenster ins Grüne, das soll ja die Augen entspannen. Die Weite des Meeres tut das auch, aber das Meer ist erstmal weit weg.

Ab jetzt werde ich wieder intensiver in den Blogs lesen und mich dort ab und zu zu Wort melden wenn ich meine, meinen Senf dazugeben zu müssen.

Wirbelsäulentraining und Pilates ruhen auch für zwei Wochen. Die Trainerin macht wohlverdienten Urlaub. Was soll ich nur anfangen mit der ganzen Zeit? Na, Mittwoch soll das Bad fertiggestellt werden. Danach kann ich da mal ordentlich putzen und alles wieder herrichten. Und ich freu mich darauf, endlich wieder entspannt das Wasser über meinen Alabasterkörper laufen zu lassen statt ihn mit der Handbrause in der Badewanne zu benetzen.

Foreign body

Man glaubt es kaum, aber es gibt Begriffe, die werden wörtlich ins englische übersetzt, wie z.B. der Fremdkörper tatsächlich ein foreign body ist. So einen habe ich jetzt im Esszimmer.

Der Notzahn, der mir kurz vor dem Urlaub eingeklebt wurde, war auch ein Fremdkörper. Der war aber noch viel mehr foreign als die neue Krone aus Vollkeramik. Innen bzw. hinten ist die sehr glatt. Ich hatte den Zahnarzt heute gefragt, ob er da nicht mal mit Sandpapier beigehen könnte. War natürlich ein Scherz meinerseits. Es wird noch etwas dauern, bis der Schneidezahn vorn rechts voll ingegriert ist und ich gar nicht mehr wahrnehme, dass der so ist wie er ist.

Und sonst so?: Ich lese immer noch kaum Blogs, bin ja mit meinem eigenen noch ziemlich beschäftigt. Der erste Teil des Reiseberichts ist fertig, aber noch nicht bebildert. Damit tu ich mich in diesem Jahr schwer.

Die neue Duschabtrennung ist eingebaut. Es wird aber noch eine neue Duschamatur, eine Brausestange und eine Seifenablage eingebaut. Ich hoffe, dass die Dusche in der nächsten Woche komplett sein wird.

Gestern waren wir mit den Katzen in der Tierklinik in Lüneburg, sie sind jetzt wieder für ein Jahr geimpft. Für die sichere Autofahrt kommen die Katzen je in eine Transportbox, was sie total stresst. Elphie, die kleinste Katze, hat die lauteste Stimmme. Von Glinda kommt eher ein klägliches Mauzen. Sollte nichts aussergewöhnliches passieren, ist jetzt wieder für ein Jahr Ruhe.

Und jetzt kümmer ich mich mal wieder um Reisefotos.

Zurück

Kurze Meldung: Nach 11 Nächten auf der Mein SChiff 3 sind wir heute wohlbehalten nach Hause zurückgekehrt. Jetzt werde ich mit dem bebilderten Reisebericht beginnen. Wie immer wird es ein paar Tage dauern, bis der fertig ist.

Diese Woche ist leider schon ziemlich verplant:
Morgen soll die Duschabtrennung eingebaut werden
Mittwoch fahren wir mit den Katzen zur jährlichen Impfung
Donnerstag bekomme ich mein Esszimmer repariert

Ich werde berichten, übt euch in Geduld.

Endspurt

Die Katzensitterin ist eingewiesen, die Koffer sind gepackt und heute Abend haben wir uns von Nicole verwöhnen lassen. Der Tag war auch gut ausgefüllt mit anderen Dingen.

Am Montag hatte mein Zahnarzt mir das abgebrochene Stück vom Zahn wieder angeklebt, hat aber nur bis zum abendlichen Zähneputzen gehalten. Zum Glück bekam ich heute noch die Gelegenheit, in die Praxis zu kommen, eingeschoben sozusagen. Der Doc hatte damit gerechnet, dass es länger halten würde. Nun denn, hat es nicht. Jetzt habe ich eine provisorische Krone bekommen. Eine Ersatzkrone sowie Klebstoff habe ich mitbekommen. Die Ersatzkrone wurde zuerst angefertigt, entsprach aber nicht dem Ehrgeiz des Zahnarztes. Er hat dann eine neue angefertigt. Ich bin sehr gespannt, wie ich mit dem provisorischen Esszimmer zurechtkomme.

Unser schwimmendes Zuhause für die nächsten 12 Tage befindet sich zurzeit in der Nordsee mit Kurs auf Bremerhaven und soll morgen früh um 02:30 Uhr eintreffen. Bei Marinetraffic lässt sich die Schiffsposition gut verfolgen. Die Mein Schiff 3 wird uns vormittags, über die Toppen geflaggt, willkommenheissen.

Die Nachrichtenseiten und Blogs werden jetzt nicht mehr gelesen, Kommentare nicht mehr beantwortet. Der Urlaubsmodus ist angeschaltet.

Wir sind dann mal wech.

Ach, ich muss noch erwähnen, dass er Urlaub mindestesn 4 kg zu früh kommt.

Langsam ausklinken


Ich bin ja sowieso eher der stille Leser in anderen Blogs. Ich merke, dass ich angesichts der in wenigen Tagen stattfindenden Reise noch weniger Lust habe, meinen Senf in anderen Blogs dazuzugeben, auch die Lesebereitschaft selbst lässt nach. Ich schaue zwar immer noch rein, lese aber meistens eher oberflächlich.

