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Draussentag


Nachdem es morgens noch recht frisch war und das Frühstück mangels Sonne auf der Terrasse in Wintergarten stattfinden musste, war es dann ab mittags doch recht schön.

Nach einem Spaziergang an die und entlang der Elbe, habe ich bis in den späten Nachmittag auf der Terrasse sitzen können.

Auch wenn ich mich eventuell wiederhole: So kann es bleiben bis Weihnachten!

Rosenzeit


Der gestrige Tag bescherte uns kleine Überraschungen. Mein Mann überreichte mir einen Strauss mit 15 langstieligen roten Rosen, für den ich heute erstmal eine passende Vase besorgen musste (für die Blumen – nicht für meinen Mann), was in der kleinen Stadt an der Elbe gar nicht so einfach war.

Der kleine Strauss, den ich für Bernd mitgebracht hatte, kann damit nicht mithalten. Aber ich hatte ihn zu einem Abendessen bei unserem Lieblingsgriechen eingeladen.


Als wir nach dem Essen nach Hause kamen, hatten unsere Nachbarn auch noch eine rote Rose für uns. Da sie ihre Wohnung auch am gleichen Tag übernommen hatten wie wir, hatten wir dann 2 Gründe, mit einem Glas Wein anzustossen.

Flagge oder Fahne?


Der Seefahrt – bedingt durch das Hobby meiner Eltern – von kleinauf zugetan, habe ich immer nur von „Flagge“ geredet. Als ich einmal wagte, das Wort „Fahne“ in den Mund zu nehmen, meinte mein Vater zu mir: Eine Fahne hat man, wenn man Alkohol getrunken hat.

Das hat er vermutlich eher scherzhaft gemeint. Ich weiss aber nicht, ob er die tatsächliche Bedeutung einer Fahne kannte. Fragen kann ich in leider nicht mehr.

Natürlich hätte ich selbst schon lange mal das grosse Internet befragen können, was denn den Unterschied zwischen einer Fahne und einer Flagge ausmacht. Eine sehr gute Erklärung habe ich hier gefunden.

Merkwürdig ist, dass meistens die Quiddjes von einer Fahne sprechen wenn sie eine Flagge meinen, d.h. sie reden nicht nur so, sie schreiben auch „Fahne“ in ihren Blogs. Das ging mir immer schon ziemlich gegen die Strich. Aber da ich es bisher nicht besser wusste, konnte ich auch nicht klogschietern.

Sommerabend

Endlich mal ein Sommerabend, wie er im Buch steht. Warm und kaum Wind. Super.

Er begann auf der Terrasse unseres Lieblingsgriechen gleich um die Ecke, sodass man nicht das Auto benutzen muss und schon mal 1/2 Liter Wein – pro Person versteht sich – trinken kann und zum Nachtisch sogar noch einen Cocktail Pina Colada ordert, der von der Lieblingschefin Nicole höchstselbstpersönlich zubereitet wurde.

Die Fortsetzung des Abends fand im Elbepenthouse statt.

Der rote Teppich ist blau


Es hat Vorteile, wenn man in der City von Hamburg arbeitet. Und so dachte ich mir heute Mittag: Geh doch mal zum Rathaus und guck, was da so los ist. Dort sollten nämlich die Teilnehmer der Olympischen Spiele 2012, die mit der MS „Deutschland“ heute aus London angereist waren, empfangen werden.

Viele Menschen standen auf dem Rathausmarkt, Absperrgitter waren aufgestellt und der blaue rote Teppich war ausgerollt. Ich holte mir erstmal ein Eis und bummelte dann über den Platz. Ich schnappte ein Gespräch zwischen einem Sicherheitsmenschen und einer Passantin auf, in dem ihr erzählt wurde, dass die Atlethen so ca. um 13:30 Uhr an der Kleinen Alster eintreffen würden. Ein Blick auf meine Uhr – und ich dachte, dass ich das in der Mittagspause wohl schaffen würde.

Auf der Schleusenbrücke fand ich noch einen Platz in der 1. Reihe, von wo ich einen Blick auf den Fleet in Richtung Elbe hatte, von wo die Barkassen eintreffen würden.

Nach ein paar Minuten hörte ich lautes Schiffshorn tuten, welches in der Häuserschlucht rings um den Fleet sicher besonders laut war. Zu sehen war noch nichts. Doch dann bemerkte ich ein paar Brücken weiter, dass die Leute zu winken begannen. Aha, die Barkassen sind im Anmarsch! Das Hupen wurde lauter und lauter und dann schob sich die erste Barkasse unter der nächsten Brücke durch. Rings um mich herum brandeten Beifall und Jubelgeschrei auf – begleitet von den Schiffshörnern. Es war eine unglaublich emotionale Situation.

Die beiden Barkassen verschwanden unter der Brücke auf der ich stand und liefen in die Schleuse ein. Und für mich wurde es Zeit, wieder ins Büro zurückzukehren.

Und so kam in den Genuss, einen Hauch von Olympia zu spüren und den per Videoaufzeichnung einzufangen.

Lebensarbeitszeit

Heute vor 45 Jahren, morgens um 08:00 Uhr, trat ich mit dem Beginn meiner Ausbildung zum Schifffahrtskaufmann (offiziell hiess der Beruf seinerzeit Kaufmann im Reederei- und Schiffsmaklergewerbe) in damals Deutschlands grösster Privatreederei in Lübeck in das Arbeitsleben ein. Jetzt habe ich 2-1/2 Jahre noch bis zur Rente – und die muss ich auch durchhalten.

45 Jahre Arbeit – das ist eine lange Zeit und ich denke, das sollte eigentlich auch genug sein, um den vollen Rentenanspruch zu erhalten. Selbst 40 Jahre wären schon lange genug.

Ich gehöre ja schon zu den Jahrgängen, deren Lebensarbeitszeit schrittweise bis auf das Rentenalter von 67 Jahren erhöht wird, d.h. ich müsste schon 3 Monate länger arbeiten als bis 65. Aufgrund meiner bisher gearbeiteten Zeit „darf“ ich schon direkt mit 65 in Rente gehen. 3 Monate werden mir geschenkt. Wie grosszügig!