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Ostern 2022

Bei uns gehört es zur Tradition, dass wir uns über Ostern den „Einzig Wahren Oster-Mega-Hit-Marathon“ von Radio Hamburg anhören. Bei uns läuft ja das Radio sowieso täglich im Aufstehen bis zum Schlafengehen. Aber was man da tagaus tagein zu hören bekommt, wiederholt sich nahezu täglich.

Die Hits, die über Ostern über den Sender gehen, wurden von den Hörern ausgwählt, in diesem Jahr 833, sind derart unterschiedlich, dass es nie langweilig wird. Und wenn man Glück hat, wird das Stück gesendet, welches man selbst gewählt hat, während man zuhört und nicht des nachts, wenn man sich an den Gatten kuschelt.

Ostern 2022 – ein tolles Wetter, fast sommerlich. Wir haben ab dem frühen Nachmittag auf der Terrasse gesessen, uns einen Sonnenbrand eingefangen, und die Top 833 gehört. Und dann sitzt man da im Sonnenschein auf der Terrasse, ein Glas Gin vor sich und was hört auf Platz 43?: Wham und Last Christmas!

Natürlich hab ich Frau Google angewiesen, die Lautstärke der Box um 10 Prozent zu erhöhen. Und so erschallte ein Weihnachtslied, welches eigentlich gar kein Weihnachtslied ist, zwischen den Häusern unserer Wohnanlage. Der jährliche „Einzig Wahre Oster-Mega-Hit-Marathon“ ist einfach genial.

Ohne Maskenpflicht

In Schleswig-Holstein gibt es für den Einzelhandel keine Maskenpflicht mehr. Natürlich kann jeder weiterhin eine Maske tragen wenn er sich damit sicherer fühlt – so wie ich.

Heute war ich das erste Mal ohne Maskenpflicht einkaufen, wegen einer Regenpause noch recht früh. Ich sah schon, dass Kunden mit und ohne Maske zwischen den Regalen unterwegs waren. Am Kassenband dann das Übliche: Hinter mir rückte eine Kundin – ohne Maske – ziemlich dicht an mich ran und packte ihre Waren auf das Band. Ich bat sie, doch bitte etwas mehr Abstand zu halten. Sie wurde dann etwas ungehalten, ging übertrieben weit zurück und brabbelte irgendwas vor sich hin. Ich drehte mich nochmal zu ihr hin und sagte, sinngemäß: Ich bin jetzt 2 Jahre ohne Probleme durchgekommen und ich möchte, dass das so bleibt.

Ich fand es ja schon eh immer schlimm, wenn Leute hinter mir an der Kasse sehr dicht aufrückten, ihre Waren auf dem Band möglichst weit vowärts schoben und sich dann auch noch, weit vorgebeugt, den Warentrenner angelten. Auch da schon habe ich die Kunden gebeten, doch bitte Abstand zu halten, und zwar schon zu Zeiten, als es Corona noch gar nicht gab.

Und jetzt, wo die Leute im Supermarkt zum Teil ohne Maske umherlaufen, finde ich es noch viel wichtiger, Abstand zu halten. Es geht ja nun nicht schneller an der Kasse, wenn der nachfolgende Kunde mir auf die Pelle rückt und seine Einkäufe auf das Kassenband quetscht.

Ein neues Handy


Schatz hat mir zum Geburtstag ein neues Handy geschenkt. Das alte Gerät schwächelt langsam und einige Funktionen sind damit nicht möglich, z.B. kontaktlos bezahlen an der Supermarktkasse. Der liebste Mann der Welt hat mir was ausgesucht.

Ich bin ja ein Gewohnheitsmensch und deshalb tat ich mich schon schwer, was neues auszuwählen. Außerdem hasse ich es, die technischen Einzelheiten zu vergleichen. OK, das wenigste, was man mit einem Handy macht, ist es, zu telefonieren, wofür die Dinger ursprünglich mal gedacht waren. Inwzischen sind sie zu vielerlei Aktivitäten bereit. Mein Schatz hat mir die Wahl abgenommen und mir ein Google 6 gekauft.

Nun sitze ich damit an und muss mich umgewöhnen. Wischen, tippen, halten, die ganzen Apps neu sortieren – das kann man sicher alles an einem Tag schaffen wenn man sich da hineinkniet. Aber dazu ist bei mir irgendwann die Luft raus. Super funktioniert der Fingerabdrucksensor. Damit hatte ich auf dem alten Gerät arge Probleme. Oft musste ich mich für Bankgeschäfte mit einem Passwort einloggen weil der Sensor 3 Mal meinen Finger nicht erkannt hatte.

