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Hitzeerscheinung

Eine Nebenwirkung der derzeitigen Frühlingshitze ist die Tatsache, dass ich viel seltener zur Toilette gehen muss. Wahrscheinlich schwitze alles aus, was sonst an Flüssigkeit auf anderem Weg den Körper verlässt.

Der dadurch entstehende Wasserspareffekt wird wohl durch ständiges frischmachen mit kaltem Wasser zum Teil wieder neutralisiert.

Keine Erleuchtung

Die No Angels hatten uns gestern Abend schon nicht erleuchtet, die Er- bzw. ein Teil der Beleuchtung fehlte auch unserem Wagen, als wir uns auf den Heimweg machen wollten.

Wenn bei Dunkelheit der Motor gestartet wird, wird gleichzeitig die Fahrbeleuchtung eingeschaltet. So sollte es jedenfalls sein. War es aber nicht. Es glühten nur die Begrenzungsleuchten, im Sprachgebrauch Standlicht genannt, vor sich hin. Hinten war alles ok. Die Signallampe im Amaturenbrett signalisierte auch, dass das Fahrlicht eingeschaltet ist. War es aber nicht. Mehrmaliges Neustarten des Motors bzw. manuelles schalten am Beleuchtungschalter brachte keine Erleuchtung.

Wir erinnerten uns daran, dass unser Kfz-Versicherung einen Pannenbrief beinhaltet. Ich rief also die 24-Stunden-Hotline der Versicherung an und machte der Dame die abegfragten Angaben. Wenige Minuten später meldete sich die Dame eines Pannenservice. Nachdem ich ihr unseren Standort mitgeteilt und ihr unser Problem erklärt hatte, wollte sie jemanden schicken. Kurz darauf ein erneuter Anruf. Der Pannenmeister meldete sich persönlich und liess sich das Problem erklären. Er meinte, er hätte keine Glühlampen dabei und ich sollte mal zur Tankstelle und nach neuen Glühlampen fragen. Toller Service! Ich hatte den Eindruck, dass der Pannenmeister wegen so einer Lappalie keine Lust hatte, nachts um 2 Uhr uns zur Hilfe zu eilen.

Da die Nebelscheinwerfer einwandfrei funktionierten, machten wir uns ohne Pannenhilfe auf den Heimweg. Das ist zwar nicht ganz korrekt, aber was soll man machen? In Hamburg ein Hotelzimmer nehmen?

Die Sicherungen können es nicht sein. Das Fernlicht, dass ja von der gleichen Glühlampe ausgestrahlt wird, funktioniert nämlich. Entweder sind die Glühfäden von gleich beiden Lampen durchgebrannt oder es handelt sich im einen Schaltfehler. Morgen werde ich mal die Werkstatt aufsuchen müssen.

Das Disaster von Belgrad

ESC – diese Abkürzung für den Eurovision Song Contest war mir bislang neu, scheint sich aber eingbürgert zu haben gegenüber der früheren Bezeichnung Grand Prix. Diese Veranstalung fand gestern Abend in Belgrad statt. Für Deutschland gingen die No Angels an den Start. Meine Befürchtung , dass die Damen auf den hinteren Plätzen landen, hat sich bewahrheitet. Sie landeten nämlich auf dem letzten Platz, zusammen mit Polen und England.

Immerhin erhielten die No Angels ein Mal 12 Punkte, nämlich von Bulgarien, dem Heimatland von Lucy, eine der No-Angles-Mitgliederinnen. Ein kollektives „kreisch“ entfuhr es den Lästermäulern unserer Runde, als die Punktevergabe von Bulgarien verlesen wurde. Wie gebannt starrten wir auf die Veröffentlichung der Punkte 1 – 7 aus den diversen Ländern und lauschten bei der Vergabe der Punkte 8 – 12, in der Hoffnung, dass Deutschland noch ein paar Stellen in der Tabelle gutmachen würde. Das Glück wurde uns nur noch ein Mal zu Teil, 2 lächerliche Punkte kamen noch hinzu.

Davon abgesehen, dass viele Beiträge deutlich besser waren als der Deutsche, kam noch hinzu, dass die Performance der No Angels optisch und aukustisch nicht optimal war. Insofern wäre ein Platz im vorderen Bereich unverdient gewesen.

Mein Favorit war übrigens Island, gefolgt von der Ukraine und auf Platz 3 hatte ich in unser privaten Abstimmung Aserbaidschan gesetzt. An Dima Bilan aus Russland mit dem Titel „Believe“ hatte ich keine Punkte verteilt.

