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Was gestern war


Seit langem war gestern ein sonniger Tag mit viel blauem Himmel. Auch wenn es recht kalt war, war die Sonne stark genug, um hier und da ein wenig die Schnee- und Eisreiste anzutauen. Das sorgte für ein paar kleine Eiszapfen an unserem Futterhäuschen, welches zurzeit stark besucht wird.

Das Wetter heute vergessen wir lieber. Starker Ostwind treibt dünne Schneeflocken vor sich her. Aber Besserung ist in Sicht: Ab dem kommenden Wochenende soll es ja wärmer werden.

Von unserem Esstisch haben wir das Futterhäuschen auf der Terrasse im Blick. Zusammen mit den vielen Vögeln verzehrten wir unser Sonntagsessen mit viel Scharf, nämlich Hunan Beef. Als wir das zum ersten Mal zubereitet haben, gab es kein Foto. Gestern haben wir eins gemacht:

Im Gegensatz zu den Ingredentien ist das Foto zum Teil unscharf. Alles Scharf wird eine Weile in heissem Öl gesiedet, bis der Knoblauch leicht braun wird. Man kann erkennen, dass das Öl brodelt und Blasen wirft, deshalb diese Unschärfe. Ein professioneller Foodblogger hätte das wohl besser hinbekommen.

Das fertige essen sieht eher unspektakulär aus. Das bunte Scharf vermischt sich mit der Sauce und dem Fleisch und ist im Wok gar nicht mehr zu erkennen. Egal, ich sag ja immer: Das ist nicht zum Angucken, Hauptsache es schmeckt. Und das tat es!

Klingeltag

Im Moment habe ich nachts eine längere Wachphase. Man kennt das: Gefühlt schläft man nicht, aber irgendwie döst man doch, so eine Halbwach-, Halbschlafphase. Als Rentner stört mich sowas nicht, ich schlaf dann eben morgens bis ich, hoffentlich, aufwache. Das war heute gegen 7 Uhr der Fall. Die Blase drückte, ich fühlte mich aber nicht wirklich wach, also legte ich mich nochmal in die Pfühle als das erledigt war.

Als ich dachte, ich hätte genug geruht, stand ich auf. Glinda sass schon vor der Tür zum Bad und wartete auf mich. Ich hatte gerade den Verschluss der Zahnpastatube geöffnet, fummelte das Telebim. Langsamen Schrittes begab ich mich zur Ladestation. Auf dem Display war eine Handynummer zu sehen. Erst zögerte ich, dann nahm ich das Gespräch aber an „Hallo!?>“. Bei unbekannten Nummern melde mich mich nie mit meinem Namen.

Es war der Mann vom Transferservice, der uns Ende März für unsere Kreuzfahrt zum Flughafen fahren sollte, was ich schon storniert hatte. Ihm waren seine Emails durcheinandergeraten. Wir hatten mehrmals Kontakt per Email da sich die Flugzeiten geändert hatten. Man wollte jetzt nochmal abklären. Ich erklärte, dass ich das ja schon storniert hatte weil wir die Reise aus gesundheitlichen Gründen absagen mussten. Ich erzählte auch warum. Alles war ok.

Ich putzte wie geplant meine Zähne und erledigte danach mein morgendliches Duschbad. Gerade hatte ich das Handtuch in den Händen um mich abzutrocknen, als es von der Haustür klingelte. Jetzt hatte ich keine Eile. Vielleicht hätte sich ja jemand an meinem nackten Körper erfreut, oder die Person wäre schreiend davongelaufen. Egal, ich öffnete nicht. Wir erwarten heute zwar noch zwei Lieferungen, aber dafür wäre es noch zu früh, es war mittlerweile kurz nach 8 Uhr.

Im Pausenchat mit meinem Schatz fragte ich, ob er eine Nachricht wegen nichtmöglicher Zustellung bekommen hätte. Hatte er nicht, beide Sendungen waren noch offen.

Gegen 11 Uhr klingelte es von der Haustür. Am Bildschirm des Türöffners sah ich eine Person, den Uniformfarben nach war es Hermes. Ich drückte den Türöffner, die Person entfernte sich aber wieder. Nun ja, Hermes hatten wir auch nicht erwartet, aber für die Nachbarn im Haus nehmen wir immer was an. Vorsichtshalber fuhr ich mit dem Lift nach unten. Wir hatten keine Benachrichtigung im Briefkasten, abgelegt war auch nichts. Die Götterbotin hatte sich wohl verdrückt am Klingeltableau.

Zweimal wird es heute also noch klingeln. Ein Päckchen kommt mit der Briefpost. Das muss persönlich abgegeben werden. Dann kommen noch die kriegerischen Weiber, die Arbeitgeberinnen meines Mannes, und liefern eine Bestellung. Es bleibt also weiterhin geschäftig. Sehr selten sowas.

