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Mein-Schiff-Bordeis


TuiCruises bietet auf der „Mein-Schiff-Flotte“ Eis an. Zum Dessert sowieso, aber auch auf dem Pooldeck. Das gehört zum „all inclusive“ und kostet nichts. 10 verschiedene Sorten sind es ganz bestimmt, vielleicht auch 12. Das ist eh egal, man weiß nicht, was man nehmen soll. Am liebsten würde ich sagen: Einmal von alles! Na ja, Eis mit Mandeln oder Nüssen mal ausgenommen.

Man sitzt da, gemütlich, vielleicht liest man oder guckt einfach nur, wie die anderen gucken, es ist ja alles so entspannt und entspannend an Bord. Da drüben, schräg gegenüber, steht die Eisbar, „lechz“. „Soll ich uns mal ein Eis holen?“ – „Eigentlich lieber nicht. Aber …“ Und schon steht einer von uns auf, schlendert über das Pooldeck zur Eisbar. Mal schauen, was im Angebot ist. 2 Kugeln im Becher, vielleicht auch 3. Die Waffel würde ja zusätzliches Hüftgold verursachen, auch wenn es erotischer ist, an einer Eistüte zu lecken als ganz unerotisch das Eis mit einem kleinen Plastiklöffelchen in die Figur zu schaufeln.

Durch einen Zufall entdeckte ich jetzt, wer für die sündhaften Eiskreationen verantwortlich ist: Bruno Gelato. Anlässlich der bevorstehenden Schiffstaufe des neusten Flottenzugangs, „Mein Schiff 5“, hat TuiCruises mit Bruno Gelato ein „TuiCruises-Eis“ kreiert. Ich befürchte zwar, dass ich davon abstand nehmen werde, ich bin ja nicht so der Nussfan. Grundsätzlich finde ich die Idee aber gut.

Das Bordeis von Bruno Gelato wird auch in der Eistruhe im Supermarkt angeboten. Leider ist die Vielfalt nicht so groß wie an Bord. So ein Schiff ist ja auch viel größer als ein Supermarkt. Ich suchte also 2 Sorten nach unserem Geschmack aus. Aber wie das immer so ist mit kulinarischen Genüssen, die man im Urlaub verzehrt: Zu Hause schmeckt das nicht so gut.

Das Eis mag ja das selbe sein wie jenes, dass an Bord angeboten wird. Aber an Bord ist es geschmeidiger, weicher. Wenn wir dieses Eis zu Hause essen wollen, müssen wir es mindestens 10 Minuten vor dem Verzehr aus dem Gefierschrank holen damit es möglich ist, es zu portionieren. Andernfalls würde entweder der Löffel abrechen oder die Finger. Und selbst nach 10 Minuten Antauzeit hat es nicht die Konsistenz wie an Bord. Und da das Eis dann zu Hause auch kälter ist, schmeckt es nicht so ausgeprägt aromatisch.

OK, ich könnte das Eis ja auch 20 Minuten antauen lassen, aber dann wäre es schon ziemlich weich. Und es dann wieder einfrieren? Ich glaube nicht, dass das so gut ist. Ergo: Wir werden dieses Eis zukünftig in der Gefriertruhe des Supermarktes lassen und uns lieber auf die nächste Kreuzfahrt und das Bordeis freuen.

Der Startschuss!

Um 09:15 Uhr glitt ich heute bei 14 Grad Luftemperatur und 23 Grad Wassertemperatur in die Fluten unseres Freibads. Ich verstehe gar nicht, warum da so wenig los war. Im vorigen Jahr war es bei ähnlichen Temperaturverhältnissen relativ voll, so dass ich an manchen Tage Mühe hatte, meine Bahnen durchzuziehen.

Wie dem auch sei, ich finde es als „Sportler“ ja wesentlich angenehmer, wenn da Platz ist und sich nicht irgendwelches Treibholz breitmacht.

Mein Startgewicht betrug 88,3 kg. Schockschwerenot! Ich wusste ja, dass ich ordentlich was auf den Hüften habe. Aber da war ich dann doch etwas erschrocken. Die Badehose saß dann auch etwas strammer als am Ende der Saison im vorigen Jahr.

