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3 Jahreszeiten zu Weihnachten

Über das diesjähre milde Winterwetter kann man ja überall was lesen. Und wie ich schon mehrmals betont habe: Mir ist es recht so.

Wie die Wetterkapriolen in der Praxis aussehen, möchte ich hier mal dokumentieren:

Winter:
Weihnachten 2015, unser Weihnachtsbäumchen, schön bunt und tuckig:

Frühling:
Ein Strauß Tulpen auf unserem Arbeitsplatz:

Sommer:
Noch immer blüht eine Fuchsie auf unserer Terrasse:

Der Herbst fällt in diesem Winter aus.

1. Weihnachtstag 2015

Die Sonne scheint vom blauen FrühlingsWinterhimmel. Jetzt sind 3 Tage Ruhe und Entspannung angesagt.

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Am liebtsten würde ich jetzt Fenster putzen, bzw. Fenster putzen lassen …
Hach, mit großer Freude werde ich demnächst dieses Weihnachtsgeschenk meines Mannes in Betrieb nehmen. Jetzt gibt’s immer saubere Fenster.


… oder vor der Wand stehen und vom Meeresrauschen träumen.
Meeresrauschen ist der Titel dieses Objektes „Art in Boxes“ von Volker Kühn. Ich habe es auf unserer diesjährigen Kreuzfahrt in der Walentowski Galerie auf Mein Schiff 1 für meinen Mann als Weihnachtsgeschenk bestellt. Es ist sozusagen ein Auftragswerk weil ich gern 2 Männer in der Box haben wollte.

In vielen Familien ist man ja dazu übergegangen, sich nichts mehr zu Weihnachten zu schenken. Ich finde das sehr sehr schade. Ich liebe es, zu überraschen und überrascht zu werden. Bei einem Glas Sekt haben Bernd und ich gestern, nachdem wir aus Lübeck zurückgekommen sind, unser ganz persönliches Weihnachten gefeiert und unsere Überraschungen ausgepackt. Der Karton mit dem Winbot enthielt noch eine weitere Überraschung parat, die ich erst viel später entdeckt hatte. Dazu demnächst mehr.

Mythos weiße Weihnachten

Die aktuellen Temperaturen sind eher nahezu frühlingshaft als winterlich. Einmal hatten wir ca. 2 cm Schnee in dieser Saison, und das für nur ein paar Stunden, dann war davon nichts mehr übrig. Einmal hatten wir hier erkennbaren Nachfrost. Also alles in allem ist es bisher nicht winterlich.

Schnee an Weihnachten ist hier im südlichen Norden Deutschlands eher selten. Und trotzdem meinen die Leute, Weihnachten ohne Schnee – das geht ja gar nicht. Dass die Landschaft Weihnachten unter einer Schneedecke verborgen ist, gibt es sicher in anderen Teilen der Welt. Dass das überall so sein muss, also da, wo es tatsächlich richtigen Winter gibt, versuchen uns Weihnachtslieder und -gedichte weiszumachen und deshalb meint man, dass es so sein müsste und dass es früher ganz bestimmt so gewesen ist. Allein die Textzeile „still und starr ruht der See“ erzählt davon, dass der See unter einer starren Eisdecke ruht. Zugefrorene Seeen zu Weihnachten! Doch nicht hier! Winter, richtigen Winter mit Eis und Schnee, haben wir in der Regel doch frühestens ab mitte Januar. Sicher, es gibt es Ausnahmen, aber die sind selten.

Weiße Weihnachten, das ist ein Märchen. Und das soll es meinetwegen auch bleiben. Wisst ihr nämlich was: Grün ist mir lieber!

In diesem Sinn wünsch ich allen Leserinnen und Lesern ein schönes Weihnachtsfest. Macht das beste draus, ob mit oder ohne Schnee, ob bei Kartoffelsalat und Würstchen, Karpfen, Gänsebraten, Fondue oder bei was immer ihr sonst auf den Tisch bringt.

Mond über Longyearbyen


So öde der Ort auch ist, bin ich doch in gewisser Weise von Longyearbyen fasziniert. Heute scheint der Himmel dort klar zu sein, jedenfalls wie die Momentaufnahme von 14:15 Uhr zeigt. Es herrscht stockdunkle Polarnacht aber der Mond scheint. Die Polarnacht dauert von Ende Oktober bis Mitte Februar. Könnt ihr euch vorstellen fast 4 (!) Monate kein Tageslicht sehen zu können?

Longyearbyen im Winter


Longyearbyen/Spitzbergen – ein Ort am Ende der Welt. Dort gab es jetzt heftige Schneefälle. Eine Lawine hat gestern morgen einige Häuser unter sich begraben, einige Häuser wurden um ein paar Meter verschoben. Es gab einen Toten und mehrere Verletzte.

