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Darf ich auch mal?


„Das ist kein Spielzeug für kleine Jungs!“

Aber grosse Jungs spielen gern mal mit technischen Dingen, besonders wenn sie auch noch einen praktischen Wert haben, so wie unser Vakuumierer, der seit ein paar Wochen bei uns im Einsatz ist.

Nun gut, oft war er bisher nicht im Einsatz da wir nur an den Wochenenden „richtig“ essen, also warm. Und dann wird auch Fleisch zubereitet. Manchmal richtten wir unseren Speiseplan danach aus, was es im Angebot gibt. Da ich nicht jeden Tag in die Stadt renne um einzukaufen, plane ich meine Einkäufe. Und dann kann es sein, dass ich Dienstag Fleisch kaufe, welches wir erst am Wochenende benötigen. Also muss es eingefroren werden.

Das Fonduefleisch für Weihnachten habe ich auch schon besorgt: Rinderfilet und Schweinefilet von der Fleischtheke und Putenbrust vom Geflügelmann auf dem Wochenmarkt. Also musste das vakuumiert und eingefroren werden. Ebenso wie die Hähnchenbrust für eine Hähnchenbrustpfanne, die wir am 2. Weihnachtsfeiertag essen wollen. Also trat der Vakuumierer in Aktion.

Es macht richtig Spass, damit zu arbeiten und zuzuschauen, wie die Luft aus dem Beutel gesaug wird und der sich dann an das frische Fleisch schmiegt. Und deshalb kommt es zu der Frage: Darf ich auch mal. Wir sollten mehr Fleisch essen.

Weihnachtsbaumersatz


Früher, als ich noch die Füsse unter den Tisch usw, war es bei uns zu Hause üblich, dass der Weihnachtsbaum erst am Abend des 23. Dezember von meinen Eltern geschmückt wurde. Ich hatte mein Zimmer neben dem Wohnzimmer und bekam immer mit, dass sich meine Eltern dabei regelmässig in die Wolle kriegten. Am 24. Dezember war das Wohnzimmer zugesperrt, das Leben fand in der Küche statt. Erst zur Bescherung wurde das Wohnzimmer geöffnet, am Baum brannten die Kerzen, unter dem Baum lagen Geschenke.

Heute wird der Weihnachtsbaum schon in der Adventzeit aufgestellt wird, ein Brauch, der wohl aus Amerika kommt. Ich finde die Idee nicht verkehrt. Wenn man einen echten Baum hat, bezahlt man dafür mehr oder weniger viel Geld und dann steht das Gewächs nur für ein paar Tage in der Wohnung. Das Schmücken eines Weihnachtsbaums, egal ob echt oder aus Kunststoff, muss sorgfältig geschehen, Glasschmuck ist sehr zerbrechlich. Und was anderes kommt mir nicht an den Baum. Plastikkugeln oder anderes Gedöns aus Plastik hat einfach nicht sie Strahlkraft wie Glas. Also dauert es auch eine gewisse Zeit, bis der Baum zufriedenstellend aussieht, und das nur für ein paar Tage? Also ist es doch toll, wenn man ein paar Tage länger was von dem Schmuckstück hat.

In diesem Jahr bin ich total grinchig. Wir haben nichtmal unseren total künstlichen weissen Weihnachtsbaum aufgestellt. Ich hatte dazu keine Lust, zumal die Zweige auch immer auseinandergezerrt werden müssen damit er halbwegs „echt“ aussieht. Dazu kommt, dass die Katzen den Baum gern auf die Seite legen und das Kabel der LED-Lichterkette durchbeissen. Ich habe das Ding schon ein paar Mal mit Lüsterklemmen wieder zusammengefriemelt.

Also kein Baum und auch keine sonstige Deko, grinchig eben. Aber irgendwo müssen die Geschenke ja drapiert werden. Sich einfach gegenseitig einen hübsch verpackten Karton in die Hand drücken, sich dabei „Frohe Weihnachten“ wünschen und ein Küsschen geben, ist stillos.

Also habe ich mir was ausgedacht, wie die Geschenke schon ein paar Tage vor dem Geburtstag in Szene gesetzt werden können. Damit wird die Vorfreude angestachelt und man kann überlegen, was der Karton denn wohl entält. Mein Geschenk liegt da schon fix und fertig und harrt der Bescherung am 24. Dezember. Mein Schatz muss seins noch einpacken und dazulegen. Oder es ist so auffällig, dass ich mir schon denken kann, was es ist und es bleibt bis zur letzten Minute versteckt. Ich bin sehr gespannt, was mein Mann zu seinem Geschenk sagt und was ich von ihm bekomme.

Schon 2 Minuten

Der früheste Sonnenuntergang in diesem Winter basis Hamburg war in der Zeit vom 9. bis zum 17. Dezember um 15:59 Uhr. Heute geht die Sonne erst um 16:01 Uhr unter – ein Lichtblick. Und Silvester sind schon 9 Minuten geschafft. Hach! Ich atme auf!