Als ich nach jahrelanger Schwimmpause im letzten Jahr begann, schaffte ich ja gleich beim ersten Mal 800 m. Das hatte ich auch heute als Ziel vor Augen. Alles andere wäre ja peinlich gewesen. Gehofft hatte ich auf 1000 m – und die habe ich dann auch geschafft. Mein Ziel ist es, regelmäßig wieder 2000 m zu schwimmen. Stück für Stück, bzw. Meter für Meter, werde ich da auch wieder hinkommen.

Der Klassiker mit der Melone

Heute Morgen, schon mal ein paar Wochenendeeinkäufe erledigt. Die Kundin vor mir an der Kasse stellte fest, dass die Melone, die sie sich in den Einkaufswagen gelegt hatte, nicht in Ordnung war. Sie gab die Melone der Kassiererin. Die bat dann eine Kollegin, die Melone mit „nach hinten“ zu nehmen. Besagte Kollegin sorgte dann für allgemeine Erheiterung als sie sagte: Ich habe eine Wassermelone getragen. Ein paar Worte noch zu dem Thema, alle hatten ein Lächeln auf den Lippen, und schon war der nächste Kunde dran, abkassiert zu werden.

Dieses kleine Begebenheit hat mir sehr gute Laune beschert. Die Dame im Telefonladen mit ihrer schlechten Laune wirkte wie ein Fremdkörper. Da die Angestellte ihr natürlich nicht mit einem dummen Spruch kommen durfte, hab ich das dann gemacht. Na ja, sie hat sich dann auch zusammengerissen und wurde ein µ freundlicher. Tja, manchmal kann ich meine Klappe nicht halten. Ich lass mir doch meine gute Laune nicht von einer alten Schachtel kaputtmachen!

Ich bin gewappnet!

Am 1. Mai wird das Freibad für die diesjährige Saison eröffnet. Heute habe ich mir die Saisonkarte gekauft. Bei den aktuellen Lufttemperaturen wäre da wohl reichlich Platz, meine Bahnen zu ziehen. Aber laut Vorhersage soll es ja nun langsam wärmer werden, wird ja auch Zeit.

Zeit wird es auch für mich, wieder in die Fluten zu steigen. Ich habe mir aber fest vorgenommen, an 5 Tagen in der Woche zu schwimmen. Am ersten Tag, voraussichtlich am Dienstag nächster Woche, werde ich nach dem Aufstehen mein Gewicht prüfen und dann mal sehen, wie ich am Ende der Saison dastehe.

Spannend wird auch sein, wieviele Meter ich am ersten Tag schaffen werde. Nach mehrjähriger Schwimmpause waren es im vorigen Jahr 800 m.

Ich höre Stimmen!


Ich bin ja kein Handyfreak. Da bricht nicht gleich eine Welt zusammen wenn ich es mal nicht bei mir habe. Aber die Umstände meiner Mutter (sie ist nicht „in anderen Umständen“!) erforderten es, dass ich bei verschiedenen Institutionen meine Telefonnummer angeben musste. Da ich ja ab und zu auch mal unterwegs bin, habe ich die Nummer meines Smartphones angegeben.

Es gibt Situationen im Haushalt, dass ich das Handy in der Hosentasche mit mir herumtrage, z.B. wenn ich auf der Terrasse arbeite oder wenn der Robi durch die Wohnung wuselt und ich deshalb Türen schließe. Das war heute morgen der Fall.

Plötzlich sprach jemand mit mir, die Stimmen kamen aus meiner Hose. Also bisher hat „ER“ sich noch nie mit mir unterhalten, soll er auch nicht, „ER“ ist für andere Dinge zuständig. Ah, das Handy! Weiss der Geier warum es sich eingeschaltet hat. Der Sperrbildschirm war aktiviert als ich das Ding in die Hosentasche steckte. Aber irgendwie war es gelungen, dass eine Nummer aus den Kontakten angerufen wurde. Da ich nicht antwortete, legte der Teilnehmer auf. Gut so.

Danach fuhr ich zum Einkaufen und steckte das Handy mangels anderer Möglichkeiten in die Gesäßtasche. Als ich nach meiner Rückkehr das Handy wieder herauszog wurde ich gewahr, dass es sich wieder eingeschaltet hatte. Also ich habe weder einen fetten noch einen knochigen Hintern, trotzdem war es passiert.

Tja, und dann entdeckte ich eine Email vom HVV: Vielen Dank für Ihre Bestellung. Das Handy hatte eine Fahrradkarte für den öffentlichen Nahverkehr gekauft. Toll! Jetzt wird’s langsam teuer. Das sind zwar nur € 3,40, aber wer weiß schon, was es beim nächsten Mal wird, vielleicht ein Flugticket nach New York. Und dabei habe ich noch nicht mal einen Reisepass.

