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Adventsspaziergang

Wir sind ja eher die Stubenhocker, das gebe ich zu. Aber das Wetter heute mussten wir einfach ausznutzen, um einen kleinen Spaziergang runter zur Elbe zu machen. Die fließt ja sozusagen vor unserer Haustür.

Ist ja Winter, und blauer Himmel deutet dann eigentlich auf einen kalten Wintertag hin. Also zog ich meine dicke Winterjacke an. Na ja, die halbdicke Winterjacke hätte auch gereicht. Egal, die Hauptsache ist, dass wir mal wieder draußen waren. Etwas Bewegung ist ja nicht verkehrt.

Florence Foster Jenkins


Seit heute läuft ein Film über die Sängerin Florence Foster Jenkins in den Kinos. Die Titelrolle spielt die großartige Meryl Streep, ihr zur Seite Hugh Grant als ihr Gatte und Simon Helberg, welcher den Pianisten Cosmé McMoon spielt.

Vor ein paar Jahren haben wir Desiree Nick als Florence Foster Jenkins auf der Bühne des St.-Pauli-Theaters erleben dürfen – sehr amüsant und doch tragisch. Sehr gerne würden wir uns jetzt auch den Film anschauen, leider läuft er nicht in unserem Kino. Wir werden uns also die DVD kaufen sobald sie erhältlich ist.

Die oben eingefügte Originalaufnahme der Dame sollte man sich unbedingt anhören (uns liegt sie als CD vor), es ist ein Traum. Florence Foster Jenkins soll über sich gesagt haben:
„People may say I can’t sing, but no one can ever say I didn’t sing.“

3 x täglich

Mein Heilpraktiker hat mir gegen die Bronchitis zwei Sorten Tropfen aufgeschrieben. Von einer Sorte muss ich morgens 50 Tropfen nehmen, von einer anderen 3 Mal täglich 30 Tropfen.

Ich öffne also jeden Morgen die kleine Flasche, halt sie mit der Öffnung nach unten über eine Löffel und warte, dass es tropft. Es bildet sich ein Tropfen, aber er fällt nicht auf den Löffel. Den Neigungswinkel der Flasche zu verändern ist nicht hilfreich, der Tropfen bleibt da hängen, egal wie ich die Flasche halte. Da hilft dann leichtes klopfen mit einem Finger auf den Flaschenboden.

Der nächste Tropfen erscheint – und bleibt erstmal hängen. Also wieder mit dem Finger klopfen, und „plopp“ – der Tropfen landet im Löffel. Die nächsten Tropfen tropfen zaghaft von allein ohne mein Zutun. Da lässt es sich gemütlich mitzählen. Und dann plötzlich komme ich mit dem Zählen kaum noch nach, das Medikament rinnt fast aus dem Fläschchen.

Am nächsten Morgen muss ich gleich vom Beginn an aufpassen, dass sich nicht die ganze Flasche entleert, am Tag danach aus. Und am 3. Tag geht das Theater mit dem nicht tropfen wollenden Tropfen wieder los. Das gleiche passiert natürlich mit dem anderen Medikament.

Bronchitis ist an sich schon nervig genug. Warum müssen Tropfen auch noch zusätzlich nerven?

Es geht wieder los


Mein Mann hat heute seinen freien Tag. Wir schliefen also etwas länger als an seinen Arbeitstagen. Er stand zuerst auf und ging ins Bad. Währenddessen erblickte ich einen sonnenaufgangsgefärben Himmel.

Danach war ich in der Reihe, wie fast jeden Morgen. Und als ich dann fertig war und auf dem Bettrand saß um mir meine Socken anzuziehen, ertönte aus dem Arbeitszimmer bereits das erste Weihnachtslied dieser Weihnachssaison. Wenn das so weitergeht, dann kann man mich spätestens Weihnachen in die Klapsmühle einliefern.

Und jetzt werde ich mal gaaaaanz laaaaaangsaaaaaam damit beginnen, unserer Wohnung ein wenig Adventstouch zu verleihen. Und ja nicht alles auf einmal, jeden Tag ein wenig mehr. Man kriegt ja sonst einen Kulturschock.

