Wir hatten verabredet, dass Bernd mich mit dem Wagen vom Büro abholen sollte um in die Waschanlage zu fahren und danach für das Wochenende einzukaufen. Kurz nach 1700 Uhr verliess ich die Firma. Ich trat vor die Tür ….. und es regnete. Es ist unglaublich, aber wenn es während der Woche gutes Wetter ist, beginnt pünktlich zum Wochenendfeierabend das schlechte Wetter mit Regen. Zur Waschanlage zu fahren machte keinen Sinn mehr. Blieb uns also nur noch, einzukaufen.
Archiv des Autors: Hans-Georg Kloetzen
Stepp mal wieder
3 Wochen ist der Stepper jetzt da. Und wie oft hab ich ihn benutzt? 2 Mal. Und woran liegt das? Weil mein Schatz ihn, wenn er ihn benutzt hat, brav zusammenklappt und ins Schlafzimmer stellt. Es ist ja auch lieb, dass er das macht. Wenn das Teil mitten im Wohnzimmer steht sieht es wirklich nicht so toll aus. Aber wenn er zusammengeklappt an der Wand steht werde ich nicht motiviert. Steht er aber mitten in der Stube werde ich gemahnt, auch damit zu arbeiten. Ich habe Bernd jetzt gebeten, den Stepper stehenzulassen. Sonst werden wir uns nie anfreunden – der Stepper und ich.
Bernd hatte heute ein Treffen mit den Leuten der Programmgruppe vom Chor bei einem der Mitglieder. Da schönes Wetter war und man offen fahren konnte, bin ich mitgefahren. Wer weiss, wie das Wetter in den nächsten Tagen wieder wird. Mit der U-Bahn bin ich dann wieder nach Hause gefahren. Verrückt – ich weiss. Aber manchmal muss man eben ein wenig verrückt sein.
Zurück zu Hause habe ich dann meine Steppeinheiten gemacht, 400 Stück. Das ist nicht viel, aber ein Anfang. Es kann nur besser werden.
Nachtgespräche
Aneinandergekuschelt, müde – aber doch schlaflos. Wilde Gedanken kreisen im Kopf. Ein langes Gespräch, das vieles zutage fördert und uns letztendlich befriedigt einschlafen lässt mit der Gewissheit: Alles ist gut!
Vertrauen
Montag Abend = Probenabend von Schola Cantorosa. Meine Teilnahme ist heute nicht notwendig. Es fällt mir nicht ganz leicht, alleine zu Hause zu bleiben. Aber Liebe bedeutet auch, vertrauen zu können. Und ich habe grosses Vertrauen.
Liebe
Liebe ist etwas sehr sehr schönes. Sie kann aber auch anstrengend sein, besonders wenn man im Grunde seines Herzens weiss, dass man zusammengehört und auch will, dass es so ist – man andererseits aber von Gedanken und Gefühlen übermannt ist. Liebe kann auch einengen, den Partner erdrücken. Warum nur ist Liebe so kompliziert – liebe ich doch von ganzem Herzen.
Der Weg nach Hause ist heute ein Stück kürzer geworden!
Zum 5. Mal …
… haben wir uns heute Abend Titanic angesehen. Verrückt? Irgendwie schon – aber schön. Es gab ja verbilligte Karten über unser Chormitglied Holger. 12 Personen waren wir: Holli und Gunnar, Oliver und Melli, Mellis Brüder und ihre Eltern Halina und Reiner sowie ein befreundetes Ehepaar von ihnen. Für Oliver, Melli, Reiner und Halina war es das zweite Mal, dass sie sich Titanic anschauten, also ein Zeichen, dass es ihnen gefällt. Auch den anderen hat es gefallen.
Für die Pause hatten wir uns einen VIP-Tisch reserviert. Die Getränke standen bereit als wir ins Foyer kamen. Eine gute Sache, dann braucht man sich nicht am Tresen anstellen, wenn alle Leute aus dem Zuschauerraum kommen und ihren Durst stillen wollen. Der Jahreszeit entsprechend wurde Maibowle angeboten. Einige von uns hatten das bestellt. Gläser mit einer giftgrünen Flüssigkeit standen auf dem Tischchen. Na, so richtig geschmeckt hat es nicht. Die Bowle schmeckte eher süss als nach Mai. Meine selbstgemachte Maibowle schmeckt besser. Leider ist mein Waldmeister eingegangen.
Wir freuen uns schon auf die nächste Vorstellung von Titanic am 25. Mai. Verrückt? Ja, vielleicht, aber es ist doch so schön.
Homonale
Das MHC wird 20 Jahre alt. Aus diesem Anlass gibt es dort eine Veranstaltungsreihe mit „Perlen der Kleinkunst“. Da Schola Cantorosa im MHC jeweils am Montag die Proben abhält, war es für den Chor eine Selbstverständlichkeit, der Einladung zur Teilnahme zu folgen.
Um 18.30 Uhr wollten wir uns dort treffen zum Vorbereiten und Einsingen. Bernd und ich waren viel zu früh dort – wie immer wenn wir einen Termin haben. Und dann kam er. Mein Magen verkrampfte, mein Herz raste. Ich weiss nicht, ob ich ihn hassen soll.
Der Veranstaltungsabend wurde mit unserem Beitrag eröffnet. Wir brachten eine gekürzte Fassung unseres aktuellen Programms „Piraten“ auf die kleine Bühne. Sie ist wirklich viel zu klein für unsere ausgefeilte Choreographie. Zum Glück waren nur 18 aktive Sänger auf der Bühne. Für den gesamten Chor wäre kein Platz gewesen.