Im Haushalt gibt es noch einige Dinge zu tun. Die Katzensitterin soll ja einen ordentlichen Eindruck von uns bekommen. Gut, die Freundin, die die Katzen versorgen wird, kennt uns schon viele Jahre und weiss, dass wir ordentlich sind. Aber wer selbst Katzen hat weiss, dass ein Katzenhaushalt nie ordentlich sein kann. Irgendwo liegt immer irgendwas rum, und sei es, dass schon wieder ein Büschel Katzenhaare durch die Wohnung weht obwohl ich doch gerade alles weggesaugt habe.

In den letzten Tagen haben wir einige Bestellungen erhalten, die natürlich verpackt gewesen sind. Katzen lieben Kartons, also bleiben die erstmal auf dem Boden stehen. Aber wenn wir nicht aufpassen, müssen wir über Kartons und Tüten aus starkem Papier steigen, wenn wir uns durch die Wohnung bewegen. Also muss das erstmal in den Keller.

Ein Karton Katzenfutter muss aufgeteilt werden damit während unserer Abwesenheit reichlich vorhanden ist. Dinge aus dem renovierten Bad sollen noch in den Keller, wie z.B. die alte Brausestange und die alte Duscharmatur. Die derzeitige Wetterlage regt nicht dazu an, ununterbrochen aufzuräumen. Morgen ist ja auch noch ein Tag.

Aber morgen Nachmittag muss ich in die grosse Stadt an der Elbe zu meinem Lieblingszahnarzt, d.h. ca. 1 Stunde Anreise, aber natürlich rechtzeitig losfahren damit ich auch pünktlich in der Praxis bin. Und es könnte ja auch sein, dass ich vor der Abreise nochmal die Praxis aufsuchen muss. Es bleibt spannend.

Morgen früh muss ich noch zur Reinigung, die beiden Blusen abgeben, die wir gestern getragen haben und die mit auf die Reise sollen. Da wird wohl ein Expresszuschlag notwendig sein damit ich sie Mittwoch wieder abholen kann.

Man sieht, es ist einiges zu tun bis zur Abreise, also noch 3 Tage. Am 4. Tag, dem Reisetag, wollen wir uns ja schon nach der morgendlichen Versorgung der Katzen auf den Weg nach Bremerhaven machen. Hein Mück werden wir da aber wohl nicht antreffen.

Zwei Männer haben geheiratet


Seid es rechtlich möglich ist, dass sich gleichgeschlechtliche Paare vermählen können, ist ja keiner Pressemeldung mehr wert, wenn das gemacht wird. Mein Schatz und ich haben diesen Schritt ja auch schon gemacht. Die Kirche hat sich ja noch einige Jahre mehr oder weniger geziert, den Bund der Ehe in einem Gotteshaus segnen zu lassen. Vorreiter war die evangelische Kirche im Hamburger Stadtteil St. Georg. Die umfangreiche Feier, der wir gestern bewohnten durften, ist wohl eher die Ausnahme.

Das Hochzeitspaar hat die Feier minutiös geplant. Einer der Hochzeiter ist der Kirche durch Choraktivitäten zugetan. Wie es der Gottesdienst offenbarte, ist das Paar durchaus christlich inspieriert.

Der Einzug der Eheleute erfolgte unter den Klängen der Orgel zu einer fröhlichen Melodie. Pastorin Jana Wagner führte durch den Gottesdienst. Die Liedauswahl war nicht traditionell sondern eher modern. Zusätzlich zu den von der Gemeinde zu singenden Liedern, sang mehrmals der Chor auf der Empore, was mit Beifall belohnt wurde. Die Pastorin erzählte ausführlich über das Kennenlernen und aus dem bisherigen Leben (Wochenendbeziehung) von Christian und Stepahn. Dann das Übliche: Ringe anstecken und ein inniger Kuss danach, der mit Beifall belohnt wurde. Statt das Vaterunser zu beten, wurde das Vaterunserlied gesungen.

Die Zeremonie dauerte ca. 1 Stunde, was meinem Rücken, und sicher nicht nur meinem, trotz Sitzkissen auf den harten Kirchenbänken zusetzte. Ich war froh, zum Auszug des Hochzeitspaares aufstehen und mich recken zu können.

Unsere kleine Kirche St. Slavatoris war sehr gut gefüllt. Eingeladen waren 60 Familienmitglieder und Freunde. Da eine Hochzeitsanzeige in der örtlichen Zeitung erfolgt war, haben sicher auch Nachbarn und Bekannte die Hochzeitszeremonie besucht. Draussen dann Glückwünsche und Umarmungen sowie ein Gruppenfoto.

Die anschliessende Hochzeitsfeier fand im Smux im Garten statt. Das Wetter war toll, es hatte sich zwar zugezogen, aber es war trotzdem warm. Es war eine ganz lockere Feier mit einem Grillbuffet. Getränke holte man sich am Tresen. Im Innenraum schwangen alt und jung fleissig die Tanzbeine. Pastorin Jana Wagner wurde bis lange nach Mitternacht auf der Feier gesehen.

Um ca. 2 Uhr des heutigen Sonntag war die Feier beendet und wir machten uns auf Heimweg in Begleitung eines schwulen Paares, die in einem Hotel übernachteten.

Mein kosemetischer Zahnersatz hat die Party gut überstanden, selbst ein herzhafter Biss in ein kräftig geröstetes Bruschetta hat nicht geschadet. Ich habe aber vorsichtshalber davon Abstand genommen, es komplett zu verzehren, es war mir doch zu gefährlich. Das Teil ist zwar nicht perfekt, aber besser als die Leute mit einer Zahnlücke anzulachen.