Wieder Ärger mit GLS

Erst vor wenigen Wochen hatte ich Ärger mit Paketdiensten. Heute gab es wieder Theater mit GLS: Eine Nachricht im Briefkasten, dass ich angeblich nicht angetroffen worden wäre um eine Sendung in Empfang zu nehmen.

Sofort beschwerte ich mich wieder bei GLS – und bekam eine Antwort, auf die ich wieder umgehend reagierte. Hier der Schriftwechsel:

Sehr geehrter Herr Kl……,

ohne Abholauftrag des Versenders werden wir das o. g. Paket beim Paketshop nicht rausholen können.
Bitte setzen Sie sich mit Ihrem Versender in Verbindung, um dort Bescheid zu geben.

(Es folgt die Adresse des Paketshops)

Mit freundlichen Grüßen/With kind Regards

Mo….. Schö……
Service

Und meine Antwort:

Sehr geehrte Frau Schö……,

die nichtzustandegekommene Zustellung ist weder das Verschulden des Absenders noch ist es mein Verschulden.
Es ist einzig und allein der Faulheit und Unfähigkeit ihres Personals zu verdanken, dass die Sendung nicht zugestellt worden ist. Was hat also der Absender damit zu tun???

Es sollte Ihrer Firma ein Anliegen sein, Ihre Auftraggeber zufriedenzustellen. Es ist mir völlig egal, wie Sie eine erneute Zustellung arrangieren, ich verlange nochmals, dass mir die Sendung unverzüglich zugestellt wird.

Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Kl……

Es versteht sich von selbst, dass ich den Absender darüber, zusammen mit den beiden obigen Nachrichten, über die Geschichte informiert habe.

Das fängt ja gut an


Ist ja nicht mein Ding, Schnee. Sieht zwar nett aus, aber grün ist mir lieber. Nützt ja nichts, da muss ich durch. Jedenfalls brachte der heutige Tag schon mehr Schnee als wir im ganzen letzten Winter hatten. Da war’s am 22. November als es geschneit hat, zum Glück das einzige Mal. Und auch so kümmerlich, dass es gar nicht der Rede wert war. Heute sieht die Welt viel winterlicher aus. Ich befürchte ja, dass das für diesen Winter noch nicht alles war.

Away & Abroad

Wir kennen das: Man surft hier und da, schaut ein Blog an und dann die Blogroll und dann entdeckt man etwas, was uns interessiert. Ich fand das Reiseblog Away @ Abroad von Oliver.

Reiseblogs interessieren mich im Besonderen aber oft ist es leider so, dass versucht wird, und etwas ganz dringend zu empfehlen, in etwa so: „10 Dinge die in … gesehen haben musst!“ Woher will der/die Bloggerin wissen, ob ich das unbedingt auch sehen muss. Ein Beispiel: Wenn ich mich für moderne Architektur interessiere, warum soll ich mir dann uralte Steine aus der Antike ansehen? Wenn ich verreisen will und ich ein Ziel vor Augen habe, möchte ich eine möglichst objektive Einschätzung dessen, was mich in der Ferne erwartet. Und so empfinde ich das bei Away & Abroad.

Reiseblogs eignen sich hervorragend zur Vorabinformation, ungeachtet dessen, ob ich unbedingt was tun muss oder es lieber bleibenlassen sollte. Reiseblogs basieren auf den persönlichen Erfahrungen der Reisenden und sind in den meisten Fällen frei von Wertungen von Reiseveranstaltungen oder Hotels wie es in Bewertungsportalen versteckt vorkommen kann.Wer in Reiseblogs sorgfältig liest, wird schnell herausfinden, ob da nicht doch was dahintersteckt, was von Reiseveranstaltern beeinflusst wurde, z.B. eine Kreuzfahrt. Letztendlich muss aber jeder selbst entscheiden, wie er verreist, zu welchem Ziel er will und was er dort sehen will.

Oliver schreibt ziemlich wertungsfrei, dazu ist sein Blog recht interessant gestaltet, 2 Gründe, sein Blog zu verlinken. Away & Abroad ist ab sofort bei mir in der Rubrik „Lifestyle“ zu finden.

Weihnachtsmarkt auf See?

