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Gendergerecht

OK, bin es anders gewohnt, habe es anders gelernt. Für mich ist z.B. ein Kunde als männlich und weiblich zu vertehen. Und ich finde es total bescheuert, wenn sich Frauen darüber aufregen, dass sie sich dadurch benachteiligt fühlen.

Es gab vor Jahren mal einen Flachwitz: „2 Frauen sitzen am Frühstückstisch. Sagt die eine zur anderen: Reich mir bitte mal die Salzstreuerin.“ Das war noch viele Jahre bevor die Diskussion über das Sternchen oder die Endung mit dem „/“ üblich geworden ist.

Auf unserer Norwegenkreuzfahrt 2018 hatten wir während eines Ausflugs eine Reiseleiterin aus Deutschland, die in Norwegen verheiratet ist. Sie plauderte unterwegs auch aus dem privaten Bereich und ezählte „Meine Tochter lernt Koch, ja, Sie haben richtig gehört, Koch. Wir haben es hier in Norwegen nicht mit den Sternchen und ähnlichen Dingen.“

Hier in Deutschland treibt die gendergerechte Sprache Blüten, die ich, wie weiter oben gesagt, bescheuert finde. Heue las ich z.B. auf einer lokalen Nachrichtenseite den Begriff „Radfahrende“. OK, das geht bei mir gerade noch so durch. Aber wie schreibt bzw. spricht man über Fußgänger? Fußgehende? Ich sag ja: Bescheuert.

Ein Schneemann ist jetzt eine Schneeperson mit Kristallisationshintergrund – oder?

Ich mag mit meiner Meinung der einen oder anderen Dame auf den Fuß getreten sein. Aber dazu stehe ich. Oder müsste ich gendergerecht schreiben “ auf die Füßin“?

Mehr Streifen!

Ständig ist im Moment vom Wintereinbruch die Rede. Der Müsste sich doch vermeiden lassen wenn mehr Polizeistreifen unterwegs wären. Man kann dem Einbruch doch dadurch vorbeugen und vielleicht kann man dem Winter auch habhaft werden. Und wenn alle Mensche Fenster und Türen geschlossen halten, gibt es keine Chance für den Einbruch.

Fondue? Jetzt?


Warum eigentlich nicht?

Bestimmte Gerichte gibt es nur zu gewissen Feiertagen. Raclette und Fondue gehören dazu, ebenso wie Gänsebraten oder Pute. Die Hardware für Raclette und Fondue steht im Allgemeinen ein ganzes Jahr unbenutzt im Schrank und wird nur zu Weihnachten oder Silvester seiner Verwendung zugeführt.

Wir haben uns gefragt: Warum eigentlich? Man kann das doch immer essen wenn man Appetit darauf hat. OK, ein Fondue mit excellentem Fleisch ist nicht unbedingt preiswert. Aber was soll’s, man gibt so viel Geld für irgendwelchen Kram aus, da kann man sich schon mal gutes Fleisch, u.a. Rinderfilet, für ein Fondue außerhalb der Feiertage gönnen.

Deshalb gab es bei uns gestern Abend Fondue. Und das war richtig toll, auch wenn es nur ein ganz gewöhnlicher Freitagabend war.

Elphaba, die grüne Hexe aus dem Musical Wicked, war auch dabei. Sie hat die Flamme des Brenners manipuliert. Sehr spooky.

Überall Haare


Das muss man hinnehmen wenn man Katzen in der Wohnung hat.

Seit 6 Monaten sind wir jetzt Katzeneltern. Und wir haben es, trotz der Haare, nicht bereut, Elphie und Glinda zu uns genommen zu haben. Die 2 sind so anhänglich und lieb, auch wenn sie mal durch die Wohnung toben und ein wenig Unordnung schaffen.

Wenn wir abends das Licht zum Schlafengehen ausmachen, begeben sich auch die Katzen zur Ruhe. Glinda hat bei uns im Schlafzimmer einen Schlafplatz gefunden. Elphie schläft vermutlich auf dem Sofa im Wohnzimmer.


Tagsüber halten sie sich meistens in unserer Nähe auf. Gelegentlich fordern sie ihre Knuddeleinheiten ein, Elphie mit Nachdruck wenn sie mit ihrem Kopf an die meine Hand stupst. Glinda wirft sich bei Bedarf auf den Rücken.

Und es gibt tatsächlich Worte, die sie verstehen. Wenn ich sage „Milch“, dann flippen sie total aus. Sie bekommen dann eine Portion Katzenmilch. „Leckerli“ verstehen sie auch. Dann kommen die beiden Süßen zum Schrank, wo die Leckerlis gelagert werden und laufen dann zu der Stelle, wo sie verabreicht werden.


