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Bunte Tupfen


Andere Leute bereiten sich auf die Advents- und Weihnachtsdeko vor, wälzen ihre Rezeptsammlungen und suchen danach, was sie, der Tradtion entsprechend, backen wollen. Ich verstehe eh nicht, warum ausgerechnet zu Weihnachten so viel gebacken wird. Ich hab’s auch mal gemacht. Plätzchen waren mir zu stressig, das lass ich bleiben. Aber vielleicht backe ich mal wieder einen Stollen. Mir fehlt nur der passende Rum dazu, der ist hier nicht mehr zu bekommen.

Gestern auf dem Markt entdeckte ich Tulpen! Tulpen, ich liebe Tulpen, die ersten Boten des Frühlings. In den letzten Jahren hatte ich zu Weihnachten immer die ersten Tulpen. Aber jetzt schon Tulpen, wo die Natur gerade schlafen geht, das letzte Laub von den Bäumen geweht wird, es ist phantastisch. Tulpen!

Die 3. Impfung

Im Moment reden wieder alle ganz aufgeregt durcheinander, was die 3. Impfung betrifft, boostern genannt.

Boostern ja, boostern nein, wo boostern, Impfzentren wieder öffnen, Kassenärzte sind dagegegen (klar, die verdienen ja auch Geld mit den Impfungen), ab wann boostern, wer sollte geboostert werden, wer nicht, wer hat Präferenz – es scheint, im Moment herrscht das reinste Chaos. Jeder, der meint, was dazu sagen zum müssen, sagt was dazu, ob er nun vom Fach ist oder nicht.

Die Empfehlung war (oder ist – man weiß es nicht genau), dass Personen, die über 70 Jahre alt sind, sich 6 Monate nach der Komplettimpfung die 3. Impfung abholen sollten. Für mich wäre das ca. Mitte Dezember. Ich werde beizeiten mal meinen Hausarzt fragen, ob er mich boostern würde, ob er Kapazitäten dafür frei hätte.

Im Moment lese ich nur die Schlagzeilen und schüttel mein ungeboostertes Haupt über so viel Aufregung.

Nachtrag: Auf den Punkt gebracht.

Glück gehabt

Wie ich heute erfahren habe, ist die gestrige Abendvorstellung und die heutige Nachmittagsvorstellung des Musical Zeppelin ausgefallen. Mitglieder des Ensembles wurden positiv auf Corona getestet.

Gestern vor einer Woche haben wir uns die Vorstellung angeschaut, zu der wir am Tag vorher extra aus Hamburg angereist waren. Gebuchte Flüge, gebuchtes Hotelzimmmer, man fährt von München nach Füssen, und dann muss man feststellen: Die Vorstellung fällt aus!

Natürlich ist es verständlich, dass die Sicherheit der Gäste und des Ensembles sichergestellt sein muss und dass dafür Sorge getragen wird. Aber Füssen ist nun nicht gerade der Nabel der Welt. Und dann steht man da vor verschlossenen Türen, hat sich auf die Vorstellung gefreut und womöglich viel Geld für die Anreise ausgegeben, spaßig ist das nicht.

Ein paar Tage München


Donnerstag, 21.10.2021
Es war ja das Geburtstagsgeschenk für meinen Schatz, der Besuch des Musicals Zeppelin, über das ich ja schon geschrieben habe, verbunden mit einem Besuch bei unseren Freunden. Bahn oder Flug war meine Frage. Ich muss gestehen, dass ich mich um die Bahn gar nicht gekümmert hatte, also habe ich Flüge gebucht.

Donnerstag vergangener Woche ging es los. Sehr rechtzeitig waren wir in Hamburg am Flughafen, sehr rechtzeitig. Es ging ja durch die Medien, dass mit längeren Wartezeiten an der Sicherheitskontrolle zu rechnen sei. Nun denn, sehr rechtzeitig hätten wir uns sparen können, in wenigen Minuten waren wir gesichert. Erstmal gönnten wir uns einen Snack und heiße Schokolade – das gehört so bei uns, obwohl wir von den Preisen dafür lieber gar nicht reden wollen. Aber man gönnt sich ja sonst nichts.

Um 17:15 Uhr sollten wir starten um 12 Uhr knabberten wir unser Baguette und schlürften heiße Schokolade. Na, irgendwie kriegen wir die Zeit rum, gibt ja auch immer was zu gucken, und wenn es nur interessante Leute sind. Aufgrund der Wetterlage verspätete sich unser Flug. Als wir endlich unsere Plätze eingenommen hatten, waren wir doch recht glücklich.