Es gibt wohl nichts, was es nicht gibt auf Kreuzfahrten. Für vieles, was die Reedereien auf ihren Schiffen anbieten, braucht man nicht viel Geld für eine Kreuzfahrt auszugeben. Das kann man in einem Cluburlaub in Spanien billiger haben.

Was ich jetzt gelesen habe, ist nach meiner Meinung völlig hirnrissig und unnötig: Ein Weihnachtsmarkt auf See. Vermutlich dudeln da den ganzen Tag auch Weihnachtslieder.

Ich kann nur hoffen, dass TUI-Cruises den Trend nach immer neuen spektakulären Attraktionen nicht mitmacht. Weniger ist manchmal mehr.

4 Jahre + 18 Monate

Am Hariksee
Heute auf den Tag genau vor einem Jahr bin ich das letzte Mal nach Mönchengladbach gereist, seinerzeit zusammen mit Bernd anlässlich der Taufe unsere jüngsten Familienmitglieds Marit. Lange schon wollte ich wieder die kleine Familie wieder besuchen. Aber dann kamen die Probleme mit meiner Mutter dazwischen, also der Uroma der beiden Töchter Ida und Marit von Oliver und Sabrina, ausserdem die langwierige Erneuerung meines Esszimmers und dann unser letzter Urlaub. Aber jetzt passte es und am Dienstag voriger Woche machte ich mich mit der Bahn auf den Weg.

Die vierjährige Ida hatte sich auf mich gefreut und doch war sie anfangs etwas schüchtern. Na, was will ich erwarten wenn ich sie so selten sehe, zuletzt im Sommer anlässlich eines gemeinsamen Besuchs bei meiner Mutter im Seniorenheim. Marit, 18 Monate alt, klammerte sich mit einem ängstlichen Gesichtsausdruck an die Beine ihres Papas als ich mich in die Hocke setzte. OK, lass sie erstmal in Ruhe, das wird schon noch. Beim gemeinsamen Abendessen wies Marit mir dann schon den für mich vorgesehen Platz am Tisch zu. Sie schaute mich an und tippte dann mit einem ihrer Zeigefinger auf den Stuhl – so süß!

Während Ida morgens im Kindergarten war, hatte ich Gelegenheit, mich ein wenig mit Marit zu beschäftigen. Und es wurde immer ein wenig besser. Am letzten Abend zog sie plötzlich an meinem Bein während sie der Küche zustrebte. Was war passiert? Ich schaute wohl etwas hilflos drein. Marit hatte aus der Küche den Piepton vom Herd gehört, das Zeichen, dass der Auflauf fertig war. In der Sitzecke in der Küche wies sie mir wieder meinen Platz zu. Sie isst zwar weitgehend selbsständig mit einer kleinen Gabel, aber ab und zu muss man halt mal ein wenig nachhelfen. Marit ließ es sich gefallen, dass ich ihr auch ab und zu mal einen Bissen mit der Gabel in den Mund schieben durfte. Hach, der Opa war ganz stolz und glücklich.

Am Mittwoch hatten wir einen Ausflug zum Hariksee gemacht. Erst gab es Eis für Alle bei Tino. Oft ist es ja so, dass die Abbildungen in der Eiskarte mehr versprechen als das, was dann tatsächlich serviert wird. Bei Tino scheint es, dass die Portionen tatsächlich noch viel größer sind als wie sie in der Karte aussehen. Es war überwältigend und es schmeckte phantastisch gut.

Bei einem Spaziergang am idyllischen See versuchten wir, einen Teil der Kalorien wieder zu töten. Vermutlich war es nur ein ganz geringer Teil, der sich da wieder verdünnisierte. Die Portionen waren wirklich umwerfend groß.

Mit Ida sammelte ich Eicheln und Steinchen, die sie dann in die zahlreichen kleinen Gewässer werfen konnte. An einer Stelle ging ich mit ihr über einen Trampelpfad wie durch einen Urwald an das Seeufer, für Ida schien das ein wenig abenteuerlich zu sein, aber es machte ihr Spaß.

Zum Abendessen kehrten wir im Notre’s am Inselschlösschen ein. Griechisch-Mediterrane Küche wird dort angeboten. Aufgrund der exklusiven Lage direkt am See hatten wir aber nicht mit solchen Mengen gerechnet, die uns serviert wurden. Wir haben unsere Portionen nicht geschafft. Übrigens essen Kinder bis zum Alter von 7 Jahren kostenlos Gerichte von der Kinderkarte. Wo gibt’s denn sowas?!