Also jetzt muss ich mir was einfallen lassen damit das Ding sich nicht dauernd verselbstständigt.

Momente

Wir haben es wohl alle schon mal erlebt: Momente wahrnehmen. Es kann ein ganz banaler Moment sein oder ein trauriger oder ein ganz besonders schöner. Der erste Schmetterling, den wir im Frühling sehen, ein Sonnenuntergang, eine Berührung – es gibt viele Momente im Leben, wir müssen sie nur wahrnehmen und verinnerlichen, wir müssen uns in die Momente, in die Wahrnehmung fallenlassen, einfach mal innehalten.

Viele Menschen haben es verlernt, ja, vielleicht haben sie es nie gelernt, Momente wahrzunehmen. Was ist schon ein Schmetterling, der da gerade rumfliegt? Ein Sonnentergang? Pah, die geht doch jeden Tag unter. Die Menschen nehmen Dinge, die um sie herum passieren zwar zur Kenntnis, aber sie sehen sie eigentlich nicht, sie können sich nicht darin verlieren.

Einen Spaziergang machen, sich irgendwo auf eine Bank setzen und einfach nur schauen, auch wenn man meint, dass es gerade nichts besonderes zu sehen gibt. Das Smartphone in der Tasche lassen und am blauen Himmel weißen Wolken nachschauen oder dem Kaninchen, das da gerade über die Wiese hoppelt. Ich kann stundenlang auf unserer Terrasse sitzen und den Vögeln lauschen, am Abend die Fledermäuse beobachten, die auf der Jagd nach Insekten sind. Ich kann auf Kreuzfahrten stundenlang auf der Veranda sitzen und einfach nur auf das Wasser schauen, bis die Sonne untergeht.

Im Urlaub nehmen wir viele neue Eindrücke auf, die zu Momenten werden können. Es gilt dann, nicht nur zu sagen: Ach wie schön! Ein Foto, vielleicht auch ein Selfie – und weiter zum nächsten Punkt. Nein, stehenbleiben und genießen, den Moment, die Wahrnehmung dessen, was wir da sehen, verinnerlichen, das ist es worauf es ankommt.

Wir können noch viele Jahre aus solchen Wahrnehmungen schöpfen: In der Firma, in der ich meine Ausbildung zum Schifffahrtskaufmann gemacht habe, hatte ich als Auszubildender die Möglichkeit, auf Frachtern einige Reisen zu machen. In der Firma gab es für mich Zeiten, die nicht immer einfach waren und mir manchmal schlaflose Nächte bereiteten. Irgendwann erinnerte ich mich an Momente auf diesen Reisen, die ich bis heute nicht vergessen habe. Und über die Erinnerung an die besonderen Momente fiel ich wieder in den Schlaf.

Inspiriert zu diesem Beitrag hat mich Igor, Autor des Reiseblogs 7 Kontinente, welches ich jetzt in der Rubrik „lifestyle“ bei mir verlinkt habe. In seinem neuesten Beitrag „Reisen im Jetzt“ schreibt Igor sehr anschaulich über das, was wir machen sollten, besonders wenn wir im Urlaub sind.

Ein paar Tage später fand ich bei n-tv.de einen zum Thema passenden Beitrag über den Selfiewahn.

Doch damit nicht genug, auch das passt, ebenfalls auf n-tv.de entdeckt: In Augsburg will man jetzt Ampeln in den Boden einlassen damit Fußgänger, die, statt ihre Umwelt wahrzunehmen – und damit vielleicht Momente verpassen -, auf ihr Handy starren und nicht auf die Ampeln achten. So wichtig kann absolut nichts sein als dass es nicht Zeite hätte, sich in Ruhe damit zu beschäftigen. Die Welt wird immer verrückter.

Besonders krass fand ich folgende Beobachtung vor ein paar Tagen: Eine Mutter schob mit einer Hand die Karre, in dem ihr Kind saß, mit der anderen Hand hantierte sie mit ihrem Smartphone. Fehlte nur noch, dass sie auch noch eine Zigarette irgendwie zwischen den Fingern eingeklemmt hätte. Vielleicht hätte sie gar nicht gemerkt, wenn ihr Kind aus der Karre gefallen wäre.