Die Meldung erinnerte mich daran, dass ich auf der Webcam mal schauen wollte, wie es dort jetzt im Winter aussieht, ob es dort wenigstens ein wenig natürliches Licht gibt. Der obige Screenshot stammt von heute morgen. Die angezeigte Uhrzeit zeigt die aktuelle Zeit der Aufnahme, welche die Webcam gemacht hat, nämlich heute um 09:45 Uhr und nicht gestern um 21:45 Uhr. Totale Dunkelheit am Vormittag. Es gibt nur künstliches Licht, welches den Schiffsanleger und die Umgebung erhellt. Und hier ist man schon deprimiert, wenn im Winter mal ein total grauer Tag ist. Wie gut wir es es doch haben!


Warum mein Interesse an Longyearbyen? Vielleicht erinnert sich jemand daran, dass wir im Juli diesen Ort auf unserer Kreuzfahrt besucht haben, zur Zeit der Mitternachtssonne, die wir aufgrund der Wetterlage ja nicht erlebt haben. In Longyearbyen ist ja nun absolut gar nichts los. Selbst im Sommer würde ich dort nicht leben wollen.


Im Ort sind an vielen Stellen diese Schilder aufgestellt. Vor fast allen Häusern waren diese Scooter abgestellt, wohl das einzige mögliche Fortbewegungsmittel im Winter, aus unserer Sicht wenigstens ein wenig Spaß.

Ich geh halt mit

Seit ein paar Tagen ist der Film endlich in den Kinos zu sehen, Star Wars VII – endlich für die Fans dieser Filme. So richtig kann ich mir den Hype, der darum gemacht wird, nicht anschließen. Wir haben alle verherigen Filme auf Blueray zu Hause und haben uns die auch nochmal angeschaut bevor wir uns gestern Abend auch den siebten Film angeschaut haben.

Irgendwie sind die Filme doch alle gleich: Die Handlung zieht sich und zieht sich, ja, zeitweise geht’s gar nicht voran, es ist langweilig. Mehrmals musste ich gähnen gestern Abend auf meinem Kinositz. Kurz vor Schluss kommt richtig Action auf, ja, es wird sogar richtig spannend. Und zum Schluss kommt der große Knall. Peng! Ende! Aus! Aus? Nicht ganz. Die Schlussszene will einem wohl sagen: Es geht irgendwie weiter. Irgendwo hatte ich von einem Cliffhänger gelesen. Das finde ich in diesem Sinn nicht, mein Mann auch nicht. Es ist eher ein Cliffständer, äh, Cliffsteher. Die beiden Protagonisten, die uns vermitteln sollen, dass es weitergeht, stehen nämlich an einem Kliff.

Als im Film endlich Harrison Ford seinen Auftritt hat, habe ich nur gedacht: Man ist der alt geworden! Und immer wenn er im Bild war, habe ich mich gefragt: Trägt der einen Fiffi oder hat der wirklich noch so volles Haar? An seine Angetraute musste ich auch immer denken, Calista Flockard, die einst in der erfolgreichen Anwaltserie die Anwältin Ally McBeal spielte, die garantiert jedes Fettnäpfchen fand und von einer skurilen Situation in die nächste rutschte. Anlässlich der Weltpremiere von Star Wars VII stand sie mit Harrison Ford auf dem roten Teppich. Mein Kommentar als ich sie erblickte: Die hat ihr Gesicht machen lassen! Tja, auf solche Gedanken kommt man beim Anschauen von Star Wars wenn man nicht gerade ein Fan ist.

Ich sagte oben, dass ich halt mitgehe, mit meinen Mann. Der ist schon Fan, aber kein Hardcorefan. Als wir das Kino, in dem ich fast eingeschlafen wäre, verlassen hatten, meinte er: Die Filme sind doch alle gleich (sagte ich ja schon). Und früher, ja, da war das was neues. Das war mal was anderes, sowas kannte man nicht. Heute ist der einzige Unterschied, dass man im Kino eine Unisexbrille ausgehändigt bekommt damit man den Film in 3-D sehen kann. Egal, bei Folge VIII gehe ich wieder mit. Ich will doch wissen, wie es weitergeht.

Wen interessiert es?

Es gibt wichtigeres als das, was derzeit durch die Medien verbreitet wird:

Sabias Fehlgeburt und die Frage, ob sie überhaupt schwanger war oder nicht
Der eineiige Hitler
Stefan Raabs Abschied vom Fernsehen

Alles Dinge, die niemanden wirklich interessieren.