Freitag war dann Abschied angesagt. Oliver und ich holten Ida vom Kindergarten ab und von dort ging es zum Bahnhof. Auf dem Weg dorthin musste ich erstmal Lutschtabletten gegen meinne Halsschmerzen kaufen.

Die Heimfahrt mit der Deutschen Bahn verlief problemlos und pünktklich. Man hört und liest ja so viel, und gerade am Freitag hatte ich so meine Bedenken. Aber alles war gut!

Ich hoffe sehr, dass es nun nicht wieder 1 Jahr dauert, bis ich mich auf den Weg nach NRW mache. Wenn nichts dazwischen kommt, wird es ganz sicher früher werden, immerhin habe ich jetzt eine Bahncard.

Nachwachsende Nahrung


Freunde von uns sind auf Weltreise, nicht als Pauschalreisende mit QM2 in 120 Tagen um die Welt, auch nicht mit einem Flugzeug mit vorherbestimmten Aufenthalten. Nein, sie sind als Rucksacktouristen unterwegs, oder wie man heute wohl sagt: Als Backpacker.

Es gibt wohl einen roten Faden, also Länder und Orte, die sich sich ausgesucht haben. Spontan wird dann entschieden, wie lange sie wo bleiben. Ihr erstes Ziel war Kuba. Von dort ging es nach Mexico und jetzt sind sie in Ecuador eingetroffen. Für ihre große Freundesschar haben sie ein Reiseblog eingerichtet. Wir Daheimgebliebenen können also an ihren Erlebnissen und Eindrücken teilhaben. Da das Blog viele persönliche Bilder beinhaltet, werde ich es hier nicht verlinken. Vielleicht bietet sich ja mal die Möglichkeit einer Kontaktaufnahme um nach einer Genehmigung dafür zu fragen.

Heute habe ich aber einfach mal ein Bild aus dem Reiseblog „geklaut“ weil ich meinen Leserinnen und Lesern etwas berichten möchte, was für Europäische Verhältnisse ziemlich gewöhnungsbedürftig ist. Es geht um die niedlichen kleinen Fellknäuel, nämlich um Meerschweinchen. Hierzulande werden sie als Haustiere in Käfigen gehalten. Sie haben einen Namen und sie werden geknuddelt, sie sind putzig anzuschauen.

Auf einem Ausflug zum Vulkan Quilotoa machte der Guide einen Stopp bei einer Familie in den Bergen, die in einer Hütte aus Lehm und mit einem Grasdach lebt. Es gibt einen Stall mit Meerschweinchen und Hasen. Und selbst auf dem Boden der Hütte wuseln die Meerschweinchen umher. Die „Meerschweinchenzucht“ dient nicht etwa dem Export nach Deutschland um hier Kinder zu erfreuen, nein, sie dienen der nachhaltigen Ernährung der armen Menschen in den Bergen von Ecuador. Diese Menschen müssen sich keine Sorgen machen, an Hunger zu leiden. Die kleinen Dinger rammeln ja wohl ständig und sorgen für regelmäßgen Nachwuchs.

Na ja, ist wohl nicht viel dran an so einem Tier. Für eine Großfamilie mit Oma, Opa, Vater, Mutter und 3 Kindern reicht wohl ein Meerschweinchen nicht um satt zu werden. Aber was solls, es gibt ja ständig Nachschub. Und aus den Fellen kann man wärmende Kleidung klöppeln oder die Hütte damit auskleiden damit es hoch oben in den Bergen warm darin bleibt.

Bisher haben unsere Freunde noch kein Meerschweinchen gekostet, aber sie sind wohl nicht abgeneigt, es zu probieren. Ich vermute mal, dass es ähnlich schmeckt wie Hühnchen oder Kaninchen. Das Fleisch von Krokodil oder Schlange soll ja auch so schmecken. Wobei ein Meerschweinchen für ein Krokodil oder für eine Schlange wohl nicht mehr als ein kleiner Snack ist, Fingerfood sozusagen.