Russland landete in unserer privaten Abstimmung immerhin auf Platz 5. An Platz 1 war Island, der 2. Platz ging an Israel und der 3. Platz an Rumänien.

Das offizielle Abstimmungsverhalten der einzelnen Länder war wie üblich grösstenteils politisch-nachbarschaftlich motiviert. Die Diskussion, wie man dem Einhalt gebieten kann, wird weitergehen. Bei den Halbfinals wurden ja bereits Veränderungen vorgenommen.

Eurovision Song Contest 2008

Selten haben wir uns vor dem Fernseher so sehr amüsiert wie gestern Abend beim 1. Halbfinale zum Eurovision Song Contest, das in Belgrad stattfand.

Der Abend wurde von einer Blaskapelle eröffnet, die – über die Bühne hüpfend – alte Siegertitel intonierte. Der Anblick war so erfrischend komisch, dass es uns die Lachtränen in die Augen trieb. Das war aber wohl nicht die Absicht der Veranstalter.

Nur wenige Augenblicke später begann der Wettbewerb. Schlag auf Schlag präsentierten die „Künstler“ ihre Titel. Erstaunlicher Weise gefielen mir einige Titel doch recht gut, wie z.B. Dustin the Turkey aus Irland mit „Ireland douze points“. Hinschauen durfte man nicht, aber wenn ich die Augen zumachte – ganz akzeptabel. Leider schafften es die Iren nicht ins Finale am kommenden Samstag.

Zu den für mich positiven Überraschungen zählten auch Elnur und Samit aus Aserbaidschan mit „Day after day“, die es damit ins Finale schafften. Gisela aus Andorra im Sex-and-the-City-outfit schaffte es mit „Casanova“ leider nicht, weiterzukommen wogegen Laka und seine strickenden Bräute aus Bosnien-Herzogwina sich glücklich schätzen können, das Finale erreicht zu haben. Vielleicht schaffen sie dann, ihren Schal fertigzustricken.

Belgien schickte Ishtar mit „O Julissi“ ins Rennen. Ishtar tanzte als Eisschirmchen über die Bühne. Ihre Backgroundsängeringen trugen unförmige Kleider zu dicken Stampferbeinen. Diese Geschichte war erbärmlich aber lustig anzusehen.

Sehr gut gefallen hat mir der Auftritt von Sirusho aus Armenien mit „Qele qele“. Aussergewöhnlich war die Choreographie der sie begleitenden Tänzer, die sich sehr positiv vom Rumhampeln anderer Darbietungen abhob. Es freut mich, dass es dieser Titel es ins Finale geschafft hat.

Wenn ich an die Deutschland vertrenden No Angels bzw. an ihren Ttitel denke, befürchte ich nach dem gestrigen Abend, dass wir am Samstag mal wieder unter „ferner liefen“ in der Tabelle der Finalisten landen werden. Aber bei dieser Veranstaltung weiss man ja nie, was passiert. Wir werden den Abend zusammen mit mehreren Leuten bei Freunden verbringen.

Landparty


Anlässlich ihres 5-jährigen Zusammenseins hatten Frank und Peter gestern zu einer kleinen intimen Grillparty eingeladen. Leider regnete es ja den ganzen Tag und wir mussten deshalb mit kleinen Einschränkungen leben: Gegrillt wurde auf dem Balkon unter dem Dachüberstand, gegessen wurde im Essbereich des grosszügigen Landsitzes. Solche Improvisation ersetzt natürlich nicht das Grillen auf dem Rasen und das Essen unter freiem Himmel – aber geschmeckt hat es trotzdem sehr sehr gut!

Die Beiden wohnen in einem kleinen Dorf in Schleswig-Holstein. Dort werden noch die Kühe über die Strasse zum Melken in den Stall getrieben.

Luftiger Arbeitsplatz


Sohnemann ist mal wieder unterwegs um seinen Job zu machen, tagsüber in einer Firma, in der er – zusammen mit einem Kollegen – ein Programm installieren soll. Das derzeit in ganz Deutschland gute Wetter macht es möglich, dass die Beiden am späten Nachmittag jeweils auf ihrem zum Hotelzimmer gehörenden Balkon sitzen und programmieren. Ich kann ihnen nicht verdenken, sich das Leben so schön wie möglich zu machen wenn sie schon tagelang von zu Hause weg sind und im Hotel übernachten müssen.