Vermutlich interessiert auch kaum jemanden, was derzeit in Polen unter der neuen Regierung passiert. Da wird versucht, nein, nicht nur versucht, es geschieht, und das in einem Land, welches der EU angehört:
Ein Büro der Nato wird besetzt, Verfassungsrichter werden ausgetauscht. Die alten kommunistischen Länder halt. Da werden alte Seilschaften erneuert, was heisst erneuert, vermutlich haben sie im Untergrund immer noch bestanden. Und jetzt versuchen sie, ihre Macht und ihre Pfründe zu erneuern. Angeblich ist auch mehr Einfluss auf die Medien geplant. Kommunisten halt!

Ich habe mich schon desöfteren in meinem Blog über Polen ausgelassen. Einfach mal „Polen“ in der Suchfunktion eingeben, dann findet man einiges, was in Polen nicht stimmt. Es mag klischeehaft klingen, aber es scheint wirklich so zu sein: Glaub nie einem Land, welches mal kommunistisch war, auch wenn es sich heute unter dem Deckmantel der Demokratie befindet.

Mehr als 2000 Weihnachtslieder?


Kann man sich gar nicht vorstellen, dass es so viele gibt. Die diversen Radiosender senden doch immer nur immer den X-Mas-Einheitsbrei. Man kann es nicht mehr hören – auch wenn es nur zur Saison gesendet wird.

Im vorigen Jahr kaufte ich zur Weihnachtszeit ein paar Kleinigkeiten in der Langen Reihe, in einem Geschäft für Dinge, die man nicht braucht und gab dafür Geld aus, welches ich nicht hatte. Natürlich wurden die Kunden dort mir Weihnachtsmusik bedudelt. Aber das war nicht die übliche Weihnachtsmusik. Man musste es nicht ausblenden, man konnte es hören. Ich fragte den netten Verkäufer, was das denn für eine CD sei. Es war Internetradio! Leider wusste er nicht, welcher Sender dort eingestellt war, nur Bruchteile des Namens waren ihm bekannt.

Zu Hause versuchte ich, den Sender zu finden. Habt ihr schon mal nach Internetsendern mit Weihnachtsmusik gesucht? Es ist ja unglaublich, wie groß das Angebot ist. Mit dem Browser war es so gut wie unmöglich, das Angebot zu sortieren. Ich ließ es dann einfach sein.

Seit kurzem haben wir ja auch ein richtiges Internetradio. Über die App auf meinem Handy ist es recht einfach, Sender auszuwählen. Und ich fand einen Weihnachtssender, dessen Musik mir gefällt, Happy Christmas Radio. Da wird zum Teil tatsächlich Weihnachtsmusik gesendet, die ich noch nie gehört habe. Andere Weihnachtslieder sind mal ganz anders arrangiert als man es üblicherweise kennt. Und manchmal erkennt man im ersten Moment gar nicht, dass es sich um ein Weihnachtlied handelt. Hin und wieder wippt mein Fuß mit, eben Musik, die happy macht. OK, ab und zu gibt’s auch mal was besinnliches auf die Ohren, das ist dann aber auch akzeptabel. Sonst würde ich ja auch Muskelkater im Fuß bekommen.

Die Homepage des Senders, na ja, über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten, aber die Musikauswahl trifft meinen Geschmack. Dieser Sender beweist: Es geht auch anders! I am so happy!

Liebe stirbt nie


Was für ein Abend: Große Stimmen gepaart mit großartiger Schauspielkunst, ein tolles Bühnenbild, große Oper – mit einem Wort: Großes Theater!!! Das bietet derzeit Stage Entertainment im Stage Operettenhaus an der Reeperbahn in Hamburg mit dem Musical „Liebe Stirbt Nie – Phantom II“.

Der erste Akt dauert 70 Minuten bis zur Pause aber keine Minute ist langweilig und man wundert sich, wie schnell die Zeit verflogen ist. Nach der Pause geht es ebenso weiter. Spannung und Dramatik pur ließen mich voll eintauchen in die Welt auf der Bühne und alles um mich herum vergessen. Wenn man das schafft ist Theater wirklich gut gemacht.

Ein ganz kurzer Handlungsabriss:
Christine Daaé ist mit Raoul Vicomte de Chagny vor 10 Jahren aus der Pariser Oper geflüchtet, in der sie das Phantom in den Katakomben zurückgelassen haben. Einer Einladung folgend fahren sie mit ihrem Sohn auf einem Schiff nach New York. Dort soll Christine in einem Revuetheater auf Coney Island auftreten. Ich verrate wohl nicht zu viel: Die Einladung hat das Phantom unter einem anderen Namen fingiert. Man kann sich vorstellen, dass es nun ziemlich dramatisch wird, besonders am Ende. Mit Herzklopfen saß ich im Parkett und folgte der spannungsgeladenen Handlung, lauschte den großartigen Stimmen, beobachtete das Spiel der Protagonisten. Während des herzzerreißenden Finales hätte man die berühmte Stecknadel auf den Boden fallen hören, so gebannt folgte das Publikum der Darbietung. Und ich musste mir eine Träne aus dem Gesicht wischen.