Telefongespräche empfangen kann ich inzwischen, ach ja, wen angerufen habe ich auch. WhatsApp-Nachrichten kommen an und können verschickt werden, was aber nebensächlich ist, da ich WhatsApp-Web auf dem Rechner benutze, wie auch Instagram. Meine Einkaufszettelapp ist an den richtigen Plazt gerückt, auch ein paar andere Apps, von denen ich denke, dass sie wichtig sein könnten. Ganz viele Apps harren noch darauf, hin- und hergeschoben zu werden. Die hängen noch irgendwo rum und müssen sortiert werden.

Eine Bankingapp muss noch freigeschaltet werden. Dazu warte ich auf einen Brief von der Bank, mit dem es möglich sein wird, das Banking freizuschalten. Ich hätte das auch allein geschafft, ich müsste nur suchen, wo sich der Brief mit dem Code befindet hier in der Wohnung. Die Bank kann ja auch was tun für ihr Geld.

Bis alles an seinem Platz ist, dauert es noch ein paar Tage. Und wenn ich Probleme mit was habe, frage ich meinen Schatz, der hat ein Handy vom selben Anbieter.

Gestern im Restaurant ist mir das Ding aus der Gesässtasche gefallen. Zum Glück wurde die Spiderapp nicht aktiviert. Demnächst bekommt das Mobile Phone einen passenden Präser verpasst – sehr wichtig! Das Wort „handy“ ist eine Deutsche Erfindung, international sagt das niemand.

Sollten auf dem Foto irgendwelche Schatten zu erkennen sein, dann ist das hinzunehmen. Ich hatte keine Lust, die Körperfettverschmieroberfläche vor dem Foto noch auf hochglanz zu putzen.

Eine Frau macht den Mund auf

Auf dem FIFA-Kongress in Doha meldet sich Norwegens Verbandspräsidentin Lise Klaveness zu Wort. Sie kritisiert die Vergabe der Fussball-WM an Katar. Weiter rechnet mit den Arbeitsbedinungen für die Bauarbeiten an den Stadien ab, bei denen etliche Arbeiter zu Tode kamen. Ausserdem kritisiert sie die Menschenrechte in Katar: „Es gibt keinen Platz für Gastgeber, die nicht die Sicherheit der WM-Arbeiter sicherstellen. Keinen Platz für Führungsfiguren, die keine Frauenspiele ausrichten. Keinen Platz für Ausrichter, die nicht die Sicherheit und den Respekt für die LGBQT-Plus-Bewegung gewährleisten.“

Den alten weissen Männern gefiel das natürlich nicht, allen vorran FIFA-Präsident Gianni Infantino, der für eine dritte Amtszeit kandidiert. Und natürlich gefiel das den Gastgebern selbst auch nicht.

Lise Klaveness hat endlich einmal das ausgesprochen, wozu die alten weissen Männer im Fussball zu feige sind. Die sind doch eh alle mit viel Geld geschmiert damit die WM überhaupt nach Katar vergeben werden konnte und damit sie jetzt die Klappe halten.

In vielen Bereichen bedarf es so mutigen Menschen wie Ilse Klaveness, nicht nur im Fussball. Auch in der Politik sind, besonders in diesen Zeiten, klare Worte notwendig. Ilse Klaveness ist ein grosses Vorbild.

Der Käse ist da!


Sechs handliche Käsestücke sind heute von der Hofsennerei eingetroffen, die wir über das Croudfarming bestellt hatten. Ein Gruß von Belinda war auch dabei. Wir hatten ja einen Anteil an Belinda erworben.

Im Moment haben wir noch für ein paar Tage Käse von der Käsetheke. Wir sind aber schon sehr gespannt auf den Anschnitt und die Verkostung des ersten Käses von der Hofsennerei.

Überraschung


Ich war der Erste heute Morgen im Bad. Wie üblich machte ich das Oberlicht einen Spalt auf, damit die Feuchtigkeit vom Duschen abziehen kann. Puh, das kam ja ziemlich kalt da rein. Als ich fertig war, sagte ich zum Schatz: Das ist aber sehr kalt heute Morgen. Inzwischen hatte er schon aus dem Fenster geschaut und wusste, was passiert war: Es hat ja auch geschneit! – Waaas? Na ja, ich sah das Dilemma dann auch.

Heute haben wir den Wagen zur Werkstatt gebracht, das Übliche: TÜV, AGU, Inspektion – uuuund Reifenwechsel. Der Meister fragte extra nochmal nach, ob wir wirklich den Reifenwechsel schon vornehmen lassen wollten. Ja, wollten wir. Wir denken positiv.

Mit dem Bus ging es dann von Bergedorf heimwärts. Das Haltestellenschild sah aus wie im tiefsten Winter. Der Ostwind hatte den Schnee an die Anzeigetafel und den Fahrplan gepappt.