Wer in anderen Regionen mal nachschauen möchte, kann sich an dieser Tabelle orientieren.

Kleine Unterbrechung


Der Tag wurde dann doch noch angenehm unterbrochen, durch Karoline.

Karoline ist eine ehemals dänische Dampflok, die hier an mehreren Wochenenden im Jahr mit historischen Waggons unterwegs ist. Sie ist stationiert im Lokschuppen ganz nah am Elbepenthouse. Die Strecke führt von Geesthacht nach Bergedorf in die eine Richtung und zum geesthachter Stadtteil Krümmel in die andere Richtung. Wenn der Zug nach Krümmel fährt, fährt er ganz dicht an unserem Haus vorbei. Leider war das heute nicht der Fall, Karoline fuhr nur nach Bergedorf.

Trotzdem kam Karoline heute unter unserer Wohnung entlang. Ca. 50 Meter weiter ist die Bunkerstation für Wasser. Und wie jeder weiss, braucht man zur Erzeugung von Dampf, der Karoline antreibt, Wasser. Von meinem Fenster aus beobachtete ich die Angelegenheit weil ich auf dem Rückweg zum geesthachter Bahnhof ein Foto machen wollte.

Jetzt im Winter, mit den eisigen Temperaturen, wird er heisse Dampf richtig schön sichtbar. Der Lokführer gab mit einem kurzen Dampfpfiff laut, dass das Dampfross nunmehr zum Bahnhof fahren würde. Vom Fenster nach hinten raus konnte ich dann ein Foto machen. Der Dampf waberte durch die an der Strecke stehenden Bäume, verdunkelte zeitweise sogar die tiefstehende Sonne, und löste sich dann schnell auf.

Der lange Samstag


Hier ist nicht die Rede vom „Langen Samstag“, den es vor vielen Jahren mal im Einzelhandel gab. Statt um 14 Uhr schlossen die Geschäfte um 18 Uhr. Ich rede von meinem ganz persönlichen langen Samstag, der alle 2 Wochen stattfindet, nämlich immer dann, wenn mein Schatz am Samstag arbeiten muss, wie das heute der Fall ist.

Seine Schicht von Montag bis Freitag beginnt um 05:45 Uhr und endet bereits am frühen Nachmittag. Umrum 15 Uhr kann ich meinen Schatz zu Hause in die Arme schliessen. Am Samstag beginnt die Schicht erst um 10:30 Uhr, endet um 19:15 Uhr. Wenn er endlich nach Hause kommt, ist kurz vor 20 Uhr.

Wir haben zwar am Samstagmorgen noch ein wenig gemeinsame Zeit. Manchmal gehe ich los zum Einkaufen wenn Schatzi losfährt. Es gibt ein wenig was im Haushalt zu tun. Samstag ist auch Waschtag. Wenn die Wäsche fertig ist, hänge ich sie auf. Alles Tätigkeiten, die nur wenig meiner Zeit beanspruchen.

Wenn man Gatte Pause hat, unterhalten wir uns ein wenig auf WhatsApp, was eine kleine Unterbrechnung des öden Tages ist. Danach mach ich Wellness, d.h. Haare und Bart stutzen und dann in der Wanne entspannen. Und danach dauert es immer noch 3 – 4 Stunden, je nachdem wann die Arbeitspause war, bis ich endlich meinen Liebsten in die Arme schliessen kann.

Die Zeit wird wirklich lang am Samstag, es ist öde. Die Katzen geben ein wenig Abwechslung. Sie verlangen ab und zu ein wenig Aufmerksamkeit und wollen begöscht werden. Aber diese Arbeitssamstage sind lang und wollen kein Ende nehmen.

Es soll ja Leute geben, die jeden Tag in die Stadt gehen und irgendwas einkaufen. Das ist bei uns nicht der Fall. Erstens hab ich dazu keine Lust und zweitens kaufen wir immer auf Vorrat, auch bis über das Wochenende, sodass ich z.B. heute gar nicht mehr raus muss. Das schont auch meinen Rücken. Es wird ihm schon nicht gefallen, nachher die Wäsche aufzuhängen. Und ein ordentlich geführter Haushalt braucht nicht jeden Tag eine Auffrischung in den Ecken.

Also sitze ich hier, lese das Internet leer, entdecke Schattenbilder meinerselbst, und warte und warte und warte.

Wintermorgen


Knackig kalt war es heute morgen, -8 Grad. Zum Glück kann man ja heizen.

Donnerstag ist Rückentag, d.h. ich gehe morgens zur Wirbelsäulengymnastik bei Claudia. Donnerstags gibt der Wecker um 7 Uhr laut. Manchmal schlafe ich nämlich bis um halb 8, oder sogar länger. Und bevor ich losgehe, es sind nur wenige Minuten bis zum Studio, muss ich die Katzen versorgen. Und hetzen mag ich nicht. Deshalb der Wecker. Das Foto oben habe ich kurz nach dem Aufstehen aus dem Fenster von unserem Arbeitszimmer gemacht. Ist fast so schön wie ein Sonnenaufgang auf dem Meer.

