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Sozialfall 1

Der regionale Radiosender startet jedes Jahr zur Weihnachstszeit die Aktion „Hörer helfen Kindern“. Da wird zu Spenden aufgerufen um kranken Kindern bzw. deren Eltern z.B. ein neues Auto zu kaufen, was dringend benötigt wird, ein therapeutisches Gerät, was von der Krankenkasse nicht bezahlt wird oder gar einen letzten gemeinsamen Urlaub, den ein totkrankes Kind mit seinen Eltern verleben soll. Ingesgamt eine löbliche Aktion – wobei ich mich allerdings immer wieder mal frage, ob nicht die Kirchen auch mal mit einem namhaften Geldbetrag einspringen sollten.

Die diesjährige Aktion startete mit dem Aufruf, für eine Mutter mit 8 Kindern, die zum Teil auch therapeutischer Hilfe bedürfen, ein neues Auto zu besorgen. Das alte war schon mehr als 10 Jahre alt und würde die nächste Hauptuntersuchung nicht mehr überstehen.

Die Mutter hat natürlich keine Zeit zu arbeiten. Jeder wird verstehen, dass das bei 8 Kindern kaum möglich ist. Die Väter, man beachte, dass hier von Plural die Rede ist, sind nicht in der Lage, unterhalt zu bezahlen. Es entzieht sich allerdings meiner Kenntnis, ob jedes Kind einem anderen Vater zuzuordnen ist, es war aber tatsächlich die Rede davon, dass es mehrere Väter gibt.

Bei aller Tragik, dass einige der Kinder krank sind, kann ich nicht verstehen, wie eine Frau sich in der heutigen Zeit sich 8 Kinder andrehen lassen kann. Ich verwende hier bewusst das Wort „andrehen“. Denn so dumm kann man doch gar nicht sein, nicht zu wissen, dass man vom Sex schwanger werden kann.

Der Mutter konnte jedenfalls geholfen werden, das Geld für einen neuen Wagen wurde aufgebracht. Das ist ja auch recht schön.

Reizsituationen

Heute Mittag reizten mich zwei Begebenheiten, meinen Mund aufzumachen, auch wenn ich damit angeeckt sein sollte:

1. Typische Situation im Kaufhaus
Ich benutze die Rolltreppe, vor mir steht eine Dame und lässt sich ebenfalls nach oben transportieren. Oben angekommen bleibt die Frau erst mal stehen und schaut sich um. Da ich darauf nicht vorbereitet war, liess es sich nicht vermeiden, dass ich sie leicht anrempelte. Spontan sprudelte ein „weitergehen“ aus mir heraus. Ich habe mich nicht umgedreht und bin weitergegangen. Mir doch egal, was sie gedacht hat.

2. Servicepersonal
Ich stellte mich am Schmalzkuchenstand auf dem Weihnachtsmarkt in die Wartereihe. Vor mir 2 Kunden. Hinter dem Tresen 4 (in Worten: vier!) Personen Personal. Eine Person bediente die beiden vor mir stehenden Kunden. Die anderen drei VerkäuferInnen standen herum. Ich hatte den Eindruck, dass sie mich sogar anschauten. Ich hatte mir gerade überlegt, wie ich nun weite vorgehen sollte, als sich eine der Veräuferinnen tatsächlich dazu herabliess, mich nach meinen Wünschen zu fragen. Ich: „Ich dachte schon, sie sind nur Dekoration!“ Die Fachschmalzgebäckveräuferin fand das wohl witzig und lachte. Sie hat’s wohl nicht verstanden.

Leider fallen einem oft nicht die passenden Worte ein. Aber den Spruch mit der Deko werde ich mir merken. Es gibt genügend Situationen, in den der anwendbar ist.

Rätselhaft

Wenn man jeden Tag zur gleichen Zeit die selbe Strasse befährt kann man erleben, dass man manchmal gar nicht vorwärts kommt weil zur gleichen Zeit halb Hamburg in die gleiche Richtung will. Am nächsten Tag wundert man sich, wo halb Hamburg geblieben ist – die Strasse ist nämlich frei und man kommt super durch.