Auch „Hunger“ verstehen sie und kommen dann zum Fressplatz, wo die Näpfe stehen, aus denen sie Fressen. Nach der morgendlichen Fütterung dürfen sie „ausgucken“. Wenn ich das sage, laufen sie zur Terrassentür, die ich dann öffne. Die Insektenschutzjalousie verhindert, dass sie auf die Terrasse gehen und den Vögeln nachjagen.

Elphie und Glinda wissen auch, wo das Katzenspielzeug versteckt ist. Sie sitzen dann vor dem Schrank und mauzen und gucken sehnsüchtig zum Schubfach.

Es gibt aber auch Begriffe, denen sie nur folgen wenn sie wollen. Das sind „nein“, „raus“ und „runter“.


Wegen der Haare könnte ich mehrmals am Tag unseren Robi durch die Wohnung jagen. Da wir überall Fliesen haben, sammeln sich die Haare zu größeren und kleineren „Haarmäusen“, die bei der kleinsten Bewegung über den Boden wehen. Statt Robi kommt mehrmals täglich der Akkusauger zum Einsatz. Das Ding ist Gold wert.

Unsere Socken sind wie Haarmagneten. Da wir Fußbodenheizung haben, haben wir keine Hausschuhe sondern laufen auf Socken durch die Wohnung, an denen auch immer viele Katzenhaar klebenbleiben. Bevor die in die Waschmaschine kommen, werden sie im Wäschetrockner ca. 10 Minuten ohne Heizung kräftig durchgepustet, wie auch andere Kleidungsstücke, an denen sich Katzenhaare festgesetzt haben.


Wir haben zwar eine Fellbürste, die ist aber nicht so geliebt. Es ist selten, dass ich damit das Katzenfell bürsten kann. Wir wollen es mal mit einem speziellen Handschuh versuchen.

Elphie und Glinda sind eine Bereicherung. Und wie es aussieht, fühlen sie sich bei uns sehr wohl. Bei uns würde ich auch gern Katze sein.

Wintersparziergang


Ja, auch hier im Norden hat es geschneit. Heute ist Spaziergehwetter, es scheint nämlich die Wintersonne vom blauen Winterhimmel. Und ja, ich gebe zu, bei diesem Wetter sieht die weiße Landschaft ja ganz nett aus. Aber ich bleibe dabei: Grün ist mir lieber!

Die rote Winterjacke habe ich schon einige Jahre. Aber getragen habe ich sie eher selten. Wenigstens 3 Jahre hing sie da und ich brauchte sie nicht. Heute hätte ich sie eigentlich auch nicht gebraucht, also von der Temperatur her. Aber sie passte heute zur winterlichen Landschaft. Und so ein Farbklecks macht sich doch ganz gut.


Der Hamburger Bürger hat seine Elbe und seine Alster. Der Untertan aus der kleinen Stadt an der Elbe im Herzogtum Lauenburg hat auch seine Elbe. Und wenn die noch fast vor der Haustür der Nordsee entgegenfließt, geht der Untertan an der Elbe spazieren. Warum dabei einige junge Damen untentwegt auf ihr Handy starren, erschließt sich mir nicht. Sie könnten dafür auch zu Hause bleiben.

Uns zwei Untertanen hat der kleine Spaziergang jedenfalls ganz gut getan. Wir haben nach links und rechts geschaut, auch nach oben, und an prekären Stellen auch nach unten. Denn es war teilweise angemessen glatt. Vorsichtshalber sind wir dann doch lieber wieder nach Hause gegangen anstatt die Runde weiter auszudehnen. Ich hatte nämlich keine Lust, mich noch auf meinen knöcherigen Achtersteven zu setzen.

Recht hat er!

Seit langem mal wieder was über Corona gelesen, und zwar den Kommentar des WHO-Experten David Nabarro zur Politik in Deutschland in Sachen Corona. Ich dachte mir, der Mann ist „von Außerhalb“ und schätzt es ziemlich neutral ein, was hier passiert. Er sagt u.a. „Dieses Virus wird uns besiegen, wenn wir nicht einig sind.“

Und genau das ist der Punkt: Hier in Deutschland kocht jedes Bundesland sein eigenes Süppchen. Und die Rede ist auch schon wieder davon, wo vielleicht Lockerungen möglich sind. Liebe Deutschen Politiker, besonders die Landesfürsten: Zieht doch mal alles an einem Strang und versucht nicht, euch ständig zu profilieren, vermutlich unter der Angst, bei der nächsten Wahl Stimmen zu verlieren.