Als Phantom steht der Isländische Tenor Gardar Thor Cortes auf der Bühne. Er hat eine phantastische Stimme und bekam, zu recht, am Ende den größten Beifall. Ihm ebenbürtig glänzt Rachel Anne Moore aus den USA als Christine mit ihrer glockenreinen Stimme. Raoul wird gesungen von Yngve Gasoy-Romdal aus Norwegen. Masha Karell gibt in der Rolle der Mme Giry eine tolle Leistung.

Fast geschlossen erhob sich das Publikum zu standing ovations als Rachel Anne Moore die Bühne betrat um den Schlussapplaus entgegenzunehmen! Der Beifall steigerte sich noch als ihr Gardar Thor Cortes folgte. Dieses Musical hat für uns sehr großes Wiederholungspotential.

Auf dem Weg durch das Foyer zum Ausgang war hier und da zu hören, wie Gäste noch das Titellied summten welches Christine kurz vor dem Ende des Musicals in einer großartigen Kulisse hingebungsvoll singt. Soetwas habe ich noch nie erlebt.

Für uns hat sich gestern ein kleiner Kreis geschlossen:
Als wir im Juli in Reykjavik im Konzerthaus Harpa auf die Führung warteten, hatte Bernd das angebotene WLAN genutzt. Als er sein Handy einschaltete empfing er einen Newsletter von Stage Entertainment. In diesem wurde angekündigt, dass der Isländische Tenor Gardar Thor Cortes die Rolle des Phantoms in Hamburg übernehmen wird. Gestern Abend hatten wir das große Glück, diesen Mann auf der Bühne erleben zu dürfen, der uns im Sommer in Island angekündigt wurde. Zu dem Zeitpunkt hatten wir schon die Karten für diese Vorstellung. Wir hatten uns sehr gewünscht, dass wir ihn auch in der Rolle des Phantoms sehen würden und nicht die Zweitbesetzung. Unser Wunsch ist in Erfüllung gegangen.

Die Szenenfotos wurden freundlicherweise von Stage Entertainment zur Verfügung gestellt.

Auf Santa-Pauli


Wie man weiß, ist ja zurzeit Saison für Weihnachtsmärkte. Ich bin ja eher der Weihnachtsmarktmuffel, besonders zu Zeiten, während derer die halbe Welt an den Glühweinständen rumhängt und kaum ein Durchkommen ist. Als ich noch arbeitete, ging ich gern in der Mittagspause über den Weihnachtsmarkt am Jungfernstieg. Dann war es leer, es war möglich, schnell zu scannen, was in den kleinen weißen Zelten angeboten wurde. Das eine oder andere Stück habe ich dort erstanden, welches ich später am Tag womöglich gar nicht entdeckt hätte.

Gestern Abend waren wir im Stage Operettenhaus um dort das Musical „Liebe Stirbt Nie“ anzuschauen (darüber später mehr). Mit lieben Freunden hatten wir uns vor der Vorstellung auf dem Weihnachtsmarkt Santa-Pauli verabredet. Gern hätte ich mal einen gemütlichen Rundgang über den Weihnachtsmarkt gemacht, der ein „etwas anderes Angebot“ bereithält – außer den üblichen Getränken- und Futterbuden. Aber es war voll, einfach voll. Und das ist es, was ich an Weihnachtsmärkten nicht mag. Man schiebt und wird geschoben, man muss sehen, dass man die Kurve kriegt um einen der Stände etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Wir haben zwar einen Glühwein getrunken und uns mit den Freunden, die auf dem Weg zum König der Löwen waren, unterhalten. Aber ich war froh, als ich das Areal wieder verlassen konnte.

Wieder mal festgestellt: Weihnachtsmärkte sind nichts für mich.


Viel interessanter ist eine neue Fassade am Spielbudenplatz. Dort wurde ein neues Haus errichtet, das Klubhaus St. Pauli, dessen Fassade in ständig wechselnden Farben und Grafiken in den Nachthimmel leuchtet. Im Klubhaus ist unter anderem das neue kleine Theater Schmidtchen von Corny Littmann untergebracht. Ich bin sicher, dass man uns dort auch mal finden wird.