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Das ist uncool

Eine Modemarke mit dem Vornamen Tom macht derzeit Werbung im Radio. Drei Schlagworte sind mir darin aufgefallen, obwohl ich Radiowerbung meistens nur im Hintergrund höre, mit anderen Worten: Ich höre gar nicht richtig hin. Der Nachname ist übrigens Schneider! Aber das ist ja langweilig.

Es geht um die Ausdrücke „keyprodukt“, „cool“ und „umstylen“. Allein das Wort „keyprodukt“ ist schon total blödsinnig weil der zweite Worteil Deutsch ausgesprochen wird, deshalb habe ich es auch mit „k“ geschrieben. Also entweder ist es ein „Schlüsselprodukt“ oder ein „keyproduct“. „cool“ – na ja, geht so gerade. Aber dann kommen wir zum „umstylen“. Das ist auch wieder so eine Melange aus Deutsch und Englisch. Hört sich eigentlich in der Chefetage mal jeman an, was da für ein Mist verzapft wird? Oder sehen die Chefs das genau so und sind davon überzeugt?

Irgendwas von dieser Marke habe ich auch im Kleiderschrank. Mir ist es eh egal, was da für ein Etikett ein- oder aufgenäht ist, die Hauptsache, es gefällt mir und der Preis ist akzeptabel.

Die Wut auf Paketdienste

Vor 2 Wochen ist es das erste Mal geschehen: Eine ankündigte Sendung befand sich mit dem Paketdienst DPD „in Zustellung“, ich war zu Hause und wartete, dass es klingelt. Über den Link zur Nachverfolgung musste ich plötzlich lesen, dass ich vor 10 Minuten nicht angetroffen worden bin und eine Benachrichtigung erfolgt sei. Im Briefkasten fand ich natürlich keine Benachrichtung, hatte ich auch nicht erwartet. Da hatte es doch glatt ein Zusteller von DPD nicht für notwendig erachtet, in diese Straße überhaupt hineinzufahren.

Natürlich, was will man auch anderes erwarten, hat DPD nur eine kostenpflichtige Hotline, aber auch die Möglichkeit, sich über ein Kontaktformular an DPD zu wenden, was ich dann umgehend tat und mich beschwerte, mit dem Hinweis, dass ich den Absender der Ware ebenfalls informieren werde. Umgehend erhielt ich eine automatisch generierte Nachricht, dass man sich um mein Problem kümmern werde.

Dann informierte ich den Absender, auch da erhielt ich erstmal eine automatische Antwort. Nachmittags gegen 15 Uhr informierte mich der Absender, dass die Sendung heute noch zugestellt werden würde. 10 Minuten später klingelte es: Ein sachlich-mürrischer Zusteller überreichte mir das Paket, ohne dass ich etwas unterschreiben musste. Na, dem hatte man ja wohl mal die Hammelbeine langezogen.

Ende letzter Woche bestellte ich wieder was online, 2 Absender – 2 Paketdienste: DPD und GLS. Die Zustellung war jeweils für gestern, Montag angekündigt. Die Sendung per DPD war den ganzen Tag „in Zustellung“, die Sendung per GLS wurde um 10:22 Uhr im GLS-Zentrum eingelagert und wird am „neu vereinbarten Termin zugestellt. Mich hatte man gar nicht gefragt, mit mir hat man nichts vereinbart.

Heute morgen, ca. 10:00 Uhr, es klingelt: DPD brachte die erste Sendung. Wow, toll, das hat dann ja heute geklappt. Sekunden später eine Email von DPD: Ihr Paket ist da. Toll, als wenn ich das nicht wüsste, hab das ja schon mal ausgepackt. Muss ich DPD jetzt dankbar sein? Also es geht doch!

11:38 Uhr eine Mail von GLS: „Das Paket konnte leider nicht an die gewünschte Adresse zugestellt werden.“ -ohne Angabe von weiteren Gründen. Huch! Ich loggte mich in die Sendungsverfolgung ein. Da stand dann, dass ich angeblich nicht angetroffen wurde. Da passiert mir mit GLS das Gleiche, was mir letztens mit DPD passiert ist. Ich könnte die Wände hochgehen.

Und was macht der unzufriedene Kunde: Er schreibt sofort an GLS und an den Absender.