Meine Stunde bei Claudia beginnt um 9 Uhr. Da sie eine gute Freundin und Nachbarin ist, bin ich immer schon etwas früher da. Dann kann man sich noch ein wenig unterhalten bevor die anderen Teilnehmer kommen. Ich nehme immer den Weg am Hafen. Das ist schöner als an der Strasse entlangzugehen. Dort, an den Hafenterrassen, musste ich mal kurz anhalten und ein Foto von der Sonne machen.

Winter kann also auch schön sein, aber grün ist mir lieber!

Alles wie immer

Man kennt das: Irgendwann im Dezember wird es kalt, richtig kalt, also so kalt, dass das Thermometer die Aussentemperatur mit unter Null anzeigt, nicht nur knapp unter Null – nein so richtig. Richtig kalt fängt bei mir bei -5 Grad an. Zurzeit ist knapp -10 Grad kalt. Das ist wirklich richtig kalt, wenn auch nicht nicht richtig richtig kalt.

Etwas Schnee hatten wir auch, also etwas, ein Hauch von Schnee. Mehr braucht es für mich auch nicht, alles was mehr als ein Hauch ist, ist überflüssig. Macht nur Dreck.

Und dann kommt Weihnachten in Sicht. Viele Menschen freuen sich schon: Ach, es ist schön kalt, und Schnee liegt auch. Wie schön, weisse Weihnachten! Wobei ich behaupte, dass weisse Weihnachten in unseren Gefilden, also in diesem Teil von Deutschland, eine Legende ist. Ich kann mich nicht erinnern, schon mal weisse Weihnachten erlebt zu haben. Aber isch schweife ab.

Also Weihnachten kommt. Und was ist mit dem Wetter?: Es wird wärmer! Wie jedes Jahr zu Weihnachten. Am Heiligen Abend, wo alle wieder unsinnigerweise besinnlich sind, wie auf einer Beerdigung, und sich nicht freuen wie auf einem Geburtstag, den wir ja eigentlich feiern, sollen es fast frühlingshafte 9 Grad werden, plus!

Also alles wie jedes Jahr: Traurige Weihnachtslieder unterm Tannenbaum statt fröhlich um denselben zu tanzen, Tauwetter und Regen.

Maskenpflicht aufgehoben

Die Landesregierung von Schleswig-Holstein hat die Maskenpflicht für den ÖPNV aufgehoben. Der Grund „die Rechtsgrundlage für harte Eingriffe in die Freiheitsrechte “ sei nicht mehr gegeben, so unser Landesfürst Daniel Günther (CDU).

Ich habe die Maskenpflicht nie für einen harten Eingriff in meine Freiheitsrechte empfunden, weder im Theater, in Bahn und Bus, noch im Einzelhandel und auch nicht auf öffentlichen Strassen und Plätzen. Das ist schon harter Tobak, was Herr Günther da von sich gegeben hat, könnte auch ein Queerdenker oder Reichsbürger gesagt haben.

Hamburg beharrt weiterhin auf der Maskenpflicht im ÖPNV. Es gibt Gebiete, in denen die Landesgrenzen zwischen Hamburg und Schleswig-Holstein nicht sichbar sind. Die Bebauung geht ineinander über. Du machst einen Schritt bist in Hamburg, ohne dass du es optisch bemerkst.

Wenn ich also demnächst aus der kleinen Stadt an der Elbe zum Zahnarzt in die grosse Stadt an der Elbe fahre, könnte ich theoritsch irgendwo zwischen Geesthacht und Bergedorf meine Maske aus der Hosentasche zerren und die dann aufsetzen. Allerdings stehen an der Autobahn Schilder, die die Landesgrenzen markieren.

Davon mal abgesehen finde ich es in der Enge eines Busses und bei einigen Fahrgästen, die wohl oder übel auch den Bus benutzen, sicherer, meine Maske vom Beginn der Fahrt bis zum Aufstieg über Mund und Nase zu tragen.

Urlaubsplanung

Gestern haben wir die Urlaubsplanung für das nächste Jahr gemacht. Heute hat mein Schatz seine Wünsche eingereicht. Ob sie genehmigt werden, müssen wir abwarten. Wir haben die Planung so gestaltet, dass während der drei angedachten Urlaubszeiten jeweils eine Kreuzfahrt möglich ist.

Das heisst nun nicht, dass wir im nächsten Jahr drei Kreuzfahrten machen wollen. Wenn nur eine Urlaubsperiode zu einer Kreuzfahrt passt, ist das für uns in Ordnung. Wenn alle drei angedachten Termine und die dazugehörigen Kreuzfahrten zusammen passen, müssen wir wohl knobeln. Wobei wir eine Präferenz haben. Wir hoffen sehr, dass wir die Reise machen können. Das wäre dann zwar erst im Herbst, aber das wäre kein Problem für uns.