Ein Rätsel bleibt es wohl auch, warum viele Autofahrer vor einer stationären Blitzanlage die Geschwindigkeit weit unter die erlaubte Höchstgeschwindigkeit reduzieren.

Die Lokführer


Seit heute Morgen 02.00 Uhr sind auch die Lokführer der GDL wieder im Einsatz. Es gibt viele Stimmen, die sich mit dem Streik der Lokführer auseinandersetzen. Die meisten Stimmen, so mein Eindruck, sind nicht gerade auf der Seite der Streikenden, was einerseits verständlich ist. Viele Menschen, hauptsächlich die auf die Bahn angewiesenen Pendler, müssen erhebliche Einschränkungen in Kauf nehmen. Aber auch die, die mit dem Wagen zur Arbeit fahren, sind durch ein vermehrtes Verkehrsaufkommen beeinträchtigt.

Es gibt Stimmen die sagen: Die können doch nicht einfach streiken und uns im Regen stehen lassen. Die Wirtschaft jammert, es drohen Stillstände und Engpässe. Und schuld daran sind die Streikenden. Man tut gerade so, als sei der Streik ein Verbrechen an der Wirtschft und der Bevölkerung, ja, als sei der Streik ungesetzlich.

Aber nein, das ist er nicht, das wurde gerichtlich festgestellt, zum Glück. Jeder, der nicht gerade Beamter ist, hat das Recht, mitteils eines Streiks zu versuchen, seine Forderung durchzusetzen. Aber dieser Streik trifft einen grossen Teil Deutschlands. Er trifft viele Menschen persönlich. Und das ist es, was viele als ungerecht ansehen.

Vor ca. 6 Monaten gab es einen Streik im Baubereich. Er wurde wahrscheinlich nur von Wenigen wahrgenommen. Weil eben nicht soviele Leute mit dem Bau zu tun haben wie mit der Bahn fahren. Ich spitzte damals schon meine Ohren und blieb mit grossem Interesse am Ball. Das Elbe-Penthouse war nämlich noch nicht fertiggestellt. Damals hätte ein Streik auch uns direkt treffen können. Eine Bauverzögerung hätte mich Geld gekostet, das der Bauträger nicht erstattet hätte. Ich hätte zähneknirschend auf das Ende des Streiks gewartet und hätte nichts dagegen tun können. Zum Glück wurde das Baufeld nicht bestreikt

Wie ich anfangs sagte gibt es das Recht auf Streik. Und auch unter den Banhfahrern und Pendlern gibt es sicher Tausende, die mittels eines Streiks ihren Forderungen Nachdruck verleihen würden. Aber man kann nicht immer mit dem Finger auf die Anderen zeigen, wenn man selbst durch einen Streik betroffen ist – bei allen Unanehmlichkeiten, die dadurch entstehen.

Auffällig

In der täglich erscheinenden Schifffahrtszeitung war heute die Todesanzeige eines Reeders. An erster Stelle der trauernden Hinterbliebenen stand natürlich die Witwe, wie es durchaus üblich ist mit ihrem kleingedruckten Geburtsnamen. Als weiterer Zusatz stand da noch:
„verw. xy“, „verw. yz“. Die Dame ist also jetzt zum 3. Mal Witwe geworden. Irgendwie merkwürdig.

Desweiteren fragte ich mich, worum sie diese beiden Zusätze in der Anzeige haben wollte. Ist das „wegen der Leute“? Hat sie ihre beiden vorherigen Verblichenen immer noch geliebt? Warum heiratet sie dann ein 3. Mal? Schon merkwürdig.

Erster Schnee


Heute Morgen hatten wir den ersten Schnee dieses Winters. Grosse weisse Flocken fielen vom Himmel. Von weisser Pracht konnte man noch nicht reden (darauf kann ich sowieso verzichten). Nach kurzer Zeit war denn auch alles wieder graubraunmatschig und vom Schnee war nichts mehr zu sehen.

Wieder im Dienst


Die zwei Tage Nachschlag und das anschliessende Wochenende haben mir gutgetan. Der Husten ist zwar noch nicht weg. Ich weiss aus Erfahrung, dass sowas bei mir eh immer ziemlich lange dauert. Wichtig ist, dass ich körperlich spüre, dass ich arbeitsfähig bin – und das bin ich.