Während des Fluges wurde uns eine Flasche labberiges leises Wasser serviert. Hab ich schon mal erwähnt, dass ich stilles Wasser hasse? Genausogut könnte man schales Bier oder Sekt trinken, dem die Kohlensäure fehlt. Das Minitäfelchen Schokolade war dann aber ganz nett.

In München dauert es ca. 1 Stunde mit der S-Bahn vom Flughafen in die Stadt. Wir hatten uns für ein Hotel in der Nähe der Wohnung unserer Freunde entschieden, das Motel One Campus. Um 21 Uhr checkten wir endlich ein. Im angeschlossenen Restaurant aßen wir jeder eine Pizza und tranken 2 Halbe Bayrisch Dunkel. Dann fielen wir ins Bett.

Freitag, 22.10.2021
Nach dem Frühstück machten wir uns zu Fuß auf den Weg zur Wohnung unserer Freunde.

Auf dem Weg dorthin kamen wir an einen Platz mit einer skurilen „Kunstausstellung“ des Künstlers Nikolaus Keller. Er hat dort einen Voodooschrein aufgestellt. Ich glaube, die Bilder sprechen für sich.

Frank hatte Urlaub, Thomas musste noch bis mittags arbeiten. Wir sehen uns nicht oft, es gab schon Jahre, in denen wir uns gar nicht gesehen haben. Aber wenn wir dann zusammen sind, ist es immer so, als hätten wir uns erst gestern gesehen. Es gibt keine peinlichen Gesprächstpausen, wir liegen auf einer Wellenlänge und es wird nie langweilig.

Als Thomas nach Hause kam, wechselten wir auch mit ihm ein paar Worte – bevor wir uns wieder auf den Weg ins Hotel machten um uns ein wenig auszuruhen und für den Abend herzurichten.

Die weitere Planung lag in den Händen unserer Freunde. Um 16 Uhr wurden wir abgeholt und Thomas fuhr uns mit seinem Wagen nach Füssen zum Festspielhaus, eine Fahrt von ca. 90 Minuten.

Das Festspielhaus liegt direkt am Forggensee gegenüber dem legendären Schloss Neuschwanstein, erbaut von König Ludwig II., der unter ungeklärten Umständen im Starnberger See den Tod fand. Das Theater wurde erbaut, um dort das Musical „Ludwig“ aufzuführen, welches unsere Freunde bereits mehrmals gesehen haben. Dieses Stück liegt noch auf unserer Wunschliste.

Vor dem Musicalbesuch stärkten wir uns an einer Pizza im Restaurant La Romantica, welches dem Theater angeschlossen ist. Über das Musical selbst habe ich hier ja schon geschrieben. Für insgesamt 3-1/2 Stunden Musical ist das Gestühl sehr unbequem. Die Sitze selbst sind gepolstert, die Rückenlehne aber nicht. Vielleicht will man damit einen Theaterbesuch zur Zeit König Ludwig II. suggerieren.

Nachdem wir nach der Vorstellung unseren Durstlöscher geschlürft hatten, brachte Thomas uns durch die Bayrische Nacht wieder zum Hotel. Anfangs führt die Strecke über kurvenreiche Landstraßen bevor die Autobahn erreicht wird. Weit nach Mitternacht lagen wir endlich im Hotelbett.

Samstag, 23.10.2021
Nach dem Frühstück trafen wir uns mit Frank und Thomas und ließen den gestrigen Theaterabend revuepassieren. Wir sind alle 4 der Meinung, dass das Musical Zeppelin Szenen enthält, die total überflüssig sind, wie z.B. das erwähnte Staubsaugerballett. Es heißt, die Handlung wäre für den Broadway oder das Londoner Westend zu lang. Es gibt einige Sequenzen, um die das Stück gekürzt werden könnte, ohne dass das den Inhalt unverständlich machen würde.

Wir schlenderten über die Auer Dult, eine Art Freilichtkaufhaus, in welchem man Bauernschränke, Trachten, Haushaltsartikel, Schlübber und anderes Zeug erstehen kann. Die Dult findet 3 x im Jahr neben der Mariahilf-Kirche statt. Zur Stärkung werden diverse Speisen für aus der Hand angeboten.

Zur Erbauung von Groß und Klein gibt es ein paar Karrussels.

