Heute Morgen, S-Bahnhof Nettelnburg. Auf der elektronischen Anzeige stand zu lesen: „Der 1. Wagen ist verschlossen“. Die Bahn lief in den Bahnhof ein, der Zugführer machte noch mal eine Ansage, dass man bitte nicht in den 1. Wagen einsteigen soll, der sei verschlossen. Wahrscheinlich hören viele Leute einfach gar nicht hin, was da gesagt wird, lesen können die wohl auch nicht, jedenfalls wiederholte der Zugführer die Ansage noch mal mit dem Zusatz „Da hat jemand reingekotzt!“
Nächste Haltestelle, die gleiche Prozedur. Erst die normale Ansage, dann die drastische Wiederholung. Es ist ja wohl so, und davon nehme ich mich nicht aus, dass die Fahrgäste jeden Morgen in den gleichen Waggon einsteigen und stellen sich blind an den gewohnten Platz wo „ihr“ Waggon hält. Deshalb kann man aber doch mal auf die Anzeigentafel schauen bzw. auch mal zuhören, was da so über die Lautsprecher verkündet wird.
Noch drastischer machte es der Zugführer am nächsten Stop: „Sie wollen da gar nicht einsteigen, das stinkt tierisch!“.
Auf humorvolle Weise wurde das Leid des Zugführers am nächsten Bahnhof verkündet, nachdem er auch dort zweimal erklären musste, das man und warum man in den ersten Wagen nicht einsteigen kann. Sinngemäss sagte er: Die Leute haben ja auch alle Stöpsel in den Ohren und hören laut Musik, deshalb verstehen die mich nicht.
Bei dieser Gelegenheit bekam die DB auch ihr Fett weg: „Wir haben ein paar Minuten Verspätung weil die Türschlösser schlecht gewartet worden sind.“ – Mir war unterwegs aufgefallen, dass die Bahn länger als gewöhnlich brauchte, um die Bahnhöfe wieder zu verlassen. Vielleicht lag das daran, dass die Türen nicht schnell genug geschlossen werden konnten.
Egal, es war jedenfalls eine amüsante Fahrt, die dem einen oder anderen Fahrgast ein Lächeln auf das morgenmuffelige Gesicht zauberte.

