2 Monate Pause

Gestern saß ich wieder beim Zahnarzt auf dem Stuhl, d.h. eigentlich habe ich eher gelegen. Kurzfristig drängte sich aufgrund der Technik der Vergeilch eines Zahnarztstuhls mit einem modernen Krankenhausbett auf, die Symbole für die diversen Einstellungen sind ähnlich.

Der Doc fragte mich, ob er gleich eine Betäubungsspritze setzen soll. Ich überließ ihm die Entscheidung und sagte ihm, dass ich mich schon bemerkbar machen würde wenn mir es nicht passt, was er da macht. Es ging dann ohne.

Die 3 Wurzelkanäle des Backenzahns wurden also weiter behandelt. Seiner Assistentin erzählte er, was er benötigt: 14 rot, 15 blau. Ich überlegte schon, ober mir den Pfeilerstumpf jetzt in Regenbogenfarben bemalen wollte. Kurzfristig sah eine kleine Rauchfahne aufsteigen – alles sehr merkwürdig. Als ich endlich die Tür zu meinem Esszimmer schließen durfte, fragte ich, was das denn alles zu bedeuten hätte. Bereitwillig erhielt ich Auskunft: Die Farb- und Ziffernangabe bezieht sich auf kleine Stäbchen unterschiedlicher Länge und Dicke, die er mir in die Wurzelkanäle geklebt hat zur Stabilisierung des Pfeilers. Mit einem Feuerzeug hat er ein Gerät erhitzt, mit welchem er die Stäbchen oben am Zahn gekürzt hat. Der Doc erzählte mir, dass es dafür auch ein hochtechnisches Gerät zum Preis von ca. 1000 Euro gibt, aber mit seiner Methode geht es genauso gut.

Der Zahnstumpf wurde oben abgedichtet. Zur Kontrolle, ob das denn nun so geworden ist, wie er sich das vorgestellt hatte, wurde ein Röntgenfoto gemacht. Dr. B. war’s zufrieden. Er hätte nun auch mit dem Aufbau des Zahns beginnen können, es könnte aber auch sein, dass sich nochmal eine Entzündung entwickelt, dann wäre der nun folgende Aufwand umsonst. Deshalb gibt es jetzt 2 Monate Pause um abzuwarten, ob alles ruhig bleibt.

Links unten habe ich jetzt eine große Lücke, da wo ein Zahn fehlt, welcher mir mal beim Bund erfernt worden ist, und daneben der Backenzahn, bzw. das, was davon übrig geblieben ist. Gekaut wird also weiterhin überwiegend rechts.

Ich bin überzeugt, dass man sich beim Bund keine Mühe mit den Zähnen der Wehrpflichtigen gegeben hat, Zähne zu erhalten. Einfach raus damit und gut ist. Dr. B. hat sich in den fast 20 Jahren, während der ich regelmäßig zu ihm gehe, sehr intensiv um mein Esszimmer gekümmert. Er versucht immer alles, meine Zähne zu erhalten, wenn denn mal Karies auftreten sollte. Bisher ist ihm das immer geglückt. Ich hoffe, dass das dieses Mal auch der Fall sein wird.

Über Nacht in Geesthacht?


Heute Nachmittag sah von unserer Wohnung aus unten am Anleger an der Elbe ein Flusskreuzfahrtschiff. Schiffe interessieren mich ja immer, ich hatte aber die Befürchtung, dass es gleich weiterfährt gerade dann, wenn ich mich auf den Weg zum Anleger machen würde. Ab und zu schaute ich hinaus – das Schiff lag immer noch da. Ich überlegte, dass das Ding dann wohl um 18:00 Uhr weiterfahren würde und machte mich dann auf den Weg.

Kaum war ich unten am Anleger kamen 2 Reisebusse und brachten die Passagiere von irgendeinem Landausflug zurück an Bord. Na, dann werden die wohl gleich um 18:00 Uhr weiterfahren – dachte ich. Ich beobachtete das „boarding“ und mir fiel auf, dass eine Sicherheitsprüfung, wie auf Seeschiffen üblich, nicht stattfand. Das Handgepäck wurde nicht durchleutet und niemand musste eine Bordkarte vorzeigen. Die alten Herrschaften durften einfach so an Bord. Die ISPS-Sicherheitsvorschriften greifen wohl nur in Seehäfen.