Ein kleiner Spaziergang an der Isar musste sein, wo ich meinem Tick fröhnte, nämlich einmal mit der Hand das Wasser umrühren.

Für den Abend hatten wir Thomas und Frank für die Fahrdienste zum Essen in einem Restaurant zum Essen eingeladen, ins Wirtshaus Zinners. Das Restaurant wird von zwei Brüdern geführt. Der jüngere, Ferdinand, war auf der Mein Schiff 1 vor 8 Jahren auf unserer ersten Kreuzfahrt als Hilfssteward angestellt. Im Buffetrestaurant Anckelmannsplatz war er dafür zuständig, das benutzte Geschirr von den Tischen abzuräumen. Ich hatte mit Ferdinand all die Jahre lockeren Kontakt und jetzt ergab sich die Möglichkeit, sich mal wieder persönlich zu treffen. Unsere Freunde hatten selbst interesse, das Restaurant kennenzulernen. Leider klappte das persönliche Treffen mit dem Exsteward nicht. Wir fühlten uns aber sehr wohl im Wirtshaus Zinners und speisten vorzüglich.

Mir ist bekannt, dass man Speisen auch verzehren kann, ohne sie vorher zu fotografieren. Aber dieses Stück Zinners Cheescake musste ich einfach ablichten. Bernd hatte mit seinem Karamellisierten Kaiserschmarrn zum Nachtisch arg zu kämpfen.

Sonntag, 24.10.2021

Der Tag des Heimflugs, deshalb hieß es, früh aufzustehen, wegen 2 Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein. Beim Frühstück waren wir die Ersten. Kurz nach 8 Uhr holten unsere Freunde uns ab und brachten uns zum Airport Franz Joseph Strauß. 2 Stunden vorher vor Ort zu sein, war natürlich wieder zu früh, besonders auch deshalb, weil wir ja am Tag vorher schon eingecheckt hatten. Ist ja toll, was heute alles möglich ist. Wir erinnerten uns daran, dass das ja schon seit ein paar Jahren funktioniert, wir uns aber anfangs immer noch das Formular ausgedruckt haben – man weiß ja nie …

Auf dem vorherigen Flug nach Malta vom selben Gate funktionierte die Technik für das Boarding noch. Inzwischen war aber auf dem ganzen Flughafen die Technik zum Scannen ausgefallen. Es wurde mit einem Handlesegerät gescannt und die Daten dann auf dem Bildschirm gegengeprüft bevor man die Erlaubnis bekam, zum Flugzeug durchzugehen. Mit einer Verspätung von 20 Minuten starteten wir in Richtung Hamburg. Wie schon auf dem Flug nach München, gab es wieder labberiges leises Wasser und ein Täfelchen Schokolade.

Nur mit Handgepäck, wozu ich meinen Schatz überredet und was er widerwillig akzeptiert hatte, waren wir schnell draußen und unser privater Shuttleservice, den wir schon mehrmals benutzt hatten, brachte uns nach Hause.

Heute noch kochen? Nö. Wir hatten vorsorglich in Dimi’s Taverne reserviert.

Ein meeting und noch eins und noch eins

Ich lese Blogs, viele davon werden von Damen geschrieben, die noch berufstätig sind – sofern man Qutschen als Beruf definieren kann. Ich lese in den Blogs nämlich, dass es viele meetings gibt. Gerade las ich, dass auf ein meeting das nächste folgte und das nächste usw. und zwar ununterbrochen von 9 Uhr bis 15:45 Uhr.

Wird da auch mal gearbeitet? Wer erledigt die anfallende Arbeit? Vermutlich von Personen der unteren Gehaltsstufen. Und die, die das meiste Geld bekommen, quatschen dumm rum.

Ich glaube, dass viele Produkte wesentlich preisgünstiger sein könnten, wenn der quatschende Wasserkopf erheblich reduziert werden würde.

Unnötige Floskel

„Ich würde gerne …“, gerne auch „Ich würde mir wünschen …“, dieses „würde“ im genannten Zusammenhang hört und liest man fast täglich.

Wer uns kennt weiß, dass wir den ganzen Tag lang Radio Hamburg hören. Man versucht dort, Verkehrsteilnehmer möglichst schnell über Störungen, und auch mobile Blitzer, zu informieren. Zu diesem Zweck rufen Autofahrer dort an, meistens mit diesen Worten „Ich würde gerne einen Stau melden, und zwar ….“ Ich frage mich dann jedes Mal: Warum tust du das denn nicht? Sag doch einfach, dass du einen Stau meldest, oder einen Unfall oder was auch immer.