Wir haben eine Pandemie! Eine Seuche! Und das wichtigste ist doch, dass wir den Mist in den Griff bekommen. Ich lese immer über Forderungen von Interessenverbänden, dass die dieses und jenes gelockert werden soll. Nein, gar nichts muss gelockert werden, so leid es mir für viele Bereiche tut, dass sie keine Einnahmen haben, dass Eltern mit Homeschooling überfordert sind, ach, eine unendlich lange Liste könnte ich hier erstellen. Man sieht, hier bei uns besteht keine Einigkeit, was zu tun ist.

Ich schrieb weiter oben, dass ich das lese. Nein, ich lese nur die Schlagzeilen. Das bleibt ja kaum aus wenn man sich in Newsseiten informiert. Ich bin es leid, in die Einzelheiten zu gehen, wer warum wieso was fordert, warum das mit den Impfungen nicht klappt. Jeder hat eine andere Meinung, jeder schiebt die Schuld auf den anderen.

Mein Reden seit Wochen: Reiseverbot, Grenzen zu. Schulen und Kindergärten schließen bzw. geschlossen halten – derzeit mindestens bis Ende Februar. Warum funktioniert das hier nicht in Deutschland? Weil jeder es besser weiß! Jetzt wird darüber gesprochen, Grenzen zu schließen, der Flugverkehr wurde aus besonders betroffenen Ländern gesperrt. Warum erst jetzt? Was soll diese Salamitaktik? Es ist zum Kotzen!

Sie haben Post


Kennt ihr noch die verbale Ankündigung des Emailprogramms: Sie haben Post! Ich weiß gar nicht mehr, welcher Anbieter das war. Aber der kleine Satz hat sich eingeprägt.

Unser Briefkasten ist stumm. Er sagt nichts, er piept nicht und macht auch sonst keine Geräusche, wenn dort was abgelegt wird, was meistens eh nur Werbung ist. Nur die Briefkastenklappe klappert ziemlich laut sie sich schließt nachdem die Briefzustellerin dort Briefe und Sendungen „an alle Haushalte“ eingeworfen hat. Das kann ich aber in der Wohnung nicht hören. Ich muss mich also höchstselbstpersönlich die Treppen hinunterbemühen und nachschauen. Ich könnte auch den Lift nehmen, das dauert aber viel zu lange. Außerdem: Bewegung tut gut.

Also ich wollte sagen, dass ich nun auch Post von der Bundesregierung erhalten habe. Für 2 Euro kann ich mir 6 Filtertüten bei der Apotheke abholen. Ich hatte mir ja schon eine „regulär“ gekauft. Aber ich finde die schrecklich. Da ich einen kleinen Kopf und ein dementsprechend kleines Gesicht habe, bleibt ja gar nichts mehr davon zu sehen. Und dann diese Küsstüte, völlig unkleidsam. Und da ich Bartträger bin, ist so eine FFP2-Maske ja eh nicht sehr sinnvoll. Ich werde auf die OP-Masken ausweichen.

Natürlich hole ich mir die FFP2-Masken aus der Apotheke, zum Kaffeekochen. Nee, jetzt mal im Ernst: König Markus von Bayern hat ja dort verfügt, dass jeder seiner Untertanen gefälligst so eine Filtertüte im Gesicht tragen muss. Und da die Ansichten eines Königs Gewicht haben, könnte man ja eventuellgegebenenfallsunterumständen davon ausgehen, dass die zukünftig auch in der Bundesrepublik getragen werden müssen, nicht nur im Königreich Bayern. Und dann habe ich ein paar Filtertüten für mein Gesicht parat. Aber meinen Bart werde ich dann nicht abrasieren, und wenn sich der König auf den Kopf stellt.

Die Sache mit dem Mond

Bislang hat die Wissenschaft vehement bestritten, dass der Mond Einfluss auf den Menschen hat, besonders der Vollmond. Jetzt gibt es zwei Untersuchungen, die besagen, dass der Mond durchaus Einfluss auf den Menschen haben kann. Dazu bedarf es keiner wissenschaftlichen Studien, man hätte mich befragen sollen, denn ich habe genügend Erkenntnisse über mein Schlafverhalten während der Mondphasen. Zu Menstruationszyklen kann ich keine Auskunft geben.

Ohne zu wissen, wann zunehmender Mond oder gar Vollmond ist, merke ich das an meinem Schlaf- und Traumverhalten. Wenn ich plötzlich des nachts sehr bizarre Träume habe, gehe ich davon aus, dass die Phase „zunehmender Mond“ begonnen hat. Es ist in manchen Nächten wirkich irre, was ich da zusammenträume, meistens mit Personen aus meinem realen Leben, die sich aber nie zusammen begegnet sind. Schaue ich dann am nächsten Morgen im großen Netz nach den Mondphasen, wird meine Annahme bestätigt: Zunehmender Mond!