Ärgerlich

Nach Tagen grauen Graus ist das Draussen heute widererwarten recht freundlich, sogar sonnig. Unter normalen Umständen wäre ich heute mal an die Elbe gegangen um zu schauen, wie das Eis gen Wehr fliesst. Aber die Umstände sind eben leider nicht normal.

Ich könnte mich mit Schmerztabletten vollstopfen. Aber das würde nicht helfen, wenn meine Beine versagen und ich keine Möglichkeit hätte, mich kurz irgendwo anzulehnen bzw. mich kurz hinzusetzen. Es sind immer nur kurze Momente, dann geht es wieder. Ich habe aber keine Lust, irgendwo im Dreck zu liegen. Also bleib ich schön zu Hause und guck aus dem Fenster und freu mich, dass es heute recht freundlich aussieht.

Aber ich habe mich aktiv betätigt indem ich mich mit meinem Tablet beschäftigt habe. Eigentlich ist das so ein Ding, was nur wenige Tage im Jahr benutzt wird, nämlich dann, wenn ich im Sommer auf der Terrasse sitze. Dann muss ich mich jedes Mal damit auseinandersetzen und suchen, wo ich was finde. So ein Tablet ist zwar ein Computer, ist aber anders aufgebaut als ein PC und noch anders als ein Handy.

Demnächst wird das Tablet ja Teil meiner Unterhaltungsmedien im Krankenhaus sein. Die meiste Zeit werde ich mich zwar mit dem E-Reader beschäftigen, also lesen. Aber ich möchte ja nicht von der Welt ausserhalb der Anstalt abgeschnitten sein. Das Handy wäre ja auch noch da, aber das ist mir alles zu fitzelig.

Heute habe ich erstmal ein Email-Programm und einen Passwortmanager installiert. Insta war schon drauf, WhatsApp brauch ich noch dringend und WP. Ich muss meine geschätzte Leserschaft ja wissen lassen, wie es mir geht.

So hat man also sein tun wenn man an die Wohnung gebunden ist.

Der lange Samstag

Früher gab es den „Langen Samstag“ im Einzelhandel einmal im Monat. Da waren die Geschäfte bis 18 Uhr, vielleicht auch länger, geöffnet, statt um 13 Uhr, spätestens um 14 Uhr die Schotten dichtzumachen. Montag bis Freitag schlossen sich die Tore um 18 Uhr. Heute ist das Geschichte. Das kann sich niemand mehr vorstellen. Der lange Samstag ist genauso lang wie die anderen Wochentage, es gibt keinen Unterschied mehr, jedenfalls in den grösseren Städten.

Hier in der kleinen Stadt an der Elbe, die nun durch die Eisberge auf der Elbe auch in China und Neuseeland bekannt ist, ticken die Uhren anders. Da kocht jeder sein eigenes Süppchen. Es gibt Geschäfte, die schliessen samstags am frühen Nachmittag, andere später. Nur der Lebensmittelmarkt hat länger auf. Ich weiss nicht, wann da die Pforten geschlossen werden. So spät haben wir keine Lust, unsere Einkäufe zu erledigen.

Ich meine aber ganz etwas anderes wenn ich vom langen Samstag rede. Es ist der Samstag, an dem mein Schatz Dienst hat, jede zweite Woche. Die Schicht beginnt um 10:30 Uhr und endet um 19:15 Uhr. Das ist für mich soooooo ein langer Tag bis ich meinen Liebsten wieder in die Arme schliessen kann, nämlich so kurz vor 20 Uhr.

Ca. eine Stunde habe ich zurzeit zusätzlich zu überwinden. Ich fühle mich unsicher, die Beine könnten versagen und ich muss mich irgendwo für ein paar Minuten anlehnen. Deshalb gehe ich im Moment nicht allein raus. Samstags ist Wochenmarkt – fällt flach. Einkäufe im Lebensmittelmarkt – fallen flach. Alles, was wir benötigen, kaufen wir gemeinsam ein oder Schatz hält kurz auf dem Heimweg an und kauft Notwendigkeiten ein.

Was macht der Haushälter denn so während der Zeit? Er hält Haus, aus Gründen derzeit mit Pausen. Spülmaschine ausräumen, Müll runterbringen, sludern in’t Treppenhus mit der Nachbarin, Wein aus dem Keller holen, das Abendessen vorbereiten, Katzen füttern, Katzen begöschen, hier ein wenig wischen, dort mal eben mit dem Handdyson Katzenhaare aufsaugen. Wir haben zwar Helene Wischer, aber für den kleinen Dreck reicht der Handdyson. Die Katzen haben wieder Hunger.

Der aktuelle körperliche Zustand verlangt nach Pausen wenn der Rücken schmerzt und und die Beine mich nicht mehr tragen wollen. Wobei heute ein recht positiver Tag ist. Konnte einmal sogar auf den Lift verzichten.