Heute Morgen habe ich die erste Testfahrt mit dem Bus unternommen. Bernd konnte mich nicht fahren da heute unsere Bürostühle geliefert werden sollten.

Die Fahrt mit dem Bus war ganz OK, ich glaube, dass ich mich daran gewöhnen kann.

Auf dem Weg vom Hamburger ZOB ins Büro sah ich, wie sich die aufgehende Sonne im Hotel SAS Radisson spiegelte. Für einen Moment unterbrach ich meinen Weg und machte das obige Foto. So etwas darf man sich einfach nicht entgehen lassen.

Fliegende Suite

Der erste Airbus A380 wurde wurde gestern an Singapore Airlines ausgliefert. Wer das nötige Kleingeld hat, kann sich eine Suite für den Langstreckenflug buchen. Das Essen wird in der bordeigenen Küche frisch zubereitet. Serviert wird nicht dann, wenn die SaftschubsenFlugbegleiter es auf ihrem Plan haben sondern dann, wenn der Fluggast Appetit hat. Bei stern.de gibt es eine Fotostrecke, die einen Einblick in die Innenausstattung des ersten kommerziellen A380 zeigt.

Keime


So viele Keime sollen sich also laut diesem Test auf meiner Tastatur befinden. Die Menge entspricht angeblich 270 Toilettensitzen. Demnach ist es also besser, eine Toilettenbrille anzufassen, durch die wasweissich wieviele Personen ihr Geschäft verrichtet haben, als auf einer Tastatur zu schreiben, auf der nur ich Tippe.
(gefunden bei gruebeleien)

Die Sache mit den Austern


Der Seniorinhaber unser Firma wurde am vergangenen Wochenende 80 Jahre alt. Aus diesem Anlass hatte er am Dienstag Abend zu einem Emfpang im Hotel Atlantic geladen. Etwa 250 Leute waren erschienen, darunter wir Mitarbeiter und auch die Familie des Jubilars. Es gab erstklassiges Essen vom Buffet – warm und kalt. Und es gab Austern.

Ich hatte vor vielen Jahren mal Austern probiert, nur zu dem Zweck um zu wissen, ob ich sie mag falls sie mir mal serviert werden würden. Das Ergebnis dieses Tests war, dass ich sie esse, also mag ich sie. Ich würde mir aber niemals Austern kaufen oder bestellen. Sie sind einfach nur glibberig und salzig. Was die Leute daran finden, sich dieses Zeugs reinzuschlabbern kann ich absolut nicht nachvollziehen.

Als ich also am Dienstag gewahr wurde, dass es auch Austern gibt, wollte ich wissen, ob meine Erinnerung an sie noch richtig ist. Ich ging also zu der Stelle, wo sie zubereitet wurden. Mein Erstaunen war gross als ich feststellte, dass die Schlange wartender Menschen recht lang war. Allerdings muss man sagen, dass das Öffnen der Schalen ein echter Knochenjob ist und es recht lange dauerte.

Ich liess mir 3 Austern fertig machen, was vom Austernöffner wohlwollend begrüsst wurde. Zwei wollte ich selbst essen, eine wollte meine Kollegin probieren. Wir schlürften also die Austern aus der Schale. Sie waren kalt, glibberig und salzig. Der aufgeträufelte Zitronensaft machte die Dinger auch nicht besser. Meine Erinnerung hatte mich nicht im Stich gelassen. Meine Kollegin brauchte einen grossen Schluck Wein zum Nachspülen.

Heute in der Firma erfuhr ich, dass etwa 600 Austern geknackt worden sind und dass beobachtet worden war, dass einige Gäste sich 2 bis 3 Mal angestellt hatten, um jeweils einen vollen Austernteller mit sechs Austern abzuholen.

Ich kann absolut nicht verstehen, was die Leute an Austern finden. Essen sie dir nur weil es schick ist? Versprechen sie sich davon eine besondere Wirkung auf ihre Körperfunktionen. Man sagt Austern ja so allerhand nach. Ich für meinen Teil kann auf Austern sehr gut verzichten.