Inzwischen ist natürlich fast der gesamte Schnee wieder weggetaut. Nur ein paar kleine weiße Flecken liegen hier noch rum. Ich hoffe sehr, dass es das nun war mit dem Winter.

Saisoneröffnung


In unseren Breitengraden muss man das Wetter ausnutzen. Und wenn im März die Sonne scheint und es warm genug ist, muss man die Gelegenheit nutzen und die erste Mahlzeit der Saison auf der Terrasse einnehmen, so wie gestern, am 22. März anno 2022. Die erste Mahlzeit auf der Terrasse schmeckt immer am besten.

Wir hatten Pizza geplant, zubereitet mit dem Pizzastahl. Der Gatte machte sich eine Calzone, ich eine normale Pizza. Dazu gab es eine Flasche Wein vom Weingut Kesselring. Als Digestif tranken wir Grappa Dri, ein edler Tropfen, dem Ereignis angemessen.

Heute wollen wir das Wetter wieder ausnutzen, wir wollen angrillen. Mitte nächster Woche könnte es Schnee geben. Auf jeden Fall werden die Temperaturen in den nächsten Tagen sinken.

Zweiklassenflüchtlinge

Am Freitag beginnt in Hamburg der Frühlingsdom. Allen, die denken, der Dom in Hamburg sei eine Kirche, sei gesagt, dass es sich um das größte Volksfest im Norden handelt. Der Dom findet 3 x im Jahr statt. Es gibt den Frühlingsdorm, den Sommerdom und den Winterdom. Gefühlt ist in Hamburg immer Dom.

Am Freitagabend gibt es immer das Domfeuerwerk, nicht nur am Eröffnungstag, das Feuerwerk findet an jedem Freitag während des Doms statt. In diesem Jahr nicht, und zwar aus Rücksicht auf die Flüchtlinge aus der Ukraine. Statt des Feuerwerks werden um 22:30 Uhr die bunten Licher gedimmt und es findet eine Gedenkminute statt.

Ich kann verstehen, dass man die Flüchtlinge nicht mit den lauten Böllerschüssen beim Abschuss oder beim Explodieren der bunten Rakten verunsichern will. Ich kann mich aber nicht daran erinnern, dass den geflüchteten Syrern gegenüber der gleiche Respekt gezollt wurde.

Auch die Syrer haben unter Bomben, Raketen und Granaten, die laut explodierten und Zerstörungen verusachten, leiden müssen, hatten Tote zu beklagen. Aber Syrien ist ja weit weg. Syrien ist ein anderer Kulturkreis als es Europa ist. Da muss man hier keine Rücksicht nehmen. Was wissen wir schon von Syrien?

Kanzler Scholz muss sich nicht hinstellen und sagen „Wir schaffen das!“. Es ist – noch – selbstverständlich, dass wir Flüchtlinge aus Europa aufnehmen. Es wird gespendet, Sach- und Geldspenden, um die Ukrainer hier und die, die zu Hause bleiben mussten, zu unterstützen, „Und das ist auch gut so!“.

Nicht, dass ich jeden Freitg auf dem Hamburger Dom bin, um das Höhenfeuerwerk zu bestaunen. Und ich verstehe die Absage des Feuerwerks. Aber die Flüchtlinge aus der Ukraine sind wohl Flüchtlinge erster Klasse. Während die Syrer ja von irgendwo dahinten kamen, Menschen zweiter Klasse eben.

Demo gegen hohe Benzinpreise

In Hamburg gab es am späten Abend eine Demo, die gegen die hohen Benzinpreise demonstierte. Ich war im Vorfeld sehr gespannt, um was für Menschen es sich handeln würde und welche Fahrzeuge sie dafür einsetzen. Allein mit Autos gegen die Preise zu demonstrieren ist schon ein Widerspruch in sich. Scheint ja noch genügend Geld vorhanden zu sein, um das Vorhaben mit ihren „nicht selten getunten Fahrzeugen“ durchzuziehen.

Das Bild und der dazugehörige Kommentar sagen eigentlich alles. Betroffen sehen die jungen Männer eher nicht aus, dass sie so viel Geld für ihre Demo ausgeben mussten. Frech grinsen sie in die Kamera. Und der Slogan auf dem selbstgemalten Pappschild zeugt nicht gerade von Intelligenz.

Zurück zum Thema: Wer Geld hat, dieses während einer Demo durch die getunten Motoren zu verbrennen, sollte nicht gegen die Benzinpreise wettern. Vielleicht wollten die Jungs auch einfach nur mal in der Zeitung zu sehen sein.