Wenn Schatz seine Pause hat, whatsappen wir ca. 30 Minuten: Was machen die Katzen? Was gibt es neues? Hast du schon …? Und nach der Pause schau ich auf die Uhr: Immer noch fast 5 Stunden bis ich den Schlüssel im Schloss der Wohnungstür höre! Verdammt. Na, dann erstmal einen Espresso trinken, noch einen danach. Lohnt ja nicht, für ein Tässchen den Kaffeeautomat anzustellen.

Dann geht es ins Bad, Haare kürzen, Bart kürzen, Maniküre, Pediküre, man kennt das, und frau auch. Danach geht es in die Wanne. Welchen Badezusatz nehme ich heute? Ach, ich nehme wieder den gegen Muskelschmerzen.

Die Katzen haben wieder Hunger.

Immer noch 3 Stunden bis der Gatte nach Hause kommt. Was jetzt? Ach, ich könnte ja mal was im Blog schreiben, ein paar Kommentare beantworten, das Internet leerlesen. Rückengymnastik darf ich nicht vergessen. Ein paar Hundert Schritte auf dem walking pad für die Kondition, so ca. 20 Minuten. Ich schaue auf die Uhr …..

Die Katzen haben Hunger.

Wenn ich jetzt auf die Uhr schau, kann ich in ca. einer Stunde damit beginnen, das Essen langsam zu erwärmen. Es gibt eine griechische Fleischpfanne, da ist Ouzo dran! Dazu Reis, also Reis kochen. Und dann dauert es nicht mehr lange und mein Schatz ist endlich zu Hause.

Tja, so sieht mein langer Samstag aus. Hört sich an, als sei ich dauerbeschäftigt. Aber die Zeit, bis endlich die Wohnungstür aufgeht, ist sooooooo lang. Und der Abend ist auch nur kurz. Wir essen, reden, trinken Wein, reden. Nochmal kurz ins Netzt? Ein Digestif dazu? Jo. Und dann ist es 22 Uhr. Ein paar Seiten noch lesen, Licht aus. Gute Nacht! Küsschen und Kuscheln, die Augen fallen langsam zu.

Februar 2026


Dieses Foto von Elphie wird uns durch den Februar begleiten. Es ziert das Kalenderblatt für diesen Monat.

Elphie präsentiert sich in ihrer typischen Knuddelmichpose. Wenn sie irgendwo liegt und wir treten an sie heran, legt sie sich gleich auf die Seite und lässt sich den Bauch knuddeln, unsere Kleine.

Es schneit

Mal wieder. Man sieht es kaum, die kleinen Flocken sehen aus, als seien sie schon geschnitten. Fotos habe ich nicht. Jeder, der ein Fenster hat oder Dinge aushäusig zu erledigen hat, weiss, dass es schneit.

Wir sind so einen Winter gar nicht mehr gewohnt (gewöhnt?), will sagen, wir kennen das gar nicht mehr. Deshalb ist das Wetter gerade ungewöhnlich. In diesem Jahr haben wir sogar den Aussenanschluss für Wasser abgestellt. Tage mit Dauerfrost mit Temperaturen bis zu -10 Grad, das geht sogar ins Mauerwerk und könnte die dahinter liegende Wasserleitung einfrieren.

Nun ja, es ist Winter, da sollte man sich nicht über das Wetter beklagen. Wir sind verwöhnt von den Jahren mit milden Wintern, mit kaum Schnee. Zum Glück muss ich nicht raus. Bedauernswert sind diejenigen, die ihre Arbeitsstelle aufsuchen müssen, sei es mit dem eigenen PKW oder mit dem ÖPNV.

Die Vorhersage für den nächsten zwei Wochen ist nicht positiv. Immer wieder sollen Schneefälle mir die Laune verderben. Ich will das nicht, ich mag das nicht. Und ich will endlich wieder die Sonne sehen und nicht das trübe Grau(en).

Storno – aus gesundheitlichen Gründen


Die letzten Tage waren sehr quälend für mich. Wir haben uns am Wochenende dazu entschlossen die anstehende Reise zu stornieren und wenn möglich, die OP vorzuziehen.

Ich werde jetzt am 27.2. operiert. Ich hätte auch einen Termin am 17.2. haben können, aber in dem riesigen Krankenhaus UKAE. Das kleine Krankenhaus in Bergedorf kenne ich bereits von drei Aufenthalten, es hat mir sehr gut gefallen. Ausserdem ist es besser erreichbar.

Meinen Arzt hatte ich nochmal gefragt, ob wir die Reise am 27.3. antreten könnten. Seine Antwort, Zitat: „wäre m. E. zu kurzfristig und daher riskant bzgl. der Heilung.“ Die Flugdauer nach Teneriffa beträgt ca. 5 Stunden. Langes Sitzen nach einer Bandscheiben OP ist sowieso nicht angesagt. Also wird das wieder nichts mit einer Geburtstagsreise für mich.

Unter den gegebenen Umständen, mit einer OP danach, wäre die Reise für mich äussserst unbequem und quälend gewesen. Die Entscheidung der Stornierung war für mich nicht einfach, ich musste aber einsehen, dass es so besser ist.