Das hat auch hier was geholfen: Um 12:45, während ich diesen Artikel schreibe, klingelt es, mir wurde die Sendung gebracht! Als ich zurück am Rechner bin, habe ich eine Mail vom Absender: Man geht davon aus, dass heute ein 2. Zustellversuch unternommen wird. Inzwischen ist auch die Nachricht von GLS eingetroffen, dass ich ein Paket bekommen habe.

Viele Kunden haben ja ähnliche Problme mit DHL. Das kann ich ganz und gar nicht bestätigen. Der DHL-Zusteller ist sehr nett, gibt Sendungen auch bei Nachbarn im Haus ab und hinterlässt eine Benachrichtung im Briefkasten. Besser geht es nicht!

Auch mal untenrum gucken

Mutter gelüstete es nach Lakritz. Im meterlangen Regel des Supermarktes schaute ich, was ihr denn gefallen könnte. Ich fand dann was „unter den üblichen Verdächtigen“, was ich dann auch in den Einkaufskorb beförderte.

Wie ich noch so das Angebot abschritt, gewahrte ich ganz unten, wirklich im untersten Korb des Regals, recht interessante Sorten eines mir bisher unbekannten Anbieters, Rexim. Da wir beide gern Lakritz mögen, packte ich eine Tüte Salmiak Rocks in das Einkaufskörbchen. Die durchsichtige 400-Gramm-Tüte ziert ein schlichtes unscheinbares Logo (Tüte ist eh besser als eine Plastikdose). Da ich, wie fast meistens, ohne Brille unterwegs bin, konnte ich nichts weiter entziffern. Egal, wird schon passen.

Zu Hause besah ich mir erstmal etwas genauer, was ich da gekauft hatte. Als erstes studierte ich die Inhaltsstoffe. Na ja, man kennt das und hat das alles schon mal bei anderen Produkten gelesen. Deshalb gehe ich nicht näher darauf ein. Ich achte meistens eh nicht darauf, was drin ist, die Hauptsache, es schmeckt. Dann entdeckte ich, dass die Firma Rexim ihren Sitz in Flensburg hat. Also das ist doch mal was: Lakritz aus der Region, wobei der Begriff Region von mir sehr weitläufig ausgelegt wird, wohnen wir doch ganz im Süden von Schleswig-Holstein, an der Landesgrenze, die hier von der Elbe markiert wird. Flensburg dagegen liegt ganz im Norden an der Grenze zu unserem Nachbarstaat Dänemark. Aber nett ist es doch allemal, ein Produkt aus dem eigenen Bundesland zu kaufen.

Und der Geschmack der Salmiak Rocks? Wahrlich, die Dinger rocken! Das ist Lakritz, welches auch nach Lakritz schmeckt, herzhaft-pikant würde ich die Geschmacksrichtung bezeichnen, genau das, was ich schon lange gesucht habe. Die Füllung besteht auch aus einer Lakritzmischung, die etwas milder ist als die Hülle. Der Geschmack bleibt noch ziemlich lange im Mund nachdem man das Röllchen in den Magen befördert hat. Man hat also etwas länger was davon. Wie heisst es so schön: Das Gute liegt so nah – auch wenn es manchmal untenrum zu finden ist.

Du oder Sie?

You can say you to me! – Dieser Spruch wird Helmut Kohl zugeschrieben, der ja bekanntermaßen ein recht stümperhaftes Englisch spricht. Vermutlich hat er das nie so gesagt. Gesagt haben könnte das auch Heinrich Lübke, der zweite Deutsche Bundespräsident. Ihm werden ja auch so manche Sprüche nachgesagt. Ich wollte damit jedenfalls sagen, dass es in der Englischen Sprache das „Sie“, so wie wir es kennen, nicht gibt.

Als ich vor 23 Jahren in der Firma anfing, in der ich bis zur Rente tätig gewesen bin, wurde mir sofort das „Du“ angeboten, allen voran von den beiden Geschäftsführern. Gut, wir waren eine kleine Truppe von 9 Mitarbeitern inklusive der Geschäftsführer und Prokuristen. Zu der Zeit war es jedenfalls noch ziemlich unüblich, das intime „Du“ zu verwenden. Trotzdem hatten wir, die ganz normale Arbeitnehmer waren, Respekt vor der Geschäftsleitung.

In Telefonaten mit ganz Europa war es üblich, uns mit Vornamen anzureden. Und ja, teils kam es da schon mal zu ziemlich kontroversen Diskussionen. Einzig bei Telefonaten und im Schriftvekehr mit den Kapitänen wurde das distanzierte „Sie“ noch verwendet. Wobei das bei der Reederei, in der ich vorher gearbeitet habe, auch nicht mehr benutzt wurde.