Das gilt auch für die Floskel „Ich würde mir wünschen“. Die Frage ist z.B., wann es sich die Person wünschen würde, oder warum. Wünsch es dir doch einfach und sage: Ich wünsche mir, dass …“ Warum muss da immer das unsägliche „würde“ auftauchen?

Klingt die Aussage dann seriöser oder gebildeter wenn man das Wörtechen „würde“ einbaut? Wenn man genau hinhört, ist das in den meisten Fällen totaler Blödsinn und vollkommen überflüssig.

Ein Theaterbesuch


Gestern hatte ich ja über das Musical Wicked berichtet, welches wir uns während einer ersten Aufführung nach 17 Monaten in einem Theater angeschaut hatten. Wie lief das denn jetzt ab?

Ein paar Tage vor der Vorstellung erhielten wir vom Veranstalter Stage Entertainment eine Mail mit ausführlichen Anweisungen und Informationen. Stage Entertainment hat sich für die Version „3G“ entschieden, also man muss entweder geimpft, genesen oder getestet sein, um das Theater betreten zu dürfen und sich die Vorstellung anschauen zu können.

Bereits an der Treppe zum Haupteingang waren seitlich am Geländer Aufkleber, mit denen es möglich ist, mit der „LUCA-App“ oder mit „Darfichrein“ die Kontaktdatenerfassung zu vollziehen. Große Aufsteller standen zusätzlich unübersehbar direkt vor den Türen.

Nach dem Betreten des Eingangsbereichs mussten die Hände desinfziert werden, was nach der Anreise mit Bus und Bahn sicher auch notwendig ist. Dann wurde der G-Status kontrolliert und nach der Kontaktdatenerfassung gefragt, welche bei uns nicht kontrolliert wurde. Wir sehen wohl vertrauenswürdig aus.

Im gesamten Theater müssen die Masken getragen werden, auch am Platz.

Wir hatten ja „Open Bar“ gebucht, d.h. ab einer Stunde vor dem Vorstellungsbeginng und in der Pause sind die angebotenen Getränke im Barpreis inkludiert. Vor Corona war es so, dass jemand herumkam und nach den Getränkewünschen fragte. Auf den Tischen standen kleine Schalen mit Knabbererkram. Getränkewünsche werden jetzt am Tresen entgegengenommen und dort auch ausgehändigt. Man bekommt 2 geschlossene Tütchen mit Knabberkram mit. Im Bereich für die Open Bar darf man die Masken abnehmen, macht ja auch Sinn.

Auf den Toiletten ist jedes zweite Waschbecken und jedes zweite Urinal gesperrt.

Im Parkett ist die gesamte 1. Reihe gesperrt. In den anderen Reihen gibt es immer 2 zusammenhängende und dazwischen 2 leee Plätze. In den Reihen davor und dahiner sind die verkauften Plätze immer versetzt. Das Theater ist also maximal nur halb besetzt.

Ein Theater ist ein sehr kostenintensiver Betrieb. Stage Entertainment versucht mit den aufgestellten Regeln, den Betrieb aufrechzuerhalten und Künstler, Personal und Gäste vor Corona zu schützen.

Der Tag danach

Die Bundestagswahl 2021 ist gelaufen, und zwar so, wie ich befürchtet, aber nicht gehofft hatte. Hoffen kann man ja immer. Das vorläufige Ergebnis besagt, dass die SPD die Wahl gewonnen hat, der Abstand zur CDU aber nicht allzu groß ist. Jetzt wird es erstmal Sondierungsgespräche zwischen den Parteien geben, die eine Regierungskoalition stellen können. Das rot-rot-grüne Gespenst, vor dem die CDU gewarnt hatte, wäre trotz des Absturzes der Linken möglich. Davon ist aber im Moment keine Rede.

Am Wahlabend beanspruchte Armin LuscheLaschet die Regierungsbildung für sich. Woher er den Auftrag dazu bekommen hatte, bleibt sein Gemheimnis. OK, wenn sich SDP, Grüne und FDP nicht einigen, könnte er immer noch Kanzler werden. Es besteht auch die Möglichkeit, dass sich die 3 Parteien einigen unter der Voraussetzung, dass die CDU einen anderen Kanzler zur Wahl stellt.