Eine Dame im blauen Kostüm und mit 2 silbernen Streifen am Ärmel stand da noch ein wenig rum. Ich fragte sie, wann es denn weitergeht: Morgen früh um 5 Uhr! Tja, was will man abends in Geesthacht? Hier ist doch der Hund begraben. Eine Kneipe ist mir bekannt, ansonsten nur Restaurants. Aber zu essen gibt es ja an Bord. Ich konnte sehen, dass die Tische im Bordrestaurant schon eingedeckt waren.

Allerdings kann ich mir auch nicht vorstellen, dass die Damen und Herren sich was aus einem Stadtbummel machen würden. Wer von ihnen nicht mehr gut auf den Beinen ist, stützt sich nämlich auf Nordicwalking-Stöcke. Das sieht doch gleich viel sportlicher aus als eine Gehhilfe aus Alu oder Holz, oben mit ’ner Krücke dran. Ich finde, wer nicht mehr ohne Gehhilfe auf den Beinen sein kann, sollte dazu stehen und einen üblichen Krückstock nehmen. Alles andere sieht nämlich ziemlich lächerlich aus.

Eins ist mir jedenfalls klar geworden als ich die Passagiere gesehen habe: Obwohl die jüngsten Passagiere etwa so alt waren wie ich, wäre eine Flusskreuzfahrt nichts für uns.

Zum 2. Mal Aladdin

Ich hatte ja schon im Dezember angekündigt, dass sich am 2. April für uns wieder der Vorhang für das Musical Aladdin heben würde. Gestern war es endlich soweit, obwohl ich wegen der privaten Turbulenzen der letzten Wochen den Termin gar nicht mehr so richtig verinnerlicht hatte. Ensprechend sparsam fiel die Vorfreude aus, auch die Vorfreude auf ein Wiedersehen und das jährliche Treffen mit Martina und Franko.

Wir trafen uns im Prizeotel Hamburg, in welchem wir auch übernachteten. Vom Hauptbahnhof ging es dann mit der S-Bahn zum Bahnhof Holstenstraße gegenüber dem Theater Neue Flora. Ein paar Schritte weiter liegt das Restaurant Breitengrad mit Ceylonesischer Küche, sehr sehr lecker – und wenn man will auch sehr sehr scharf.

Um 19 Uhr waren wir im Theater. Außer den Eintrittskarten für das Musical hatten wir Karten für die „open bar“, d.h. ab einer Stunde vor der Vorstellung und in der Pause kann man so viel trinken wie man möchte. Wir ließen uns Zeit und nahmen unsere Plätze in der Mitte der Reihe erst wenige Minuten vor der Vorstellung ein.

Die flotte Musik der Ouvertüre ließ mich meine Finger im Takt auf meinen Oberschenkeln trommeln, vielleicht waren daran die 2 Gläser Wein, die ich vor der Vorstellung getrunken hatte, nicht ganz unschuldig. Die temporeiche Show mit der goldenen Höhle als Höhepunkt ließ keine Langeweile aufkommen und die Zeit bis zur Pause ging sehr schnell vorbei.

Auf dem Tisch in der „open bar“ standen unsere vorbestellten Getränke bereit. Bei einem Glas Wein sprachen wir über das, was wir bisher gesehen hatten: Tolles Bühnenbild, tolle Choreographien, große Spielfreude der Darsteller. Leider hatten wir in der Hauptrolle des Aladdin die Zweitbesetzung, die mir gesanglich gar nicht gefallen hat. Schade, aber man weiß ja nie, welche Darsteller am Abend der Vorstellung auf der Bühne stehen werden. Letztendlich war es aber wieder eine tolle Aufführung. Von unseren Plätzen in der 14. Reihe wirkte das Bühnenbild viel eindrucksvoller als von den Plätzen im Rang, von wo aus wir das Musical im Dezember verfolgt hatten.

Im zweiten Teil gab es eine kleine Panne: Während einer Tanzszene verlor eine der Tänzerinnen ihren Chiffonrock. Zum Glück war das „Flatterding“ weit genug und sie konnte die Szene professionell – mit dem Rock um die Füße und mit einem Lächeln auf den Lippen – zu ende bringen. Vermutlich ist beim Quickchange hinter der Bühne ein Klettverschluss nicht richtig geschlossen worden. Beim Abgang des Ensembles von der Bühne gab es einen kleinen Sonderapplaus.

Werden wir uns Aladdin ein 3. Mal anschauen? Ich will nicht ausschließen, dass wir das zu gegebener Zeit mit ein paar Freunden nochmal machen werden.