Vor 41 Jahren lernten meine Frau und ich im Urlaub ein Ehepaar aus Dänemark kennen, welche so alt waren wie unsere Eltern. Es ergab sich eine jahrelange sehr schöne Freundschaft mit gegenseitigen Besuchen mehrmals im Jahr. Evald, unser Freund, der ein recht gutes Deutsch sprach, erklärte uns, dass in Dänemark, ganz offiziell das „Sie“ abgeschafft worden ist, auch zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern. Ich glaube, die Dänen duzen sogar ihre Königin.

Ich erinnere mich an meine früheste Kindheit: Wenn meine Eltern Leute kennenlernten „siezte“ man sich, das gehörte sich schließlich so. Wenn sich dann ein längerer Kontakt ergab, ging man nicht einfach zum „Du“ über, nein, daraus wurde ein richtiger Akt gemacht, das Brüderschaft trinken, ein seltsamer Brauch: Mit einem Glas Schnaps, Bier – oder was man gerade so trank – in der Hand hakte man sich gegenseitig die Arme umeinander und jeder sagte seinen Namen (Ich heiße Paul!) den alle eh schon wussten. Dann trank jeder mit umeinanander gehakten Armen aus seinem Glas und dann küsste man sich noch auf die Wange. Ab jetzt durfte man sich mit „Du“ anreden, was manchmal schwierig war weil man sich an das „Sie“ doch gewöhnt hatte.

Wie locker ist das doch heute geworden. Wir haben hier in der kleinen Stadt an der Elbe viele nette Menschen kennengelernt. Als wir uns irgendwann mal bei irgendwem das erste Mal begegnet sind, haben wir uns selbst gegenseitig vorgestellt: Ich heiße Bernd! – und gut war’s. Letztens, auf der Silberhochzeit von Freunden trafen wir wieder neue Leute. Sie? Nee, es ging gleich zum Du. Ich habe da auch überhaupt keine Hemmungen

Aufgrund meiner beruflichen Tätigkeit fällt es mir ziemlich schwer, überhaupt das „Sie“ zu benutzen, meist versuche ich irgendeinen Spagat wenn ich Menschen in meinem Umfeld anspreche. Es ist auch eine Frage des Gegenübers, wie locker oder wie distanziert die Menschen drauf sind. Das „Sie“ wird immer mehr verschwinden. Trotzdem kann man seinen Mitmenschen mit Respekt begegnen und trotzdem kann man unterschiedliche Meinungen im Geschäftsleben miteinander diskutieren.

Wie komme ich denn nun auf dieses Thema? Die FAZ hat darüber geschrieben.

Es wird noch Jahre dauern, bis das „Sie“ im Sprachgebrauch verschwunden sein wird. Besonders die Älteren Mitmenschen können sich das sicher nicht mit anfreunden. Aber es wird eines Tages soweit sein, da bin ich mir sicher.

Immer dabei


Manchem mag meine Anhänglichkeit zu Mein Schiff 1 ja übertrieben erscheinen. Ich bin aber nun mal, und das seit frühester Jugend, irgendwie dem Wasser sehr verbunden. Und es wird mir auch nicht langweilig, stundenlang irgendwo zu stehen oder zu sitzen und auf das Wasser zu schauen, wo es ausser Wasser und Wellen auch übherhaupt gar nichts zu sehen gibt.

Seit unserer ersten Kreuzfahrt auf Mein Schiff 1 habe ich zu diesem Schiff eine besondere Bindung entwickelt. Nicht umsonst haben wir mit diesem Schiff noch drei weitere Reisen unternommen. Ob ich diese intensive Bindung auch zu unserem nächsten Schiff, Mein Schiff 6, haben werde, bleibt abzuwarten.

TUICruises ermöglicht seinen Fans, dem Stammpublikum und anderen interessierten Menschen, die Schiffe wer Webcam auf den Reisen zu begleiten. Nachdem ich morgens die üblichen Seiten durchstöbert habe, widme mich der Seite, auf welcher die Momentaufnahmen der Flotte zu sehen sind. Manchmal, wenn die Schiffe auf dem Weg zum nächsten Hafen sind, ist nur Wasser zu sehen. In anderen Fällen liegt ein Schiff an einer Pier, günstigsten falls in einem Hafen, in dem wir auch schon gewesen sind.