Ab etwa 3 Nächten vor dem Vollmond kann ich immer sehr schlecht schlafen. Am Tag des Vollmonds ist es dann vorbei und ich schlafe wieder normal, und zwar während der ganzen Mondphase „abnehmender Mond“. Heute Abend ist Vollmond, ich freue mich auf einen störungsfreien Schlaf in der kommenden Nacht – bis zum 11. Februar. Dann ist nämlich Neumond und der Mond nimmt wieder zu und alles beginnt von vorn.

Kennt jemand noch Grog?

Als ich noch ein Kind war, tranken die Männer in der Familie im Winter Grog: Rum, heißes Wasser und Zuckerwürfel nach eigenem Gusto. Das Rezept lautet so: Rum muss, Wasser kann, Zucker darf. Zum Umrühren und zum Zerstoßen der Zuckerwürfel gab es Stäbchen aus Glas, die am unteren Ende eine Verdickung hatten. Als ich das erste Mal geheiratet habe, gehörten zur Grundausstattung des Haushalts Groggläser und die dazugehörigen Glasstäbchen. Ich war jetzt schließlich erwachsen und durfte Grog trinken, was eher selten geschah.

Heute hört man eigentlich gar nicht mehr davon, dass jemand Grog trinkt. Glühwein ist das Wintergetränk. Glühwein ist milder als Grog. Glühwein lässt sich aber gut mit Rum aufmotzen, je mehr Rum – umso besser. Denn eigentlich ist Glühwein ja ein recht süßes Gesöff und verträgt noch mindestestens einen guten Schuss Rum. Ob der Kopf am nächsten Tag noch durch die Tür passt, ist eine andere Sache. So ein reiner Grog ist da viel gesünder.

Wie komme ich jetzt auf Grog? Merkwürdig ist, dass ich gerade vor ein paar Tagen an Grog denken musste. Ist vielleicht auf das Alter zurückzuführen. Und ausgerechnet gestern las ich bei Buddenbohm & Söhne von Grog. Herr Buddenbohm höchstselbstpersönlich erinnert sich daran, dass, als er noch Kind war, die erwachsenen Männer Wintertags Grog tranken.

Vielleicht stirbt das Grog trinken mit den damals erwachsenen, heute alten, Männern aus. Von meinen alten und grogrinkenden Anverwandten lebt keiner mehr. Ich sollte mir vielleicht mal ein Groglas und ein Glasstössel besorgen und das Grogtrinken anfangen.

Mal angefangen

Die Steuererklärung schiebt man ja immer vor sich her. Wenn man die Belege gut sortiert und nicht alles auf den Stapel des Grauens legt, ist das ja eigentlich fix gemacht. Aber ich bin kein Buchhalter, die Rechnungen und sonstigen Belege kommen unsortiert in eine Mappe. Dort warten sie dann auf den Tag X.

An jenem Tag setze ich mich damit an den Esstisch und sortiere, was privat und was Vermietung ist. Als Mutter die Steuererklärung noch selbst gemacht hat, hat sie die Mappe des Grauens an den Steuerberater gegeben. Klar, dass er ein hohes Honorar für die Steuererklärung verlangt hat. Hier in der Wohnanlage haben wir ein Steuerbüro. Dort hatte ich mal nachgefragt, was die denn nehmen würden. Die Frage hat sich gelohnt. Seit dem bereite ich die Unterlagen vor und reiche sie zusammen mit den Belegen einfach mal rein.

Ab diesem Jahr wird dort auch die Steuererklärung für meinen Mann und mich gemacht. Vermietung und private Einkünfte wie Rente und Gehalt – das tue ich mir nicht an. Für 2020 muss das auch auseinander dividiert werden da meine Mutter ja im Mai letzten Jahres gestorben ist.

Die Renteneinkünfte meiner Mutter und ihre privaten Kosten, wie die Heimunterbrinung und diverse ärztliche Verordnungen, habe ich jetzt schon mal erledigt. Die Exceltabelle musste nur entsprechend geändert werden. Als nächstes ist dann wohl die Vermietung des Elternhauses meiner Mutter dran. Dafür muss ich aber erstmal die Nebenkostenabrechnung machen.

Und dann ist da noch eine Wohnung, für die Mutter die Miete kassiert hat. Das kann ich vorbereiten, aber erst abschließen, wenn ich die Endabrechnung vom Verwalter bekommen habe.

Aber statt hier dauernd aus dem Fenster zu gucken und die Ampel zu beobachten, kann ich ja auch mal was produktives machen.