Egal wer mit wem – es wird vermutlich lange dauern, bis Deutschland eine neue Regierung hat. Solange bleibt Angela Merkel geschäftsführend im Amt. Vielleicht muss sie Weihnachten eine weitere Weihnachtsansprache halten.

Ein positives Ergebnis der Wahl: Hans-Georg Maaßen hat den Einzug in den Bundestag nicht geschafft. Jetzt kann er sich ganz ungezwungen den Kackblauen anbiedern.

Male deine Briefmarke


Briefe verschickt man ja nur noch selten, allenfalls Weihnachtskarten. Ab und zu ist es aber doch notwendig, dass man zum Briefumschlag greifen muss, um dort ein mit der Hand ausgefülltes Formular einzutüten, welches dann auf dem Postweg versendet werden muss. Ja, sowas gibt es noch. Eine große Hamburger Wohnungsgesellschaft stellte dieses vorsintflutartige Ansinnen an meinen Mann. Es ging um die letzte Nebenkostenabrechnung seiner im letzten Jahr verstorbenen Mutter.

Briefumschläge haben wir für solche Fälle vorrätig, aber keine Briefmarken. Wegen einer Briefmarke sich in der Warteschlange bei der Post einzureihen, ist irgendwie lächerlich. Briefmarken auf Vorrat zu Hause zu haben, ist auch sinnlos. Wir haben schon erlebt, dass es zwischenzeitlich eine Portoerhöhung gab und wir uns wegen wenigen Cents doch zum Postamt begeben mussten, um das Briefporto zu ergänzen.

Es gibt aber eine andere Möglichkeit. Mittels einer App kann man einen Code generieren, den man dann handschriftlich auf den Briefumschlag malt, und zwar an der Stelle, auf die man sonst die Briefmarke pappt. Da hat die Deutsche Post mal was tolles entwickelt.

Hochzeitstag


Gestern hatten wir unseren 7. Hochzeitstag. Den wollten wir im Rahmen eines kleinen intimen Dinners in einem Restaurant begehen. Griechisch essen wir mehrmals im Jahr, wir wollten also mal was anderes ausprobieren.

Das Ristorante Veneto gibt es schon etwas länger in der kleinen Stadt an der Elbe. Einige positive Meldungen wurden uns schon zugetragen. Warum nicht mal was neues ausprobieren? Mein Gemahl war einverstanden, dass ich dort 2 Plätze reserviere.

Zusammen mit der Speisekarte wurde uns ein Prosecco serviert, vom Haus. Das war schon mal sehr positiv. Die Speisekarte hatten wir uns schon zu Hause online angeschaut. Deshalb war die Wahl der Speisen schnell erledigt.

Das Vitello Tonnato zerging auf der Zunge, die Thunfischsauce war sehr ausgewogen. Beim Mozzarella Caprese kann man eh nicht viel falsch machen. Mein mir seit 7 Jahren angetrauter Gatte war von seiner Calzone begeistert. Aus der Rubrik Carne hatte ich mir Rumpsteak mit Tomaten, Kapern und Oliven ausgesucht. Das Fleisch war zwar zart, aber außenherum etwas fest, vielleicht gehört das so. Insgesamt war das Gericht aber sehr schmackhaft.

Carne Dolci durften natürlich nicht fehlen. Wir hatten uns für das hausgemachte Tiramisu entschieden. Etwas mehr Süße hätte dem Tiramisu gutgetan, uns hat es trotzdem gemundet.

Bevor wir die Rechnung präsentiert bekamen, wurden wir gefragt, ob wir noch einen Prosecco oder eine Grappa wünschten, aufs Haus! Wir entschieden uns für Grappa.

Auf dem Heimweg stoppte ich noch beim Eisdealerdieler und holte mir mit 2 Kugeln Eis die entgangene Süße. In den Schalen waren kurz vor Schluss nur noch wenig Eis. Es war ja nun eh egal, mir wurde reichlich Eis in die Waffel geschmiert, das Zeug musste ja weg. Aus Erfahrung weiß ich, dass 2 Kugeln, die ja eigentlich keine Kugeln sind, bis kurz vor die Haustür reichen. Gestern Abend musste ich ein wenig schneller schlecken.

Die Eisdiele wird nach vielen Jahren leider schließen. Im Restaurant Veneto sind wir aber nicht zum letzten Mal gewesen.

Übrigens: Ich habe mal gelesen, dass man Speisen auch essen kann ohne sie vorher zu fotografieren.