Als ich heute Morgen die Seite öffnete, sprang mir förmlich die Momentaufnahme der Webcam von Mein Schiff 1 entgegen: Das Schiff auf dem Tejo kurz vor der Ponte 25 de Abril, dahinter im Dunst die aufgehende Sonne. Der Zeitraffer, der den Verlauf der letzten 12 Stunden im 10-Minuten-Takt zeigt, offenbarte die Ortszeit 07:10 Uhr. Welch ein Moment, vermutlich von vielen Passagieren um diese Uhrzeit noch unbeachtet.

Liebe Leserinnen und Leser, dass die Webcam einen wirklich tollen Moment eingefangen hat, ist unbestreitbar. Meine Begeisterung mögt ihr vielleicht mit einer fahrigen Handbewegung abtun: Er wieder! Tja, aber so bin ich nun mal. Und an dieser Aufnahme hängen Erinnerungen, auch wenn wir nicht im Sonnenaufgang die Ponte 25 de Abril passiert haben. Beeindruckend ist die Passage aber allemal.

Vielleicht das letzte Mal?

In dieser Zeit des Jahres muss man sich fast täglich fragen: War es das für diesen Sommer?

Heute Vormittag bin ich zum Möbelhaus nach Buchholz gefahren um endlich die Stühle für unser neues Esszimmer zu bestellen. Wegen diverser Baustellen auf den Autobahnen und Sperrungen derselben habe ich mir eine Strecke „über die Dörfer“ ausgesucht: Drage – Winsen – Maschen – Hittfeld – Buchholz. Beim Start heute Morgen war es eher kühl mit 15 Grad. OK, ich hätte Sitz- und Nackenheizung anstellen und offen fahren können, aber der Sinn stand mir nicht danach. Ca. 20 km weiter, in Winsen, dort wo die Chinesen ihre Luhe haben, zeigte das Thermometer 17 Grad und die Sonne schien vom dunstigen Himmel. Bei nächster Gelegenheit fuhr ich rechts ran und „machte offen“. Herrlich, aber immer mit dem Hintergedanken: Wie oft noch in dieser Saison?

Auf der Rückfahrt machte ich dann sogar „extrem offen“, d.h. ich fuhr die Seitenscheiben runter. Bei einer Geschwindigkeit von meistens 70 km/h lässt sich das auch bei 22 Grad gut aushalten.

Heute Nachmittag steckte ich die Nase mal raus und testete, wie warm es denn auf der Terrasse ist. Der Wind hatte gedreht auf Süd-West statt Nord-Ost, was bedeutet, dass der Wind relativ warm ist. Flugs holte machte ich es mir auf der Terrasse mit meinem Kindle gemütlich, dazu ein Gläschen Cardenal Mendoza, und das warme Wetter genießen. Das Basilikum neben mir verströmte einen wunderbaren Duft, im Hintergrund plätscherte der Brunnen leise vor sich hin, auf der Terrasse knisterte das trockene Laub im Wind.

Das letzte Mal in dieser Saison? Wer weiß das schon? Wenn man das Glück hat, die Gelegenheiten zu nutzen, sollte man das tun und andere Dinge, die erledigt werden müssten, einfach ignorieren. Der bevorstehende Winter ist noch lang genug um das zu tun, was liegengeblieben ist.

Kürbistag


Das Seniorenheim, in dem meine Mutter wohnt, liegt am Rand eines kleinen Stadtteils von Lübeck, der heute ein reines Wohngebiet ist. Es gibt dort nichtmal einen Laden, in welchem man seine Dinge für den täglichen Bedarf kaufen kann, kein Supermarkt, kein Tante-Emma-Laden, nichts. Früher, also ganz früher, war Israelsdorf ein Gutshof, welcher vor vielen Jahren sozusagen zerschlagen wurde. In den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts begann die Besiedlung mit Einfamilienhäusern.

Ein Überbleibsel des einstigen Gutshofes ist ein Bauernhof, auf welchem schon seit Generationen im Herbst ein Kürbisfest gefeiert wird. Der Hof liegt direkt neben dem Seniorenheim. Als ich gestern meine Mutter besuchte, sah ich aus dem Zimmerfenster eine kleine Ecke, die für das heutige Kürbisfest vorbereitet war. Ich schnappte mir Mutter in ihrem Rollstuhl und schob sie die wenigen Schritte dorthin, die vielen Kürbisse anzuschauen, die dort dekorativ aufgeschichtet waren. Der Blickfang ist eine Giraffe aus einem Drahtgeflecht, in welches ganz viele kleine Kürbisse umschließt.