Nach dem Auftritt sassen wir noch im Café Feelgood, ein kleines Café, dass zum MHC gehört. Eigentlich wollte ich nur noch nach Hause. Aber vielleicht war es ganz gut, dass ich es ausgehalten habe.
Auftritt
Wir haben beschlossen, teilzunehmen. Gleich müssen wir los. Vielleicht ist er da. Ich will stark sein – obwohl sich mir der Magen umdreht.
Schmierig
Nach unserem DVD-Abend fragte mich Bernd, ob ich ihm den Rücken massieren würde. Ja sicher wollte ich, bot sich doch die Gelegenheit, den Massageriegel auszuprobieren. Mehrere Male rieb ich den Riegel auf seinem Rücken. An meiner Hand und auf dem Rücken bildete sich eine glitschige Fläche. Sanft begann ich mit der Massage. Eine feste Massage war auch gar nicht möglich, der Riegel hatte zu viel seiner Masse abgesondert. Ich versuchte, die überschüssige Menge auf andere Körperteile zu verteilen – aber es war immer noch recht viel. Vor dem Schlafengehen hab ich Bernd noch mit einem Handtuch den Rücken abgewischt, sonst wäre alles in der Bettwäsche gelandet. Beim nächsten Mal werde ich ein wenig vorsichtiger bei der Anwendung sein.
Entspannung
Ein typischer Brückentag: Kaum Autoverkehr auf den Strassen heute Morgen, wenig Leute unterwegs. Alles war sehr ruhig. Im Büro war bis heute Mittag gut zu tun, was nie verkehrt ist. Aber dann war es plötzlich sehr sehr ruhig. Es passierte fast gar nichts mehr. Per meinte, wir müssten wohl bis 17.00 Uhr durchhalten. Ja, das hatte ich auch gedacht. Dann schickte er mich in die Mittagspause. Seit 2 Wochen war es das erste Mal, dass ich mittags wieder Mal eine Runde drehte. Ich ging an die Binnenalster, über die Lombardsbrücke, anschliessend am Hotel Vierjahreszeiten vorbei, den Jungfernstieg entlang und durch die Spitalerstrasse zurück in Richtung Büro.
Auf meinem Weg kam ich bei Lush vorbei. Wir brauchten neues Badegel. Also nichts wie rein in den Laden. Sofort umfing mich eine Duftwolke von den ausliegenden Seifen und anderen Artikeln. Das Geschäft verleitet einen dazu, sich umzusehen und vielleicht den einen oder anderen Artikel Mal auszuprobieren. Ich hatte schon länger vor, dort nach einer Massagecreme zu suchen. Auf einem Tisch waren die Stücke gut aufgebaut. Lush bietet eine Creme in festen Stücken an, Massageriegel werden die genannt. Die Riegel werden durch die Körperwärme weich bzw. cremig und sie lassen sich dann gut einmassieren. Von allen angebotenen Artikeln liegen Tester bereit. Eine kleine Pyramide hatte mein Interesse auf sich gezogen. Mit dem Finger strich ich über den Tester. Sofort hatte sich eine cremige, ja fast flüssige Schicht gebildet, die allerdings durchsetzt war mit vielen winzigen goldenen Glittterblättchen. Obwohl das Aroma uns bestimmt gefallen hätte, nahm ich davon Abstand, die Pyramide zu kaufen. Glitter im Bett, das fehlte noch. Das wird man ja nie wieder los. Und nach der Massage duschen, pah, dann ist ja der Entspannungseffekt wieder hin. Ich suchte also weiter und fand dann ein grosses Stück „Amazonian“. Die in der Nähe stehende nette Beraterin rieb mir gleich einen Tester über den Unterarm um den Schmelzeffekt vorzuführen. „Damit kannst du deine Liebste verwöhnen“ meinte sie. „Meinen Liebsten auch?“ Sie lachte und meinte, dass das auch möglich sei. Meine Hand durfte ich in ihrer Schürze abwischen um den Glitter wieder loszuwerden. Im Übrigen fühlte ich mich geschmeichelt, mit „Du“ angeredet zu werden. Ich hab da ja kein Problem mit, aber ich weiss nicht, ob das alle Kunden so gerne sehen. Na ja, vielleicht ist das Personal entsprechend geschult um mit einem Blick festzustellen, wer da vor ihnen steht.
Dann fiel mein Blick auf die Seifen. Eigentlich haben wir gar keine Seife im Hause, jedenfalls keine Seife im Stück. Aber das schien doch recht interessant zu sein: Sandstone Seife mit echtem Seesand. Man muss halt alles Mal ausprobieren.
Weiter ging es zum Regal mit den Badezusätzen. Je eine Flasche Narcotic und Slammer landeten im Körbchen. Und dann zur Kasse. Die Seife und das Massagezeugs werden nach Gewicht verkauft. Die Preise für die beiden Flaschen waren eindeutig. Na, toll, ein kleines Vermögen bin ich da losgeworden. „Hast Du eine Badewanne?“ fragte mich die Kassiererin, was ich positiv beantworten konnte. Ich bekam als kleines Geschenk einen Badehasen (oder sagte sie Sprudelhase?). Er wird in das Badewasser gelegt und dann beginnt es zu sprudeln während er sich langsam auflöst. Ich fragte, ob man sich auch draufsetzen könne. Die Antwort war nicht ganz eindeutig.
Zurück im Büro duftete ich vom Arm und aus der Tüte. Per wollte dann auch noch Mal raus. Als er zurück kam meinte er, es sei genug, wenn er dabliebe. Ich hatte also Feierabend und Wochenende. Zwei Wochen mit viel viel Arbeit hatten ein Ende. Montag ist Steffi aus dem Urlaub zurück, dann wird es wieder ruhiger.