Ich denke, dass heute sehr viel Betrieb sein wird in dem sonst eher ruhigen und beschaulichen Stadtteil. Das Wetter spielt mit, wie ich das von hier aus beurteilen kann. Im Gartencafé Landschätzchen, auf der anderen Seite des Heimes, werden die Inhaber sicher gut zu tun haben. Es ist auch wirklich schön dort.

Der letzte Sommerbote?


Es waren zwei als ich in die Küche ging und mein Blick auf die Terrasse fiel. Bevor ich die Kamera geholt und eingestellt hatte, war einer weg.

Noch, am Mittag des 16. September 2016, ist es warm. Aber der Himmel ist nicht mehr klar. Eine Unwetterwarnung wird über das Radio verbreitet. Und wenn das dann vorbei ist, war’s das vermutlich mit dem Sommer 2016.

Sehr schön und gefühlvoll hat Maximilian Buddenbohm in seinem Blog Herzdamengeschichten über letzten Spätsommerabende gechrieben, bitte unbedingt über die Kippwoche lesen!

Weihnachten naht!

Es ist soweit: Heute habe ich die ersten Paletten mit Weihnachtsgebäck in einem Supermarkt entdeckt. Die stehen zwar noch etwas schamhaft versteckt, so hintenrum, nicht direkt am Hauptgang, aber die ersten Lücken sind schon drin. Da haben also schon Käufer zugegriffen – und das bei sommerlichen 30 Grad. Pervers!

Oder sollten das etwa Hamsterkäufe sein? Man weiß ja nie, ob es zu Weihnachten noch Lebkuchenbrezeln gibt!

Elbfest 2016


Geesthacht, die kleine Stadt an der Elbe, in welcher wir uns vor 9 Jahren niedergelassen haben – alle 2 Jahre findet auf dem „Roten Platz“, der eigentlich Menzerwerftplatz heißt, das Elbfest statt. In anderen Städten heißt das dann Stadtfest. Da aber der Rote Platz direkt an der Elbe liegt, heißt es hier dann eben Elbfest. In diesem Jahr fand des Fest im Rahmen des 800-jährigen Stadtjubiläums statt.

Sonntagabend trat der Stargast auf, Max Giesinger. Der Rote Platz war gut gefüllt. Max versuchte, Stimmung zu machen. OK, mit zunehmenden Bierkonsum der zahlreich erschienen Zuschauer, gelang ihm das auch. Sein Hit, mit dem er bekanntgeworden ist, „80 Millionen“, lockte das Publikum dann auch aus der Reserve. Aber an den Auftritt von Marlon Roudette auf dem Roten Platz im Juli kommt seine Performance nicht heran.

Wir trafen uns mit ein paar Freunden zu einem netten Abend. Auch Nachbarn aus dem Elbe-Penthouse waren dort und lauschten mit ihrer Tochter, die Thomas zwecks besserer Sicht kurzeitig auf seine Schultern nahm, dem Gesang.

Nach dem Höhenfeuerwerk, gesponsert von der Firmengruppe Famila, die in der kleinen Stadt an der Elbe einen Supermarkt betreibt, gab es noch ein paar Zugaben des Stargastes.

Das Wetter an diesem Abend, wie überhaupt an den 3 Tagen des Elbfestes, hätte nicht besser sein können. Ein lauer Spätsommerabend sorgte für eine sehr angenehme Stimmung an diesem letzten Abend des Festes.

Da wir nur ca. 400 Meter vom Veranstaltungsort entfernt wohnen, ist es nicht immer angenehm, die Musik und die Kommentare für das Geschehen zu hören. Es ist manchmal schon recht laut. Und wie uns berichtet wurde, war es bis an den Orsteingang zu hören. Aber das ist nun mal so und das ist ja nicht jedes Wochenende.

Und warum heißt der Menzerwerftplatz im Volksmund Roter Platz (der ist doch in Moskau)?: Weil der Platz mit einem roten Belag versehen worden ist, wie eine Aschenbahn auf einem Sportplatz, der ganz fürchterlich staubt wenn’s trocken ist. Und im Toilettenwagen, wo es eher feucht ist, denkt man, es wäre Blut auf dem Boden weil die müssenden Herren den roten Staub hineinbringen und dann nicht nah genug an das Urinal treten.